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Finanzielle Not

 
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jens
Gast





BeitragVerfasst am: 02.01.2006, 19:03    Titel: Finanzielle Not Antworten mit Zitat

Hallo,
ich bin mir nicht sicher, ob das der richtige Ort für meine Frage ist, deshalb seid bitte nachsichtig.

Die Mutter einer Freundin ist vor drei Tagen überraschend gestorben - meine Bekannte ist nun mit 23 Jahren Vollwaise, lebte mit ihrer Mutter in einer Wohnung und studiert.
Da die Mutter scheinbar finanziell nicht gut vorgesorgt hatte, beläuft sich die Lebensversicherung (laut Bank) auf gerade einmal 1200€.
Meine Bekannte war nun gezwungen ihre Wertpapiere zu verkaufen und Versicherungen auszahlen zu lassen um überhaupt eine (absolut billige) Beerdigung bezahlen zu können. Nun steht sie vor dem finanziellen Aus. Die Wohnung wird sie nicht halten können, das Studium wird sie unterbrechen müssen - gibt es staatliche Unterstützung, die sie in Anspruch nehmen kann? Kann mir jemand Ämter oder Ansprechpartner nennen?
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Gast






BeitragVerfasst am: 02.01.2006, 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jens,

erst mal finde ich es toll dass Du Deiner Freundin bei stehst...hat ihre Mama Schulden gehabt...ich habe das Erbe von meinen Eltern abgelehnt, sie waren hoch verschuldet...die Beerdigung mußten wir selber bezahlen (auch nur billig)...sie soll sich mal an Jugendamt wenden und bekommt bestimmt noch Bafög....wünsche ihr alles liebe...bleib weiterhin bei ihr...mehr Tipps habe ich nicht...das Erbe abzulehnen, da hat sie sechs Wochen Zeit zu, danach nimmt sie es automatisch an.....alles liebe iser
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ardanwen



Anmeldedatum: 20.09.2004
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 02.01.2006, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also sie kann bestimmt Wohngeld beantragen, Bafög bekommt sie evtl. auch. Lebt der Vater noch? Der ist verpflichtet, sie während der Ausbildung zu unterstützen. Tut er es nicht, kann sie ihn notfalls verklagen. War die Mutter Beamtin oder zahlte sie irgendwo ein bekommt sie (Halb-) Waisenrente. Bei Studenten gibt es auch oft Befreiung oder Ermäßigung bei Beiträgen wie z.B. GEZ etc.
Es gibt viele Möglichkeiten, man muss sich nur mal auf den Ämtern erkundigen. Das wird schon!

Gruß
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Jens
Gast





BeitragVerfasst am: 02.01.2006, 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und vielen Dank für die schnellen und netten Antworten.

Sie ist mittlerweile Vollwaise (der Vater starb vor einigen Jahren) - ich persönlich habe bei Ämtern die Erfahrung gemacht, das man gezielt fragen muss. Einfach hingehen und auf Hilfe hoffen bringt meist nichts - erst wenn man weiss, welche Zuwendungen eventuell zustehen, bekommt man schnelle Hilfe.
Die Mutter war leider keine Beamtin - ob sie Rente von ihrem Mann bezogen hat, kann ich auch nicht sagen. Ich habe bisher nur in Erfahrung gebracht, das sie einen Rentenanspruch bis zum 27. LJ hat, sofern ihre Mutter min. 5 Jahre eingezahlt hat. Ob sich das auch auf die eventuelle Rente ihres Vaters übertragen lässt weiss ich noch nicht...
Ich empfand es als enormen zusätzlichen Schlag, das sie all ihre Habseligkeiten hergeben musste, um überhaupt die Beerdigung regeln zu können (in unserem so hochgelobten Sozialstaat hätte ich in einem solchen Fall mit einer unbürokratischen Unterstützung durch den Staat gerechnet)
Deshalb war meine Frage, welche Ämter (Sozialamt?, wo kann man sich über die Waisenrente informieren...) für sowas zutändig sind. Die Wohnung kann sie alleine nicht halten, Kaution etc. für eine kleinere Wohnung ist durch die Kosten für die Beerdigung auch nicht mehr vorhanden.
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Jens
Gast





BeitragVerfasst am: 02.01.2006, 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und vielen Dank für die schnellen und netten Antworten.

Sie ist mittlerweile Vollwaise (der Vater starb vor einigen Jahren) - ich persönlich habe bei Ämtern die Erfahrung gemacht, das man gezielt fragen muss. Einfach hingehen und auf Hilfe hoffen bringt meist nichts - erst wenn man weiss, welche Zuwendungen eventuell zustehen, bekommt man schnelle Hilfe.
Die Mutter war leider keine Beamtin - ob sie Rente von ihrem Mann bezogen hat, kann ich auch nicht sagen. Ich habe bisher nur in Erfahrung gebracht, das sie einen Rentenanspruch bis zum 27. LJ hat, sofern ihre Mutter min. 5 Jahre eingezahlt hat. Ob sich das auch auf die eventuelle Rente ihres Vaters übertragen lässt weiss ich noch nicht...
Ich empfand es als enormen zusätzlichen Schlag, das sie all ihre Habseligkeiten hergeben musste, um überhaupt die Beerdigung regeln zu können (in unserem so hochgelobten Sozialstaat hätte ich in einem solchen Fall mit einer unbürokratischen Unterstützung durch den Staat gerechnet)
Deshalb war meine Frage, welche Ämter (Sozialamt?, wo kann man sich über die Waisenrente informieren...) für sowas zutändig sind. Die Wohnung kann sie alleine nicht halten, Kaution etc. für eine kleinere Wohnung ist durch die Kosten für die Beerdigung auch nicht mehr vorhanden.
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iser



Anmeldedatum: 03.03.2005
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 03.01.2006, 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jens, sag Deiner Freundin sie solle zum Jugendamt und zum Sozialamt gehen und dort nach Erstattung oder Beisteuerung zur Bestattung fragen...genauso wegen des Bafögs...ich lebe in Berlin und hier gibt es einen sogenannten Sozialladen...der kennt die Rechte eines Bürgers und kann einige Tip's geben...frage beim Bürgeramt oder sie soll sich an die Frauenbeauftragte in ihrer Stadt wenden....viel Kraft und alles liebe..iser Winken
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hannah



Anmeldedatum: 21.02.2005
Beiträge: 128
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 04.01.2006, 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

hallo jens,
deine freundin hat verschiedene möglichkeiten, finanzielle hilfen zu bekommen, die sind hier auch alle schon benannt wurden.
erstmal müsste deine freundin ja theoretisch bereits halbwaisenrente bezogen haben, da ihr vater bereits verstorben ist und sie sich ja noch in der ausbildung befindet. vielleicht kannst du das in erfahrung bringen?
nun steht ihr waisenrente zu... das ist auch das, was sie in meinen augen als allererstes zu klären hat, denn ohne einen rentenbescheid kann kein bafög-antrag etc. bearbeitet werden. sie wird doch sicher den rententräger ihrer eltern kennen - und genau dort beantragt sie dann die waisenrente. am besten sie geht in eine der außenstellen und erklärt ihr problem, dann bekommt sie den antrag und sicher auch hilfe beim ausfüllen - zumindest war das bei mir so.
je nachdem wie hoch ihre rente ist, bekommt sie dann noch zusätzlich bafög - den antrag bekommt sie bei ihrem studentenwerk. dafür benötigt sie aber den rentenbescheid, ansonsten kann der antrag nicht bearbeitet werden.
bekommt sie kein bafög, dann könnte sie immernoch hartz iv beantragen, quasi studienbegleitend. zumindest hat man mir das bei der arbeitsagentur vorgeschlagen, als mein bafög auslief und meine halbwaisenrente zum leben zu wenig war.
ansonsten hat jede uni auch eine soziale beratungsstelle (meist beim studentenwerk zu finden). dort kann sich deine freundin auch hilfe holen und zumeist sind die berater sehr freundlich und kompetent.

mach ihr ruhig mut, sie wird ihr studium trotzdem weitermachen können ohne allzu große finanzielle einschränkungen!
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Nova



Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 120

BeitragVerfasst am: 04.02.2006, 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jens,

ich weiß nicht, wo Deine Bekannte daheim ist. Bei uns gibt es sog. "Versicherungsälteste" die helfen, Anträge für die Vollweisenrente auszufüllen. Sehr umfangreich und alleine kaum machbar.

Ich würde mich auch, wie Hannah meinte, an eine soziale Beratungstelle wenden. Dabei aber sicherlich nicht, an das Sozialamt. Meist haben die keine Ahnung und die Zeit und Nerven sind verschenkt!

Hier nochmal eine Infos bzgl. Altersgrenzen:


Vollwaisenrente
Kinder (auch Stiefkinder, Pflegekinder) haben Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV), wenn sie- keinen Elternteil mehr haben, der unterhaltspflichtig war und- der verstorbene Elternteil die allgemeine Wartezeit erfüllt hat.Der Anspruch besteht bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres oder bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, wenn der Waise sich in Schul- beziehungsweise Berufsausbildung befindet oder wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung seinen Unterhalt nicht selbst bestreiten kann. Die Vollwaisenrente beträgt etwa 10% des letzten Bruttoverdienstes des Ernährers.


Soweit es mir gesagt wurde, wird bei Vollwaisen, der Bruttoverdienst des besser verdienenden Elternteils genommen.

Halt uns auf dem Laufenden und es wäre schön, wenn auch Deine Bekannte mal vorbei schaut.

Alles Gute,
N.


Ps. Hier sind nochmal gute Tips...
http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_18952/SiteGlobals/Forms/Suche/ServiceSucheForm,templateId=processForm.html?resourceId=24486&input_=&pageLocale=de&allOfTheseWords=Vollwaisenrente
_________________
Man muß das Leben aushalten können.
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