Elternlos-Forum
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Weg, für immer

 
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Gast






BeitragVerfasst am: 15.10.2005, 22:13    Titel: Weg, für immer Antworten mit Zitat

Vor genau 4 Jahren sind meine Eltern sowie meine beste Freundin bei einem Autounfall ums leben gekommen.
Auch ich war in diesem Auto- und habe überlebt.
Doch seitdem mir richtig bewusst geworden ist, das ich dei einzige von 4 Menschen bin, die diesen Unfall überlebt hat...ich fühle mich irgendwie total mies.
Wir sind damals von der Straße abgedrengt worden- der Unfallverursacher hat 3 Jahren Fahrverbot und 1 1/2 Jahre auf bewährung bekommen- dafür dass er 3 Menschen umgebracht und mein Leben zerstört hat.
Zum Zeitpunkt des Unfalls war ich 11-heute bin ich 15 und immer noch nicht darüber hin weg.
Denn nach dem Unfall lag ich 14 Wochen im Krankenhaus und bin dann gleich wieder in die Schule- habe meine Gefühle unterdrückt, was ich hätte nicht tun sollen-leider bemerkt man immer zuspät, was richtig und was falsch war.
Wenn man richtig darüber nach denkt ist dass doch eigentlich so gemein: es gibt so viele alte Kranke Menschen, die sich wünschten zu sterben, weil sie ihr Leben gelebt haben und nicht mehr nur von maschinen am Leben gehalten werden wollen.Warum sterben die nicht, sonder meine Eltern, die nie irgend jemandem etwas getan haben.
Ich bin heute wieder kerngesund und doch wünsche ich mir oft, dass ich anstelle meiner Freundin gestorben wäre, denn dann wäre nur eine Familie zerstört gewesen.
Ich weiß, dass viele anderer Meinung sind, aber: probiert weiter zumachen, denn wenn eure Eletrn euch sehen könnten, egal was ihr tut, ie hätten bestimmt nicht gewollt, das ihr den Kopf hängen lasst und aufgebt.
Schön dass es dieses Forum gibt, denn ich habe leider nicht mehr viele freunde, da ich ab und zu von meinen Problemen erzählte.

---------------
Die Errinnerung ist das einzige Paradies aus dem wir nicht vertrieben werden können-der Lieblingsspruch meiner Mum-miss you![/color][/color]
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hannah



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Beiträge: 128
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

hallo gast...
deine geschichte ist so furchtbar traurig und ich kann auch nur erahnen, wie es ist, wenn man so jung seine eltern verliert. und sie macht so unglaublich wütend auf all die rücksichtslosen fahrer da draußen, die leichtsinnig das leben anderer auf's spiel setzen Böse
aber: sei froh, dass du überlebt hast - denn ganz sicher hat das auch einen sinn. vielleicht erkennst du ihn nicht immer - es ist auch schwer, in solchen dingen einen sinn zu sehen. aber deine eltern sind mit sicherheit sehr froh darüber, dass ihre tochter die chance hat, etwas mit ihrem leben anzufangen und glücklich zu werden. und sie passen mit sicherheit auf, was du so tust und wünschen sich, dass du trotz dieses schweren schicksal ein zufriedener und glücklicher mensch werden kannst. dass deine freundin diese chance nicht hat, ist sehr tragisch - aber nicht deine schuld und auch nicht die deiner eltern. ich denke, du hast selbst genug zu verarbeiten - mach dir nicht noch einen kopf darüber, ob nicht besser deine freundin hätte überleben sollen. die eltern deiner freundin müssen mit ihrem schicksal klar kommen und du mit dem deinen.
wenn du magst, erzähl doch mal ein bisschen mehr von dir. wo du jetzt lebst, ob du verwandte hast, die sich um dich kümmern. ob du dich um dich selbst kümmerst - das heißt eine trauergruppe aufsuchst oder eine therapie machst. ob du wieder lachen und glück empfinden kannst...
wir hier im forum können sicher keine freunde im wirklichen leben ersetzen. und die meisten von uns haben ebenfalls die erfahrung gemacht, dass freunde häufig an ihre grenzen geraten, wenn sie einem in solchen zeiten beistehen sollen. du bist erst 15 und deine freunde sicher genauso alt... es ist normal, dass sie überfordert sind, nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen. und aus angst, etwas falsches zu machen, wenden sich viele ab... aber immer da, wo menschen gehen, kommen andere. du wirst neue freunde finden...
und bis dahin - fühl dich hier ganz lieb aufgenommen, komm her, wenn's dir schlecht geht und lass deine gefühle raus. das ist wichtig!

liebe grüße,
hannah
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Natalie



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Wohnort: Zwickau

BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo hannah!
Im Moment wohne ich bei meinen Großeltern, was allerdings auch nicht immer einfach ist, da sie 60 Jahre älter sind und da sie mir oft, wenn auch indirekt deutlich machen, dass sie auch nicht gewollt haben, dass ich bei ihnen wohne. Denn zu den Eltern meiner Mutter konnte ich nicht, da es bei us in der Familie einen ziemlich großen Streit gegeben hat.
In den ersten Jahren bin ich zur Therapie gegangen, doch ich wollte zu diesem zeitpunkt nicht darüber reden, und schon gar nicht mit jemandem, den ich nicht kenne und der mein schicksal nur aus den Akten kennt.
Zwar habe ich die Therapie nicht aufgegeben, doch ich hab jetzt ersteinmal 1 Jahr Pause gemacht.
Ja, ich kann wieder lachen, dank der Unterstützung in meinem, zwar recht kleinen, doch tollen, Freundschaftskreis.
Wenn ich mit meinen Freunden zusammen bin, dann werde ich respektiert.
Doch ich rede mit ihnen nicht über meine Probleme, wahrscheinlich denken sie, ich habe keine, aber sonst kann ich doch glücklich sein.
Nun will ja aber nicht nur von mir reden.
Wie mich vermuten lässt, musstest auch du den Verlust eines Familienmitgliedes schon spüren. Was hast du gemacht, um diese schwere Zeit zu überstehen.
Ich muss sagen, das mir die Musik und das schreiben selbst, sehr hilft.
Oft passiert es mir zwar, dass meine Gefühle ungewollt zum Ausdruck kommen, doch ich finde, sowas hilft ungemein.
Sogar die Tatsache, dass es nicht nur mir so geht, hilft.
Wie zum Beispiel in "Nur zu Besuch" von den Toten Hosen, eine Band für die ich mich eingentlich nicht sehr begeistern kann, deren Lied über den Verlust mich aber doch berührt hat.:
"Nur zu Besuch

Und es kommt immer noch Post, ganz fett adressiert an dich,
obwohl doch jeder weiß, dass du weggezogen bist.
Uns so red’ ich mit Dir wie immer,
und ich versprech Dir,
wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit.
Dann werden wir uns wiedersehn -
du kannst dich ja kümmern, wenn du willst,
dass die Sonne an diesem Tag auch auf mein Grab scheint -
dass die Sonne scheint, dass sie wieder scheint ..."

Natalie
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Anne88



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Beiträge: 7
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hannah!
Ich habe selbst vor einem Monat meine Mom verloren, auch durch einen Unfall. Im Moment suche ich hier Leute in meinem Alter (bin 17) die meine Gefühle und Gedanken verstehen. Würde mich also freuen wenn du mir schreibst (aber natürlich auch alle anderen). Gruß Anne
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hannah



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Beiträge: 128
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

hallo natalie,
für dein alter klingst du schon sehr, sehr erwachsen. ich bin bestimmt nicht die erste, die dir das sagt, mhm?! sagen selbst mir noch leute und ich bin schon 26... und meistens find ich es eher unangenehm, wenn mir jemand sagt, dass ich viel reifer wirke als leute sonst in meinem alter Mit den Augen rollen
aber - ich glaub - mit deinen 15 jahren kannst du das ruhig als kompliment auffassen Winken ein solcher verlust, wie du ihn erlebt hast, verändert eben den menschen. und das ist sicher in vielerlei hinsicht sehr traurig, weil du keine unbeschwerte jugend verleben darfst wie andere. aber auf der anderen seite bist du im kopf den anderen in deinem alter schon weit voraus, für dich werden andere dinge wichtig, du schätzt sachen anders. das kann auch etwas sehr, sehr tolles sein. ich musste erst 22 werden, um zu begreifen, dass eltern nichts selbstverständliches sind und dass man viel zu selten sagt, wie lieb man sie doch hat...
es ist schade, dass du dich bei deinen großeltern nicht gut aufgehoben fühlst - wobei es bei diesem großen altersunterschied schon verständlich ist. alte menschen sind eben meist nicht mehr so flexibel, vielleicht macht ihnen die verantwortung für dich auch ein bisschen angst. ein wenig musst du da wohl noch ausharren, wenn es sonst niemanden gibt, der dich aufnehmen könnte... wenn du irgendwann den eindruck hast, dass dich die wohnsituation mehr belastet als dass sie dir nützt, dann findet sich vielleicht auch eine andere möglichkeit. vielleicht so eine art wohngruppe mit anderen jugendlichen? wg's sind eigentlich ziemlich cool und man ist nie allein. wenn man mit den leuten gut klar kommt, wohnt sich das super...
ansonsten ist es schön zu hören, dass du das lachen nicht verlernt hast und es ein paar freunde gibt, die zu dir stehen. vielleicht auch mal vor ihnen zugeben, dass du probleme hast, dass das alles sehr schwer ist - auch nach vier jahren?! manchmal ist so ne schulter, an der man einfach nur heulen kann, gold wert. da muss der andere gar nicht viel sagen...
was hast du denn für pläne mit deinem leben? willst du abi machen oder gleich eine ausbildung? träume? wünsche?

was mir geholfen hat? mhm, schwierig. als mein dad starb, war ich "schon" 22... mein leben war schon halbwegs geregelt, ich studierte, wohnte in einer anderen stadt usw. ich denke, das kann man nicht vergleichen mit deiner situation, denn du bist ein ganzes stück jünger als ich, hast alles noch vor dir und kannst auch noch nicht allein über dein leben entscheiden. und ich habe noch eine mutter und einen bruder... auch wenn nichts und niemand meinen dad ersetzen kann, war eben ein reines papa-kind, sein ein und alles. aber ich habe versucht, mir die zeit, die ich mit ihm verbringen durfte, immer wieder vor augen zu führen, hab die erinnerungen wach gehalten, fotos angeschaut, dann unter tränen gelacht usw. am anfang war das irgendwie eher selbstqual, aber irgendwann wurden die tränen weniger und das lachen mehr. ich halte diese erinnerungen fest, dann hab ich ihn immer bei mir. und ich habe ganz viel gearbeitet, mich in tausend sachen gestürzt, studiert, gejobbt - so war ich immer abgelenkt. erst hier im forum versuche ich so nach und nach das zu verarbeiten, was ich vorher verdrängt habe. manchmal gelingt das gut, manchmal nur sehr schlecht und dann denke ich, das forum hier zieht mich mehr runter, als dass es nützt. was mir noch geholfen hat: wenn ich grad im selbstmitleid zerfließen will, dann denk ich an menschen wie dich. die es so viel härter getroffen hat und die trotzdem den mut nicht verlieren und so verdammt tapfer sind, obwohl das leben sie so unfair behandelt hat. dann sehe ich, wie gut ich es hatte und auch in gewisser weise noch habe.
nicht zuletzt: mach etwas, von dem du genau weißt, dass es deine eltern stolz machen würde... streng dich in der schule an etc., sachen, die deine eltern schätzen würden. mir hilft es, wenn ich etwas erreicht hab, von dem ich weiß, dass es meinem dad gefallen hätte. dann fühl ich mich ihm ganz nah und weiß, dass er grad irrsinnig stolz auf mich ist. und das ist ein tolles gefühl!

liebe grüße,
hannah

@anne: hallo anne, der erste beitrag stammt von natalie. sie ist 15, also quasi etwa dein alter... (ich bin schon 26 Verlegen ) vielleicht magst du dich mit ihr austauschen, per pn oder so?! alles liebe, hannah
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Natalie



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BeitragVerfasst am: 21.10.2005, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hannah!
Du hast volkommen recht, mit dem was du sagst.
Was das Thema Eltern angeht, sehe ich viele Dinge anders als meien Freunde und bin in manchen Momenten, sehr aufgebracht, wenn ich z.B. höre wie meine Frende über ihre Eltern reden.
Neulich hat meine Freudin zu mir gesagt:"Sobald ich 18 bin ziehe ich zu Hause aus. Mir geht meine Mom so auf die Nerven, manchmal wünschte ich, ich hätte keine."-so etwas kann, und will, ich nicht verstehen.
Doch wahrscheinlich muss auch sie erst solch eine Erfahrung machen, um zu verstehen, was ich meine, auch wenn dass jetzt hart klingt.

Zur Zeit bin ich aud dem Gymnasium und werde, wenn alles gut geht, in 3 1/2 Jahren mein Abitur machen.
Ich möchte dann studieren und wenn alles gut läuft, mal nach England ziehen- ein ziemlich großer Traum von mir.
Das klingt jetzt bestimt auch komisch, denn viele haben Träume und meist werden sie nicht erfüllt, aber ich werde weg ziehen, egal wie.
Meine Mom hatte auch eien Traum, sie wollte unbedingt Klavier spielen lernen, seit sie ein Kind war.
Erst hatte ihre Familie nicht das Geld, dann hatte sie nicht die Zeit und dann war es zu spät.

Ich versuche auch oft so zu denken wie du: sie wären jetzt stolz auf dich, aber dass ist auch oft ziemlich schwer, denn ich wohne in einer ziemlich kleinen Stadt, jeder kennt meine Geschichte.
Genau wie unsere Lehrer: man wird oft behandelt anders als alle anderen behandelt. das macht mir das Leben aber auch nicht einfacher.
Klar meinen die dass nur gut, aber dadurch bekommt man halt immer so einen Art sonder Status.
Es gibt aber bei mir Phasen, da denke ich gar nicht daran, da habe ich dass Gefühl, so zu sein, wie alle anderen.
Und dann gibt es wieder andere Zeiten, da liege ich in meinem Bett und heule.... und wünschte, dass sie hier ´bei mir wären.
Ich weiß zwar, dass sie stolz auf mich wären, aber irgendwie ist es doch etwas anderes, zu hören: Ich bin stolz auf dich, oder zu glauben, dass sie stolz auf dich wären.
Denn mit 11 Jahren, gibt es ja nicht unbedingt schon einen Anlass solche Worte zu sagen.

Natalie
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Natalie



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BeitragVerfasst am: 21.10.2005, 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hannah!
Du hast volkommen recht, mit dem was du sagst.
Was das Thema Eltern angeht, sehe ich viele Dinge anders als meien Freunde und bin in manchen Momenten, sehr aufgebracht, wenn ich z.B. höre wie meine Frende über ihre Eltern reden.
Neulich hat meine Freudin zu mir gesagt:"Sobald ich 18 bin ziehe ich zu Hause aus. Mir geht meine Mom so auf die Nerven, manchmal wünschte ich, ich hätte keine."-so etwas kann, und will, ich nicht verstehen.
Doch wahrscheinlich muss auch sie erst solch eine Erfahrung machen, um zu verstehen, was ich meine, auch wenn dass jetzt hart klingt.

Zur Zeit bin ich aud dem Gymnasium und werde, wenn alles gut geht, in 3 1/2 Jahren mein Abitur machen.
Ich möchte dann studieren und wenn alles gut läuft, mal nach England ziehen- ein ziemlich großer Traum von mir.
Das klingt jetzt bestimt auch komisch, denn viele haben Träume und meist werden sie nicht erfüllt, aber ich werde weg ziehen, egal wie.
Meine Mom hatte auch eien Traum, sie wollte unbedingt Klavier spielen lernen, seit sie ein Kind war.
Erst hatte ihre Familie nicht das Geld, dann hatte sie nicht die Zeit und dann war es zu spät.

Ich versuche auch oft so zu denken wie du: sie wären jetzt stolz auf dich, aber dass ist auch oft ziemlich schwer, denn ich wohne in einer ziemlich kleinen Stadt, jeder kennt meine Geschichte.
Genau wie unsere Lehrer: man wird oft behandelt anders als alle anderen behandelt. das macht mir das Leben aber auch nicht einfacher.
Klar meinen die dass nur gut, aber dadurch bekommt man halt immer so einen Art sonder Status.
Es gibt aber bei mir Phasen, da denke ich gar nicht daran, da habe ich dass Gefühl, so zu sein, wie alle anderen.
Und dann gibt es wieder andere Zeiten, da liege ich in meinem Bett und heule.... und wünschte, dass sie hier ´bei mir wären.
Ich weiß zwar, dass sie stolz auf mich wären, aber irgendwie ist es doch etwas anderes, zu hören: Ich bin stolz auf dich, oder zu glauben, dass sie stolz auf dich wären.
Denn mit 11 Jahren, gibt es ja nicht unbedingt schon einen Anlass solche Worte zu sagen.

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Anne88



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BeitragVerfasst am: 21.10.2005, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich seh das genauso, viel schätzen ihre Eltern gar nicht. Meine Mom hatte auch viele Träume. Sie war ja Brasilanerin und hat immer zu ihrer Mutter gesagt: Wenn ich groß bin heirate ich einen Ausländer und zieh weit weg von hier. Dann hat sie meinen Papa getroffen und ihr Traum wurde Wahrheit, auch wenn sie es in Deutschland nicht immer einfach hatte. Das Thema Klavier ist auch interessant. Ich musste von meinen Eltern aus immer Klavier spielen, meine Mom konnte es. Ich wollte ständig aufhören. Jetzt spiele ich oft mehr als ich muss, weil ich mich ihr so irgendwie näher fühle. Leider kann ich vor Tränen oft die Noten nicht sehen. Sonderbehandlung in der Schule(bin in der 11) gibts auch. Mein Franz-Lehrer wollte meine Arbeit icht bewerten, aber ich meinte die sei gut und habe drauf bestanden. Mal sehen. Ich möchte später mal zurück nach Brasilien oder amerika und eine Kur gegen Krebs erfinden.
Anne
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Natalie



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BeitragVerfasst am: 24.10.2005, 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hi!

Jaja, dass ist schon o ne Sache mit dem Wünschen und so....
...hab voll Angst um meinen Onkel, der is nämlich gestern nach Florida geflogen und der wollte sich gestern schon melden, hat er aber nicht und nun weiß ich gar nichts, wo er ist....

Natalie
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hannah *nicht eingeloggt*
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BeitragVerfasst am: 24.10.2005, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

hi natalie,
ich kann gut verstehen, dass du dir sorgen machst. das ist aber sicher völlig unnötig. ich nehme mal stark an, dass wegen des hurrikans die telefonnetze dort völlig überlastet sind und er einfach keine möglichkeit findet, sich bei dir zu melden. vielleicht hat er es in dem ganzen chaos auch einfach vergessen und versucht es nicht die ganze zeit,
bekannte von mir sind gerade in mexiko im urlaub. sie haben die letzten drei tage in notunterkünften verbracht... quasi im auge des hurricans. erst heute (!) ist es ihnen gelungen, sich zu hause in deutschland zu melden.

deshalb kopf hoch, sicher ist alles in ordnung!

hannah
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Natalie



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BeitragVerfasst am: 05.11.2005, 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen,
Meinem Onkel geht es gut, er sit gestern gelandet, aber einer meiner besten Freunde hatte am Mittwoch Abend nen Motoradunfall.
Meine Freundin hat mich gleich angerufn und es mir gesagt, aber wir wussten bis Donnertag gar nichts...ob er noch lebt, oder was er hat.
Es hat sich rausgestellt, dass ein Auto zu schnell aus einer Einfahrt heraus gefahren ist, und er über die Haube und dann irgendwie in den Zaun geflogen ist.
Sein schienbein ist total kaputt-er kommt auch diee Kalenderjahr nicht mehr aus dem Krankenhaus-wahrscheinlich erst Januar-und dann Reha.
Ich wüsste nicht, was ich gemacht hätte, wenn der Unfall anders ausgegangen wäre.
Bin so froh, dass es "nur" das Bein ist, aber wahrscheinlich wird er nächste Woche nach Dresden verlegt, dann können wir ihn nicht mal mehr besuchen.
Is doch alles nur noch Scheiße- warum denn ausgerechnet er?
Wäre er nur 10 Sekunden später dort lang gefahren, dann würden wir jetzt zusammen sitzen, und...wieso erwicht es immer die, die es am wenigsten verdienen?

Natalie
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BeitragVerfasst am: 18.12.2005, 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hi alle zusammen!
Ich habe gerade aus der Zeitung erfahren,dass der Kerl, der für den Unfall und dem Tod von meinen Eltern verantwortlich ist, seine Fahrerlaubniss wieder hat und ab morgen wieder durch die Straßen fährt.
Hab irgendwie total Schiss, ich meine: dieser Typ hat es nicht mal zugetgeben oder Reuhe gezeigt, der würde so was doch wieder tun. Meine Oma wollte morgen mit mir nach Chemnitz fahren. Ich will aber nicht mitfahren, hab zu große Angst.

Und jetzt auch noch Weihnachten! Seit ich bei meinen Großeltern wohne, ist Weihnachten eh nur noch o ne Art Krampf.
Früher hab ich mich immer voll auf die Vorbereitungen gefreut, heute hasse ich es, wenn ich auch nur irgendwo einen Schwippbogen sehe.
Hoffe mal, dass das irgendwann, wenn ich vielleicht net mehr zuhause wohn, auf hört, und ich wieder Spass an Weihnachten hab.

Frohes Fest
Natalie
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BeitragVerfasst am: 14.04.2007, 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen,
hab mich ja schon länger ne gemeldet, was wohl daran lag, dass ich ziemlich beschäftigt war. Schule, Kur, Freunde, Freund und außerdem gilt es einiges vor zubereiten. Denn Mitte Juli geht’s für mich für 10 Monate in die USA. Weiß noch ne viel, außer das es in den Süden gibt. Zum Glück, denn ich bin nicht so der Winter-Typ.

S sin itze 5 ½ Jahre, dass meine Eltern tot sind, und irgendwie hab ich mich daran gewöhnt. Leider. Ich meine, es heißt ja immer, man gewöhnt sich an alles, meist aber ja bezogen auf was Negatives. Aber irgendwie will ich mich ne an den Gedanken gewöhnen. Aber wie es aussieht, ist es dafür schon zu spät.

Aber sonst hab ich mein Leben ganz gut im Griff. Liegt an meinen Freunden, mittlerweile hab ich auch gecheckt, wer n richtiger is und wer ne. Auch wenn ich darunter teilweise ziemlich gelitten hab. Seit gut 2 Monaten bin ich nun glücklich verliebt, auch wenn das die ganze
Ich-geh-weg-für-10-Monate-und-muss-Abschied-nehmen-Sache ne grad leichter macht. Will ne dran denken, was dann auf m Flughafen los is...

...die Sache mit meinem Freund hat nur einen Haken. Sin ja nu noch ne so lange zam, deshalb war ich vergangenes Wochenende bei ihm zum Kaffe eingeladen. Warn alle ganz nett, aber trotzdem hat ich keine gute Laune. Er hat mich dann auch paar Mal gefragt, was denn los sei, aber irgendwie wusste ich’s a ne oder vtl. wollt ich’s a ne wissen.
War dann trotzdem noch ganz lustig, bissl gelacht, abends gegrillt, und von da an, wusste ich, warums mir ne so gut ging.
Das klingt jetzt vielleicht ganz komisch, und egoistisch, aber ich war echt eifersüchtig. Ich hab ihn ja total gern, aber in dem Moment, hab ich’s ihm nicht gegönnt. Irgendwie hab ich’s ne vertragen, dass ich bei ihm bin, und seine Fam um uns herum, und ich kann das net. Mein Dad hat mal gesagt, wenn du deinen ersten Kerl mit heim bringst, dann hat der erste Mal ein Bier mit mir zu trinken, sonst läuft nichts mit meiner Kleenen. Hab das damals total komisch gefunden, aber wie gern würd ich das heute haben. Ich könnte schon wieder heulen, nur bei dem Gedanken, dass seine Eltern ihm, wenn er dieses Jahr mit dr Schule fertig wird, sagn, dass sie stolz auf ihn sin....

...bin total verwirrt, weil ich ihm das net sagen will, denn wie klingt denn das. Er weiß zwar davon, dass meine Eltern gestorben sind, aber ich will nicht mit ihm genauer darüber reden, denn es geht mir im Moment, bis auf diese „Eifersuchts-Sache“, gut, und wenn ich da itze wieder davon anfange zu reden, egal mit wem, muss ich ja riskieren, dass ich mir meine letzten Monate zu Hause versaue....


...weiß im Moment echt net weiter...bin richtig verwirrt....wird wohl nen übrig gebliebenen Schoko-Hasi köpfen...

Adri
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Gosam



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BeitragVerfasst am: 27.04.2015, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Solche Verluste sind nicht immer so angenehm..man vermisst den Menschen einfach und wünscht sich dass man träumt.
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