Elternlos-Forum
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SONNE



Anmeldedatum: 16.08.2005
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: 26.04.2006, 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

hallo iser, okay, ohne jetzt hier jemanden angreifen zu wollen: es gibt familien da bringt sich jemand um und da denk ich mir , ey kein wunder, das passt zu denen. z.b. arbeitslos, "assozial", bitte nicht falsch verstehen, weiß net wie ichs erklären soll. ich denke viele leute denken, das suizid nicht in eine gut bürgerliche familie passt und auch nicht passiert, aber dort passierts eben doch auch!
_________________
es ist schon arg, du fandst dein leben nicht mehr lebenswert, es gab so viele menschen die dir helfen wollten und dich lieb hatten
ich werde dich nie vergessen
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SONNE



Anmeldedatum: 16.08.2005
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: 26.04.2006, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

... mir ist schon klar, das dass nur guter schein ist..., aber ich denke, suizid hat einen negativen touch... ach keine ahnung.....
_________________
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iser



Anmeldedatum: 03.03.2005
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 26.04.2006, 14:00    Titel: Suizid geht durch alle Schichten Antworten mit Zitat

Hallo Sonne,

also habe ich Deinen Beitrag doch nicht falsch verstanden....nein der Suizid kommt in allen Schichten vor....er ist sehr negativ belastet, da stimme ich Dir zu...habe ja schon berrichtet dass meinen Eltrn nicht mal in geweihter Erde liegen....habe durch mein "gutes Elternhaus" gelernt dass mich kein Anzug und kein Bankkonto imponieren kann...mein Vater war immer so ein stolzer Mann....vielleicht habe ich deswegen so komisch auf Deinen Beitrag reagiert....alles liebe iser
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desiree



Anmeldedatum: 23.03.2004
Beiträge: 662
Wohnort: Tief im Westen

BeitragVerfasst am: 26.04.2006, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonne,
auch in meiner Familie gab es einen Suizidfall. Mein Opa hat sich vor ca 36 Jahren das Leben genommen weil er dachte er hat Krebs dabei war dieser Kerl nur blöd im Kopf. Er war gesund und meine Ma war 18 als sie ihn gefunden hat er hat sich erhängt!

Also ich kann es wohl verstehen und ich sage nicht das es bei uns nicht passieren kann. Mein Onkel hat sich mit 35 tod gesoffen. Es kann jeden treffen egal,wie alt und aus welcher Schicht!
_________________
Ich bin am 09.06.2003 Halbwaise geworden,mein Vater starb an Magenkrebs.01.10.05 ist Cleo( 3,5),24.12.05 ist César(4,5),25.12.05 ist Lady(1),13.03.08 ist Flecki ( 2,8 ),19.07.2009 ist Tammy(3,5)gestorben.Im Himmel wieder vereint.Ich liebe euch alle sechs!
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Gast






BeitragVerfasst am: 27.04.2006, 08:31    Titel: Antworten mit Zitat

okay, erleichtert. habe gehofft das ihr mich versteht! war etwas kompliziert. sehe das so wie ihr, suizid kommt eben doch überall vor...
sonne
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Brit



Anmeldedatum: 24.10.2004
Beiträge: 93
Wohnort: 29328 Fassberg

BeitragVerfasst am: 27.04.2006, 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonne,

ich muß Dir wiedersprechen, der Suizid kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor.
Ich möchte meinen daß die finanziell besser gestellten Menschen, eher Suizid gefährdet sind als andere.
Es kommt nicht auf Geld oder Ansehen an.
Jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter, und jeder Mensch geht anders mit seinen Problemen um, egal ob reich oder arm oder gesund oder krank.

Sorry, Sonne das hört sich vielleicht ein wenig hart, aber ist leider so.

Alles liebe wünscht Dir Brit.
_________________
Das Leben ist viel zu kurz, um sich um den Sinn des Lebens gedanken zu machen. Lebe einfach, jeden Tag intensiver als den vorigen.
Ich war 35 Jahre als mein Papa mit 57 Jahren freiwillig ging.
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Gast






BeitragVerfasst am: 27.04.2006, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

hallo brit, sage ich doch! oder nicht? das ist eben nur der schein, der es glauben lässt! haus, kinder, frau,hund, urlaub...suizid.
das meinte ich doch, das es eben nicht schichtabhängig ist. man da hab ich mir was eingebrockt!!!
sonne
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Gast






BeitragVerfasst am: 27.04.2006, 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

das hört sich nicht hart von die an. ich meine ich bin nicht blöd... ich glaub dun hast mich falsch verstanden.
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Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 21.08.2006, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

auch mein vater hat sich in unserem haus erhängt. ich war gerade elf geworden.

zu dieser zeit war ich mit meiner mutter außer landes... ich erinner mich genau an den telefonanruf welchen meine mutter entgegennahm.
ich verstand die sprache nicht, wusste aber was geschehen war.

ich habe nicht einmal geweint.

meine mutter meinte zu mir ich solle weiter schlafen, wir fliegen morgen
zurück.

und ich habe immer noch keine träne vergoßen.

im flugzeug meinte sie zu mir, wie schön es hier oben doch aussieht..wie in einer anderen welt.
ich wußte wieso sie das gesagt hat.
als wir daheim waren, fragte ich nach meinem vater. meine mutter meinte ich müsse jetzt stark sein. der papa war krank, er wollte nicht mehr leben.
ich brach in hysterisches geschrei aus. es war mir, als habe ich nur darauf gewartet, bis sie die bombe platzen ließ. ich habe nur noch geschrien.

und endlich, endlich habe ich geweint.

manchmal verstehe ich meinen vater. es hat ihm das herz zerissen dass meine mutter sich von ihm trennen wollte.
manchmal, wenn ich mir meine mutter so ansehe, würde ich ihn gern hassen. er ließ sie im stich. mit 2 kindern. er ließ meinen bruder und mich im stich.
ich war schon immer ein papakind gewesen.
zum kindertherapeuten wurde ich geschleppt. hab mich jedoch niemals geöffnet.
ich habe weitergemacht. das ist es was meine mutter, die ich sehr liebe, mir beigebracht hat. so schwach wie mein vater war, will ich niemals werden. und dennoch liebe ich ihn so unendlich.

heute, 10 jahre danach denke ich eigentlich nicht mehr darüber nach.
es gehört zwar zu meinem leben dazu, dennoch tue ich so als sei nichts gewesen. ich denke manchmal ist es gut dinge auf sich beruhen zu lassen.
bis heute habe ich es nicht geschafft zum grab meines vaters zu gehen.

und so sind wir alle hier mitglieder eines clubs, dem wir niemals beigehören wollten.
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SONNE



Anmeldedatum: 16.08.2005
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: 22.08.2006, 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

meinst du nicht, das es dir besser gehen würde, wenn du dich mit dem tot deines vaters auseinandersetzen würdest?
soetwas kann man nicht sein leben lang auf sich beruhen lassen, irgendwann holt dich die geschichte ein.
_________________
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Domi18



Anmeldedatum: 22.04.2010
Beiträge: 27
Wohnort: Chemnitz (Internat), Güstrow

BeitragVerfasst am: 23.04.2010, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ich kann verstehen worüber ihr schreibt meine Mama hat sich am 3.2.2010 an meiner Kinderzimmertür erhängt die Kripo hat sie gefunden.
Mich hat das total aus der Bahn geworfen dadurch das sie blind war konnte sie auch keinen Abschiedsbrief schreiben. Am 23.12.09 hab ich Sie das letzte mal gesehen da waren wir bei ihr im KKH und drei Wochen vor ihrem Tod haben wir das letzte mal Telefoniert ich mach mir Vorwürfe warum ich nicht da war aber das ging ja nicht weil ich in der Ausbildung in Chemnitz bin.
LG Dominique
_________________
Mama ich vermisse Dich.
I wish you a merry Christmas
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♥Butterfly&



Anmeldedatum: 03.08.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 03.08.2010, 00:37    Titel: Antworten mit Zitat

als ich 7 war habe ich meine mom erhängt gefunden. mir geht dieses bild nicht aus dem kopf.
ich denke solche bilder werden nie weggehen mann muss lernen damit zu leben auch wenn es unmöglich erscheint.
ich komme damit nicht zurecht. die ersten jahre habe ich es verdrängt. aber jetzt bin ich 15 und es trifft mich mit voller wucht.
_________________
In meinem Herzen wirst du für immer weiterleben.
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Cati83



Anmeldedatum: 23.08.2010
Beiträge: 1
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 23.08.2010, 19:26    Titel: vor einem Monat habe ich meinen Vater verloren Antworten mit Zitat

Hallo...
ich weiß gar nicht genau, was ich schreiben soll und kenne mich bisher auch gar nicht in solchen Foren aus...Aber irgendwie tut es gut, zu lesen, dass andere Menschen das gleiche durchmachen.
Ich fühle mich total alleine, auch wenn meine Freunde und mein Freund versuchen da zu sein, habe ich immer das Gefühl, meine Ängste und Gefühle verstecken zu müssen. Ich will nicht ständig darüber reden, obwohl ich an nichts anderes denken kann.
Ich erfuhr vor einem Monat durch einen Anruf meiner Mutter, dass mein Vater im Koma liegt. Er hat versucht sich zu erhängen und ist nicht direkt daran gestorben, weil er zu schnell gefunden worden ist. Doch im Laufe des Tages ist er dann eingeschlafen.
Meine Mutter, meine Schwester und ich waren bei ihm...doch er war nicht mehr da-er lag da und bekam einfach nichts mehr mit.
Er sah so schrecklich aus.
Ich habe jede Nacht so schreckliche Alpträume und Angstzustände. Kann nur bei Licht schlafen und nicht allein sein... Dieses schreckliche Bild verfolgt mich Tag und Nacht.
Es tut so weh, dass er so verzweifelt war und sich das antun musste. Er konnte einfach nicht mehr....
Niemand konnte ihm helfen...
Ich vermisse sich so sehr Papa!!!
Ich hätte alles für dich getan!
Wieso musste es nur so kommen???? Wieso????
_________________
Papa, ich vermisse dich so sehr...
Es tut so weh
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Vera.



Anmeldedatum: 17.09.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 17.09.2011, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich kann das verstehen, dass man sich fragt, wie es jemandem aus einer gut situierten Familie passieren kann, dass er sich erhängt. Sonne, du hast gesagt, dass es wegen Depressionen war.

Meine Mutter hatte auch Depressionen, obwohl wir alles hatten, was man haben kann.
Sie konnte superstolz auf ihre Kinder sein, weil alle einen super Job haben und ich in dem Jahr ein gutes Abi gemacht habe, dass mit ihrer Krankheit begleitet war. Das Haus war komplett abbezahlt und sie war selbstständig und das lief auch mehr als gut.
Jedoch kann jeder Mensch Depressionen kriegen und oftmals sind die Gründe weitestgehend unbekannt. Das beste, immmer noch stets präsente Beispiel wäre Robert Enke.

Meine Mutter hat sich im Juli diesen Jahres erhängt. Sie war schon in stationärer Behandlung, kam aber an Wochenenden nach Hause.
Am Abend meines Abiballs konnte ich sie schon den ganzen Tag nicht dazu motivieren mitzukommen, da sie immerzu betont hat, dass es ihr nicht gut geht.
Sie hat uns aber versichert eine Beruhigungstablette genommen zu haben und so sind wir dann hingefahren.
Nach dem Essen hatte mein Bruder ein ganz schlechtes Gefühl und ist mit seiner Verlobten nach Hause gefahren, um nach ihr zu schauen.
Plötzlich bekam meine Schwester einen Anruf, dass wir umgehend nach Hause kommen sollen.
Eine Mutter eines Freundes von mir brachte uns dann. Als wir in unsere Straße einbiegen wollten, war alles abgesperrt.
Alles, was ich weiß, ist dass ich nur geschrien habe.

Unsere Mutter hatte einen Zettel mit "ich bin weg" auf den Tisch gelegt und sich an dem Balkon in der obersten Etage mit einer Hundeleine erhängt. Nachbarn hatten sie gesehen und die Polizei gerufen.
Keiner außer meiner Schwärgerin hat sie hängen sehen und trotzdem ist für uns klar gewesen, dass wir nicht mehr in diesem Haus leben wollen.

Neben der Trauer herrscht eine Menge Portion Wut, die auch als mein Freund vor 2 Wochen mit mir Schluss gemacht hat, weil er meinte, dass er mit der Situation nicht klär käme, um einiges stärker geworden ist. Freude ist jedoch auch mit im Spiel, weil ich nach einer langen Zeit der Depression erleichtert bin. Die Freude kommt aber auch daher, dass ich es trotzdem im gewissen Rahmen schaffe, mein Leben so wie vorher geplant weiterzuleben.

Nun lebe ich bei meiner Stiefmutter und fühle mich echt wohl, ich habe am 1. September angefangen zu arbeiten und diese Arbeit ist das beste, was mir passieren konnte!

Ob ich noch eine Therapie machen werde, kann ich im Moment noch nicht sagen. Was meint ihr?
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