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Tod der alleinerziehenden Mutter

 
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moni*
Gast





BeitragVerfasst am: 24.07.2005, 22:07    Titel: Tod der alleinerziehenden Mutter Antworten mit Zitat

Hallo,

hier schreibt eine Großmutter um evtl. Infos für ihren Enkel zu bekommen.

Unsere alleinerziehende Tochter starb am 29. Juni 2005 durch einen Narkosefehler bei einer kleinen OP - es sollten nur zwei Schrauben aus dem Knie entfernt werden.

Unsere Tochter hat einen achtjährigen Sohn der jetzt bei uns aufwächst. Kann mir jemand von euch sagen, wie Kinder trauern?

Er spricht abends traurig über Mama aber tagsüber ist er ein fröhliches Kind. Er ist etwas ruhiger und reifer geworden aber er wirkt nicht unglücklich. Ich könnte immer weinen aber er meistert seinen Tagesablauf gut. Kann es sein, daß er es noch nicht begreift? Ist der Tod der Mutter noch nicht bei ihm angekommen?

Falls ihr Erfahrung mit dem Tod der Eltern in diesem Alter habt, bitte helft mir weiter.

Lieben Dank!
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desiree



Anmeldedatum: 23.03.2004
Beiträge: 662
Wohnort: Tief im Westen

BeitragVerfasst am: 25.07.2005, 06:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo moni*
es ist grade erst ein paar Tage her das seine Ma tod ist da kann er das noch nicht realisieren. Es ist wichtig das du mit ihm darüber redest und versuchst heraus zufinden,wie es ihm geht und was er fühlt! Und wenn du nicht weiter weist dann suche im Internet nach Professioneller Hilfe. Mehr weiß ich auch nicht,da ich keine Kinder habe.
Lg Désy
_________________
Ich bin am 09.06.2003 Halbwaise geworden,mein Vater starb an Magenkrebs.01.10.05 ist Cleo( 3,5),24.12.05 ist César(4,5),25.12.05 ist Lady(1),13.03.08 ist Flecki ( 2,8 ),19.07.2009 ist Tammy(3,5)gestorben.Im Himmel wieder vereint.Ich liebe euch alle sechs!
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eorie



Anmeldedatum: 27.12.2004
Beiträge: 53
Wohnort: Hanau

BeitragVerfasst am: 25.07.2005, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

liebe moni,


es tut mir sehr leid für euch! eine nachricht wie diese zu bekommen ist unglaublich. mich würde es wundern, wenn ihr es selbst schon begreifen könntet, dass eure tochter so ums leben gekommen ist. es ist doch unglaublich - unbegreiflich!
zu deiner frage:
es ist für kinder in diesem alter nicht ungewöhnlich auch nach so einem dramatischen verlust weiterhin kind zu sein. wenn er ruhiger geworden ist, scheint er sich viele gedanken zu machen und vielleicht versucht er spielerisch den tod seiner mutter/ deiner tochter zu verarbeiten. (indem er puppen oder teddys operiert, das wäre ein weg) er sollte kein schlechtes gewissen haben müssen, weil er nebenbei spielt und lacht und nicht immer trauert. ich bin mir sehr sicher, dass er sehr, sehr traurig ist. nur eben nicht den ganzen tag!
habt ihr mal darüber gesprochen, was der tod für ihn bedeutet? kinder haben da oft sehr schöne vorstellungen, wo der/die verstobene jetzt ist.
ich habe da ein paar büchertipps, die vielleicht weiterhelfen:

- Tobias Brocher / Wenn Kinder trauern : wie sprechen wir über den Tod?
- Christine Fleck-Bohaumilitzky/ Wenn Kinder trauern : wie sie lernen, mit Verlusten umzugehen...

- William C. Kroen/ Da sein, wenn Kinder trauern

Mir hat das letzte gut gefallen. es ist für erwachsene geschrieben, die wissen wollen, wie sie mit einem trauernden kind umgehen sollen. die anderen habe ich noch nicht gelesen.

auf dieser seite kannst du auch unter literatur nachsehen. dort gibt es viele schöne kinderbücher, die ihr zusammen lesen könnt.

und wie desiree sagt, reden ist immer gut. zu wissen, was in eurem enkel vorgeht ist wichtig. und ihn auch mal lassen, wenn er grad nicht mag. kann sein, dass eine phase kommt in der er wütend wird und weniger umgänglich. dann braucht er seine grenzen. wie andere kinder eben auch. und dann wäre es von vorteil, wenn er diese gefühle einordnen kann, ih rihm nicht alles durchgehen lasst.
das wichtigste ist aber dass er familie hat, die sich kümmert ihn lieb hat und die erinnerung an seine mutter lebendig hält.

wünsche euch alles gute,
viele grüße

eorie
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Brit



Anmeldedatum: 24.10.2004
Beiträge: 93
Wohnort: 29328 Fassberg

BeitragVerfasst am: 25.07.2005, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moni,

ersteinmal möchte ich Dir mein Beileid ausdrücken.

Ich bin selbst Mutter zweier Kinder, beides sind Mädchen 4 und 7 Jahre alt.

Mein Papa hat sich vor 3 Jahren das Leben genommen, für mich war es wirklich schon schwer genug das alles zu bewältigen ( und ich habe es lang noch nicht hinter mir ), aber meine Kinder vor allem aber die große hatte sehr lange an den Verlust zu knabbern.
Es ist tatsächlich wie Du sagst, am Tage sind sie fröhlich und Abends kommen die Tränen und Fragen und einfach sehr viel Gefühle.

Ich habe sehr viel mit meinen Kindern über den Tod gesprochen, und das was vielleicht danach ist, wir suchen uns den größten Stern am Himmel aus, und sprechen dann mit unserem Opa.

Es ist totale Vorsicht geboten, man verkennt Kinder immer wieder. Jeder trauert anders und Kinder erst recht.
Ich würde Dir raten ebenfalls viel mit Deinem Enkel zu sprechen, aber vielleicht gibt es ja in Deinen Wohnort eine Selbsthilfegruppe oder evtl. eine kirchliche Einrichtung in die Du und Dein Enkel gehen könnt.

Ich wünsche Euch viel Kraft und Stärke dafür.

Alles liebe Brit.
_________________
Das Leben ist viel zu kurz, um sich um den Sinn des Lebens gedanken zu machen. Lebe einfach, jeden Tag intensiver als den vorigen.
Ich war 35 Jahre als mein Papa mit 57 Jahren freiwillig ging.
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moni*
Gast





BeitragVerfasst am: 25.07.2005, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich danke euch für eure Antworten. Mama ist jetzt ein Stern nur leider kann man jetzt keine Sterne sehen. Ich werde ihm die Venus zeigen und sagen, daß das Mamas Stern ist. Bis dahin hat er einen Leuchtstern über seinem Bett.

Er sagt abends immer, daß seine Mama die beste Mama der Welt war und wie lieb er sie hat. Er sagt auch, daß Mama da ist, in einer anderen Dimension. Ich kann das nur bestätigen.

Danke auch für die Buchtipps. Ich habe mir eines gekauft aber es sagt mir nichts was ich nicht schon wusste. Am 1. Septemper hat er einen Termin bei einer Kinderpsychologin und dann sehen wir weiter. Durch die Ferienzeit dauert alles etwas länger.

Für mich ist es traumatisch. Für meine eigene Trauer habe ich kaum Zeit und ich habe Angst, daß ich zusammenbreche. Max braucht doch meine Kraft. Zum Glück ist mein Mann ausgeglichener, er trauert wieder ganz anders als ich. Er ist pragmatisch und ich leider nicht.

Das Buch von Kroen werde ich mir kaufen. Vielleicht finde ich da Antworten auf meine Fragen.

Das große WARUM steht wohl immer im Raum.

Ich fühle auch mit euch wegen eurer Verluste denn ich weiss wie schmerzhaft der Tod der Eltern ist. Sein Kind zu verlieren ist aber unbegreiflich weil es gegen die Naturgesetze verstösst.

Liebe Grüße

moni*
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