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Habe meine Mama durch einen Unfall verloren...

 
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felli76
Gast





BeitragVerfasst am: 27.06.2005, 21:22    Titel: Habe meine Mama durch einen Unfall verloren... Antworten mit Zitat

Hallo ihr alle,

ich bin so froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Ich habe schon so lange nach etwas derartigem gesucht, aber irgendwie wird für "elternlose Kinder und Jugendliche/junge Erwachsene nichts angeboten. Ich glaube auch, dass es unterschiedlich empfunden wird ob man die Eltern/einen Elternteil durch einen Unfall, also ganz plötzlich, verliert oder durch Krankheit. Ich persönlich kann es so gut nachempfinden was es heißt, wenn jemand schreibt: Die Kleider lagen noch zusammengelegt da, die Schuhe Tasche o.ä. stand da, als ob der Verstorbene gleich zurückkäme. Es ist so unglaublich...Man begreift es so schwer...Ich finde es auch so schwer, dass de Umwelt schon nach so kurzer Zeit wieder erwartet, dass man es verarbeitet haben soll. Es wird einfach totgeschwiegen! Die Leute gehen viel komischer mit einem um, aus Unwissenheit, aus Unsicherheit. Manchmal muß ich fast denen mehr helfen, obwohl ich doch diejenige bin, die trauert...Wenn man dann die Alltagsmaske aufsetzt und fröhlich tut und dann irgendwann wieder in ein Loch fällt versteht es keiner: "Ich dachte Du seist drüber weg. Du warst doch neulich schon so stabil" hört man dann...Manchmal fühle ich mich so allein. Ich habe zwar liebe Freunde und auch einen sehr netten Mann, aber richtig verstehen können die es alle nicht, die haben ja noch ihre Eltern!

Am Dienstag, dem 01.02.05 habe ich meine geliebte Mama zum letzten Mal gesehen. Es war eigentlich eher ein Zufall und - wie ich heute weiß- ein großes Glück, dass ich an einem Dienstag hingefahren bin. Im Moment mache ich mein Referendariat in Mainz und besuchte meine Eltern daher eher am Wochenende. Aber irgendwie bestand meine Ma darauf, dass ich kommen sollte, und so fuhr ich. Wir aßen zusammen zu Mittag und erzählten. Ich plante gerade mir mein langersehntes Islandpony zu kaufen und Mama wollte mich damit überraschen, dass sie und Papa mir etwas Geld dazugeben wollten. Deshalb wollte sie, dass ich komme. Der Besuch war, wie immer, sehr herzlich und Mama und ich stellten noch lachend fest, dass wir uns unabhängig voneinander die gleiche Jacke gekauft hatten. Wie immer: Seelenverwandschaft! Es wurde spät und ich machte mich auf den Heimweg. Nicht wissend, dass ich sie zum letzten Mal drücken würde...Sie sollte nur noch drei Tage leben...
Ich weiß noch, dass mir auffiel, dass auf dem Heimweg auf der Autobahn die ganze Zeit ein Leichenwagen hinter mir fuhr...Ich erzählte das noch meinem Freund am Handy...Irgendwie hatte ich ein mulmiges Gefühl...als ob es eine Vorahnung gewesen wäre...Naja.


Freitags (04.02.05) hatten wir noch Unterricht bis mittags und es war strahlend schönes Wetter, das erste Mal in diesem Jahr. Fast wie Frühling. Ich machte mich mit einem Freund auf den Weg Richtung Kassel um mein Pony abzuholen.

Als wir gegen 19:00 auf den Hof dort fuhren erreichte mich der Anruf meines Bruders. Er klang sehr ernst....meinte nur: "Wo bist Du? Ist jemand bei Dir? Die Mama hatte einen Unfall..." Ich begriff erst gar nicht...einen Unfall...das konnte ja nun alles mögliche sein...aber am Klang seiner Stimme merkte ich, dass es ein schlimmer Unfall sein mußte. Ich schrie ihn an, hysterisch: "Aber sie lebt doch, sie lebt doch, oder???" Er meinte, dass man mit dem Schlimmsten rechnen müsse, ein Auto hätte sie angefahren und sie sei mit dem Hubschrauber in die Klinik geflogen worden. Da saß ich nun...merkte wie mir der Hörer aus der Hand glitt...das war so surreal-wie im Film-als würde ich mich sehen, wie ich diese Szene erlebe.

Ich sagte zu dem Freund, der fuhr, dass wir sofort wenden müßten, den Hänger abkoppeln und nach Ludwigshafen fahren. Ich weiß nur, dass ich eine unbändige Wut hatte, weil alles so lange dauerte...das Abkoppeln...das Fahren auf die Autobahn etc. Es waren für mich alles kostbare Sekunden, Minuten, ja leider Stunden...die diese Fahrt dauerte und ich wäre am liebsten geflogen...In Gedanken sprach ich unentwegt zu meiner Mutter. Ich hatte die Vorstellung ich würde ihr dadurch Energie senden um zu kämpfen...was ich nicht wissen konnte war, dass sie zu diesem Zeitpunkt aufgrund ihrer schlimmen Schädelverletzungen schon klinisch tot war.

Was war passiert?

Ein Autofahrer wollte sie gegen 15:30 Uhr beim Joggen über eine Straße lassen (innerorts) und winkte sie rüber, in dem Moment hat der Unfallfahrer vón hinten überholt und meine Mutter in der Mitte der Straße "erfasst". Sie prallte auf die Windschutzscheibe und flog ca 19m weit, prallte dann auf den Asphalt. Von einer Ersthelferin weiß ich, dass es unendlich lange 30 Min(!!!) dauerte, bis der Krankenwagen kam. Mama hätte immer gefragt, ob sie jetzt sterben müsse, da habe sie die Frau noch beruhigt, dass alles wieder werde, die Ärzte würden gleich kommen. Die bereits eingetroffenen Polizisten leisteten keine Ersthilfe (!!). Die Ärzte aus dem Krankenwagen alarmierten dann den Hubschrauber der Unfallklinik. Ungefähr zu dem Zeitpunkt verlor Mam das Bewußtsein und erlangte es nie mehr wieder. Um 20.20 Uhr wurde auch die Beatmung eingestellt.

Als wir gegen 22:00 in der Klinik ankamen kam mir mein Verlobter auf dem Parkplatz entgegen...Den Blick gesenkt..nahm mich in den Arm und weinte hemmungslos. Da begriff ich: Ich war zu spät...Ich schrie nur: Lasst mích zu meiner Mama! Sie ist nicht tot. Das ist nicht meine Mama! Aber als ich sie sah wußte ich: das ist nur noch ihre Hülle. Sie sah aus wie eine Puppe-grotesk-mit verschwollenem Gesicht...

Seitdem läuft mein Leben wie ein Film ab...ich muß es verarbeiten...aber wie???Wie kann man sowas verarbeiten? Sie fehlt mir so sehr...nichts ist mehr wie es war....Ich wäre so gerne bei ihr gewesen! Mußte sie sehr leiden? Hatte sie große Angst? Wußte sie, wie sehr ich sie liebe? Soviele offene Fragen...

Freue mich sehr über mails etc!!! Ganz viel Kraft allen, die ähnliches durchmachen!
P.S.: Das Pony haben später Freunde für mich geholt. Es ist das Letzte, was ich von meiner Mami habe...sie heißt "Felli".
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felli



Anmeldedatum: 27.06.2005
Beiträge: 3
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 27.06.2005, 21:56    Titel: P.S. Antworten mit Zitat

Sorry, hatte vergessen mich einzuloggen Smilie
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hannah



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Beiträge: 128
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 27.06.2005, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

hallo felli,
das mit deiner mama tut mir sehr, sehr leid...
alles, was ich dir sagen kann, ist: lass dir zeit. du hast alle zeit der welt um zu trauern, zu weinen, verzweifelt zu sein, dich mit fragen zu quälen - auch wenn die gesellschaft vielleicht andere normen für die zeit der trauer anlegt. es mag für außenstehende schwer nachzuvollziehen sein, dass man seine arbeit nach wie vor gut erledigen kann, dass man in der lage ist, sein leben weiterzuleben, auch mal lachen kann - und trotzdem so unendlich traurig ist. und natürlich stehen freunde, bekannte hilflos da und aus angst, etwas falsches zu tun, tun sie lieber nichts bzw. tun so, als wäre nichts geschehen... trotzdem: es ist wichtig, dass du versuchst, anderen zu beschreiben, wie es dir geht, was du fühlst, was dich beschäftigt. auch wenn sie es vielleicht nicht richtig verstehen können - aber sie können dich einfach mal in den arm nehmen, dich trösten, mitziehen, wenn du down bist. manchmal hilft das - einfach das wissen, da ist jemand da für dich.

ich kann dir nicht sagen, ob man so einen verlust verarbeiten kann. ich denke, der versuch, damit zu umzugehen, dauert ein leben lang an. es gibt immer momente, in denen einem der verlust besonders schmerzlich bewußt wird, in denen man glaubt, es geht nicht weiter. aber es geht doch weiter... mein dad ist seit fast drei jahren tot und es ist tatsächlich alles anders seit diesem anruf damals. er fehlt mir nach wie vor entsetzlich und doch habe ich seitdem auch viel schönes erlebt, viel erreicht, was ihn stolz machen würde. setz' dich nicht selbst unter druck von wegen 'ich muss es verarbeiten'... du musst nämlich gar nichts...
die offenen fragen...bleiben. für uns alle hier. vielleicht kannst du dir im laufe der zeit einige antworten selbst geben. eine frage kann ich dir sicheren herzens beantworten: deine mama wußte, wie sehr du sie liebst. eltern wissen sowas wohl einfach. und wie hast du geschrieben: seelenverwandtschaft zwischen euch beiden. versuche, das in erinnerung zu behalten.

ganz viel kraft wünsch ich dir für alles, was kommt.
hannah
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tinka



Anmeldedatum: 11.05.2005
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 28.06.2005, 12:14    Titel: Re: Habe meine Mama durch einen Unfall verloren... Antworten mit Zitat

hallo felli
ich drück dich erstmal ganz lieb.
ich kann dich voll verstehen, bei mir ist es auch so, so viele offenen fragen hab ich noch. ich weiss auch nicht wie man das verarbeiten soll, ich glaube das braucht alles seine zeit.
man denkt immer warum, für was sollte das gut sein, warum sie?
auch ich habe nette freunde und mann ,aber keiner kann das wirklich nachvollziehen wie man sich manchmal fühlt.
auch ich habe meine meine mama noch zufällig zwei tage vor ihrem unfall gesehen, wir haben uns dann noch verabschiedet und sie jammerte noch, weil wir uns nun 3 wochen nicht sehen, ich fuhr in die kur.
ich meinte zu ihr, sie soll nicht jammern, wir sehen uns ja wieder und sie meinte dann: das will sie doch hoffen.
es ist schön das wir uns noch gesehen haben.
aber trotzdem ungerecht.
sie ist in ein lkw gefahren, keiner weiss wie genau und ich durfte sie nicht mehr sehen.
es ist im januar passiert.
die letzte zeit ging es mir schlecht, man grübelt so viel und denkt heute hätten wir das zusammen gemacht.
nun denke ich , ich muss das beste daraus machen, ich glaube sie sieht mich ja von da oben und wenn ich auch mal in den himmel komme, wird sie sicher schimpfen das ich mich so hängen hab lassen.
auch meine freunde und mann denken, wenn ich lache geht es mir gut, aber man kann auch lachen und das herz trauert trotzdem.
machs gut
liebe grüsse tinka
ps.: deine mama wusste wie doll du sie lieb hast, sie spürt es auch jetzt.
_________________
Da gibt es ein Land der Lebenden und
da gibt es ein Land der Toten,
die Brücke zwischen ihnen ist die LIEBE,
das Einzig wichtige - der Einzige Sinn.
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Gast






BeitragVerfasst am: 28.06.2005, 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Hannah,

erstmal ganz lieben Dank für Deine liebe Antwort...das ist so toll, dass ich hier Resonanz von Gleichgesinnten bekomme. Ich war gestern noch den ganzen Abend total aufgewühlt und habe lange nachgedacht über all das, was ich hier gelesen habe....habe auch viele viele Tränen vor dem Bildschirm vergossen...aber es war gut mal einfach so weinen zu können...auch aus Mitgefühl für andere...und weil man weiß welcher Schmerz hinter jedem Eintrag steht!
Du hast sicher Recht...ich muß mir wohl Zeit lassen und darf mich nicht unter Druck setzen mit der Trauer. Es kommen halt immer wieder Momente, wo es so superschwer ist und ich nicht schon wieder Leute damit nerven will...die denken ja auch irgendwann ich bin "psycho" Traurig

Große Umarmung...
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Gast






BeitragVerfasst am: 28.06.2005, 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Tinka,

auch Dir gaaaanz lieben Dank!

Ja..es ist wirklich ein Geschenk, dass wir unsere Mamas nochmal sehen durften...Fast schon wie Schicksal...bei mir war auch komisch, dass wir uns bei unserem letzten Treffen noch über das Thema "Sterben und Nahtod-Erfahrungen" unterhalten haben...Komischer Zufall, oder? Ich hatte eine Sendung dazu irgendwo im TV gesehen (Spiegel TV oder so) und sie war immer noch traurig, weil Opa letzten Herbst gestorben war, also ihr Papa. Da habe ich ihr von der Sendung erzählt und dass die Leute, die fast gestorben wären und dann wieder zurückgeholt wurden berichtet haben dass es wunderschön gewesen sei und dass sie gar nicht zurückwollten. Das hat sie total interessiert und sie sagte ganz nachdenklich...naja...eines Tages werde ich ja sehen wie das ist. Da habe ich noch gespielt böse gesagt: "Jaja, komm! Du bist doch noch viel zu jung für sowas!!" Wer hätte gedacht, dass sie es so bald erfahren sollte...

Habe mich seitdem intensiver mit dem Thema beschäftigt, da ich auch wissen wollte, was sie empfunden haben könnte in dem Moment, als sie da so auf dem Boden lag, schwerverletzt und dann "hinüberglitt".

Wer sich mit mir drüber schreiben will kann das gerne per pn tun (will niemanden damit "belästigen" der damit vielleicht nix am Hut hat). Ich kann zu dem Thema auch die Bücher von Raymond A. Moody empfehlen!

Der Unfall meiner Ma ist irgendwie auch sehr mysteriös. Der Unfallfahrer behauptet natürlich sie wäre ihm einfach vors Auto gesprungen. Haha!! Klar! Naja. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und ständig tauchen Zeugen auf, die irgendwas anderes erzählen. Ich würde sie sooo gerne fragen!

Ganz viel Licht Euch allen!
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felli



Anmeldedatum: 27.06.2005
Beiträge: 3
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 28.06.2005, 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, wider nicht eingeloggt! War natürlich alles ich da oben und eines aus Versehen gleich doppelt!
Je m`excuse...Smilie
_________________
Mama, das Echo Deiner Liebe wird immer nachhallen!
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Denise



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Beiträge: 7
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 28.06.2005, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo felli,

laß dich drücken. Mir ist eben richtig schlecht geworden.... nicht wegen deinem Bericht- aber der 04.02.05 ist der Todestag auch von meinem Papa. Sogar die Uhrzeit stimmt fast genau.... Wenn ich an den Tag denke möchte ich die Zeit nur noch zurück drehen. Meinen Paps habe ich fast auf den Tag genau eine Woche zuvor das letzte Mal gesehen - bei der Besichtigung meiner neuen Wohnung in Wiesbaden.
Hätte ich gewußt das es das letzte Mal wäre - ich hätte ihn nicht gehen lassen.... Er fehlt mir so....
Auch wenn es sein Herz war - für mich ist es ebenfalls wie wie Unfall - wir wußten nichts davon das es ihm schlecht geht. Er hatte alles versteckt, dafür bin ich auch richtig sauer auf ihn - wir hätten ihm vielleicht helfen können....

Vielleicht magst Du mir ja schreiben - würde mich freuen.

LG

Denise
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iser



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Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 28.06.2005, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo felli,

erst mal finde ich Deine Geschicht sehr traurig....Deine Sehnsucht nach den offenen Fragen kann ich gut verstehen und leider werden sie Dich immer begleiten. Du kannst nur gewiss sein dass Du und Deine Mama ein tolles Verhältnis hattet.....

Sie wird immer bei Dir sein, obwohl es Zeiten gibt wo man es nicht spürt. Lass Dir bitte Zeit. In unserer Gesellschaft ist für den Tod leider kein Platz.... Diese Erfahrung mußte hier glaube ich jeder machen......Schreibe Deiner Mama vielleicht einen Brief wo Du ihr noch alles sagen kannst. Ich finde es auch toll dass Du sie noch einmal sehen konntest. Ich durfte meine Eltern nicht mehr sehen, so viel mir der Abschied noch schwerer. Ich hatte immer das Gefühl sie sind im Urlaub aber nicht tod, halt wie in einem ganz schlechtem Film....

DeinGefühl von "Physcho" kann ich auch gut nachempfinden, mir passieren heute noch Sachen wo ich nur heulen kann und ich entschuldige mich deswegen Mit den Augen rollen

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und alles Liebe iser
_________________
Lebe Dein Leben...Du hast nur dieses...und die Toten werden Dich begleiten
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Engel39



Anmeldedatum: 13.06.2005
Beiträge: 81

BeitragVerfasst am: 29.06.2005, 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Felli,

ist eine traurige Geschichte, die du da erzählst und mir sind die Tränen nur so heruntergekullert.
Lass dich mal ganz fest drücken....ich weiß wie schwer der Abschied ist!
Leider gehört der Abschied mit in unser Leben und wir werden uns sicher noch das eine oder andere mal von lieben Menschen verabschieden müssen....leider.

Vielleicht geht es dir besser, wenn du daran glaubst, dass es deiner Mama "da oben" gut geht, sie dich beobachtet und dir Ratschläge gibt auch wenn du nicht ein Wort hörst. Sie ist da und das sollte sich nicht ändern, auch wenn du sie nicht hörst oder siehst.

Zwiesprache halten in der Kircheist nicht gleichbedeutend mit "ich bin gläubig". Nur ist es nun mal der Ort und die Verbindung zu "da oben"

Denk an deine Mama und sie wird an dich denken. Du kennst deine Mama, hast dich lang und oft mit ihr unterhalten und sie gefragt "was würdest du tun an meiner Stelle?" Sie hat dir geantwortet. Das tut sie auch heute noch! Sie will bestimmt nicht, das du stehen bleibst. "Geh weiter " sagt sie und "ich komme gleich nach" und "wir unterhalten uns später" Auf dem Weg ins Wohnzimmer, überlegst du, was du sie fragen wirst-und weißt auf einmal die Antwort.....und wenn sie dann kommt, hast du eigentlich schon deine Antwort-stimmts?

In unserer Wirklichkeit existieren Dinge, die wir zwar hinnehmen, denen wir nicht wiedersprechen und an ihnen vorbei gehen, aber sie existieren, ob wir sie nun als Wirklichkeitakzeptieren oder nicht-ob wir an sie glauben oder nicht....

---Alles Geschehene ist Gesetz und Ursache und Wirkung- darum säe ich Freude, Gelassenheit und Ruhe und ernet das Beste.---

Deine Mama will das Beste! Das Beste für dich! das hat sie immer gewollt!

Lasse los und danke der universellen Kraft für die neu gewonnene Kraft und Liebe.

Du sollst nicht vergessen-du sollst lernen-wie immer im Leben-mit der neuen Situation umzugehen und zurecht zu kommen. Lerne dich mit ihr-in Gedanken zu unterhalten.Es ist etwas anders-aber das geht auch, mit etwas Übung

Ich wünsch dir jedenfalls, dass du deinen Weg findest....auch wenn es Zeit braucht!

Ich selbst habe meine Mutti am Neujahrsmorgen verloren, sie ist aus ihrem Schlaf einfach nicht mehr aufgewacht. Da wir mehr als 300km auseinander wohnen, haben wir die meiste Zeit miteinander telefoniert. Meine Mama hat jede Neuigkeit als erste erfahren...ich hatte ein superliebes Verhältnis zu ihr.
Zu meinem 40.Geburtstag im Dezember, hat sie mir noch so viel bei den Feier-Vorbereitungen geholfen....und Silvester haben wir uns noch einen guten Rutsch ins neue Jahr gewünscht....das war das letzte was ich von ihr gehört habe....am Neujahrsmorgen rief mich meine Tante (ihre Zwillingsschwester ) an...sie weinte am Telefon und sagte wortwörtlich "es ist was ganz schlimmes passiert....deine Mutti ist gestorben"....das einzige was ich im Moment darauf sagen konnte war ein lautes "Nein"...und sie sagte "doch"....es war ganz schrecklich und ich werde diesen Moment nie vergessen.
Es hatte keiner damit gerechnet.....

Liebe Grüße von Gabi

Buchempfehlung: "Über den Tod und das Leben danach" von Elisabeth Kübler Ross (Sterbeforschung)

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_________________
Viele Strecken bist du mit verschiedenen Menschen unterwegs.
Aber hier und da hält der Zug an,
weil für sie die Endstation gekommen ist.
Nach und nach müssen sie aussteigen, und sie kommen nicht mehr wieder.
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bianca igers
Gast





BeitragVerfasst am: 06.07.2005, 13:10    Titel: hallo felli Antworten mit Zitat

ich heiße bianca, habe meine mutter in meinen armen verloren.es war in einem fremden land.das schwerste war für mich so auch für dich sie nie wieder in die arme schliessen zu können und sie wissen zu lassen wie sehr ich sie liebe! die fragen die du dir ewig stellst so frage ich mich auch hatte sie in ihren letzten stunden gelitten,hatte sie mich wahr genommen?aber wir werden eines tages unseren weg gehen sie suchen und finden.meine kleine nichte sagte einmal zu mir tante sei nicht traurig die oma passt auf uns auf! sie ist ein grosser stern am hammel. felli und das wird deine mutter für dich auch sein.sie wird über dich wachen.ich habe geflucht warum der herr gott mir meine mutter genommen hat habe gewartet das die türe auf geht und sie rein kommt und sagt schau hier bin ich. meine mutter mit bezaubertem lächeln.glaube mir deine mutter hilft dir dabei es zu überstehen.es ist in der türkei passiert wir waren eine nacht zusammen wollten nächsten abend leute besuchen wir stiegen aus dem bus,sie hielt meine hand und sagte komm schnell. überquerten halb die strasse,meine mutter wurde mir aus der hand gerissen sie wurde mit gerissen fiel zu boden ich lief zu ihr und schrie "nein immer wieder"weinte heilt ihre hand und sagte das ich bei ihr bin und sie nicht allein lasse. ich küsste sie streichelte ire wangen hielt ihre hand und sagte das ich sie über alles liebe und das ich sie brauche! sie darf mich nicht verlassen. ich habe mir die schuld gegeben das ich sie zum urlaub eingeladen habe.wollte ihr nur etwas gutes da sie auch schwerr krank war. als ich dein situation gelesen habe war es als würden wir eins sein wir geben uns mühe blos nichts anmerken zu lassen anderen gegenüber aber dann belügen wir uns doch nur selber. würde mich freuen etwas von dir zu hören!! ps: habe selber kein internet aber habe gelegenheit von meiner schwester zu schreiben viele liebe grüße bianca
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Esther



Anmeldedatum: 13.02.2005
Beiträge: 28
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 17.07.2005, 16:15    Titel: Selbsthilfe Mainz Antworten mit Zitat

Hallo Karin,
ich hoffe, diese Nachricht erreicht dich endlich, ich befürchte nämlich, dass meine Antwort, die ich schon vor Wochen geschrieben habe, irgendwie verlorengegangen ist, zumindest taucht sie nicht in meinem Postfach bei den Gesendeten Objekten auf.
Schreib mir doch kurz an meine email Adresse und sende mir Deine zu, dann schicke ich Dir dorthin meine Antwort. Ansonsten hoffe ich, komme ich noch dazu, dich bald abzurufen.

Lieben Gruß Esther (Esther.Klippel@gmx.de)
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felli 76
Gast





BeitragVerfasst am: 02.08.2005, 14:20    Titel: Habe meine Mama durch einen Unfall verloren... Antworten mit Zitat

Hi,

mir ist aufgefallen, dass ich meinen Beitrag noch als "Gast" geschrieben hatte. Ich bekomme zwar Antworten an "felli" aber für alle, die mir schreiben möchten: Ich habe jetzt einen Benutzernamen: "felli" und freue mich natürlich seeeeehr über Post!

Allen, die vielleicht noch keine Kraft haben, selbst zu schreiben oder zu antworten sende ich hiermit ganz viel Liebe und Verständnis! Lasst Euch Zeit und seid sicher, dass wir alle trotzdem bei Euch sind in Gedanken!


Grüße,

Karin!
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Gast






BeitragVerfasst am: 20.08.2005, 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Felli,
ich kann sehr gut nachempfinden wie es dir geht.Ich habe auch meine Mama `98 durch einen Autounfall verloren.Fast genau 4 Jahre später meinen kleinen Bruder.Das Schlimmste für mich ist,daß alle so schnell wieder zur Tagesordnung Übergehen und weiterleben als hätte es die Verstorbenen nie gegeben.Das macht mir Angst,wie schnell soetwas in Vergessenheit gerät.Ich denke so richtig verarbeiten kann man so einen Verlust niemals,diese Leere im Herzen wird ein Stück weit immer bleiben.Schließlich kann nichts und niemand uns diese geliebten Menschen ersetzen die wir verloren haben,da jeder einzelne ganz einmalig und besonders für uns war und immer bleiben wird.Ich habe auch immer das Gefühl nur von"Leidensgenossen"verstanden zu werden,für Leute die das noch nicht erlebt haben ist es unverständlich das wir auch Monate und Jahre später fürchterlich unter dem Verlust leiden.Sie denken wahrscheinlich "Zeit heilt alle Wunden".Aber das gilt wohl nur für oberflächliche Wunden,nicht für die ganz tief im Herzen!Ich fühle mit dir und möchte dir sagen du bist nicht alleine,wie heißt es doch gleich"geteiltes Leid ist halbes Leid"!

Viele liebe Grüße Sandra
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