Elternlos-Forum
Eine Lichtung, auf der man verweilen, sich finden und austauschen kann.
 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Willkommen
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elternlos-Forum Foren-Übersicht -> Elternlos durch Krankheit
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Tanja
Administrator


Anmeldedatum: 21.11.2003
Beiträge: 249
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 08.12.2003, 22:54    Titel: Willkommen Antworten mit Zitat

Ihr habt euren Vater oder/und eure Mutter durch eine Krankheit verloren? Dann schreibt euch hier eure Erfahrungen von der Seele.

Wenn ihr eure Erlebnisse ausführlich schildern wollt, dann schickt uns eure Geschichten an team@elternlos.de und wir werden sie auf www.elternlos.de im Baumhaus veröffentlichen.

Eure Tanja
Team-Elternlos[/url]
_________________
Du fehlst.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Gast






BeitragVerfasst am: 12.12.2003, 15:55    Titel: Hallo Antworten mit Zitat

Hallo,

schön, daß es diese Seite jetzt gibt. Für "elternlose" Kinder und junge Erwachsene ist das Angebot, Hilfe zu bekommen, im Internet ja eigentlich recht dürftig. Also wünsche ich Euch viel Erfolg mit Eurer Seite!! Sehr glücklich

Ich bin 27, mein Vater starb bereits mit 37 an einem Infarkt und im letzen Jahr wurde meine Mutter sehr krank. Sie starb mit erst 46 im Januar an Krebs und als Einzelkind ist es auch für eine 27jährige manchmal noch sehr schwer, mit dem eigenen Leben weiterzumachen...weil kein Zuhause mehr da ist, keine Eltern, die man am Wochenende besuchen kann und die meisten Menschen mit dem Thema Tod und Trauer heutzutage gar nicht konfrontiert werden wollen...Nur, wenn man damit leben muss... Traurig

Über den Krebs-Kompass konnte ich auch sehr viele Freunde finden, die ähnliches durchmachen und es hilft wirklich! Es ist einfacher, mit jemandem zu reden, der einen versteht und nicht nur verlegen wegschaut...

Ich werde nun bestimmt öfter mal auf Eurer Site vorbeischauen und wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit...

Sandra
Nach oben
Inke



Anmeldedatum: 30.11.2003
Beiträge: 32
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 12.12.2003, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sandra,
schön, das Du den Weg hierher gefunden hast. Es ist wirklich schlimm so alleine zu sein..Ich habe genau wie Du beide Elternteile verloren. Meinen Pa 1990, meine Mum 2002. Ich selber bin 28 Jahre. Wir zwei haben also einiges gemeinsam... In meinem Freundeskreis kenne ich niemanden der dieses Schicksal teilt. Vielleicht schreibst Du ja bald wieder?!
Viele Liebe Grüße Inke
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Gast






BeitragVerfasst am: 13.12.2003, 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inke,

ja, wir haben wohl einiges gemeinsam. Wahrscheinlich die ähnlichen Gefühle, was unsere Eltern angeht, ähnliche Ängste, auch mit 27/28 noch alles falsch zu machen und die grosse Sehnsucht, vielleicht nur für ein paar Tage noch mal einen Elternteil zur Seite zu haben.....das ist manchmal ziemlich hart, aber es geht, oder? Ich meine, es tut weh, aber wir sind beide erwachsen und selbstständig, das hilft...

Ich habe Deine Geschichte gelesen und sie hat mich sehr bewegt, teils weil sie mich an vieles aus meiner Vergangenheit erinnert, teils, weil solche Schicksale einen immer irgendwie mitnehmen (auch mich, auch, wenn mir die Leute immer sagen, daß ich doch schon genug eigene Probleme habe, wenn ich z.B. erwähne, dass es mir im Vergleich zu vielen anderen, immer noch GUT geht....aber das wollen sie nicht hören) Eigentlich wollen sie, daß ich mich den ganzen Tag in eine Ecke verkrieche und rumjammere....bloss nicht andere mit mir konfrontieren, denn sie wissen ja selbst nicht, was sie sagen sollen.
So war das auch mit den meisten meiner "Freunde"..nachdem mein Vater starb war es schon für viele ein Problem, mit mir zusammen zu sein, auch, wenn ich es am besten gefunden hätte, sie wären so gewesen wie immer. Als dann meine Mutter starb (und auch schon während ihrer Krankheit) seilten sich immer mehr ab...meldeten sich nicht mehr oder hatten plötzlich keine Zeit mehr....und die Schuldgefühle, etwas falsch gemacht zu haben, wuchsen...
Jetzt habe ich allerdings gemerkt, daß ich mit solchen oberflächlichen Freunden nichts anfangen kann. Und die, die geblieben sind, sind mir nun viel näher gekommen und mir viel wichtiger, das ist wohl okay, denke ich.
Ich bin übrigens Einzelkind und unsere Familie beschränkt sich nun insgesamt auf 5 Personen. Das ist wenig, aber es geht. Immerhin bin ich nicht ganz alleine...

Aber jetzt genung von mir, wär schön, noch mal was von Dir zu lesen...
Ich habe mich übrigens registriert, aber da lief gestern was mit dem Antworten schief, ich hoffe es klappt diesmal.
Liebe Grüsse,
Sandra
Nach oben
Inke



Anmeldedatum: 30.11.2003
Beiträge: 32
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 15.12.2003, 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sandra,
ja, es ist echt komisch,... wenn man zusammenbrechen würde und nur noch weinen würde, käme unser Umfeld vielleicht besser mit uns zurecht. Obwohl ich nicht klagen kann, da meine Freundinnen ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mum hatten. Eigentlich halte ich auch gut durch, will sagen :ich bin tapfer, denn ändern kann ich an der Situation nix, sondern nur an meinem Leben und das tue ich auch. Ich glaube ich bin egoistischer geworden, denn ich mache das was ich tun möchte,... das Leben kann so kurz sein... Ich habe noch zwei Brüder die jetzt auch Nachwuchs bekommen haben bzw. noch bekommen... Das ist schon schön, aber auch traurig, weil meine Mum es nicht erleben kann, das war ihr größter Wunsch... Wie wirst du Weihnachten verbringen?? Ich "feiere" mit meinem Freund und dessen Mutter.. das wird also sicher nicht prickelnd... Wie hast Du dieses Forum gefunden? Reine Neugierde meinerseits.. Smilie
Bis bald, halte durch Inke
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
christiane
Gast





BeitragVerfasst am: 17.12.2003, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inke und Sandra,

ich bin Christiane, 20 Jahre alt und habe diese Seite auch über den Krebskompass gefunden und finde es toll das diese Seite entstanden ist auch wenn sie noch etwas leer ausschaut, aber das wird sich sicher schnell ändern.
Meine Mutter starb an Brustkrebs als ich gerade neun geworden bin und sie fehlt mir bis heute so sehr, obwohl ich schon mehr als die Hälfte meines Lebens ohne sie bin. Letztes Jahr hatte ich ein Studium begonnen in Freiberg wo auch meine Mutter schon studiert hatte - ich habe mich also ein wenig auf ihre Spuren gemacht und es war schön zu wissen dass sie dort war, dass ich ein wenig von der Vergangenheit von der sie mir nichts mehr erzählen konnte erlebt habe. Mittlerweile habe ich das Studium abgebrochen. Nachdem ich im November 02 beim Frauenarzt war mit auffälligem Tastbefund und eine halbe Ewigkeit (eigentlich waren es nur 6 Tage) aufs Sono warten musste wurden Integralaufgaben plötzlich ziemlich nebensächlich und ich hatte den Entschluss gefasst mir was anderes zu suchen was mir ein bisschen Spaß macht nur ist das gar nicht so einfach - ich bin immer noch auf der Suche.

Ach und Freunde sind so ein Thema für sich. Es ist so schwer jemanden in meinem Alter kennen zu lernen der meine Gedanken versteht, aber es ist wohl auch besser wenn sich 20-jährige mit anderen Themen auseinander setzen als mit Tod und Krankheit. Manchmal finde ich deren Themen wie: ich komme bei dem Computerspiel nicht weiter, wohin fahren wir auf Disco, oh ich habe nur eine 4 Mathe so banal, dass ich mich einfach abseile. Aber ich habe eine gute Freundin in Freiberg gefunden und ihr kann ich eigentlich alles erzählen (über e-mail was mir manchmal auch leichter erscheint), aber ich schätze es ist nicht leicht mich zu verstehen und meine Ansichten zu akzeptieren wenn man nicht ähnliches erlebt hat, aber da bin ich ja hier richtig.
Ich habe auch einen Partner wir sind seit fast 4,5 Jahren zusammen, aber reden kann ich mit ihm dennoch nicht dabei liebe ich ihn sehr. Letzten Monat hatte ich versucht mal eine Psychotherapie zu beginnen, habe sie aber bereits nach der 2.Sitzung abgebrochen - es war nicht das Richtige. Ich hatte meinem Freund davon erzählt seitdem macht er sich nur lustig darüber- ist natürlich nicht so toll für mich, aber er verstehst einfach nicht - ich schätze er weiß einfach nicht wie er damit umgehen soll. Er regt sich auch immer ein bisschen auf, weil ich eigentlich nie auf den Friedhof gehe, aber was gibt ihm das Recht das zu beurteilen ohne selbst jemanden Wichtigen verloren zu haben.

Ich habe noch einen 4 Jahre älteren Bruder, aber der Kontakt ist dürftig denn seitdem mein Vater wieder geheiratet hat, ist die ganze Familie auseinander gegangen. Und dieses ewige Schweigen an dem ich nicht unbeteiligt bin, weil ich eigentlich über die Momente die ich nicht an meine Mutter denken muss dankbar bin, macht es für mich nicht unbedingt leichter. Ich würde gern mal mit meinem Bruder reden aber ich schaffe es nicht. Er ist vor kurzem Vater geworden und die Kleine zaubert ein Lächeln in fast jedes Gesicht ( außer in das meiner Stiefmutter) wie kann ich dann wieder mit so einem Thema anfangen das jedem die Tränen in die Augen treibt.

mfg Christiane
Nach oben
Inke



Anmeldedatum: 30.11.2003
Beiträge: 32
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 18.12.2003, 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Christiane,
mein Bruder ist auch garde Papa geworden und auch wir sprechen nur ganz selten über meine Mum. Aber ich weiß, das er jedesmal an sie denkt, wenn er mich sieht und das verbindet uns sehr. Ich habe noch einen "stiefpapi" er war 11 jahre der lebensgefährte meiner Mum und nu hat er eine neue Freundin. Ich freue mich für ihn, obwohl das natürlich nicht immer leicht ist, denn sie ist eben ganz anders als meine Mum. Wie wirst du Weihnachten verbringen? Dieses Jahr ist das erste in meinem Leben ohne irgendein Familienmitglied. Meine Brüder ( ich habe 2) feiern mit ihren Freundinnen und deren Familie, mein Stiefpapi mit seiner Flamme und ich mit meinem Freund und deren Mutter. GAnz toll.
Bei dir wird es sicher ähnlich, oder? Lass dich von deinem Freund nicht ärgern- wegen der Therapie, er hat halt keinen Schimmer wie es in dir aussieht. Ich gehe übrigens auch nicht zum Friedhof, es ist mir einfach zu real die Namen meiner Eltern auf einem Stein zu lesen..
Ich hoffe du schaust mal öfter in das Forum rein..
Liebe Grüße Inke
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
christiane
Gast





BeitragVerfasst am: 19.12.2003, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Inke

mir wäre es am liebsten wenn Weihnachten schon vorbei wäre. Ich verbringe den Nachmittag bei meinen Eltern, weil ich sehen will wie mein kleiner (Halb-)Bruder Geschenke aufreißt ( er ist 6) und dann seile ich mich ganz schnell zu meinem Freund ab um dieser Scheinheiligkeit zu Hause zu entgehen.
Irgendwie hat sich mein Verhältnis zu Weihnachten 1990 sehr verändert.
Meine Mutter hatte am 18.12.90 ihren 35.Geburtstag gefeiert und zwei Tage später hat sie erfahren dass sie Brustkrebs hat. Ich schätze du kannst dir vorstellen wie dieses Weihnachten damals so ungefähr war.
Und jetzt ist schon 2003. Gestern wäre meine Mutter 48 geworden.

ich wünsche allen ein frohes Fest

PS: ich kann mich heute auch freuen. bin zur zeit auf arbeitssuche und habe eine einladung zum gespräch bei BASF. Toll!!!! Sehr glücklich also alle Daumen drücken für mich am 8 .Januar
Nach oben
Sandra



Anmeldedatum: 12.12.2003
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 19.12.2003, 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr alle,

wollte mich schon viel eher wieder melden, aber irgendwie waren die letzten Tage sehr chaotisch. Was mir aber auch gut tat, denn an Weihnachten zu denken, ist doch schlimmer, als ich dachte. Und jetzt ist es gar nicht mehr lang hin und ich muss zu meinen Grosseltern fahren, um mit ihnen den Heiligabend zu verbringen. Aber ich würde viel, viel lieber nach Haus fahren, nur gibt es das ja seit Januar nicht mehr...Puh, der Gedanken daran ist nicht einfach, aber es gibt Schlimmeres, das sage ich mir immer wieder. Ich fühle mich manchmal so alleine, weil ich an den WE nicht mehr nach Hause fahren kann und mir fehlen die Telefonanrufe meiner Mutter sehr. Der letzte Dezember war trotz der ganzen Schmerzen und der Tatsache, dass sie kaum noch etwas alleine machen konnte, sehr schön, denn wir haben ein sehr friedliches und familiäres Weihnachten gehabt. Nicht so wie vorher, wo wir mit meinen Grosseltern väterlicherseits den Heiligabend verbrachten und danach Weihnachten auch schon wieder vorbeo war. Letztes Jahr haben wir daraus ein richtiges Familienfest gemacht, mit der halben Familie und es war sehr, sehr schön.
Dieses Jahr wird sie nicht dabei sein, und wenn ich bei meinen Grosseltern bin, ist die Sehnsucht, nach Hause fahren zu können, noch viel grösser. Ich weiss noch nicht, wie wir den Heiligabend rumkriegen sollen, sehr viel geredet wurde über meine Eltern nie. Mein Vater mit 37, meine Ma mit 46, das ist das einzige, was die Leute immer wieder schockt...und danach will keiner mehr darüber reden, weil sie dann alle erst mal selber damit klar kommen müssen....ist nicht so fair, aber es geht...
Ich jammer nicht rum, aber ich habe mich noch nie so alleine gefühlt wie zur Zeit...

Liebe Grüsse und ein friedliches, trotzdem sehr schönes Fest,
Sandra
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Yahoo Messenger
Inke



Anmeldedatum: 30.11.2003
Beiträge: 32
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 22.12.2003, 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr lieben
trotz allem sende ich liebe Weihnachtsgrüße, auf das diese Tage schnell rumgehen... Gestern war die längste Nacht, d.h. die Tage werden wieder heller....
Im neuen Jahr schreibe ich ausführlicher, versprochen
Haltet durch Inke
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Gast






BeitragVerfasst am: 23.12.2003, 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Christiane!
Ich bin 21 und habe dieses Forum auch durch das KKF gefunden! Meine Mama ist vor 1Monat und 1Woche an Krebs gestorben,mit 50 Jahren.Sie war bis zuletzt hier zu Hause und nun wohne ich hier ganz allein mit meinem Hund!
Mein Vater wohnt in Münster, eine halbe Stunde entfernt und besucht mich ab und zu, doch er kann mir Mama nicht ersetzen! Ich habe auch einen Freund, wir sind seit 2,5 Jahren zusammen!
Vielleicht hast du Lust mir zu E-mailen? Ich bin nämlich auch auf der Suche nach gleichaltrigen, die ähnliches durchgemacht haben wie ich! Die Sorgen Anderer in unserem Alter erscheinen mir auch oftz sehr banal gegen das, was in meinem Kopf vorgeht!
Würd mich über Antwort freuen!
Alles Liebe!
Tabea
Tabea0207@yahoo.de
Nach oben
Gast






BeitragVerfasst am: 04.01.2004, 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr alle,

wollte Euch ein frohes Neues Jahr wünschen und hoffe, dass Ihr in dasselbige gut reingerutscht seid. Wie habt Ihr die Feiertage rumgekriegt? Seid Ihr auch so froh wie ich, daß so langsam wieder ein wenig Alltag beginnt?
Morgen vor einem Jahr ist meine Mutter gestorben und ich bin mir sicher, daß morgen wieder alle möglichen Leute anrufen werden , um mir zu sagen, wie schrecklich sie sich fühlen.....das war schon an ihrem Geburtstag im Dezember so....
Manchmal habe ich den Eindruck, ich solle mich dann bei ihnen für ihr trauriges, schlechtes Gefühl entschuldigen oder sie rufen bei mir an, um mir kurz zu sagen, sie denken oft an meine Ma, und danach fühlen sie sich besser...Versteht Ihr, was ich meine? Geschockt
Dabei waren sie im Dezember alle so überrascht, wenn ich sagte, dass ich mich ganz gut fühle...war aber doch auch so, muss ich mich denn für die Öffentlichkeit schlecht fühlen, wenn es zu solchen Tagen kommt??? Kann doch nicht sein, wieso denken die vorher nicht mal darüber nach... Böse
Ich bin so froh, daß meine Mutter diese grausame Phase, in denen sie solche Schmerzattacken hatte, überstanden hat. Der Preis dafür ist viel zu hoch, denn jetzt kann sie nicht mehr am Leben teilnehmen, das sie so liebte. Aber verdammt, so ist das im Leben, wir werden geboren und sterben dann (natürlich würde ich mir nichts lieber wünschen, als dass sie wieder da wäre...) aber das Leben besteht nicht nur aus Glück, Bequemlichkeit und heiteren Momenten. Anscheinend sollte ich mich jetzt ganz schrecklich fühlen, aber es geht nicht. Denn alle meine Probleme, die ich jetzt habe (wie z.B. die Frage, wie ich mir meine Diplomarbeit finanzieren soll...) sind banal gegenüber dem, was meine Mutter im letzten Jahr mitmachen musste...

Puh, danke für`s Zuhören, Dampf ablassen tut mal ganz gut....und jetzt meldet Euch mal wieder, ist viel zu still hier... Winken
Wünsche Euch alles Liebe und weiterhin viel Kraft,
Sandra
Nach oben
Tanja
Administrator


Anmeldedatum: 21.11.2003
Beiträge: 249
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 04.01.2004, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

ich freue mich, dass hier schon so fleissig geschrieben wird. Ich wünsche allen ein Frohes Neues Jahr! Sehr glücklich

Meine Mutter starb im Frühjahr 2002 an Krebs. Damals habe ich Inke über den Krebskompass kennengelernt. Ich hoffe ihr findet hier ebenso Freunde, die euch Trost und Unterstützung geben, wie Inke und ich sie uns gegenseitig geben konnten.

Liebe Grüße

Tanja
Team-Elternlos
_________________
Du fehlst.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Mandy
Gast





BeitragVerfasst am: 12.01.2004, 11:04    Titel: wie lange noch? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin 26 u. meine Mutti hat Krebs. Mein Vater ist schon vor 17 Jahren gestorben. Meine Mutti hat höchstens noch ein Jahr zu leben. Ich habe wenigstens noch eine Schwester u. einen Freund.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie es dann ganz ohne Eltern ist. Meine Mutti war immer eine sehr gute Freundin für mich.
Nach oben
Inke



Anmeldedatum: 30.11.2003
Beiträge: 32
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 12.01.2004, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Mandy,
ersteinmal vorweg: Deine Mutti ist für dich eine gute Freundin!!!
Oftmals machen Ärzte sehr ungünstige Prognosen, um bloß keine Hoffnung zu schüren. Meine Mum hat fast 3 Jahre gelebt, obwohl ihr Ärzte eher Monate gaben... Genieße die Zeit mit deiner Mum und lasst euch nicht unterkriegen. Weißt du, ich konnte mir auch nie vorstellen wie s ohne Eltern ist,... man kann es sich nicht vorstellen.. Trotzdem lebt man weiter, irgendwie..
Liebe Mandy, halte durch, ich drück Dich Inke
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elternlos-Forum Foren-Übersicht -> Elternlos durch Krankheit Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Seite 1 von 3

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de