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Harzt IV - was passiert mit dem Erbe?

 
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Dana



Anmeldedatum: 17.01.2005
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 04.06.2005, 09:20    Titel: Harzt IV - was passiert mit dem Erbe? Antworten mit Zitat

Ich bin seit Januar Harzt IV Empfängerin und mein Vater hat uns ein Haus hinterlassen, dass durch die gesetzliche Erbfolge aufgeteilt wird: meine Mutter 50 %, mein Bruder 25 %, ich 25 %.

Nun geht es bald an das eintragen ins Grundbuchamt. Ich weiß, ich sollte mich von einem Anwalt vielleicht beraten lassen, aber ich bin da sehr sehr unsicher.

Auf den Haus liegen mehr Kreditschulden als der Verkehrswert ist. Wenn ich mich nun ins Grundbuch als Besitzerin von 25 % eintragen lasse, was macht das Amt? Bleibt alles unverändert und sie akzeptieren die hohe Schuldenlast als Aufwand? Ich zahle auch Miete in den Haus, wird mir dann die Miete gestrichen? Oder wird mir jegliche Unterstützung gestrichen?

Gibt es unter euch jemanden, der auch in einer ähnlichen Situation ist, ein Haus oder Grundstück besitzt? Wie hat sich das auf Harzt IV ausgewirkt?

Wie soll ich mich von einem Anwalt beraten lassen und wie finde ich den besten für mich?

Eine verwirrte verzweifelte Antje
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nin25



Anmeldedatum: 24.04.2005
Beiträge: 28
Wohnort: Essen/NRW

BeitragVerfasst am: 05.06.2005, 01:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Antje,
leider bin ich auch noch ALG II-Empfängerin. Suche seit knapp über einem Jahr wirklich intensiv nach einer Stelle. Habe jetzt auch endlich was in Aussicht Smilie

Hast du in diesem Haus deine eigene Wohnung (Mehrfamilienhaus?) Oder wohnt ihr alle zusammen? Aber so oder so kannst du, wenn du nicht als Mitbesitzerin eingetragen bist, dort zur Untermiete wohnen. Glaube ich, weiß ich aber nicht genau. In jedem Schreibwarenladen gibts ein Untermietsvertrag. Den soll deine Mama ausfüllen und z.B schreiben, dass du ein Zimmer zur Verfügung hast mit x quadratmetern, Heizkostenanteil usw. Somit bist du nicht mehr in einer Lebensgemeinschaft, wie die es nennen. Sonst müßte deine Mama für dich sorgen. Es sei denn, sie hat selber nicht genug Geld.
Wenn du deiner Familie 100%ig vertrauen kannst, könnte doch deine Mama oder dein Bruder vorerst deinen Besitzanteil annehmen, bis du wieder eine feste Arbeitsstelle gefunden hast. Und ihr regelt intern die Abzahlung des Hauses.
Und dann, wenn du eine Vollzeit-Stelle hast und dies möglich ist, kannst du deinen Anteil wieder kriegen. Sozusagen "schenkt" deine Familie es dir wieder zurück. Vielleicht kann man so tricksen Winken
Hast du z.B. sowas wie einen Sparvertrag, läßt du den auch auf einen in deiner Familie umschreiben. Weil du denjenigen Geld schuldest Winken
Und wenn du ein Auto hast, darf es nicht mehr als 5000€ wert sein. Was drüber liegt, gilt als Luxus und muß somit abgegeben werden oder wird angerechnet. Und da gilt auch wieder das gleiche Winken

Frag einen Anwalt oder ruf das Amt anonym an, für eine unverbindliche Auskunft, um den Sachverhalt mal anzusprechen.

Man kann sich ja nicht alles wegnehmen lassen, oder?! Man hat ja auch hart dafür gearbeitet. Und nur weil man im Moment keine Arbeit hat, gleich an den Staat abgeben. Ne! Es gibt genug Schnorrer in der Arbeitslosigkeit und die werden belohnt. So nit!

Ich habe eine geringfügige Beschäftigung und darf von diesem Lohn 15% behalten. Die anderen 85% bekommt das Arbeitsamt Böse

Habe dir übrigens vorhin nochmal die private Nachricht geschickt. Hoffentlich hats diesmal geklappt. Unter gesendete steht nämlich wieder nix
_________________
Mein Papa starb am 19.März 2005 an plötzlichen Herzinfakt.
Papa, ich liebe Dich! Ich danke dir für alles!
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Alf



Anmeldedatum: 11.05.2005
Beiträge: 69
Wohnort: Münster

BeitragVerfasst am: 05.06.2005, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Antje und Janine,

bin in diesem Bereich kein Experte, ich hoffe ihr gönnt mir ein "zum Glück"...

Daher auch nur zwei Dinge:

"Wenn du deiner Familie 100%ig vertrauen kannst, [...]"

Auch wenn jetzt alles bestens sein sollte, diese Frage sollte man sich sehr intensiv stellen, sollte irgendwann mal, ich wünsche es dir natürlich nicht, mal ein schwerer Konflikt entstehen, dann lkann das richtig übel werden...

Steuerlich sind, glaube ich, diese Schenkungen auch nicht völlig unproblematisch. Und gerade wenn die Krediitlast höher als der Verkehrswert ist, würde ich in dieser Situation mal einen Steuerberaterer aufsuchen.

Viel Glück!

lg
Alf
_________________
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Habe meinen Vater am 3.5.2005 verloren
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hannah



Anmeldedatum: 21.02.2005
Beiträge: 128
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 05.06.2005, 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

hallo antje,
ich kann da alf nur zustimmen.
wenn ich mich recht entsinne, gab es bei dir ziemliche probleme mit deiner familie, so dass das verhältnis sicher nicht so vertrauensvoll ist, als dass du hoffen kannst, die dinge irgendwie unter der hand zu regeln (zumal das so einfach auch nicht ginge, dazu müsstest du dein erbe ausschlagen, möglicherweise würde später schenkungssteuer anfallen etc.).

leider bin ich auch kein experte... normalerweise ist ja selbst genutztes wohneigentum bis 120 (?) quadratmeter anrechnungsfrei (wenn ich mich recht entsinne). ich denke aber, dass deine ganze situation zu komplex ist, als dass wir dir hier einen rat erteilen könnten. außerdem geht es für dich um sehr viel...
hast du nicht einen berater bei der agentur für arbeit? ich würde das problem offenlegen, denn an dem anteiligen besitz an dem haus kannst du erstmal sowieso nichts ändern.
einen guten anwalt findet man auf empfehlung von bekannten.. oder per anwalt-such-service im internet. da dein einkommen so niedrig ist, wirst du sicher beratungshilfe bekommen, das heißt die beratung wird dich nur 10-20 € kosten.

liebe grüße,
hannah
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Dana



Anmeldedatum: 17.01.2005
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 06.06.2005, 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmal möchte ich euch allen für eure Antworten danken. Smilie

@nin25
Danke für deine PN, habe sie bekommen, ich hoffe du auch meine.
Einen Untermietsvertrag habe ich. Hatte ich damals schon mit Papa, weil er sich schwer tat von mir Geld anzunehmen und er hatte finanzielle Sorgen. So hab ich mir irgendwann seine Kontonr. geschnappt und Geld überwiesen. So konnte er sich nicht wehren und war doch manchen Monat sehr erleichtert, das mein Geld eingetroffen ist. So war es bei Harzt IV auch nicht schwer dem Amt zu verklickern, dass wir das nun extra gemacht haben, da ich schon frühere Kontoauszüge hatte.

Mit meiner Familie läuft es nicht so gut, dass ich ihnen in den angesprochenen Punkt vertrauen würde.
Es gab eine Lebensversicherung, die mein Vater für mich abgeschlossen hat. Die habe ich übernommen und bekomme da Zuschuss vom Amt. Gott sei Dank ist der Rückkaufswert noch nicht so hoch, dass sie mir die wegnehmen.
Mein kleiner Power-Polo ist 11 Jahre alt und den liebe ich. Den würd ich mir nicht wegnehmen lassen, da ihn Papa für mich ausgesucht hat. Das Amt weiß, dass ich im Besitz des Autos bin. In der Schwackeliste steht der schon längst nimmer drin.

Ich find es auch schlimm, dass man nur weil der Arbeitsmarkt so schlecht ist, sich alles aufgebaute wegnehmen lassen muss.

Das mit deinem Job ist schon heftig. Ich bekomme bei meinem "1,50 Euro Job" 180 Euro/Monat. Das darf ich voll behalten. Vielleicht eine Alternative für dich?

Der Tipp mit anonym anrufen ist wirklich gut. Da siehst du mal was ich für Angst vor dem Amt habe, das ich es mir noch nicht traute.

@Alf
Du hast völlig recht mit dem Vertrauen. Meinen Papa hab ich wirklich blind vertraut, weil einfach die Liebe so groß war. Bei den Rest ist es nicht so.
Das Haus ist 10 Jahre alt und die Kreditschulden höher. Ich mache mir nur Sorgen, dass es das Amt nicht interessiert. Ich bekomme ja Mietzuschuss, auf den ich wirklich nicht verzichten kann sonst bricht es mir das Genick. Leben jeden Monat sowieso schon 20 EURO im Minus, dabei leiste ich mir nichts extra.

Ich danke dir für den Tipp. Morgen habe ich mir vorgenommen, zur Notarin von Vati zu gehen. Sie wird mich sicher einen guten Berater nenne können. Es ist ja immer so schwer zu wissen, wer gut ist.

@hannah
Mag doof klingen, aber ich habe mir sehr gefreud, dass du dich an meine Geschichte erinnerst. Das gibt mir so ein familiäres Gefühl.

Ich hab schon seit den Tot von Vati versucht einen Berater beim Amt zu bekommen, selbst schon mehrmals einen Brief mit der Bitte um einen Termin geschickt. Bis jetzt kam noch nichts. Ich weiß auch nicht, ob die selbst alles 100%ig wissen. Daher ist das mit dem Anwalt wohl das beste. Ich muss mich echt auf den Hosenboden setzen. Seit Vati nimmer da ist, bin ich in solchen Dingen sehr schwach und nachlässig. Vati war toll, er hatte an alles gedacht. Wir brauchten uns um nichts zu kümmern. Nur leider wird es nicht honoriert. Meine Großeltern meinten neulich, dass er sein Leben verbaut hat und nichts auf die Reihe bekommen hat. Das war für mich der letzte Anstoß nicht mehr mit ihnen zu reden, zumal ich meiner Mutter es kurz vorher eindringlich sagte, was mich an ihnen stört und es kurz vor knapp ist, dass ich keinen Kontakt mehr will, wenn ich nicht die Hand gereicht bekomme.

Auch wenn ihr es nicht glaubt, aber ihr habt mir Kraft gegeben, das in Angriff zu nehmen Smilie Ihr glaubt gar nicht wie dankbar ich dafür bin.
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Dana



Anmeldedatum: 17.01.2005
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 19.06.2005, 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich war bei einer Notarin und sie sagte, es wäre nur möglich dass ich nicht mit im Grundbuch stehe, wenn ich vom Erbe ganz zurücktrete. Dann wäre es guter Wille meiner Verwanten, mir etwas zu geben. Sie sagte das man dies selbst sich bei sehr guten Verhältnissen überlegen sollte.

Also habe ich mich jetzt entschieden, mich definitiv eintragen zu lassen. Was das Amt damit macht, werde ich sehen. Entweder es geht gut oder halt nicht. Ich danke euch noch einmal ganz sehr für euren Zuspruch. Sehr glücklich
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