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Vollwaise mit 22

 
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Raninchen



Anmeldedatum: 12.10.2015
Beiträge: 3
Wohnort: HNX

BeitragVerfasst am: 12.10.2015, 18:26    Titel: Vollwaise mit 22 Antworten mit Zitat

Hey Liebe Mitglieder und die, die das lesen können.

Da ich neu hier bin, wollte ich euch mal meine Geschichte erzählen.
Mit 6 Jahren verlor ich meinen Vater (er hatte Leukämie). Ich kann mich an die Beerdigung und alles nurnoch ganz wage erinnern. 2010 starb dann seine Mutter, also meine geliebte Oma. Bei ihr hatte ich die meiste Zeit gelebt. Als sie gestorben war, dachte ich hatte ich einen Tiefpunkt erreicht und brach die Schule ab. Als ob das nicht schon genug war starb 2013 meine andere Oma. Ich konnte nicht einmal zu ihrer Beerdigung, genauso wie meine Mutter. Daran gebe ich mir bis heute noch die Schuld! Ich lag dank eines schrecklichen Autounfalls im Krankenhaus.. Und meine Mutter war bei mir.
Nunja zuletzt erlischte auch mein letztes Licht am Himmel. Meine Mutter starb nach einer OP in der Türkei letzten Monat. Ich kann es immernoch nicht realisieren, obwohl ich auf ihrer Beerdigung war. Ich extra deswegen in die Türkei flog. Ich weiß schon dass sie nicht mehr zurück kommen wird, nur warum erwarte ich sie trotzdem. Jede Minute mit dem Gedanken "aber sie könnte doch. . ." Jetzt fühle ich mich als ob ich falle und keiner da ist um mich aufzufangen.. .Der Papierkram steht mir bis zum Hals und in der Schule war ich seitdem auch noch nicht. Kurz gesagt überfordert mich das aber ich versuche dennoch stark zu bleiben.. Das ist das erste mal dass ich darüber rede.. vielleicht gibt es ja jemanden der in einer ähnlichen Lage ist oder darüber reden will..

Liebe Grüße..
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Raninchen



Anmeldedatum: 12.10.2015
Beiträge: 3
Wohnort: HNX

BeitragVerfasst am: 13.10.2015, 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Jede nacht versuche ich meine Gedanken abzustellen..Doch erfolglos. Plötzlich alleine zu sein ist nicht einfach, aber das habe ich jetzt erst begriffen.. Ich habe mich immer auf meine Mutter verlassen, auch wenn ich weiß dass sie irgendwann stirbt. Ich bin durch Zufall auf dieses Forums gestoßen in der Hoffnung mich mit jemanden austauschen zu können..
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Luijasoem



Anmeldedatum: 20.10.2015
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 20.10.2015, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Raninchen,

Ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen. Mein Auffrichtiges Beileid erstmal.Ich bin jetzt 26 Jahre alt und meine Mutter ist im Juli diesen Jahres verstorben. Sie hatte ein Leberzierrhose und ihre Organe haben leider aufgegeben, woran sie zu allem Übel selber Schuld dran war, sie war Alkoholabhängig. Es ist also noch nicht langer her. Mein Vater verstarb als ich 17 Jahre alt war, an einem Herzinfarkt. Ich kann verstehen das du dich alleine fühlst und Angst hast. Man fühlt sich als wenn es niemanden mehr gibt. Es fehlt ein Teil von dir selbst. Niemanden mehr den man nach Rat fragen kann oder der einen Hilft, dich in den Arm nimmt wenn man traurig ist oder sich mit dir freut. Deine Gefühl und Gedanken die gerade empfindest sind völlig normal und auch sehr wichtig. Wenn du sie nicht hättest würde ich mir eher Gedanken machen. Man denkt sich warum bloß ich? Warum musste mir das alles passieren. Das nervt und kotzt einen auch so richtig an. So ging es mir zumnidestens. Ich empfinde wirklich aufrichtiges Mitgefühl für dich weil ich dich sehr gut nachvollziehen kann. Ich möchte dir an Herz legen nicht aufzugeben, es gibt so viele wundervolle Dinge für die es sich lohnt am Ball zu bleiben und sein Leben in die Hand zu nehmen, auch wenn es gerade nicht den Anschein macht.Ich weiss das du Angst hast, weil von einem sehr viel verlangt wird und man weiss garnicht wo oben und unten steht. Bist du noch in Ausbildung? Hast du Verwandte oder jemanden mit dem du sonst noch reden kannst?Wohnst du alleine? Ich kann dir empfehlen, ein Trauertagebuch zu beginnen. Immer wenn deine Gedanken keine Ruhe finden, schreib sie auf, das hat mir aufjedenfall geholfen. Ich habe fast 2 Monate alle Gefühle und Gedanken dir mir durch den Kopf geschossen sind damit Ausdruck verliehen. Versuch dir deinen Tag so schön wie möglich zu gestalten und lebe auch von Tag zu Tag. Übernehm dich nicht. Umgib dich nur mit Menschen die dir gut tun. Alle anderen lass erstmal außen vor. Du solltest dich erstmal nur um dich kümmern, das ist ganz wichtig! Geh raus, an einen deiner Lieblingsorte, Iss was du möchtest, egal obs dick macht oder ungesund ist. Ich finde Schokolade super, das hebt meine Laune immer an Smilie Schau dir Liebesfilme an und weine. Diese Gefühle zu ertragen ist sehr schmerzhaft aber ich kann dir versichern wenn du sie zulässt, dir Zeit gibts und dich darauf einlässt wird es dich zu einem stärken und besseren Menschen machen. Ich wünsche dir viel Kraft! Du schaffst das!
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Timboh



Anmeldedatum: 26.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 03.01.2016, 02:55    Titel: Antworten mit Zitat

Glaub mir ich weis wie du dich fühlst . Einsam und unverstanden alles geht seinen gewohnten Gang weiter aber du kommst einfach nicht vorwärts .
Ich bin 22 und habe auch beide Elternteile verloren , meine Mama an MS und mein Papa hab ich verloren durch einen Herzinfarkt. Bei mir ging einfach alles Berg ab . Schule , Freunde , einfach mein komplettes Leben. Das einzige was ich möchte ist nicht alleine sein und jemanden zu haben der mich wirklich versteht . Wenn du möchtest können wir uns gerne austauschen. Liebe Grüße Tim
_________________
Ich weis nicht was ich schreiben soll ...
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