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Mein Leben und der Tod

 
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Timboh



Anmeldedatum: 26.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 26.02.2014, 23:34    Titel: Mein Leben und der Tod Antworten mit Zitat

Hallo zusammen ,

Das ist das erste mal das ich in ein Forum schreibe . Aber dieses mal muss es sein. Ich fange einfach mal mit meiner Geschichte an.

In jungen Jahren ungefähr mit 4 Jahren hab ich meinen Opa verloren der mir sehr viel bedeutet hat verloren. Ich war auch auf der Beerdigung dabei , weil mein Vater mich früh auf denn Tod vorbereiten wollte. Mein Opa starb durch krebs . So fing mein Leidensweg an. 13 jahre später habe ich meine oma verloren , und das war sehr schlimm für mich , denn sie war wie eine zweite Mama für mich ! Warum erkläre ich jetzt : meine Mama hatte multiples Sklerose kurz ( ms ) . Eine unheilbare Krankheit , denn meine Mama hatte keine eindeutigen Schübe ( ich hoffe ihr versteht was ich meine ) . So ich habe meine Mama nie laufen sehen , sie war von der Krankheit gezeichnet was, umso älter ich wurde umso schlimmer wurde es. Sie musste oft ins Krankenhaus sehr oft. Da meine Familie Geld brauchte ging mein Vater arbeiten , deshalb war ich oft bei meinen Großeltern( deshalb auch die starke Bindung ) . Wie oben schon genannt starb meine Oma dann . 3 Monate später meine Mama . Die Krankheit hat ihre Lungen so geschwächt das sie im Schlaf gestorben ist. Das war alles sehr schlimm für mich , aber ich hatte meinen Vater der mir ständig geholfen hat, mich aufgebaut hat wenn es mir scheisse ging usw...er war der wichtigste Mensch denn ich hatte . Es war nicht nur Vater und Sohn sondern auch eine enge Freundschaft . Denn er litt auch durch die verluste . Wir haben uns gegenseitig geholfen . Unsere Bindung wurde sehr stark . Dann kam der schlimmste Tag meines Lebens am 15.02.2014 starb er durch herzversagen ( kammerflimmern ) . Ich habe alle verloren die mir sehr wichtig waren.

Ich bin 20 . Meine Mutter wurde nur 54 und mein Vater 59 .

Meine welt ist zerstört worden. Ich konnte mich von keinen verabschieden , ich musste mitansehen wie alle gestorben sind. Momentan geht es mir einfach nur dreckig , ich bin traurig , wütend und ich frage mich immer warum immer ich . Ich fühle mich auch einsam obwohl alle für mich da sind . Nahe verwandte oder sehr enge freunde meiner Eltern oder halt meine freunde. Aber trotzdem fühle ich mich alleine. Ich habe totale Angst , wenn ich an die Zukunft denke . Meine Eltern werden nie meine Kinder sehen oder wie ich heiraten werde. Es sind so viele Dinge , wovor ich Angst habe. Ich weis einfach nicht mehr weiter , weil die Leute die mir immer sagen : mein Beileid ( geht mir auf den Sack ) . Ich würde mich gerne mit Leuten austauschen die das selbe durchmachen oder mussten.

Ps: momentan mache ich abitur und ich habe Angst zu Versagen -.-

Über Rückmeldungen Würde ich mich freuen. Oder halt privat .




Sorry wegen Rechtschreibfehler etc .. Hab mit Handy geschrieben.
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eorie



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Beiträge: 53
Wohnort: Hanau

BeitragVerfasst am: 27.02.2014, 12:25    Titel: erst zwei Wochen Antworten mit Zitat

Hallo Timboh,

das ist ja erst zwei Wochen her, dass dein Vater gestorben ist! Ich bin erstaunt, dass du schon Kraft gefunden hast hier zu schreiben. Bei mir hat's länger gedauert Winken und ich war auch schon eine Weile nicht mehr hier.

Aber ich freue mich zu lesen, dass du Verwandte und Freunde hast, die für dich da sind. Auch wenn dir das im Moment vielleicht nicht viel hilft. Ich bereue manchmal mich so zurückgezogen zu haben. Es wurde mit der Zeit immer schwieriger mich bei Leuten zu melden.

Darf ich fragen wo du gerade wohnst und wie du deinen Alltag durchstehst?
Wer "sorgt" für dich? Du bist zwar volljährig und bestimmt sehr selbstständig, aber es ist viel Verantwortung. Ich verstehe deine Ängste.

Fühl dich erstmal gedrückt,
herzliche Grüße,
kerstin
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Timboh



Anmeldedatum: 26.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 27.02.2014, 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wohne noch im Elternhaus . Auf der einen Seite schmerzt es , auf der anderen Seite fühle ich mich wohl. Ja eine sehr gute Freundin hilft mir bei dem ganzen Papierkram . Alleine würde ich untergehen. Ja es stimmt , es ist erst vor kurzem passiert . Nur wenn ich alleine bin oder mich zurück ziehe dann gehe ich kaputt . Weil alleine sein möchte ich nicht , denn es reicht schon das ich mich so fühle .
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Timboh



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Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 03.03.2014, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wünsche mir immer noch Austausch . Würde mich freuen ! Mit freundlichen Grüßen tim
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Blume19



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Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 27.03.2014, 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Mir kommen die Tränen. Ihr Tod war dein Tod und der Tod meiner Mutter war meiner und ich finde keinen Weg weiterzuleben. Ein Jahr ist es fast her und ich wünschte ich wäre für sie gestorben. Sie ist uns nur vorausgegangen heißt es.
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syed20



Anmeldedatum: 03.09.2014
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 03.09.2014, 07:14    Titel: sultan Antworten mit Zitat

Aber ich freue mich zu lesen, dass du Verwandte und Freunde hast, die für dich da sind. Auch wenn dir das im Moment vielleicht nicht viel hilft. Ich bereue manchmal mich so zurückgezogen zu haben. Es wurde mit der Zeit immer schwieriger mich bei Leuten zu melden.
_________________
sultan
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Timboh



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Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 07.10.2014, 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ist aber trotzdem nicht das selbe . Es wird ein Stück besser aber es fehlt trotzdem was ......
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verweht



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BeitragVerfasst am: 08.10.2014, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Timboh: Ich sag nicht einmal, daß es besser wird, ich jedenfalls meine: Ich lerne damit zu leben, irgendwie.
Wenn ich auf die letzten acht Jahre zurück blicke, dann ist so ziemlich alles kaputt gegangen, was ich mal kannte, oder meinte zu kennen.
Und nach einer gewissen "Geduldsphase" meint jeder, ich hätte wieder sunshine zu sein, und alles ist wie vorher. Ist es natürlich nicht und dann verliert man den einen und den anderen und am Ende, saß ich zumindest alleine da.
Diese ganzen altklugen dummen Ratschläge, die ich mir anhören konnte. Und diese Blicke, wenn ich irgendwo am Tisch saß, als könnte ich jede Sekunde detonieren oder als hätte ich eine ansteckende Krankheit.

Manchmal hole ich alte Bilder raus, höre ein Stück, sehe aus dem Fenster raus, und im Reagenzglas meiner Seele erzeuge ich für einen kleinen Moment dieses alte innere Gefühl. Und wenn ich dann wieder zu mir komme, und mich umsehe, dann denke ich jedes Mal: "Mein Gott, das darf doch einfach alles nicht wahr sein".
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Timboh



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Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 08.11.2014, 10:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm ... Ja man lernt damit zu leben . Aber an manchen Tagen wie z.b. Weihnachten kommt es dann Schlag auf Schlag . Schlimm .... Und wenn ich dann meine Freunde sehe mit beiden Elternteile frustriert es mich ....
Ich rede mir immer ein das meine Eltern nicht gewollt hätten das ich denn Kopf in denn Sand stecke. Sie hätten gewollt das ich mein Leben , lebe und mich nicht frustrieren lasse. Das hilft mir sehr ! Gruß tim
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