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Mein Freund

 
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BeaK



Anmeldedatum: 21.09.2013
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 23.09.2013, 00:52    Titel: Mein Freund Antworten mit Zitat

Hallo Forengemeinde,

In meinem Fall geht es nicht um einen "akuten" Todesfall, sondern um einen, der schon 29 Jahre zurückliegt. Ich hoffe er passt hier trotzdem und es finden sich Menschen, die mir Tips geben können.

Ich bin nun seit gut einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Ich bin 27, er 29 Jahre, wir stehen beide mitten im Berufsleben und ich würde uns als relativ "gefestigte" Persönlichkeiten bezeichnen.
Schon relativ zu Beginn unserer Beziehung erzählte er mir fast schon beiläufig, dass die Frau seines Vaters nicht seine Mutter sei, da seine Mutter kurz nach seiner Geburt an einer Embolie gestorben war. Er hat sie also nie kennen gelernt. Er kennt sie lediglich aus Erzählungen seines Vaters, da er auch keine älteren Geschwister hat und zur Familie der Mutter hatte er nie Kontakt.
Nun geht er mit alldem relativ offen um und seine Lieblingsaussprüche sind, dass das Gute daran sei, dass er sie nicht kennen gelernt hat, dass er nicht wisse, was er verpasst hat und, dass er froh ist seine Mutter wenigstens nicht dahinsiechen sehen zu müssen, wie es bei seinen Vettern und Kusinen der Fall war, deren Mutter an Krebs starb.

Ich indes, scheine aber irgendwie ein Problem mit dem Thema zu haben. Jedes Mal, wenn er auch nur das Wort "Mutter" in den Mund nimmt, bekomme ich schon einen Kloß im Hals und hoffe inständig, dass er "das Thema" nicht anspricht. Wenn er es denn anspricht, bekomme ich keinen Ton heraus, weiß überhaupt nicht was ich sagen soll.
Gleichzeitig würde ich aber sehr gerne mit ihm darüber reden. Erfahren, ob das alles für ihn wirklich so "locker" ist, evtl. ihm sogar dabei helfen Kontakt mit der Familie seiner Mutter aufzunehmen, sofern er daran interessiert ist. Ich liege sogar nächtelang wach und male mir derartige Gespräche aus, doch wenn es soweit ist, bekomme ich wieder kalte Füße und schweige.
Gleichzeitig habe ich auch irgendwie Angst, dass er mir mein scheinbares Desinteresse an einem Teil seines Lebens negativ auslegen könnte.

Meine Fragen sind nun zum einen an die, die sich in einer ähnlichen Situation wie mein Freund befinden. Wünscht ihr es euch, dass euer Partner "das Thema" anschneidet? Wenn ja, wie und in welchem Umfang?
Und an diejenigen, die sich vielleicht in einer ähnlichen Situation wie ich befinden, wie kann ich meine Angst vor diesem Gespräch überwinden? Was kann ich sagen? Wie habt ihr reagiert?

Natürlich dürfen auch Leute antworten, die in keiner der geschilderten Situationen stecken. Ich bin über Tips jeder Art dankbar.

Und wenn ihr noch Fragen zu meiner Situation habt, dürft ihr natürlich auch fragen. Ich habe gerade einfach mal alles, was mir einfiel aufgeschrieben. Es kann natürlich sein, dass ich noch etwas Wichtiges vergessen habe.

Auf eure Antworten freue ich mich,
Eure Bea
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Kegelkind



Anmeldedatum: 17.11.2013
Beiträge: 8
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21.11.2013, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, ich habe meinen Vater verloren und nie kennen gelernt. Die Aussprüche deines Freundes kenne ich sehr gut. Fakt ist, auch wenn er locker tut, nagt es doch an einen! Die richtige Reaktion kenne ich nicht - ich denke, es gibt auch nicht wirklich eine. Nur weiter herunterspielen darf man es nicht! Ich glaube mir würde so etwas helfen wie: Sie war bestimmt ein toller Mensch. Und garantiert wäre sie stolz auf dich, wenn sie sehen könnte, was du alles erreicht bzw. aus dir gemacht hast. Schade ist, dass sie es eben nie erleben konnte. Doch es bleibt dabei- du wirst geliebt." ... oder so ähnlich. Man muss einfach verstehen, dass die Trauer oft darin begründet ist, dass man eine bestimmte Liebe und Zuwendung nicht bekommen hat. Die fehlt, egal wie man sich glücklich redet. Desinteresse würde ich nicht zeigen, oft reicht aber schon ein gutes Zuhören. Vielleicht hilft auch so etwas wie" "komm zeig mir doch ein Foto von deiner Mutter." Solche Reaktionen reichen ...
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