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Mama verloren

 
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Schnecke412



Anmeldedatum: 03.03.2013
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 03.03.2013, 21:41    Titel: Mama verloren Antworten mit Zitat

Hey an euch alle.

Durch kurzes googlen bin ich auf das Forum hier gestoßen und hab mir mal eure Geschichten kurz durchgelesen.
Auch ich (19 Jahre alt) habe meine geliebte Mama morgen vor genau 4 Wochen an Krebs verloren.
Bei uns ging alles ziemlich schnell.
Seit dem Sommer 2012 hatte sie Rückenschmerzen, woraufhin sie natürlich einen Arzt aufsuchte. Dieser verwies sie dann an ein Wirbelsäulenzentrum, da die Röntgenbilder auf einen Bandscheibenvorfall hinwiesen. In diesem Zentrum wurde dann im Oktober eine schmerztherapie begonnen, welche ab und zu Erfolg zeigte. Im Dezember 2012 wurden die Schmerzen dann so schlimm, dass sie sagte, dass sie sofort operiert werden möchte. Am 20.12. sind sie dann wieder in da Zentrum gefahren und dort wurden dann Metastasen am Rückgrat und im Beckenbereich festgestellt.
Von dort aus wurde sie dann gleich in einem Krankenhaus stationär aufgenommen. Ja, nur das Problem war, dass über die Weihnachtsfeiertage so gut wie keine Untersuchungen gemacht wurden und die große Suche nach dem Herd zog sich. An Silvester hatte sie dann ihren 50. Geburtstag und durfte für zwei Tage nach Hause. Dann gingen die Untersuchungen weiter, wo dann ein Schulterbruch festgestellt wurde, der durch eine Metastase entstanden war. Dieser wurde operiert und es ging ein Stückchen bergauf und wir schöpften wieder Hoffnung. Sie wurde dann auf die Onkologie verlegt, auf der uns dann der Oberarzt sagte, dass man das alles nur zurückdrängen und nicht heilen kann. BUMM, das war ein Schlag ins Gesicht. Er konnte uns nicht einmal sagen, wie lang wir noch Zeit hatten. Dort erlitt sie dann einen leichten Schlaganfall, welcher sich nur durch Wortfindungsstörungen zeigte und sie wurde daraufhin auf die Intensiv-Überwachung verlegt, wo sie dann 3 Tage lag. Es war inzwischen der 21. Januar und sie sagte, dass sie heim möchte, da sie eine Pause braucht. Da wurde sie dann auch entlassen und wir wollten sie nach ein paar Tage Erholung zu Hause in eine Spezialklinik verlegen lassen. Am Morgen des 24. Januar erlitt sie dann zu Hause einen schwereren Schlaganfall. Ab diesem Zeitpunkt sprach sie nicht mehr. Sie wurde wieder ins Krankenhaus eingeliefert und dort wurde ihr Morphium verabreicht. Ein paar Tage später wurde sie dann auf die Palliativ-Station verlegt, um erst mal die Schmerzen in den Griff zu bekommen und dann gegen den Krebs anzukämpfen. Dort lag sie dann einige Tage und ab 02. Februar reagierte sie gar nicht mehr und schlief nur noch. Dann kam auch schon der Klinikpfarrer zur Krankensalbung und alle engen Verwandten, um sich zu verabschieden. Wir waren dann die letzten zwei Tage Tag und Nacht bei ihr, bis sie dann am Morgen des 4. Februars im Kreise der liebsten von uns gegangen ist. Weinen

Im Endeffekt war es das CUP-Syndrom, bei dem kein Primärtumor gefunden wird.

Aber ich finds voll traurig, dass die Medizin hierfür noch nichts gefunden hat.

Mit meiner Mama konnte ich über alles reden und sie war immer für mich da. Jetzt hat sie ein riesengroßes Loch hinterlassen. Es gibt zwar die schönen Momente, an die man sich immer gern erinnert. Aber dann fällt man wieder in ein so tiefes Loch und fragt sich immer wieder nur WARUM??? Warum genau sie...womit hat sie dass verdient es kann nicht sein, dass sie nie wieder kommt??? Sie nie wieder in den Arm nehmen zu können zerreist einem das Herz Weinen

MAMA du fehlst uns
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Papa



Anmeldedatum: 07.06.2012
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 04.03.2013, 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

es tut mir leid, dass Du so früh Deine Mama verlieren musstest! Dieses "Warum", das ist so eine furchtbare Frage, weil man einfach nur sehr sehr schwer eine Antwort darauf findet, aber weißt Du, sie nützt leider auch nichts Traurig Irgendwann mal, wenn es Dir wieder besser geht, dann kannst Du vielleicht Dinge sehen, die sich positiv verändert haben durch den Tod Deiner Mama, aber bis dahin ist es leider noch ein langer Weg.

Ich drück Dich mal und wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit! Vielleicht ist Dir ja irgendwann nochmal danach, noch ein bisschen zu erzählen, ob Du Geschwister hast, wie Dein Leben gerade aussieht, wie es Dir geht.

Liebe Grüße,

S.
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