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Plötzlich Halbwaise mit über 20
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Sera



Anmeldedatum: 29.01.2013
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 29.01.2013, 11:20    Titel: Plötzlich Halbwaise mit über 20 Antworten mit Zitat

Hallo alle miteinander,

knapp zwei Wochen vor Weihnachten im vergangenen Jahr ist mein Vater plötzlich und unerwartet gestorben. Er war 56 Jahre alt und starb als er auf der Arbeit war. Es ist zwar nicht 100% sicher, aber die Todesursache soll plötzlicher Herztod sein. Er hatte keine uns bekannte Herzkrankheit oder Ähnliches, hatte nicht geraucht, war recht sportlich und hatte sich gesund ernährt. Deswegen war es für alle Angehörigen und Bekannte auch ein riesen Schock. Sein Vater und Cousin sind jedoch auch um dieses Alter gestorben, mein Großvater mit 59 am zweiten Herzinfarkt und sein Cousin in einem ähnlichen Alter höchstwahrscheinlich auch wegen plötzlichen Herztod.

Für mich ist mit seinem Tod mein schlimmster Albtraum wahr geworden. Da ich bislang ein sehr schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter habe (sie waren übrigens verheiratet und haben zusammen gelebt), war er für mich wie beide Elternteile in einem. Mein schwieriges Verhältnis zu meiner Mutter liegt nicht nur daran, dass sie einen äußerst schwierigen Charakter hat. Sie hat zudem noch mit chronischen psychischen Krankheiten zu kämpfen. Sie war und ist für mich zum Großteil nur eine Belastung und nicht mehr als eine Art Schwester, für die ich mich verantwortlich fühle. Dagegen hatte ich mit meinem Vater immer schon ein sehr enges Verhältnis gehabt.

Aufgrund dieser Situation musste ich gerade in den ersten Wochen nach seinem Tod mich um alles kümmern: Einen Bestatter finden, die Trauerfeier und Beisetzung organisieren. Ich musste zwei Mal zu seiner Arbeitsstelle (seinem Todesort) und mich um die Entgeltfortzahlungen kümmern, seinen Spind leer räumen, sein Auto wieder nach Hause bringen. Ich musste mich mit der Kriminalpolizei auseinandersetzen, die eingeschaltet wurde und bei der ich auch seine persönlichen Sachen abholen musste. Dazu kommt, dass jegliche Versicherung etc. nur über meinen Vater lief. Das bedeutet, dass alles auf meine Mutter umgeschrieben werden musste, was oft mit Problemen verbunden war.

Das ist nur ein kleiner Auszug von dem, was vor allem in den ersten Wochen über mich eingebrochen war. Glücklicherweise habe ich vor allem mit meinem Freund und seiner Familie eine große Stütze. Wir sind seit 7 Jahren zusammen und leben auch zusammen, in einer anderen Stadt als meine Eltern. Auf von einigen meiner Freundinnen erhalte ich etwas Unterstützung. Leider musste ich aber feststellen, dass eine Freundin mir zwar Hilfe zugesichert hatte, mich letztendlich jedoch einfach fallen ließ. Sie hatte angeblich andere Probleme und könnte mir keine Freundin sein. Einfach so und sie meldet sich seit Wochen nicht mehr. Das war zusätzlich noch ein Schock, zu mal wir 7 Jahre befreundet waren.

Generell habe ich das Gefühl, das keiner in meinem Freundeskreis mich versteht. Das liegt vor allem daran, dass sie soetwas noch nie erlebt haben. Aber dann bekommt man zum Teil dumme Ratschläge und wird für seine Bemühungen, sich mit seiner Trauer aktiv auseinander zu setzen, kritisiert. Das ist ziemlich verletzend und frustrierend. Da ich gerade in den ersten Wochen unter Schock stand und meine Trauer immer bis spätabends verdrängen musste, hat sich das negativ auf meinen Körper und meine Psyche ausgewirkt. Ich habe seit einigen Wochen Panikattacken und war deshalb auch schon mal bei meiner Hausärztin. Gerade am Anfang hatte ich abgenommen, obwohl ich mich gezwungen hatte regelmäßig zu essen. Ich hatte schlimme Schlafstörungen, die mittlerweile aber besser geworden sind. etc.

Um mir zu helfen, lese ich viel zum Thema Trauerarbeit und Erfahrungsberichte von anderen Halbwaisen. Ich habe ein Trauertagebuch angefangen und spreche am meisten mit meiner Tante, Oma und meinem Freund über meine Trauer und lasse die auch mittlerweile zu. Meine Mutter ist mir generell kaum eine Hilfe. Sie ist zu sehr mit sich beschäftigt und generell sehr auf sich fixiert. Trotzdem telefoniere ich jeden Tag mit ihr und besuche sie alle zwei Wochen. Seit seinem Tod kann ich noch nicht meinem Nebenjob nachgehen und bin noch für die nächsten Wochen entschuldigt. Bezüglich meines Studiums (ich bin fast damit fertig) konnte ich die wichtigsten Dinge schon klären, kann jedoch noch nicht damit weitermachen.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich frage mich, wie man mit dem Verlust fertig wird. Wie man es schaffen soll, das alles zu verkraften? Ich bin übrigens Atheistin und kann mich deshalb nicht bestimmten Vorstellungen zum Thema "Leben nach dem Tod" trösten..
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Papa



Anmeldedatum: 07.06.2012
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 29.01.2013, 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sera,

erstmal tut es mir leid, dass Du auch hier landen musstest!

Ich habe nicht wirklich ähnliche Erfahrungen gemacht, ich war noch viel jünger als mein Vater starb und habe lange Zeit auch einfach erstmal verdrängt und mehr oder weniger normal weiter gemacht. Ich kann Dir also jetzt nicht irgendwelche konkreten Tipps geben. Aber ich möchte Dir trotzdem ein paar Dinge sagen: Erstmal, es wird besser. Das dauert, aber es wird. Irgendwie lernt man mit der Zeit, damit umzugehen, und wieder zu leben statt nur zu existieren. Ich glaube, es ist auch normal, dass der Freundeskreis irgendwie überfordert ist und dass die Unterstützung zumindest nicht so ausfällt, wie man es sich gewünscht hat. Was ich daraus gelernt habe: Ich versuche es besser zu machen, wenn jemand in meinem Bekanntenkreis einen wichtigen Menschen verliert. Aber man macht trotzdem viele Dinge falsch.

Vielleicht kannst Du Deinen Freunden sagen, was Dich stört? Das mit den "klugen Ratschlägen" drückt doch vielleicht einfach nur die Hilflosigkeit aus, mit der sie Dir gerade gegenüber stehen. Sie würden gerne helfen, aber sie wissen nicht so richtig wie. Und manchmal kann es dann total erleichternd sein, wenn man da einfach mal offen drüber redet und Du erklärst, wie sie Dir helfen könnten (und wie sie Dir nicht helfen).

Ansonsten liest sich Dein Beitrag irgendwie so, als ob Du diese ganze Trauerarbeit sehr aktiv angehst. Das ist prinzipiell sicher nicht schlecht, weil so die Gefahr des Verdrängens nicht so besteht, aber es hört sich so ein bisschen so an, als würdest Du Dir da ziemlichen Stress machen. So einen Verlust zu verarbeiten dauert einfach eine Zeit, und es ist auch ok, wenn man in dieser Zeit mal schwach ist und sich gehen lässt und nicht immer alles unter Kontrolle hat.
Was sagt denn Deine Hausärztin zu den Panikattacken? Unternehmt Ihr irgendwas dagegen?
Ansonsten gibt es glaube ich kein Patentrezept. Sei traurig, wenn Dir danach ist, sei fröhlich, wenn Du magst, setz Dich nicht unter Druck und lass Dich auch nicht unter Druck setzen ("das ist jetzt schon so lange her" ist ja auch so eine Lieblingsaussage nicht-betroffener Menschen). Du musst Dich neu orientieren, Dein Leben ohne Vater wieder strukturieren, das geht nicht von jetzt auf gleich.
Außerdem solltest Du denke ich auch versuchen, Dich nicht durch das Verhältnis zu Deiner Mutter zu belasten. Also wenn es für Dich ok ist mit ihr zu telefonieren und sie zu besuchen, dann mach das, es ist sicher schön für sie, die jetzt bestimmt sehr allein ist. Aber wenn Du es nur machst, weil Du denkst, dass Du das musst, und es Dich eigentlich belastet, dann frag Dich zumindest mal, ob Du das wirklich möchtest (also Dich für sie belasten). Manchmal muss man auch Egoist sein, finde ich. Und dann gehst Du selbst erstmal vor, sonst kannst Du ja auch Deiner Mutter nicht wirklich eine große Hilfe sein.

An Gott oder ein Leben nach dem Tod glaube ich übrigens auch nicht. Aber ich glaube mittlerweile fest daran, dass alles einen Sinn hat. Oder dass wir allem einen Sinn geben müssen. Das hilft mir, meine Vergangenheit zu akzeptieren und auch Kraft daraus zu schöpfen.

Ich wünsche Dir alles Liebe!

S.
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Sera



Anmeldedatum: 29.01.2013
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 30.01.2013, 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

@Papa: Vielen Dank für deine Antwort und Ratschläge! Ich habe schon gemerkt, dass bestimmte Sachen bei der Trauerarbeit (wie z.B. ein Trauertagebuch zu führen) einem mehr Schaden, als helfen. Dass heißt zu sehr aufwühlen und fertig machen. Ich versuche halt irgendwie nur mir zu helfen mit allem fertig zu werden...

Einer Freundin hatte ich schon direkt gesagt, was ich mir von ihr wünschen würde (z.B. das sie sich von sich aus meldet) und wie ich mich derzeit fühle. Jedoch hat sie es nicht wirklich verstanden und ein anderes Verhalten habe ich bis jetzt auch nicht gemerkt. Ich hatte das Gefühl, dass sie nicht richtig zuhört. Da gibt man dann lieber auf, weil es einen zu sehr frustriert... Andere meiner Freundinnen sind dagegen sensibler. Manche von ihnen haben schon miterlebt, wie eine andere Freundin ein oder beide Elternteile verloren hatte...

Meine Hausärztin hat mir wegen der Panikattacken zwei Antidepressiva (eins ist homöopathisch) verschrieben. Die nehme ich jedoch nicht, weil ich die Panikattacken oftmals kriege, wenn ich einen "Panikanruf" von meiner Mutter bekomme, weil irgendetwas nicht geklappt hat oder sie Ärger hat. Manchmal bekomme ich auch eine, wenn ich mich über etwas oder jemanden sehr ärgere und aufrege. Ich weiß, dass das alles psychisch bedingt ist. Ich habe mittlerweile gemerkt, dass ich einen Panikanruf von meiner Mutter emotional gleich mit dem Anruf verknüpft habe bei dem sie mir sagte, dass mein Vater tot ist. Dass heißt, wenn ich merke sie hat Panik in ihrer Stimme denke ich automatisch, dass etwas ganz schlimmes passiert ist. Ich glaube und hoffe, dass sich das mit der Zeit wieder ändert. Ansonsten hat mir meine Ärztin auf meinen Wunsch hin eine Überweisung für eine trauerpsychologische Betreuung gegeben. Allerdings meinte sie, dass es mit einem Termin dort schwierig werden wird. Bisher habe ich noch darauf verzichtet..
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Papa



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Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 30.01.2013, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sera,

ja, wenn Du schon mit Deiner Freundin gesprochen hast und sie es nicht versteht, dann passt das vielleicht zumindest momentan nicht. Vielleicht gibt es sich irgendwann wieder, wenn nicht ist es vielleicht nicht schade drum, so böse das klingt.
Manche Menschen können aber einfach wirklich nicht mit der Situation umgehen. Kurz vor dem Abi hat sich der Vater einer Mitschülerin umgebracht. Ich kannte sie nur flüchtig, aber sie war eine Freundin von einer Freundin von mir. Das Mädchen war die erste Zeit nicht in der Schule und es hatte auch niemand wirklich Kontakt zu ihr. Ich habe aber mitbekommen, dass sich unsere gemeinsame Freundin viele Gedanken gemacht hat und es sie sehr mitgenommen hat. Als dieses Mädchen dann wieder zur Schule kam hat sie (also meine Freundin) sich in meinen Augen total unmöglich verhalten, sie war kalt und abweisend und auch sehr unzuverlässig und ich habe mich damals sehr über sie geärgert. Ich weiß auch nicht, warum sie das gemacht hat, aber ich glaube, das war wirklich sehr große Überforderung und es hat keine böse Absicht dahinter gesteckt, auch wenn es irgendwie so aussah. Deshalb denke ich, manchmal muss einfach ein bisschen Gras über die Sache wachsen und dann kann man nochmal reden (auch wenn Dir das in der Situation jetzt natürlich nicht hilft), manchmal muss man dann aber auch akzeptieren, wenn irgendwas nicht gut tut.

Umso schöner ist es aber doch, dass Du andere Freundinnen hast, die für Dich da sind und Dir gut tun!

Ich denke es ist total verständlich, dass Dich ein "Panikanruf" von Deiner Mutter in Panik versetzt, wenn Dich das an den Tod Deines Vaters erinnert. Und ich kenne mich leider gar nicht mit sowas aus, aber die Antidepressiva müsstest Du doch dann erstmal regelmäßig nehmen, oder? Also nicht nur dann, wenn es gerade akut ist. Das würde ich glaube ich erstmal auch nicht wollen.
Kannst Du denn prinzipiell schlafen und Dich ausruhen? Und wenn Du dann so eine Panikattacke hast, kommst Du da irgendwie immer wieder raus?

Denkst Du denn, es würde Dir helfen, mit jemandem zu reden, der dafür ausgebildet ist und der auch einfach emotional nicht beteiligt ist? Weil dann könntest Du ja schonmal versuchen einen Termin zu bekommen, gerade wenn das so schwierig ist und man unter Umständen lange warten muss.

Aber weißt Du, ich glaube wirklich dass das Wichtigste ist, dass man auf sich hört und das macht, was sich gut anfühlt. Sich nicht so unter Druck setzt und sich vor allem nicht von anderen sagen lässt wie es einem zu gehen hat. Die Trauer wirklich auslebt, wenn es geht, aber gute Momente auch mal genießt und sich nicht dann wieder "künstlich" runterzieht (so verstehe ich Deinen Kommentar zu dem Trauertagebuch). Du schaffst das. Und es wird wirklich besser. Versprochen.
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Sera



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Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 31.01.2013, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

@Papa: Vielen Dank, dass du dir mit deinen Antworten so viel Mühe machst! Die tun mir echt gut! Du scheinst ja aus Erfahrung zu sprechen... würde ich dir zu nahe treten, wenn ich dich fragen würde, wie deine Erfahrungen mit einem solchen Verlust aussehen? War es auch ein Elternteil?

Was du über deine Freundin schreibst erinnert mich total, was eine von meinen Freundinnen seit Monaten erlebt. Der Vater von ihrer besten Freundin hatte sich letztes Jahr auch umgebracht. Ich kann mir nur in Ansätzen vorstellen, wie es ihr gehen muss. Sie persönlich ist für mich nur eine Bekannte von früher, aber trotzdem fühle ich mit ihr mit. Meine Freundin macht sich auch große Sorgen um sie und tut, was sie kann. Ich glaube der Grund für das Verhalten von deiner Freundin ist die Schule und alles was damit zusammenhängt (Cliquen, Gruppenzwang etc) Ich kann mir vorstellen, dass sie überhaupt keine Ahnung hatte, wie sie sich zu ihrer Freundin in der "Öffentlichkeit" verhalten sollte. Aber das war definitiv falsch und ich kann mir vorstellen, dass deine Freundin das auch weiß.

Wahrscheinlich ist das auch so ähnlich bei meiner einen Freundin, die mich einfach fallen gelassen hat. Da sie sich nicht mehr bei mir meldet (und aus welchen Gründen auch immer mir per SMS geschrieben hat, dass sie derzeit keine Freundin für mich sein kann) habe ich für's Erste einen Schlussstrich darunter gezogen. Ich warte nicht mehr auf eine Nachricht von mir, das belastet mich einfach zu sehr. Es ist sowas von enttäuschend, wenn sich eine jahrelange Freundin in solch einer Situation so verhält. Aber ich denke, man muss irgendwie akzeptieren, dass die Freundschaft vorbei ist. Übrigens hat sie sich zu mir seit Herbst letzten Jahres komisch verhalten. Beispielsweise war sie kaum zu erreichen und wenn wir uns zum telefonieren oder treffen verabredet hatten, hatte sie entweder in der letzten Minute abgesagt oder gar nicht angerufen. Sie hatte ihr Verhalten zwar rechtfertigt (Stress mit Freund, Job oder Krankheit), aber das macht das trotzdem nicht gut. Mein Vertrauen in sie ist die letzten Monate stückweise, und zuletzt komplett, verloren gegangen.

Ja, die Antidepressiva müssten regelmäßig genommen werden. Aufgrund der krassen Nebenwirkungen lasse ich lieber die Finger davon. Die Möglichkeit eine Psychotherapie zu machen halte ich mir momentan offen. Das klingt vielleicht blöd, aber ich will es vorher lieber alleine bzw. mithilfe meiner Freunde und Familie schaffen. Deshalb habe ich noch keinen Termin gemacht. Schlafen kann ich eigentlich recht gut. Nur manchmal habe ich Probleme einzuschlafen. Dann nehme ich aus der Drogerie diese Tabletten mit Baldrian und Hopfen. Das hilft etwas. Eine Panikattacke kann ich selber recht gut überwinden. Jedoch kann es Stunden dauern, bis ich mich wieder beruhigt habe und entspannen kann. Aber bislang hat es immer funktioniert, wenn ich bewusst atme und versuche an etwas anderes zu denken. Aber es ist trotzdem ein furchtbares Gefühl, in solchen Momenten seinem Körper sozusagen ausgeliefert zu sein... Auch meine Konzentrationsfähigkeit hat seit seinem Tod stark abgenommen. Ich weiß, dass das Zeit braucht. Aber ich kann auch nicht Monate meinem Nebenjob und Studium fernbleiben...

Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich die Hoffnung aufgegeben habe, dass sein Tod nur ein böser Traum o.ä. war. Wenn ich frühs aufwache weiß ich mittlerweile zu 100%, dass es so ist. Und irgendwie geht es mir seitdem etwas besser. Aber trotzdem schwankt meine Gemütslage noch ziemlich und die Trauer bricht immer wieder mal ein. Aber das lasse ich dann auch zu, weil es mir danach besser geht und sie nicht Stunden andauert. Ist das normal?
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Papa



Anmeldedatum: 07.06.2012
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 31.01.2013, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sera,

ich habe auch meinen Vater verloren, allerdings schon vor beinahe 17 Jahren. Ich war damals erst 12 und ich glaube, dass bei mir in den ersten Jahren vieles sehr schief gelaufen ist. Man hat mir vorher nicht gesagt dass er krank ist und hinterher wurde einfach weitergemacht als wäre nichts passiert, ich bin zur Schule gegangen, die Beerdigung wurde extra so organisiert, dass ich keinen Unterricht verpasse, meine Freunde waren -verständlicherweise- völlig überfordert mit der Situation und mein restliches Umfeld hat mir leider immer nur gesagt, dass es nicht normal ist, wenn man so lange -ein paar Wochen- danach immernoch nicht damit umgehen kann. Dadurch hatte ich ein paar wirklich furchtbare Jahre und habe erst Jahre später angefangen, mich wirklich damit zu beschäftigen. vor vier Jahren hat mir zum ersten Mal jemand gesagt, dass ich das Recht habe traurig zu sein und es einfach furchtbar war, was passiert ist. Das klingt vielleicht blöd, weil es eigentlich so logisch ist, aber mir hat das sehr gut getan, weil ich glaube ich da erst akzeptieren konnte, dass ich manchmal traurig bin. Weil ich vorher auch immer von mir erwartet habe, dass es "endlich mal gut" ist.
Mir fällt es also irgendwie schwer, mich so richtig in die Situation zu versetzen, dass es noch sehr frisch ist und man sich auch wirklich gleich damit auseinander setzt (vielleicht kann da auch jemand anderes nochmal was dazu sagen), aber ich habe im Laufe der Zeit viele andere Menschen kennen gelernt, die einen Elternteil verloren haben, und ich habe das Gefühl, dass die meisten (oft auch verwirrenden) Gefühle, Probleme und auch Verhaltensweisen sich doch sehr ähnlich sind. Egal wie alt man war, egal wie man in dem Moment damit umgegangen ist, wie das Umfeld sich verhält, wie lange es her ist.

Ja, ich denke auch, dass es für Dich wahrscheinlich weniger belastend ist, unter diese Freundschaft erstmal einen Schlussstrich zu ziehen. Ich wollte damit nur sagen, dass damit ja noch nicht immer das letzte Wort gesprochen ist. Manchmal klären sich solche Situationen ja noch auf. Aber man muss der Sache oft Zeit geben, und das schafft man emotional am besten, indem man für sich erst mal mit der Sache abschließt.
Wie Du diese Freundin jetzt beschreibst klingt allerdings danach, als hätte sie vielleicht selbst auch gerade ein paar Probleme. (Was nicht heißt, dass Du Dich dafür verantwortlich fühlen musst!)

Ich war auch immer fest davon überzeugt, dass ich es alleine schaffe, und ich glaube, das habe ich auch. Trotzdem denke ich mir jetzt so im Nachhinein manchmal, dass es vielleicht leichter gewesen wäre, wenn mich jemand ein bisschen unterstützt hätte. Wobei das glaube ich nicht zwingend ein Psychologe sein muss, mir hätte jemand geholfen, der mir sagt dass ich nicht sofort wieder funktionieren muss. Und ich denke, das kann auch das Forum hier leisten. Von daher: Wenn es sich für Dich so gut anfühlt, dann ist das doch super. Und wenn Du das Gefühl hast, dass Du alleine nicht weiter kommst kannst Du es immernoch bei dieser Trauerpsychologin versuchen.

Was machst Du denn für einen Nebenjob? Ist es da so wichtig, dass Du immer 100%ig konzentriert bist?
An der Uni sind ja bald Semesterferien, da hast Du ja also vermutlich sowieso dann ein bisschen Ruhe, aber vielleicht täte Dir das Arbeiten ja auch gut? Wieder ein bisschen Struktur in den Alltag bringen hilft ja oft auch dem Körper, wieder fitter zu werden (zumindest bei mir). Es würde Dich ablenken und auch einfach etwas sein, das Du gewohnt bist, das soll ja auch helfen. Und wenn die Panikattacken meistens kommen, wenn Deine Mama anruft, dann kannst Du dem ja während der Arbeit auch aus dem Weg gehen.
Wie viel arbeitest Du denn? Vielleicht kannst Du ja auch erstmal langsam anfangen?

Ach ja, was ich zu den Antidepressiva noch sagen wollte: Ich denke, so lange Du schlafen kannst, ist es auch so ok. Manche Menschen können ja einfach nicht mehr schlafen, und Schlaf ist sowieso schon wichtig, aber in der Trauerphase ja noch viel wichtiger. Und da helfen Antidepressiva dann ja oft.
Ich hatte damals am Anfang auch große Probleme mit dem Einschlafen, aber irgendwie habe ich das so gut gelernt, dass ich mittlerweile immer schlafen kann (im Bett, im Zug/Flugzeug oder so kann ich das gar nicht). Ich habe irgendwie mein Ritual (feste Schlafposition, immer gleiche "Geschichte", an die ich denke), und damit schlafe ich einfach immer, egal wie viel Stress ich habe (wenn ich nicht krank bin oder es sehr laut ist oder so).

Ich würde es glaube ich nicht als "Hoffnung aufgegeben", sondern als "Realität akzeptiert" bezeichnen, und das ist ein sehr wichtiger (schmerzhafter) Schritt. Und das hilft, weil es irgendwie abgeschlossen ist. Das ist wie mit der Freundin, mit der Du besser umgehen kannst, wenn Du für Dich einen Schlussstrich drunter gezogen hast.

Gefühlsschwankungen und Trauerlöcher sind völlig normal. Das geht glaube ich auch nie richtig weg (ist zumindest mein Gefühl, aber ich komme damit gut klar). Wichtig ist, dass Du die Trauer nicht immer wegschiebst, wenn sie kommt, dass Du aber irgendwann lernst, sie ein bisschen zu koordinieren sozusagen. Also dass Du auch mal entscheiden kannst "geht jetzt nicht" und Dir dann dafür irgendwann anders bewusst die Zeit nimmst, einfach traurig zu sein. Da ist dann wichtig, dass Du wieder rauskommst aus diesem Loch. Also z.B. abends einschlafen kannst und am nächsten Morgen geht es Dir wieder besser. Aber es klingt, als würde das jetzt schon ganz gut funktionieren.

Weißt Du, das Gute an der Sache ist, dass man merkt, wie stark man eigentlich ist. Was man alles verkraften kann. Das hilft ungemein später, ich glaube ich bin dadurch viel weniger abhängig von andern Menschen. Und ich glaube ich lebe mein Leben viel bewusster, weil ich immer daran denke, wie schnell es vorbei sein kann.
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Sera



Anmeldedatum: 29.01.2013
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 01.02.2013, 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Papa,

es tut mir wirklich von Herzen leid, was du durchmachen musstest. Das muss richtig richtig hart gewesen sein. Dass man von dir sogar verlangt hat, deine Trauer zeitlich zu begrenzen sozusagen ... das ist echt unvorstellbar! Ich kann zwar verstehen, dass sich vor allem Familienmitglieder vielleicht Sorgen gemacht haben. Aber trotzdem ist das doch total daneben. Ich kann mich noch daran erinnern, als ich um die 12/13 Jahre alt war ist der Vater von einer Freundin von mir gestorben. Er war sogar ein Arbeitskollege von meinem Vater gewesen. Ich weiß noch, dass ich mir das überhaupt nicht vorstellen konnte. Sie tat mir zwar leid, aber damals konnte ich nicht abschätzen, was das alles für sie bedeuten muss. Ich kann mich noch daran erinnern, dass sie nur ein paar Wochen gefehlt hatte und danach nach außen hin alles so war, als ob nie etwas passiert wäre. Schon seltsam...
Ich finde es gut, dass dir im nachhinein doch jemand bestätigen konnte, dass es normal ist traurig wegen deinem Verlust zu sein. Ist ja auch so. Ich kann mir auch vorstellen, dass alle die ein oder beide Elternteile verloren habe ähnliche Gefühle, Probleme und Gedanken bewältigen müssen...

Ich weiß, dass sie (die eine Freundin, die mich fallen gelassen hat) Probleme auf Arbeit und mit ihrem Freund hat. Jedoch ist mir aufgefallen, dass sie immer weniger darüber gesprochen hatte. Selbst, wenn ich ihr angeboten hatte mit mir darüber zu reden, hat sie sich letztendlich dann gar nicht gemeldet. Keine Ahnung warum das in den letzten vier Monaten so geworden ist. Früher war das zumindest mal anders und von meiner Seite her hatte sich auch der Umgang mit ihr nicht verändert.

Der Trauerpsychologe ist für mich auch eher der letzte Ausweg. Ist vielleicht auch zum Teil die Angst, weil man nicht weiß, was einen dort erwartet. Keine Ahnung...

Bei meinem Nebenjob (16h pro Woche) muss ich für eine Firma Artikel zu verschiedenen Themen (Reisen, Versicherungen, Auto, Lifestyle, Technik etc.) schreiben. Man muss sich also sehr konzentrieren und es wird viel Wert auf qualitativ hochwertige Arbeit gelegt. Meine Chefin weiß ja, was bei mir passiert ist und ist bisher sehr mitfühlend und verständnisvoll. Ich glaube aber, dass meine studentischen Kollegen nichts davon wissen. Mir graut es irgendwie davor, weil ich weiß, dass sie mich fragen werden warum ich so lange nicht da war. Ich habe auch Angst davor vor ihnen in Tränen auszubrechen. Ich hasse es in der Öffentlichkeit zu weinen. Geht es dir da ähnlich? Ab nächster Woche sind bei mir Semesterferien, aber ich muss eine Hausarbeit schreiben. Das war die Bedingung von meinem Prof, dass ich sein Seminar bestehe. Ich habe nämlich seit dem Tod von meinem Vater eine Blockveranstaltung (die durchweg 9 Stunden ging) verpasst und konnte dann auch nicht mein Referat halten. Die Hausarbeit muss ich bis Ende März abgeben. Ist zwar noch fast zwei Monate bis dahin, aber die Zeit vergeht ja auch schnell. Und die Hausarbeit ist sehr aufwendig...

Bemerkenswert, dass du fast immer und überall schlafen kannst. Mein Vater war auch so... Ich wünschte, ich könnte das auch. Ist wahrscheinlich eine Übungssache?

Mit dem was du über die eigene Stärke geschrieben hast, kann ich dir zu 100% zustimmen. Es ist wirklich erstaunlich, wenn man in solch einer Extremsituation kontinuierlich die eigenen Grenzen überschreiten muss und das es trotzdem irgendwie geht.
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Papa



Anmeldedatum: 07.06.2012
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 02.02.2013, 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

ja, es war irgendwie nicht so schön, im Nachhinein denke ich auch, dass es vermutlich leichter sein kann den Vater zu verlieren, als es bei mir war (also, es ist immer schwierig, aber man kann wohl anders damit umgehen). Aber ich weiß nicht. Es war so, und ich kann das nicht mehr ändern. Jetzt geht es mir gut, und das ist irgendwie die Hauptsache.

Diese Hausarbeit zumindest könnte Dir doch auch wirklich gut tun. Du kannst Dir ja Deine Zeit frei einteilen und kannst sehr langsam mit kurzen Konzentrationsphasen anfangen (ich habe generell ein großes Konzentrationsproblem, für mich ist es immer sehr wichtig, dass ich mir feste Zeitfenster vorgebe, die realistisch sind und an die ich mich dann auch halte). Wenn es mal nicht geht geht es nicht, und es ist kein anderer irgendwie betroffen, das ist doch eigentlich optimal. Nimm Dir doch vielleicht für die nächste Woche schonmal ein bisschen was vor. Keine Ahnung, Literatur zusammen suchen, Dir einen Überblick verschaffen, solche Sachen, bei denen man ja nicht so 100%ig konzentriert sein muss, und leg Dir feste Zeiten fest, als hättest Du Uni oder würdest arbeiten. Und wenn Du merkst, dass es klappt, kannst Du ja auch langsam wieder anfangen zu arbeiten. Wenn Deine Chefin recht verständnisvoll ist ist es für sie ja vielleicht auch ok, wenn Du nicht gleich wieder 16 Stunden arbeitest. Du schaffst das schon!

Das mit Deinen Kollegen kann ich verstehen. Ich kann generell nicht wirklich weinen, deshalb habe ich davor nicht so große Angst (kann Dich aber sehr gut verstehen!), aber ich mag diese unangenehme Situation auch einfach nicht. Es weiß ja dann niemand, wie er reagieren soll, und irgendwie ist es immer blöd und ach. Ja. Also das kann ich wirklich gut nachvollziehen. Nur: Es wird nicht besser werden. Irgendwann MUSST Du da durch. Also wenn Du denkst, dass Du prinzipiell gerne wieder arbeiten gehen würdest, dann mach es. Diese Situation wird nicht einfacher werden, "nur" weil Du sie aufschiebst. Und Du könntest es ja ganz offensiv angehen, nicht warten, bis Du gefragt wirst, sondern von Dir aus erzählen, was passiert ist, aber vielleicht auch gleich dazu sagen, dass Du momentan nicht drüber reden möchtest (oder was auch immer Dir lieb wäre). Auf die Situation kannst Du Dich einstellen, Du kannst mehr oder weniger bestimmen, wie sie abläuft und Dich so besser drauf einstellen, als wenn das so "plötzlich" kommt.

Das mit dem Schlafen ist totale Übungssache. Ich glaube, es wirkt sich auch nicht nur auf das Schlafen aus, es hilft einfach generell, die Gedanken mal zu kontrollieren und im Zweifelsfall in Zaum zu halten. Das hilft in Stressituationen.
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Sera



Anmeldedatum: 29.01.2013
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 05.02.2013, 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Papa,

sorry für die späte Antwort. Ich hatte letztes Wochenende meine Mutter besucht und es war echt mehr als anstrengend. Sie hatte mich nicht mal 5 Minuten zur Ruhe kommen lassen. Immer wollte sie mir irgendwas erzählen (ihre Probleme, ihr Selbstmitleid, ihre Trauer, etc.) und klebte förmlich an mir. Das hat mich total überfordert und ich konnte nicht mehr schlafen. Ich hatte ihr dann versucht begreiflich zu machen, dass ich auch mal zur Ruhe kommen muss. Danach hat sie sich zwar etwas zusammengerissen. Aber ich kann nur hoffen, dass sie das in Zukunft auch machen wird.

Träumst du eigentlich von deinem Vater? Meine Mutter hat es schon ein paar Mal seit seinem Tod gemacht. Ich dagegen nur ein Mal und kurz.

Vielen Dank für deine ermutigenden Worte! Ich habe diese Woche mit der Literaturrecherche für meine Hausarbeit begonnen. Ich komme zwar viel langsam als früher voran, aber immerhin. Ich will höchstwahrscheinlich nächste Woche langsam wieder arbeiten gehen. Irgendwie ist es komisch. Ich habe das Gefühl, dass es mir etwas besser geht als noch vor zwei Wochen. Trotzdem trauere ich immer noch. Vor allem in den Abendstunden holt mich die Trauer öfter ein. Es freut mich, dass es dir mittlerweile gut geht. Ich kann mir vorstellen, das dein Papa es auch so gewollt hätte...

Ich habe übrigens versucht mir beim einschlafen wie du auch an eine Geschichte zu denken. Aber irgendwie wusste ich nicht was ich "nehmen" soll. Eine schöne Kindheitserinnerung? Sich vorstellen am Strand zu liegen? Ich habe irgendwie noch nicht meine "Geschichte" gefunden...

Viele Grüße
Sera
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Papa



Anmeldedatum: 07.06.2012
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 07.02.2013, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sera,

ich verstehe, dass der Besuch bei Deiner Mutter anstrengend war. Ich habe auch kein so gutes Verhältnis zu meiner. Mittlerweile ist es zwar schon deutlich besser geworden, aber sie tut mir oft nicht gut leider.
Geht es Dir jetzt wieder ein bisschen besser? Kannst Du so ein Wochenende dann abhaken, oder beschäftigt es Dich noch sehr? Ich finde es super, dass Du sie besuchst und versuchst, für sie da zu sein!

Hat Deine Mutter denn Freunde um sich, die sie beschäftigen? Arbeitet sie? So schwierig es für Dich auch ist, sie ist vielleicht die meiste Zeit wirklich sehr einsam und freut sich dann, wenn Du da bist und ihr zuhörst (ihr zuhören musst). Trotzdem ist es finde ich nicht Deine Aufgabe, das alles zu tragen, damit machst Du Dich ja kaputt.

Vielleicht kannst Du ja mal mit ihr zusammen überlegen, was sie sich Gutes tun könnte. Ich kenne sowas zwar nicht persönlich, habe aber im Internet schon öfter gelesen, dass es in vielen Städten Trauercafés gibt, wo man sich mit "Gleichgesinnten" treffen und reden kann. Oder auch Selbsthilfegruppen oder, wenn sie wirklich so sehr das Bedürfnis hat mit jemandem zu reden, vielleicht auch eine Trauerbegleitung. Es hilft ja halt, mit jemandem zu reden, der weiß, wie man sich fühlt und ähnliches erlebt hat, aber es hilft auch, wenn der andere nicht in die eigene Geschichte involviert ist.

Dann kann sie ja immernoch mit Dir reden, wenn Du da bist, aber es ist vielleicht nicht mehr so dringend und nimmt Dir auch ein bisschen Verantwortung ab, was Dir ja wahrscheinlich auch helfen würde.

Ich habe in der ersten Zeit manchmal von ihm geträumt, das war aber immer der gleiche -furchtbare- Traum, er steht am Ende eines langen Ganges, ich laufe auf ihn zu, aber bevor ich ihn erreiche wache ich auf. Also ich habe nie "normale" Träume von ihm geträumt. Ich bin aber auch nicht der Typ der träumt, wenn ich mich erinnern kann waren es immer schlimme Träume und meistens weiß ich dann auch, welches Problem mein Unterbewusstsein damit verarbeiten oder mir mitteilen möchte. Beschäftigt es Dich, dass Du nicht von Deinem Vater träumst?

Und weißt Du, natürlich trauerst Du noch. Das wird auch so schnell nicht weggehen. Ich bin nicht sicher, ob es überhaupt weggeht. Bei mir vergeht auch nach so vielen Jahren immer noch kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke. Und traurig bin ich auch ab und an noch. Es wird nur erträglicher mit der Zeit, die Gedanken kreisen irgendwann nicht mehr ständig um diese eine Sache, man beginnt wieder am "richtigen" Leben teilzunehmen und irgendwie wieder ein (anderer) Mensch zu werden. Das war zumindest mein Gefühl. Aber nach gut zwei Monaten ist es völlig in Ordnung, dass Du noch wirklich traurig bist, dass Deine Gedanken immer wieder zu Deinem Papa zurück kehren, dass Du Dich total im Ausnahmezustand befindest. Trotzdem ist es schön dass Du das Gefühl hast, dass es schon etwas leichter geworden ist. So wird es weiter gehen, Stückchen für Stückchen. Vielleicht hast Du auch immer mal wieder ein paar Rückschläge, aber insgesamt bewegst Du Dich langsam aber stetig in Richtung "es geht mir wieder gut". Irgendwann kannst Du das wieder sagen. Ohne dieses "eigentlich", das da lange Zeit mitschwingt. Und dass Du mit der Hausarbeit nicht so schnell voran kommst ist doch auch klar. Dein Gehirn hat ja auch noch ein paar andere Dinge zu verarbeiten. Hast Du denn das Gefühl, dass es Dir guttut? Oder ärgert es Dich so sehr, dass Du langsamer bist als früher, dass Du Dich gar nicht darüber freuen kannst, dass Du trotzdem etwas erreichst?

Ich drücke Dir schonmal die Daumen für Deinen ersten Arbeitstag nächste Woche! Es wird sicher gar nicht so schlimm werden!

Und diese "Geschichte". Ja. Also das ist irgendwie eher fiktiv. Also quasi ein "Märchen", das ich mir irgendwann zurecht gesponnen habe, in das ich meistens irgendwie so mein aktuelles Umfeld einarbeite, aber das grundsätzlich gleich bleibt. Ich schlafe allerdings auch so schnell ein mittlerweile, dass ich nicht mehr viel denken muss, irgendwie bin ich da total konditioniert. Ich kann Dir da nicht wirklich einen Tipp geben glaube ich, aber probier doch einfach mal ein bisschen rum. Du musst es ja niemandem erzählen (würde ich ehrlich gesagt auch nicht, das wäre mir unangenehm), so lange es hilft ist alles gut!
Kindheitserinnerungen stelle ich mir zumindest schwierig vor, weil da mein Vater ja irgendwie automatisch da wäre, ich glaube das würde mir nicht helfen. Aber vielleicht ist das bei Dir anders.

Liebe Grüße!

S.
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Sera



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BeitragVerfasst am: 07.02.2013, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Papa/ S.,

das Gefühl, dass mir meine Mutter ein Großteil der Zeit nicht gut tut, habe ich auch. Mittlerweile geht es mir besser, denn ich bin wieder in meiner eigenen Wohnung und die täglichen Telefonate mit ihr sind ok. Mich beschäftigt so ein Wochenende bis ich eine "Lösung" gefunden habe. Beispielsweise ging es mir erst besser, als ich ihr beibringen konnte, dass ich bei ihr auch mal fünf Minuten Ruhe brauche. Das hat sie glaube ich auch verstanden. Aber wer weiß, ob sie sich das auch fürs nächste Mal merkt?!

Meine Eltern haben sehr für sich gelebt und nur ein befreundetes Ehepaar, welches zudem in einer anderen Stadt wohnt. Meine Mutter ist nicht gerade ein sozialer Mensch. Da sie momentan nicht arbeiten geht, sitzt sie die meiste Zeit alleine zu Hause und beschäftigt sich mit diversen Internetseiten. Ich habe ihr schon mehrfach vorgeschlagen, dass sie sich die Notfallseelsorge nach Hause bestellt. Das wollte sie aber nicht. Trauercafés und ähnlich will sie auch nicht. Jedoch konnte ich sie mittlerweile überzeugen, sich in einem Forum für Witwen anzumelden. Ob sie bereits Antworten bekommen hat, weiß ich gerade nicht. Sie meint auch immer wieder, mein Vater hatte ihr als "sozialer Kontakt" komplett gereicht. Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen, da ich ein ziemlich sozialer Mensch bin. Ist halt jeder anders schätze ich. Richtig reden, auch in Form einer Therapie, lehnt sie rigoros ab. Eigentlich müsste sie alleine schon wegen ihren psychischen Krankheiten eine Therapie machen. Aber sie ist der Meinung, das würde ihr nicht helfen. Ich wünschte, sie wäre in dieser Hinsicht anders. Aber das ist sie nun mal nicht...

Richtig beschäftigen tut es mich nicht, dass ich nicht von meinem Vater träume. Der einzige Traum, den ich seit seinem Tod hatte, war... blöd. Es war ganz kurz und ich hatte ihm gesagt, dass er tot ist. War äußerst merkwürdig. Dass er gestorben ist, hatte ich letztes Jahr sogar geträumt. Ich weiß noch, wie schlimm das war. Und wie froh ich war, dass es (damals) nicht real war... Ist irgendwie ironisch, oder?

Heute war das erste Mal, dass ich bei meiner Literaturrecherche für meine Hausarbeit wieder gut voran gekommen bin. Da ich mich gut konzentrieren konnte, hat mir die Arbeit auch relativ viel Spaß gemacht. Ich habe endlich auch meiner Chefin Bescheid gegeben, dass ich ab Montag wieder da bin. Ich habe zwar Bammel, aber wird schon! Ich will die erste Woche auf jeden Fall noch nicht wieder voll arbeiten. Vielen Dank für's Daumendrücken!

Generell habe ich das Gefühl, dass es mir von Woche zu Woche besser geht. Vor allem seit ich seinen Tod (zwar nicht zu 100% aber immerhin) akzeptiert habe. Auch meine Freundinnen scheinen mittlerweile besser mit mir umgehen zu können. Nur leider hat sich die eine bis heute nicht gemeldet. Aber ich sehe sie auch nicht mehr als Freundin an und versuche nicht mehr an sie zu denken. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Trauer nie ganz vergehen wird. Und, dass das erste Jahr das schlimmste ist. Deswegen versuche ich, dieses Jahr so gut wie möglich rumzubekommen. Und in mein "altes" Leben zurück zu finden, auch, wenn es im Grunde nicht mehr so ist und wird, wie früher..

Scheinbar kannst du abends wirklich gut abschalten. Beneidenswert! Ich kann mir auch vorstellen, dass einige Menschen das einfach können und andere nicht. Ich habe noch nicht wieder ausprobiert, an eine "Geschichte" zu denke. Vielleicht tu ich das heute?!

Viele Grüße
Sera
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Papa



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BeitragVerfasst am: 13.02.2013, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sera,

sorry, eigentlich wollte ich Dir schon am Montag schreiben, aber irgendwie hat mich dieses Fastnachtswochenende völlig aus dem Konzept gebracht... Wie war denn Dein erster Arbeitstag? Und wie geht es Dir diese Woche?

Weißt Du, wenn Deine Mutter sich irgendwie nicht wirklich helfen lassen möchte (ohne ihr da irgendwas unterstellen zu wollen gibt es ja auch Menschen, die sich in dieser Rolle "gefallen", die gerne jammern und andere Menschen belasten, aber keine Verantwortung für sich selbst übernehmen möchten), dann ist das aber auch nicht Dein Problem. Du hast Ihr viele gute Vorschläge gemacht und Du scheinst sie ja wirklich sehr zu unterstützen, mehr musst Du Dir nicht zumuten. Wenn Du bei Deinem nächsten Besuch merkst, dass es Dich wieder sehr belastet, kannst Du das finde ich ruhig auch abbrechen.

Dass mein Vater stirbt habe ich früher auch immer mal geträumt, aber ich weiß nicht, ob das einfach so ganz "normale" Ängste sind, die man hat und im Traum verarbeitet. Wenn sich diese Träume dann erfüllen fühlt sich das sehr komisch an, aber wenn nichts passiert wäre hätte man dem sicher nicht so viel Bedeutung beigemessen.

Weißt Du, man muss ja nicht zwingend wieder in sein "altes" Leben zurück. Weil, wie Du richtig sagst, es ist nichts mehr so wie früher, also ein, wenn auch gezwungener, Neuanfang. Du musst also viel eher in Dein "neues" Leben finden, dieses neue, andere, und trotzdem irgendwann wieder schöne, glückliche und erfüllte Leben. Aber Du hast ein paar Denkanstöße und Erfahrungen mitbekommen, die Du durchaus auch für Dich nutzen kannst. Und Du klingst so, als würdest Du das alles schon sehr gut machen!

Ich wünsche Dir noch eine schöne Restwoche!

S.
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Sera



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BeitragVerfasst am: 14.02.2013, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo S.,

kein Problem! Wie geht es dir? Ich hoffe, du hattest ein schönes Fastnachtswochenende?! Ich bin ziemlich geschafft, denn die Woche war bisher sehr anstrengend. Auf Arbeit läuft es besser, als befürchtet. Mich hat bis jetzt niemand darauf angesprochen, warum ich so lange nicht da war. Alle behandeln mich, wie immer glücklichweise. Ich versuche nun, die Balance zwischen Job und Uni (muss ja ich eine Hausarbeit schreiben) wieder zu finden. Das stimmt total, was du schreibst, das man in sein "neues" Leben finden muss! Trotzdem bleibt irgendwie ein komisches "Grundgefühl", was mich jeden Tag begleitet. Man hat irgendwie eine Grundgeborgenheit verloren und ist nun zu 100% auf sich gestellt.

Meine Mutter hat diese Woche wieder einmal den Vogel abgeschossen. Die wollte, dass ich wieder zurück zu ihr ziehe und hat mich gefragt, ob das geht. Ich war echt irgendwie schockiert. Selbst, wenn es ginge, würde ich das nicht wollen. Außerdem lebe ich in einem anderen Bundesland, studiere und arbeite hier, habe Freunde hier und wohne mit meinem Freund zusammen. Es geht ihr auch nicht um meine Person, denn sie will irgendjemanden bei sich haben. Mir kommt es so vor, als ob sie will, dass ich seinen Platz einnehme. Na ja, derzeit versuche ich den Kontakt ein bisschen zu drosseln. Beispielsweise werde ich heute nicht anrufen. Dieses Wochenende (und die nächsten beiden) komme ich ja wieder besuchen und pendle hin und her.

Übrigens hat sich meine Freundin gemeldet, die mich vor 4 Wochen fallen gelassen hatte. Die wollte eine Chance und ich hatte sie ihr gegeben. Allerdings hat sie mich wieder von Tag zu Tag vertröstet und nicht angerufen. Das ist dann ziemlich eskaliert und letztendlich hat sie mir eine Abschiedsmail geschrieben und sich darin erklärt. Sie hatte Angst, mir in dieser schweren Zeit entgegenzutreten. Ich bin echt fassungslos und enttäuscht, dass sie es nicht einmal versucht hatte. Für mich ist es, als ob die Freundschaft zum zweiten Mal in die Brüche gegangen ist. Ich hatte wirklich Hoffnung gehabt, dass wir es wieder hinbekommen. Aber da kann man nichts machen. Manche können einfach nicht damit umgehen, wenn eine Freundin ein Elternteil verloren hat. Und oftmals sind sie dann auch zu sehr mit sich selbst beschäftigt...

Ich wünsche dir auch noch eine schöne Restwoche und ein stressfreies Wochenende!

Viele Grüße
Sera
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Papa



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BeitragVerfasst am: 19.02.2013, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sera,

na, das klingt doch gut! Es freut mich, dass alles gut läuft, und dass die Woche für Dich sehr anstrengend war ist doch klar, oder? Ich finde das liest sich super Smilie

Mir geht es gut, ich bräuchte nur schon wieder Wochenende Winken

Das mit der Grundgeborgenheit stimmt. Ich glaube, das ist für mich auch so die schlimmste Folge aus dem Tod meines Vaters, dass mir völlig die Sicherheit fehlt. Ich habe einfach nie das Gefühl, dass jemand da ist, wenn irgendwas passieren würde, dieses Netz, der doppelte Boden, der Familie vermutlich sein sollte, der fehlt. Und auch wenn ich wirklich gut klarkomme und total glücklich bin ist das eigentlich das, was mich am meisten belastet. Dass ich so gerne manchmal Kind sein würde und darauf vertrauen würde, dass alles gut wird. Einfach mal Augen zu und die ganze Verantwortung abgeben. Das muss toll sein. Aber das kommt zumindest bei mir irgendwie schon seit 17 Jahren nicht wieder :-/ (Ich will Dich damit jetzt nicht entmutigen! Und man kann auch so wirklich gut leben, mein Netz bin ich selbst und ich kann mich auffangen, das funktioniert alles. Manchmal wäre es anders nur bequemer.)



Wie klappt es denn mit Deiner Mutter? Ist sie eigentlich depressiv? Hattest Du das schonmal geschrieben? Irgendwie klingt das so ein bisschen so. Es tut mir so leid für Dich, dass Dich Deine Mutter irgendwie noch zusätzlich belastet, das sollte momentan einfach nicht Dein Problem sein müssen.

Das mit der Freundin ist schade. Und auch wenn sie vielleicht wirklich Gründe für ihr Verhalten hat, Dir tut es momentan wahrscheinlich am besten, wenn Du Dich von dieser ganzen Sache distanzierst. So dass Du Dir auch nicht beim nächsten Mal wieder Hoffnungen machst und ein drittes Mal enttäuscht wirst, auch das ist ja etwas, was Du momentan nicht gebrauchen kannst, und ich finde ja, man darf auch ruhig mal ein bisschen egoistisch sein.

Und ja, viele können wirklich nicht damit umgehen, ich hatte mal einen Freund, der mich auch überhaupt nicht verstanden hat. Als seine Mutter dann gestorben ist hat er plötzlich ständig Sachen gesagt, die er bei mir immer kritisiert hatte und mit denen er nicht umgehen konnte. Das ist einfach so. Irgendwie fehlt manchen Menschen da das Einfühlungsvermögen, und so richtig richtig vorstellen kann man es sich vermutlich wirklich nur, wenn man ähnliches erlebt hat. Aber das ist trotzdem keine Entschuldigung dafür, es nichtmal zu versuchen. Denke ich. Na ja. Mach einen Haken drunter. Und freu Dich über die Menschen, die da sind!

Liebe Grüße Dir!

S.
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Sera



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BeitragVerfasst am: 21.02.2013, 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo S.,

schön wieder von dir zu lesen! Wie geht es dir? Ich weiß nicht, ob du es schon mal erwähnt hast, aber hattest du keinerlei Unterstützung oder Geborgenheit von deiner Mutter bekommen als Kind? Oder war sie zum Zeitpunkt des Todes deines Vaters auch nicht mehr am leben? Tut mir leid, falls du es schon einmal geschrieben hattest. Ich finde die Stelle nämlich nicht mehr. Oder falls ich dir damit zu nahe trete.

Für mich war die Kindheit irgendwie vorbei, als meine Mutter ihren (für mich) ersten Krankheitsschub bekommen hatte. Damals war ich elf Jahre alt. Das hatte irgendwie alles verändert. Sie ist übrigens manisch-depressiv und hat paranoide Schizophrenie. Soweit hat es mir zumindest mein Vater mal erzählt. Aufgrund ihrer Krankheit und ihres Charakters ist es ein ständiges Wechselbad der Gefühle mit ihr. Das letzte Wochenende hat sie mir wieder furchtbare Szenen gemacht und ständig davon erzählt sich selbst umzubringen. Sie kommt ihrer neuen Lebenssituation nur schwer zurecht, will sich aber auch von niemanden helfen oder etwas sagen lassen. Allerdings hat sie bei mir endgültig eine Grenze überschritten, weshalb ich Konsequenzen gezogen habe. Ich telefoniere nicht mehr jeden Tag, sondern nur noch alle zwei Tage mit ihr. Wenn ich bei ihr bin, werde ich sie nur besuchen und nicht mehr bei ihr übernachten. Sollte sie mich wieder so behandeln, dann könnte ich einfach gehen, wenn es zuviel wird. Ich denke, dass für alle das Beste.

Ich glaube, ich habe mittlerweile akzeptiert, dass meine eine Freundschaft in die Brüche gegangen ist. Ich bin froh, dass diese Auseinandersetzungen mit ihr nun erst mal zu Ende sind. Ich freue mich auf jeden Fall über die Menschen, die da sind. Man weiß sie durch so einen Schicksalsschlag irgendwie noch mehr zu schätzen.

Viele liebe Grüße
Sera
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