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zu viel Verantwortung

 
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Rebecca



Anmeldedatum: 21.03.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21.03.2011, 14:01    Titel: zu viel Verantwortung Antworten mit Zitat

Ich bin elternlos seid ich 15 bin also seid gut 2 jahren, lebe seid dem alleine in diesem großem Haus mit meinen Brüdern.
Hab das alles immer noch nicht verarbeitet, das Gefühl, der Gedanke das jeden Moment die Tür aufgeht und sie vor mir stehen begleitet mich immer.
So als wären sie nur kurz irgendwohin gegangen.
Meine Brüder sind alle Alkohol und Drogenabhängig, aber immer wenn ich sehe wie gut es ihnen im Rausch geht, wie sie alles um sich herum vergessen können, komme ich immer wieder in Versuchung es auch zu tun. Obwohl ich es eigentlich nicht will, ich will nicht so enden wie sie, aber ich weiß langsam einfach nicht mehr was ich machen soll, es ist alles zu viel, . muss, obwohl es ja eigentlich anders sein sollte. ICh schaff das alles nicht mehr, ich will wieder Leben ! Weinen
Mit 15 plötzlich so eine verantworzung zu tragen, sich um alles kümmern zu müssen, kochen, waschen, putzen etc... und dann noch die pflegefälle (meine brüder)...
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jule88



Anmeldedatum: 22.01.2010
Beiträge: 7
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21.03.2011, 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

liebe rebecca,

wie alt sind denn deine brüder? gibt es niemanden, der dir etwas last abnehmen könnte? verwandschaft? bzw. deine brüder? wenn sie älter als du sind?!!

Du musst nicht alles alleine schaffen! .. Vertrau dich irgendwem an .. und notfalls ist es vllt. besser wenn du dort ausziehst und dich nur noch um dich kümmerst ...

wir können dich hier alle verstehen .. du bist nich allein!
_________________
Einen Regenbogen wünsch ich mir,
eine magische Brücke zu dir.
Auf der kann ich gehen,
bis wir uns endlich wieder sehen!
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Rebecca



Anmeldedatum: 21.03.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21.03.2011, 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

meine Brüder sind 20 und 23 Jahre. Ja habe viele Tanten anfangs haben sie auch gesagt das sie mir helfen, das ich nich hier wohnen bleiben muss, aber irgendwann kam da auch nix mehr, ich laufe aber keinem für Hilfe hinterher dann komm ich mir blöd vor...

ja aber ich weiß nich wohin ich soll, hab ja so keinen mehr und ganz alleine will ich auch nicht sein

denke oft darüber nach einfach zu ihnen zu gehen, da oben ist es bestimmt besser als hier
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Steffie



Anmeldedatum: 23.02.2006
Beiträge: 54
Wohnort: Adendorf (Lüneburg)

BeitragVerfasst am: 22.03.2011, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rebecca!
Dein momentanes Leben hört sich wirklich mehr als schwer an. Aber nimm lieber die Hilfe deiner Tanten an, ich denke die sagen nix mehr, weil sie dir nicht zur Last fallen wollen oder aufdringlich sein wollen!
Hast du nicht jemand in der Familie dem du am meisten vertrauen kannst? Ich würde mich dieser Person mal anvertrauen und wenn das auch nicht geht, würde ich mir professionelle Hilfe holen!
Du hast noch so viel im Leben vor dir, wirf es nicht weg... Und deine Eltern würden es sicher auch nicht wollen!
Die besten Wünsche,

Steffie
_________________
Ich bin 34 und verlor meine Mutter am 17.04.01 nachdem sie ein halbes Jahr im Wachkoma lag... Sie fehlt mir so sehr!!
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Gabi



Anmeldedatum: 12.04.2004
Beiträge: 1
Wohnort: Gladbeck

BeitragVerfasst am: 23.03.2011, 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Rebecca,

deine Situation klingt wirklich sehr belastend. Wer ist denn dein Vormund? Und gehst du noch zur Schule?

Als meine Mama verstarb musste ich auch viel Verantwortung übernehmen. Ich hatte allerdings keine Geschwister sondern nur meinen Vater. Und der kam mit den Verlust meiner Mutter überhaupt nicht klar und betrank sich oft. Von daher kann ich deine Verzweiflung verstehen.

Es wäre schön wenn du etwas mehr über deine Situation erzählst.

Gabi
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Rebecca



Anmeldedatum: 21.03.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 28.03.2011, 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

mein ältester Bruder ist mein Vormund.
Ich habs schon versucht, habe meiner Tante sehr viel anvertraut, aber ich denke, wie ich haben auch sie ihre Probleme um die sie sich selber auch kümmern müssen, sie hat einen eigenen Laden und ist sehr beschäftigt ihre Kinder sind auch nicht gerade Engel....

hm ich weiß es nicht, weiß nicht mehr wie ich weiter machen soll, was ich tun soll, so viele Entscheidungen die zu treffen sind....

Ich bin im moment eine Ausbildungsstelle am suchen...
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 28.03.2011, 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rebecca,

gibt es bei dir in der Stadt vielleicht ein Jugendamt oder eine ähnliche Einrichtung an die du dich wenden könntest? Vielleicht haben die dort hilfreiche Tipps wie du dein Leben wieder in Griff bekommen könntest.
Es tut mir sehr Leid mit deinen Brüdern. Ich selbst kenne das aus der Jugendzeit meines Bruders. Es ist sehr schwer mit solchen Personen umzugehen, weil man im Prinzip gegen eine Wand redet und man das Gefühl hat, dass sie unberechenbar sein können.
Gibt es Eltern von deinen Freunden, von denen du dir Rat holen könntest?
Vielleicht kannst du ja Schritt für Schritt deinen Brüdern etwas Verantwortung abgeben, indem sie z.B. kleine Haushaltsaufgaben erledigen um dich zu entlasten.
Haben deine Brüder eine Arbeit?

Viele Grüße
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Lolina



Anmeldedatum: 22.01.2007
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 17.04.2011, 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rebecca,

ich habe mich nach langer Zeit wieder an dieses Forum erinnert und mich eingeloggt. Ich habe einen jüngeren Bruder und auch habe auch oft mit großer Sorge gesehen, wie er Vieles nach dem Tod unseres Vaters nicht mehr gut in den Griff bekommen hat. Nach einiger Zeit habe verstanden, dass ich nicht diejenige bin, die ihm helfen kann - er hat mich auch einfach nicht an sich rangelassen.
Unsere Eltern waren geschieden, sodass ich in Bezug auf meinen Vater bei meiner Mutter keine Hilfe bekommen habe. Ich habe mich sehr hilflos gefühlt und doch irgendwie alles hinbekommen. Jetzt steht wieder ein Umzug bevor, die seit der Wohnungsauflösung immer schlimme Erinnerungen hervorrufen. Ich drehe durch, weil ich Leute um Hilfe bitten muss, und diese häufig keine Zeit haben, so dass ich in Gefahr laufe, mich so allein zu fühlen wie damals vor 5 Jahren.

Aber mittlerweile kann ich damit umgehen, weiß, wieso ich so reagiere und akzeptiere das. Leider gibt es Situationen wie Umzüge, wo man auf die Hilfe von anderen angewiesen ist. Aber fast alles andere kann man allein schaffen.

Du musst wirklich daraus, so wirst du nie zur Ruhe kommen. Ich habe ein Jahr nach seinem Tod ein Auslandssemester gemacht. Zurück in Deutschland hat es noch ein Jahr gedauert, bis ich mich wieder eingelebt hatte, aber jetzt fühle ich mich hier wieder daheim und habe meinen Frieden mit denen gefunden, die mir damals nicht geholfen haben. Das Schwierigste im Leben ist meiner Meinung nach, anderen verzeihen zu können.

Bitte gib nicht auf, sondern sieh deine Ausbildung als Chance etwas Neues anzufangen! Geh lieber in eine neue Stadt, wo du neue unbelastete Freundschaften schließen kannst, als in der Heimat zu bleiben und dich weiter mit den "alten Problemen" dort rumzuquälen. Zeit, zurückzukehren und seinen Frieden mit allem zu finden, hast du später auch immer noch.

Und Drogen sind wirklich der absolut falsche Weg, dann werden die Stunden, in denen man nüchtern ist, nur noch unerträglicher. Und schöne Stunden, die man bewusst genießen kann, kommen auch so irgendwann wieder. Vielleicht gibt es ja sonst noch eine Selbsthilfegruppe vor Ort? Hier gibt es auch ein kostenloses Therapieangebot für Frauen...
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