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Gestern ist meine Mama gestorben.

 
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blue



Anmeldedatum: 23.06.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 23.06.2009, 20:46    Titel: Gestern ist meine Mama gestorben. Antworten mit Zitat

Hallo,
habe mich hier angemeldet weil ich jemanden suche mit dem ich mich über meine Trauer austauschen kann...

Meine Mama ist gestern um 9.50 Uhr im KKH gestorben. Sie hatte Brustkrebs, und es hatten sich Metastasen gebildet. Zudem hatte sie dann auchnoch ein Lungenödem, da die Krebszellen alle Organe zerfraßen.
Wir dachten am Anfang, als die Diagnose Brustkrebs gestellt wurde, dass doch noch alles gut wird... schließlich hatte man ihr die eine Brust amputiert, und es waren keine Krebszellen mehr da. Ihr ging es danach auch prima. Und dann, vor ca. einem Monat, fing es an, dass sie unerträgliche Schmerzen an der Schulter bekam...ihr rechter Arm war nach einiger Zeit gelähmt. Erst dachten die Ärzte, es sei nur eine Entzündung der Muskeln oder sowas, aber als meine Mama aufgrund der unsagbaren Schmerzen dann ins KKH kam, fanden sie die Meta's...
Sie haben sie auch gleich behandelt, und sie hat Schmerzmedis bekommen - und es ging ihr wieder gut. Sie bekam eine Drainage für die Lunge, damit die Flüssigkeit abfließen konnte. Es ging ihr gut, sie hat viel gelacht und war gut drauf. Nach einigen Sitzungen der Strahlentherapie und Krankengymnastik konnte sie auch wieder ihren Arm heben.

Mit der Lungen-OP hat sich dann alles geändert...man hat das Lungengewebe verklebt, damit sich keine Flüssigkeit mehr ansammelt. Sie musste mit Sauerstoff versorgt werden. Konnte nicht mehr richtig essen. Wurde schwächer und schwächer... irgendwann lag sie nurnoch da, zugedröhnt mit Schmerzmitteln und Medikamenten gegen die Ängste (sie hatte ab und zu Angst zu ersticken, weil sie ja nicht richtig atmen konnte)...
Als mein Vater bei mir in der therapeutischen WG anrief (ich wohne nicht mehr zuhause) um mitzuteilen dass Mama nicht mehr lange lebt, wurde ich sofort beurlaubt und kam nach Hause. Davor war ich nur jedes Wochenende da. Gestern ist sie dann gegangen... sie hatte aber keine Angst vor dem Tod. Wir haben oft mit ihr darüber geredet als wir bei ihr im KKH waren. Ihre einzige Sorge war, wie es mit meinem Bruder (22) und mir weitergeht. Sie hatte Angst dass ich noch schwerer erkranke...
Aber ich denke nicht dass das passiert. Ich bin zwar traurig, aber es geht mir soweit gut. Denke ich.
Es ist nunmal schwer für mich, da ich nicht traurig sein "darf". Mein Vater ist so schwach und verlangt von mir dass ich ihn halte. Deshalb bin ich stark und verdränge. Ich kann nichtmal weinen.

Ich habe keine Ahnung was ich jetzt noch schreiben soll....wollte das einfach mal loswerden. Hoffe das stört keinen.

LG,

blue
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zeitlos



Anmeldedatum: 19.08.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 27.06.2009, 13:38    Titel: ... Antworten mit Zitat

Hallo blue,
mein Beileid zum Tod Deiner Mutter!
Gut, dass Du diese Seite gefunden hast. Natürlich störst Du niemanden; jeder hier weiß, was Du gerade durchmachst.
Dieses Auf und Ab, zwischen Hoffen und Bangen kenne ich nur zu gut.
Ich find´s stark von Dir, dass Du jetzt für Deinen Vater da sein willst, aber vergiss Dich selbst nicht ganz. Auch für Dich ist Schwachsein erlaubt!
Ich wünsch Dir ganz viel Kraft für alles, was kommt!
lg zeitlos
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 03.02.2011, 01:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo blue,

meine Mama ist auch im Krankenhaus gestorben, auch an Brustkrebs und seinen Folgen. Und auch sie musste am Ende beatmet werden, da sie auch ständig Wasser in der Lunge hatte und immer das Gefühl hatte, keine Luft mehr zu bekommen.

Es ist schlimm so etwas so hilflos mitzuerleben.
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backfee1076



Anmeldedatum: 10.12.2005
Beiträge: 17
Wohnort: Aschersleben

BeitragVerfasst am: 17.02.2011, 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

hallo blue,
mein aufrichtiges beileid.
ich kenne das gefühl, stark sein zu müssen. aber auch du mußt die zeit und die gelegenheit haben, zu trauen.
höre hierbei auf dein gefühl. wenn du merkst, du hast nicht mehr die kraft, alle aufzufangen, dann rede darüber.
ich hab mich damals selbst unter druck gesetzt, denn ich dachte, ich muß stark sein. leider hab ich nach zwei jahren gemerkt, das ich am ende meiner kräfte bin. erst nachdem ich diese "schwäche" zugelassen hatte, konnte ich den verlust meiner mama langsam verarbeiten.
sicher braucht dein vater dich jetzt, aber das wichtigste ist, ihr braucht euch gegenseitig.
nimm dir die zeit, die nötig ist.
ich wünsch dir jedenfalls jede menge kraft.
LG
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Susi



Anmeldedatum: 24.02.2010
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 19.02.2011, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo blue,
ich bin 16 Jahre alt und habe letztes Jahr,am 01.01.2010 meinen Vater ebenfalls an Krebs verloren.Ich dachte so wie du,ich müsste stark sein.
Und ich konnte ebenfalls wie du nicht weinen...zumindest erst einmal nicht.
Nach einem halben Jahr ging nichts mehr.Diese seelische Belastung hat sich auf meinem Körper in Form von Ausschlag gezeigt und es wurde immer schlimmer.
Ich habe mir helfen lassen und es geht mir wirklich besser.
Anfangs scheint alles so unwirklich...dass die - oder derjenige nicht mehr da ist.Und ich denke ebenfalls,dass du auf dich achten sollst...sei ein Egoist wenn es sein muss.Denn das habe ich nicht getan und es wurde wirklich ziemlich hart.
Erkläre deinem Vater,dass auch du das verarbeiten musst.Ihr müsst euch gegenseitig unterstützen.Das kann nicht einer alleine schaffen!
Ich habe den Tod meines Vaters Dank meiner Familie,meinen Freundinnen und meinem wundervollen Freund verarbeiten können.
Ich wünsche dir dass auch du das schaffst und dieses schwere Trauerjahr überstehst!Und ich weiß,dass auch du das schaffst!
Solch eine Erfahrung macht einen stark,glaub mir! Smilie
Alles Gute !

Susi
_________________
"Das einzig Wichtige im Leben sind Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir Abschied nehmen."
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nadineundmelina



Anmeldedatum: 11.02.2011
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 27.03.2011, 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr!

Ich heiße nadine und habe am 08.03.2011 meine mama an gebährmutterhalskrebs verloren. Sie war erst 42 jahre alt und immer lebensfroh. letztes jahr anfang 2010 fand man ihre krankheit raus. Es folgten chemotherapie die wohl nix gebracht habe. Sie kam ins krankenhaus weil sie aufeinmal ihren körper nicht mehr unter kontrolle hatte konnte nicht mehr reden nicht mehr alleine auf toilette garnix mehr. Im krankenhaus fanden sie raus das sich die metastasen ins gehirn ausgebreitet haben sie bekam sprachtherapie usw. Es wurde besser sie wurde auf die onkologie verlegt wo es ihr zwei tage später wieder schlechter ging es hieß wir sollen uns darauf einstellen das sie sterben wird. Ich hatte nun die alleinige wahl entweder sterben lassen oder eine art ventil ins gehirn um das gehirnwasser durch punktieren abzulassen damit sie sozusagen wieder sauerstoff bekommt ich habe das ct gesehen keine einzige freie stelle mehr um klar denken zu können. Es daueret ein paar tage bis sie wieder aus ihren nahtod erwachte und wieder ansprechbar war aber verwirrt war sie sehr sie wusste so gut wie nix aber einpaar tage später durch dieses abpunktieren wurde es sehr besser aber laufen uns so ging trotzdem nicht mehr. Naja wieder ein woche spöter wieder schlimmer wieder war der tod nahe diesemal wirklich die chemo hat nix gebracht für den kopf nun hieß es wirklich sie gehen zu lassen nun noch die lungenentzündung dazu zwei tage später war sie nicht mehr unter uns ich kann mir gut vorstellen wie eseuch geht seine mam oder seinen vater zu verlieren ist das schlimmste

R.I.P. Mama 08.03.2011
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