Elternlos-Forum
Eine Lichtung, auf der man verweilen, sich finden und austauschen kann.
 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Todes-Jahrestag der Mutter meiner Freundin...

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elternlos-Forum Foren-Übersicht -> Wie helfe ich jemandem, der seine Eltern verloren hat?
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
sandra71



Anmeldedatum: 14.11.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 27.11.2006, 21:34    Titel: Todes-Jahrestag der Mutter meiner Freundin... Antworten mit Zitat

Nachtrag zum 14.11.2006
Zum Todes-Jahrestag der Mutter meiner Freundin Sabine….

Ich wollte am 14.11.06 diesen Beitrag einstellen, aber nachdem ich endlich die richtigen Worte zusammengestellt hatte und es abspeichern wollte, hat mich das System ausgeloggt und alles war plötzlich weg 
Also heute mein neuer Versuch.

Am 14.11.06 genau vor einem Jahr hatte meine Arbeitskollegin und Freundin Sabine eine Schulung außerhalb der Firma. Es war wohl so gegen halb sieben als der Freund von Sabine im Laden anrief und fragte ob Sabine noch da wäre. Etwas belächelnd sagte ich: Sie hat doch heute Schulung, ist doch gar nicht hier. Ich wunderte mich ein bisschen das er das scheinbar vergessen hatte. Es war so ca. eine dreiviertel Stunde später als mein Bereichsleiter neben mir stand und einen Anruf entgegen nahm, ich bekam nur noch seine Worte mit: Ja klar, nimm dir soviel Zeit wie du brauchst“ Er hing ein und ich fragte wieder recht belächelnd: Wem gibst Du denn so großzügig frei ?“ Er sagte mir: Sabine´s Mutter ist Tod. Ich: Bitte ? Verarsch mich nicht ! Ich schaute ihn eindringlicher an und sein Gesichtsausdruck sagte mir das dies nicht einer seiner Scherze war. Ich sagte: Nein ! Wieso denn ? Woran denn ? Mein lächeln war wie im Nichts verschwunden. Um mich rum wurde alles plötzlich still, ich hörte nichts mehr, nahm nichts mehr wahr…. nur meine innere Stimme hörte ich, die mich fragte: „und jetzt ?“ Was tust du jetzt, wie kannst du Sabine helfen, was muss wohl nun in Sabine vorgehen, wie muss sie sich jetzt fühlen ???? Ich meine, mir war natürlich klar das sie sich mehr als nur schlecht fühlt ! Sollte ich Sabine jetzt anrufen oder besser erst Später ? Und da waren sie nun, diese „Verhaltensunsicherheiten“ Kein Buch über den Tod, keine Lektüre von Todesanzeigen und keine Körperwelten-Ausstellung kann auf einen solchen Moment vorbereiten, in dem ein nahe stehender Mensch einen eben solchen „verliert“. Für Sabine ist es wohl eine Art Kollision mit der Vergänglichkeit.
Als es Feierabend war und ich auf dem Weg nach Hause war, ging mir immer wieder die Frage durch den Kopf ob es Sabine wohl aufmunternd fände wenn ich sie anrufe oder eher lästig. Mein Handy signalisierte mir das eine SMS eingegangen ist und lenkte meine Gedanken einen Moment ab. „Posteingang“: Sabine ! Sie schrieb: „Hast Du schon gehört was passiert ist ?“ Ich schrieb noch zurück und wusste aber in diesem Moment das ich sie anrufen kann. Zuhause angekommen habe ich gleich zum Telefon gegriffen. Ich sagte Sabine wie leid mir das tut und das sie mich jederzeit in Anspruch nehmen kann und soll. Sie war an diesem Abend noch recht gefasst, weil sie das alles noch nicht realisieren konnte, das sagte sie mir auch so. Doch in den nächsten Tagen musste ich hilflos zusehen und miterleben wie sehr Sabine leidet und das sie das alles innerlich förmlich zerreißt und auch das Sabine sich plötzlich selbst die Sinnfrage für das eigene Dasein stellt. Ich fühlte mich so hilflos, ich hätte Sabine am liebsten diese Schmerzen, die sie in sich spürt, abgenommen, aber das geht ja leider nicht. Es tat ihr aber sehr gut wenn sie darüber reden konnte, das fühlte ich und es war mir zu keiner Zeit zuviel ihr zu zu hören. Ich stellte mir durch den Tod ihrer Mutter vor, wie es wohl wäre, wenn meine Ma plötzlich nicht mehr da wäre. Jetzt werden viele sagen, das kann man nicht nachempfinden, das kann man nur erleben wenn es soweit ist. Das mag auch richtig sein, aber ich habe dadurch gelernt meiner Ma zu sagen das ich sie liebe ! Ich habe gelernt meiner Freundin zu sagen, das ich sie lieb habe und sie vermisse !
Ich bin mir auch heute noch nicht wirklich sicher ob ich wirklich so für Sabine da war wie sie es sich gewünscht oder gebraucht hatte, ob es genug war !? Aber ich weiß, das uns seitdem eine Seelentiefe verbindet ! Sabine und ich kennen uns 8 Jahre, wir haben als Arbeitskolleginnen angefangen, wurden gute Bekannte und aus der guten Bekannten wurde nach und nach immer mehr eine Freundin und ich glaube, dass im laufe des letzten Jahres eine ganz besondere Freundschaft daraus geworden ist. Sabine, unsere Freundschaft ist mir sehr sehr Wichtig ! Auch Du hast immer ein offenes Ohr für mich, dafür Danke ich Dir ! Ich hab Dich lieb ! Deine Freundin Sandra [color=blue]
[/color]
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elternlos-Forum Foren-Übersicht -> Wie helfe ich jemandem, der seine Eltern verloren hat? Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de