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es ist schon so lange her,aber tut immer noch weh

 
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beccy



Anmeldedatum: 17.07.2006
Beiträge: 1
Wohnort: plön,schleswig_holstein

BeitragVerfasst am: 17.07.2006, 12:52    Titel: es ist schon so lange her,aber tut immer noch weh Antworten mit Zitat

meine geschichte kurz zusammengefaßt:

als ich gerade 16jahre alt war,habe ich meinen vater verlohren.er war mein stiefvateraber habe ihn immer als mein papa angesehen.
mein papa hatte diabetes.eine folge davon war,das eine stelle am fuss über jahre nicht heilen wollte.der hausarzt schickte meinem dad zur kontrolle ins krankenhaus,2 tage später mußte ihn sein linkes bein bis kurz unters knie abgenommen werden.der knochen war zu sehr beschädigt.es ging ihm 2 wochen nach der schweren op wieder ganz gut.
dann kam auf einmal nachmittags ein anruf aus der klinik,es hieße lungenembolie,zu 70% tötlich,ich solle mich auf den weg machen.ich bin mit dem gedanken ins krankenhaus gefahren,er läge im bett an ein paar schläuchen und alles wird gut.im krankenhaus angekommen,saß meine mum vor der intensiv und sagte,das mein dad es nicht geschafft hätte.ich begriff zuerst gar nicht,was sie meinte.nach und nach wurde es mir klar,was sie mit diesem satz meinte.ich weiß nicht,wie lange ich geschrien und geweint habe.auf jeden fall kam ein arzt raus und fragte mich,ob ich eine spritze haben möchte.in dem moment hätte ich ihn fast geschlagen.ich wollte mein dad so gerne nochmal sehen,aber meine family riet mir ab,ich soll ihn in erinnerung behalten,wie ich ihn zum letzen mal gesehen habe-das war lachend im rollstuhl.
meine mum habe ich vor 6 jahren am alkohol verloren,das war der nächste schock,aber,auch wenn es jetzt etwas hart klingt,darauf konnte ich mich vorbereiten.ich meine damit,ich wusste schon ziemlich lange,was der alkohol mit ihr anrichtet und das sie nicht mehr lange zu leben hat.trotzdem war es ein schock,als der anruf ihres freundes kam.

so,mitlerweile bin ich fast 27 und habe zwei kinder.das mit meinem dad ist fast 11 jahre her.es tut immer noch verdammt doll weh,vor allem an weihnachten.aber ich bin jetzt zum glück so weit,mit diesem schmerz und verlust umzugehen.auch wenn kein tag vergeht,das ich an meine eltern denke oder um rat bitte.
ich kann jeden nur raten,auch,wenns erstmal schwerfällt:redet über euren schmerz,auch wenns euch in der nacht überkommt,ruft jemanden an.es gibt nichts schlimmeres,als den schmerz in sich reinzufressen.ich habe es getan und habe gelitten wie ein hund.
ich drücke euch alle
beccy
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