Elternlos-Forum
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was, wenn's nicht geht?

 
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lost



Anmeldedatum: 23.12.2004
Beiträge: 37
Wohnort: zürich

BeitragVerfasst am: 27.06.2010, 11:10    Titel: was, wenn's nicht geht? Antworten mit Zitat

hallo...

ich hab schon ne zeitlang nichts mehr hier geschrieben...
vor sieben jahren ist mein mami und vor drei jahren mein papi gestorben. ich bin einzelkind und hab auch sonst keine verwandten mehr. ich habe keinen eigenen partner und auch keine eigenen kinder.

und es geht einfach nicht. das mit dem weiterleben. täglich heule ich mir die augen aus dem kopf, bin völlig isoliert und alles tut einfach nur weh. ich bin völlig verzweifelt und hab einfach nur angst, dass es nicht mehr besser wird.

ich vermisse meine eltern so so sehr und das täglich, stündlich, minütlich. ich kann nichts anderes denken und fühlen. und ich krepiere an dieser einsamkeit. und damit meine ich nicht, dass ich nicht mal mit jemanden kaffee trinken gehen könnte. das hätte ich schon, aber das meine ich nicht.

gibt es hier vielleicht jemanden, der ähnlich wie ich wirklich niemanden hat und mit dem tod der ganzen familie (meine grosseltern sind auch gerade erst gestorben; also meine eltern hatten ihre eltern ein leben lang...) in ein völlig neues leben, neue dimenson geworfen wurden und nicht damit zurecht kommen.

und jaaa... ich hab es versucht, mir professionelle hilfe zu holen, habe türklinken geputzt bei so vielen psychologen und was es noch alles gibt. aber es hilft nicht. ich vermisse meine eltern einfach zu sehr.

ich weiss nicht mehr weiter...
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bernhardine



Anmeldedatum: 12.08.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 29.06.2010, 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also theoretisch gehts mir ähnlich wie dir nur dass es bei mir schon etwas länger her ist. Meine Mama ist vor 27 Jahren gestorben und mein Vater vor zehn. Meine beiden Großmütter auch schon vor Jahren, hatte aber eh nur zu der einen eine engere Bindung, beide Großväter hab ich nie gekannt. Ich habe schon noch Verwandte, unter anderem eine Stiefmutter und einen Stiefbruder, aber bis auf eine Tante habe ich zu niemand mehr Kontakt und den auch nur gelegentlich per Mail...
Heute bin ich 35 und lebe mein Leben, Und es gelingt mir ganz gut. Natürlich habe ich auch Momente, wo alles wieder hochkommt. Ich denke das ist auch normal. Ich lebe in einer Beziehung. Das war aber auch nicht immer so...

Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, was ich dir raten kann. Es ist aber sicherlich nicht gut, wenn du die ganze Zeit allein zu Hause bist! Du musst versuchen, irgendwo wieder ein Stück "Normalität" (ich schreibe es bewusst in Anführungszeichen!) zu finden. Und wenn es tatsächlich auch "nur" mal einen Kaffee mit jemand trinken bedeutet... So als Anfang... Gibt es in deiner Stadt keine Selbsthilfegruppen - wo du Gleichgesinnte treffen kannst? Das wäre sicherlich auch besser, als nur im Internet...

Deine Eltern hätten sicherlich auch nicht gewollt, dass du so traurig bist.
Das sage ich mir immer, wenn ich mal wieder nen schlechten Tag habe...

Ich sende Dir viele liebe Grüße, sei gedrückt.

b.
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Tanja
Administrator


Anmeldedatum: 21.11.2003
Beiträge: 249
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 04.07.2010, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich kann mir vorstellen, dass deine Situation ganz ohne Familie sehr sehr schwer ist. Du hast es bis heute geschaft durchzuhalten und du schafst es bestimmt auch den Punkt zu überwinden, ab dem es besser wird, an dem es nicht mehr so weh tut und du deinem Leben wieder positive Seiten abgewinnen kannst. Auch wenn es hart ist, wenn es so viel Zeit dafür braucht. Ich weiß das klingt furchtbar, immer nur durchhalten zu müssen und nicht zu wissen wofür. Aber es lohnt sich. Vielleicht siehst du es als Aufgabe, das letzte was du für deine Eltern tun kannst ist dein Leben leben. Deine Eltern wünschen sich das bestimmt für dich. Vermissen wirst du sie immer aber es sollte nicht mehr so schmerzhaft sein und dich ständig beschäftigen.

Eine Gruppe besuchen und sich mit andern Trauernden austauschen finde ich eine gute Sache. Vielleicht findest du hier auch jemanden, dem es ähnlich geht, für einen Mailsaustausch.

Vielleicht hattest du Träume oder Ziele, bevor deine Eltern gestorben sind? Eine Reise zum Beispiel. Vielleicht kannst du daran anknüpfen und einfach mal was für dich machen. Aus deinem Alltag ausbrechen. Die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Lieben Gruß,

Tanja
_________________
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lost



Anmeldedatum: 23.12.2004
Beiträge: 37
Wohnort: zürich

BeitragVerfasst am: 06.07.2010, 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

danke, ihr beiden

für eure antwort.
leider gibt es bei mir keine solchen gruppen; einzig gruppen für trauernde witwen... es scheint eben echt schwierig zu sein, jemanden zu finden, dem es ein bisschen ähnlich geht. alle haben noch jemanden.... ich finde ja nicht mal hier im internet so so so einsame menschen wie mich.

ich kann einfach nicht mehr. kann nicht mehr tapfer sein. kann nicht mehr weitermachen, einfach so, als wäre alles gut. nichts ist gut. mein leben findet gar nicht mehr statt. alles was ich tue bzw. nicht tue fühlt sich an, als wäre es nicht geschehen. als existiere ich nicht. weil ich mit niemanden irgendetwas teilen kann. keine resonanz, kein feedback, nichts.

ja, ich hatte natürlich träume oder wünsche. reisen, die ich machen wollte. vielleicht auch mal ein halbes jahr ins ausland... aber das geht alles nicht mehr. weil ich kein zuhause mehr habe zum heimkommen. wenn man nicht heimkommen kann, kann man auch nicht weggehen. so zumindest fühle ich das. heimatlose können nicht verreisen...

es geht einfach gar nichts mehr.... auch überall wo ich fuss fassen möchte, bekomme ich ablehnung und abweisung zu spüren. und da ich mich so schutzlos fühle, tut das alles viel viel mehr weh, als unter "normalen" umständen.

ich fühl mich so fehl am platz auf dieser welt. wo soll ich bloss hin??
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Tanja
Administrator


Anmeldedatum: 21.11.2003
Beiträge: 249
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 16.07.2010, 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lost,

eigentlich sind heimatlose frei und ungebunden und können überall hin und so lange fort bleiben wie sie wollen. Die Erinnerung an deine Eltern wird dich immer begleiten. Wenn du Träume hast, solltest du sie leben. Du hast nichts zu verlieren, schlimmer kann es nicht mehr werden. Vielleicht führen dich deine Träume ins Leben zurück. Wäre das nicht einen Versuch wert?

Mir ging es in der ersten Zeit der Trauer ähnlich. Da machte für mich auch vieles keinen Sinn mehr. Wenn ich meiner Mutter nicht zeigen konnte was ich gemacht hatte oder ihr nicht erzählen konnte wo ich war, dann wollte ich es gar nicht erst tun. Ich vergleiche das immer gern mit einem Karussel. Das Leben geht weiter und dreht sich wie ein Karussel immer weiter ohne Pause und man selbst steht eine Weile daneben und möchte nicht mitfahren. Irgendwann kommt aber der Punkt an dem man bereit ist wieder einzusteigen. Am Anfang vielleicht nur für eine Runde. Da hat jeder sein eigenes Tempo.

Wir haben im Elternlos-Blog schon mal http://www.care-and-sail.de/ vorgestellt. Die bieten Reisen für Trauernde an. Ich finde das eine sehr schöne Sache. Vielleicht ist das etwas für dich, wenn du keine Gruppe in deiner Nähe hast.

Lieben Gruß,

Tanja
_________________
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Oho



Anmeldedatum: 19.07.2010
Beiträge: 1
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 20.07.2010, 00:08    Titel: Heimatlos ohne Eltern Antworten mit Zitat

Hallo Lost,

ich kann deine Gefühle nachempfinden. Ich fühle mich auch heimatlos. Habe meine Mutter vor 17 Jahren verloren, da war ich 9 Jahre und meinen Vater vor 6 Jahren, da war ich 21 Jahre alt. Habe zwar noch einen Bruder, mit dem ich aber nicht klar komme und eine Oma, die schon 93 ist und wahrscheinlich auch nicht mehr lange lebt. Ansonsten habe ich keinen Kontakt zu den restlichen Verwandten.

Ich hatte bis vor einer Woche noch einen Partner, der mich nun nach 5 5 Jahren verlassen hat. Ich wurde also schon wieder von einer Person, die ich geliebt habe und immer noch liebe, verlassen. Nun sind glücklicherweise ein paar Freunde für mich da, aber bei denen habe ich einfach nicht das Gefühl von "Familie". Und dies kann ich, glaube ich, auch nie mehr wieder finden. Das macht mich sehr traurig.

Ins Ausland für längere Zeit wollte ich auch mal nach der Schule und habe es aber nie geschafft, weil ich genau die selben Probleme damit hatte. Nun ist es aber so, dass ich mir wirklich denke, dass ich es einfach trotzdem machen werde - egal wie. Denn so ist man mit seiner Situation noch unglücklicher, weil man nicht nur die geliebten Eltern verloren hat und es einem selbst viel schlechter geht, als allen anderen. Man kann sogar noch nicht mal seine Träume verwirklichen, weil kein fester Ort da ist, an den man zurückkehren kann. Ich weiß so gut, was du meinst.

Aber ich habe jetzt vor, in eine WG zu ziehen, mein Auto zu verkaufen und dann noch Geld zu sparen. Dann nehme ich das Geld und gehe ins Ausland. In der Zeit vermiete ich mein Zimmer in der WG zur Zwischenmiete und dann habe ich auch einen Ort, an den ich zurückkehren kann. Du siehst, mit der Zeit, ergeben sich Lösungen und auch die Lust, etwas zu unternehmen. Kopf hoch! Es wird besser werden, ganz bestimmt!

Es klingt vielleicht etwas egoistisch oder gemein, aber es gibt IMMER Leute, denen es noch schlechter geht als dir. Ich möchte jetzt hier keine aufzählen, aber es ist so. Vielleicht kannst du irgendetwas finden, das bei deinen Umständen positiv ist. Hey, immerhin gibt es Menschen, die sich um dich sorgen und auf deine Einträge im Forum reagieren. Ist das nicht positiv? Smilie

Was mir zum Beispiel auch sehr geholfen hat, ist der Kontakt mit Tieren. Ich habe wieder angefangen zu Reiten und habe nun zwei Katzen, die mir sehr viel Aufmerksamkeit und Liebe schenken und die mich auch trösten, wenn ich traurig bin. Tiere sind sehr senbsibel uns spüren das und wollen dann auch eine Stütze sein. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Ich hoffe, ich konnte dich ein bisschen aufbauen und dir Tipps geben.
Liebe Grüße
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waise



Anmeldedatum: 25.07.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 25.07.2010, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,
ich kann deine situation nachempfinden.
ich bin gestern vollwaise geworden.
innerhalb von 6monaten.
24januar mein vater
24juli meine mutter.
ich habe jetzt nur noch meinen kleinen hund.
ich weiß im moment auch nicht weiter.
aber irgendwie muß es ja.
ich wünsche dir alles gute
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lost



Anmeldedatum: 23.12.2004
Beiträge: 37
Wohnort: zürich

BeitragVerfasst am: 26.07.2010, 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

liebe oho

vielen dank für deine worte; ja es tut gut, hier etwas von menschen zu lesen, denen es ähnlich geht und die ähnliches durchmachen müssen. obwohl man den schmerz ja nicht teilen kann, fühlt es sich ein bisschen nach erleichterung an. mir gibt es ein bisschen das gefühl, dass ich nicht völlig verrückt werde. weil man das nämlich wird in kompletter isolation....
habe mir auch oft gedanken gemacht, wieder mich mehr mit tieren zu beschäftigen. war als kind ein richtiges tier-mädchen, das hat sich aber verloren, als ich vom land in die stadt gezogen bin... andererseits möchte ich jetzt nicht die verantwortung auf mich nehmen, ein tier zu halten, weil ich frei sein möchte, um jederzeit zu gehen. und ich habe niemandem, dem ich dann das tier überlassen könnte, wenn ich nicht mehr bin. ansonsten aber eine schöne idee. tiere können so viel trost für einen moment spenden...

liebe waise
das tut mir richtig weh zu lesen, wo du nun drinsteckst und wieviel noch kommen wird. wenn ich darf drück ich dich virtuell mal ganz dolle und wünsche dir alle kraft der welt.
ich glaube nicht, dass ich das recht habe, dir tipps zu geben, wie du nun in nächster zeit weitermachen sollst. bin ja selber so gar nicht stolz und zufrieden mit mir, wie ich das alles meistere bzw. nicht meistere. einzig vielleicht - das war mir irgendwie immer wichtig - die sache mit dem verdrängen. anfangs gehts wohl kaum anders, das richtet der körper glaub ich auch ganz alleine aus...aber später...hmm...zu sehr tapfer sein hat mir nie geholfen - sondern eher krank gemacht, körperlich jetzt.


ganz liebe grüsse an euch beide!
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waise



Anmeldedatum: 25.07.2010
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 27.07.2010, 02:34    Titel: Antworten mit Zitat

hallo.danke lost!
ich habe im moment mehr sorgen als trauer,klingt verrückt ist aber so.
ich muß arbeiten aber wohin mit der kleinen hundedame?
man fühlt sich so hilflos!alleinegelassen.
und dann merkt man im umfeld du bist doch erwachsen und du bist ein man also stell dich nicht so an.
das klingt so banal aber das sind echte probleme!
ich hoffe wenn du merkst das du nicht alleine bist mit solchen problemen bekommst du ein wenig mehr kraft,und sagts dir es muß weiter gehen.
das sage ich mir jeden morgen.
wenn man jemanden verliert merkt man erst wie kostbar das leben ist!!
mfg christian und jule
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lost



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Beiträge: 37
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BeitragVerfasst am: 28.07.2010, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

lieber christian

nein, deine worte klingen gar nicht verrückt oder banal. dass du dich momentan mit mehr sorgen als der trauer beschäftigen musst, kann ich gut nachvollziehen. am anfang stürzt ja auch so alles auf einen ein. man rennt rum und muss tausend sachen erledigen und weiss überhaupt nicht, wo einem der kopf steht. das meinte ich aber mit "anfangs erledigt das der körper wohl selber mit verdrängen". man - also ich kann ja nur von mir erzählen; die situationen und arten der trauer sind ja so verschieden, aber vielleicht erkennst du dich in dem einen oder anderen und es hilft dir, zu erkennen, dass du nicht komisch oder verrückt wirst, sondern dass einfach die situation komisch oder verrückt ist. also, man ist so sehr mit adrenalin vollgepumpt, dass man tatsächlich auch rumrennen und alles erledigen kann. und erst viel viel später, als ich ein bisschen runtergekommen bin, kam bei mir die trauer. deswegen finde ich gar nicht, dass es verrückt klingt, wenn du sagst, dass die sorgen momentan überwiegen. mir ist manchmal nichts anderes übriggeblieben in dieser phase, als körperlich ein wenig auf mich zu achten, also essen und schlafen...tönt hoffentlich für dich jetzt nicht allzu banal als tipp, aber das vergisst man so schnell in so einer zeit...

was das umfeld betrifft, ja ich kann heute sagen, ich bin (fast) zerbrochen daran, dass das umfeld keinerlei verständnis zeigt. leider lese ich hier und nun auch bei dir, dass es keine ausnahme ist, wenn man auf wenig teilnahme stösst. ich sage mir immer und immer wieder, dass als "alles noch gut war" bei mir, ich wohl auch zu denen gehört hätte, die verdrängen und mit trauernden menschen nicht so viel zu tun haben wollten... das ist wohl leider der "normale" überlebenstrieb von uns menschen....

ich wünschte ich könnte deinen satz "erst wenn man jemanden verliert, merkt man, wie kostbar das leben ist" unterschreiben. denn leider empfinde ich heute fast konträr... nun, seit ich alle menschen verloren habe, die ich geliebt habe und die mich mal liebten, empfinde ich das leben des einzelnen, mein leben, als vollkommen unwichtig. es ist heute vollkommen unwichtig, ob ich nun noch weiterlebe oder nicht. als wichtig und kostbar empfand ich die liebe und die beziehungen die ich zu menschen hatte. wenn man kostbar für jemanden ist oder jemand dir kostbar ist, das empfinde ich als wichtig. das alleinige existieren meines körpers sehe ich nicht als kostbar.

liebe grüsse auch an die hundedame jule Winken
sandra
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lost



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BeitragVerfasst am: 28.08.2010, 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

schade, dass nun schon wieder seit ewigkeiten hier alles verstummt ist. das mit dem austauschen scheint auf dieser seite einfach nicht zu klappen, wirklich traurig.

ich wollte noch etwas zu den floskeln sagen, die hier auch wieder aufgetaucht sind. ohne jemandem zu nahe zu treten wollen, möchte ich in die runde fragen, ob irgendjemandem in zeiten der schmerzhaftesten trauer sätze wie "deine eltern würden nicht wollen, dass du so traurig bist" oder "das leben geht weiter" oder "ja ja, anderen leuten geht es noch viel schlechter" jemals geholfen haben oder trost gegeben haben..? also mir nicht, im gegenteil. oftmals habe ich diese oder ähnliche sätze von menschen gehört, die noch nicht durch eine trauer durch mussten und mir war bewusst, dass man dann wirklich oft nicht weiss, was man sagen soll... aber wenn solche sätze von menschen kommen, die ja das ganze "kennen", bin ich fast ein wenig traurig.
ich frage mich, ob es tatsächlich sein kann, dass wenn man selber "wieder einigermassen über den berg ist", es auch schon wieder "vergessen" hat, wie es sich tatsächlich anfühlt...

das waren nun ein bissl viel anführungszeichen, aber besser konnte ich es gerade nicht ausdrücken Winken
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waise



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Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 31.08.2010, 19:59    Titel: hallo Antworten mit Zitat

hallo sandra,wie geht es dir?
ich war schon eine weile nicht mehr online,ist halt ne komplizierte zeit für mich.
mehr probleme als man glaubt.
ich finde es auch schade das hier nicht mehr leute teilnehmen.
ich glaube das liegt daran das die seite nicht so bekannt ist.
übrigens mein dauerspruch der letzten wochen war"es muß ja weiter gehen!"
zu jule sage ich immer "augen zu und durch!"
das hilft aber leider überhaubt nicht.
ich suche noch nach dem richtigen weg wie es weiter gehen soll.
habe aber noch keine idee.
das einzich gute ist, das ich einige probleme (jule,arbeit)im moment so weit gut im griff bekommen habe.

mfg christian
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lost



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BeitragVerfasst am: 01.09.2010, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

hallo christian

so oft hab ich mich selbst mit "augen zu und durch" oder ähnlichem zu motivieren versucht. habe mir selber gesagt, du hast doch schon so viele schlimme oder anstrengende phasen durchstanden... bis ich dann darauf kam, dass das nun keine phase ist, sondern für immer. und das ist das, was mich so lähmt und mich ohnmächtig fühlen lässt. tönt jetzt vielleicht banal, aber diesen unterschied spüre ich nicht seit beginn des verlustes. das kam irgendwie später ganz langsam und hat mich wörtlich ausgesteckt am boden liegen gelassen.
aber ich glaube, so wie du es scheinst zu machen (einige probleme in griff bekommen), ist eine gute sache. sich auf "etappensiege" zu konzentrieren und nicht sich ständig die frage zu stellen, was man nun mit dem GANZEN rest des lebens anstellen soll. das lässt mich nämlich noch immer ganz schwindlig werden...

liebe grüsse
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waise



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Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 01.09.2010, 21:16    Titel: hallo Antworten mit Zitat

hallo sandra .
es kommt soviel auf einen zu in unserer situation,
man kann das alles gar nicht auf einen schlag bewältigen.auch auf dauer ist das extrem schwer.
ich muß an so vielen fronten kämpfen das geht gar nicht.
ich habe durch meine arbeit eine kleine hilfe(arbeit= Verrückt )
man denkt an was anderes.
ich hoffe du hast was selbiges.
mfg christian
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