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verlust eines geliebten menschen mit 18.

 
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Domi18



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BeitragVerfasst am: 25.04.2010, 23:56    Titel: verlust eines geliebten menschen mit 18. Antworten mit Zitat

Hallo mein Name ist Dominique und ich habe am 3.2. diesen Jahres meine geliebte Mutter verloren durch Suizid.
Meine Mum war vollblind und schwer Depressiv. Ich hab so viele Fragen die sie mir nicht mehr beantworten kann ich weis nicht so richtig wie es weitergehen soll, jetzt soll ich in ne Tagesklinik find ich ja einerseits gut weil ich das alleine nicht schaff glaub ich aber ich weis nicht so richtig wie es weitergehen soll.
Meine Großmutter kümmert sich überhaupt nicht und der Rest der Familie auch nicht. Nun leb ich bei Mamas bester Freundin dort ist es total schön aber die Lücke meiner Mum wird keiner Füllen.
Über Antwocht würde ich mich sehr freuen.
L.G. Dominique Frage
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saruern



Anmeldedatum: 25.04.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 04.05.2010, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dominique, Deine Geschichte ist mir schon im Baumhaus aufgefallen und so habe ich hier im Forum gezielt nach Dir gesucht, weil ich das Bedürfnis hatte, Dir zu antworten.

Was kann ich aber sagen, damit Du Dich irgendwie verstanden fühlst. Du bist so jung und hast all dieses Schicksal zu ertragen. Es erscheint Dir vollkommen zwecklos, wenn jemand Dich zu trösten versucht. Das ist normal...

Du hast natürlich recht, die Lücke, die mit dem Tod Deiner Mum entstanden ist, wird niemand füllen. Vor zwei Wochen ist meine Mutter an den Folgen einer schweren Krankheit gestorben. Das nur, damit Du weißt, dass ich Deinen Schmerz über diesen schweren Verlust teile!

Im Baumhaus hast Du geschrieben: "Am 19.9.1991 wurde ich in Rostock geboren damals wusste keiner das in mir eine Krankheit ist die mir einmal Probleme bereiten würde und auswirkungen auf meine Familie hat." Das klingt wie ein Selbstvorwurf. Und fast befürchte ich, dass Du Dir tatsächlich Vorwürfe machst.

Dominique, das hier klingt jetzt für Dich total unglaubwürdig, vielleicht auch lächerlich und wie einfach so dahin gesagt...es ist aber das Erste, was Du unbedingt wissen musst: niemand ist schuld oder trägt Verantwortung an irgendeiner Krankheit!!!

Ich hoffe sehr, dass man Dir in der Tagesklinik hilft. Es ist ein wichtiger Schritt und sei stolz auf Dich selbst, dass Du ihn gehst! Deine Mutter ist es ganz bestimmt, wenn sie Dir von oben zuschaut!!!
Ich wünsche Dir alles alles Gute, eine möglichst schmerzfreie Zeit! Und wenn Du traurig bist oder reden möchtest, ich werde wieder herkommen und schauen, ob Du geschrieben hast... dann antworte ich Dir!!!

Alles Liebe für Dich, Dominique
Dein Freund Sascha
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Domi18



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Beiträge: 27
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BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 23:53    Titel: DankeH Antworten mit Zitat

Hallo Sascha,
deine Antwort hat mich gefreut weil ich weis, das es auch jemandem so gehts.
Ich finde deinen Satz gar nicht so lächerlich.
Nun bin ich schon eine Woche in der Klinik, es tut mir gut dort zu sein.
Ich hab irgendwie diese verdammte Angst nochmal einen Menschen zu verlieren der mir wichtig ist.
Hat du das auch?
L.g. Dominique
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saruern



Anmeldedatum: 25.04.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 06.05.2010, 02:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Dominique, ich freue mich sehr, von Dir zu lesen und zu erfahren, dass Dir der Klinikaufenthalt auch hilft!
Meine Mutter fehlt mir schrecklich. Ich vermisse sie, obwohl ich mit ihr spreche, jeden Tag immer und immer wieder. Sie ist nicht HIER bei mir, aber sie ist DA! Ich habe mir einen kleinen Platz in meiner Wohnung geschaffen, wo ich Fotos von ihr aufgestellt habe und einige Sachen dazugelegt habe, die sie gebraucht und benutzt hat. Dort steht auch eine Kerze, die ich dann und wann anzünde.
Am Freitag ist die Beerdigung und ich habe wahnsinnige Angst davor!!! So große Angst, dass ich fast fürchte, in die Hosen zu machen.

Du siehst, auch ich habe Ängste, die in dieser Situation vollkommen normal sind. Meine Mutter war alles für mich, mit ihr verband ich etwas ganz besonderes. Ihr Tod war das Schlimmste, dass mir passieren konnte. Darum sage ich mir nun, dass ich nichts auf der Welt mehr fürchten muss, denn das Schlimmste, was mir hätte passieren können, liegt hinter mir und ich habe es sogar überlebt! Zwar geht es mir im Moment nicht gut damit, aber bestimmt heilt die Zeit die Wunden und ihre Liebe besiegt auch meine Schmerzen!
Ich bin mir sicher, dass auch die Liebe Deiner Mutter Dich heilen wird! Schau mal, Du denkst an sie, dass bedeutet, dass sie noch immer aktiv ist, dass sie in Dir lebt und atmet, in Dir arbeitet! Sie ist Dir vielleicht näher, als wir es glauben können!
Das Leben ist zu kurz, um ständig zu trauern. Einmal sind wir alle dort, wohin unsere Mütter vorausgegangen sind. Bis dahin wollen wir also lieber in der Erinnerung und der Liebe leben. Doch bitte denk nicht, dass die Trauer etwas Schlimmes ist! Lass sie raus, wenn sie Dich überkommt und weine, wenn Du meinst, dass es nötig ist! Es ist ganz und gar nicht schlimm!
Und dass Du Angst hast, wieder einen wichtigen Menschen zu verlieren, ist vollkommen normal! Du hast dieses Trauma nun durchgemacht und denkst, nichts Gutes kann Dir passieren.
Auch wenn Du es kaum glaubst: es gibt im Leben auch gute Zeiten... und ich wünsche sie Dir so sehr, weil Du ein Typ bist, der sein Leben selbst in die Hand nimmt und der versucht, das Beste daraus zu machen!
Hast Du ein Vorbild, ein Idol? Vielleicht aus der Sportwelt? Interessierst Du Dich für Fußball?
Erzähl mir von Dir oder von Deiner Mutti, wenn Du magst! Rede Dir alles von der Seele, ich werde es lesen!
Liebe Grüße
Sascha Smilie
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Domi18



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BeitragVerfasst am: 09.05.2010, 10:42    Titel: Hallo Antworten mit Zitat

Hy Sascha
Zeit heilt keine Wunden, sie lindertnur den schmerz der Seelen.
Mittlerweile kann ich schon über das reden was passiert ist.
Aber es wird noch lange Zeit dauern bis man begreift das der geliebte Mensch nicht mehr da ist.
L.G. Dominique
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saruern



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BeitragVerfasst am: 09.05.2010, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dominique,
jeder Mensch geht anders mit der Traurigkeit um und das ist auch gut und normal so! Trotzdem sind alle Trauernden vereint und geben sich gegenseitig Trost und Halt.
Wenn Du reden willst, bin ich gern da! Auch über PN, wenn Du das möchtest!
Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche...
Sascha
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Domi18



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BeitragVerfasst am: 09.05.2010, 18:35    Titel: Hy Antworten mit Zitat

Hallo Sascha
erst einmal danke das du geantwortet hast.
Ich finde es gut mit jemandem zu schreiben der gleichgestellt ist.
Auch ich bin füt dich da wenn du reden möchtest.
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keks



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BeitragVerfasst am: 17.05.2010, 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

das tut mir echt leid für dich, was passiert ist. Ich selber habe meinen Vater vor drei jahren an suizid verloren. er war manisch depressiv. ich war gerade mal 14 als es passierte.

was soll ich dir sagen. die zeit heilt keine wunden, diese wunde bleibt immer. vor allen dingen, weil viel fragen einfach nicht mehr beantwortet wurden...man es nicht versteht.
ich selbst habe es bis jetzt noch nicht wirklich akzeptiert und verarbeitet. das alles braucht seine zeit und vielleicht kann man irgendwann damit leben.

ich wünsche dir viel kraft und wenn du möchtest, kannst du mir auch gerne etwas schreiben.

Liebe grüße
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Wann, wann wird es zu Ende sein?!
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Domi18



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BeitragVerfasst am: 17.05.2010, 19:05    Titel: Hallo Antworten mit Zitat

Danke für deine Antwort.
Meine Mum war das einzige was ich hatte mein Vater hat sich nie um mich gekümmert.
Sie war 11 Jahre schwer depressiv.
Zeit heilt keine Wunden, sie werden nur überdeckt.
Bis bald Dominique
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