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Gehirntumor - Vater wird sterben

 
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dina



Anmeldedatum: 05.05.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 05.05.2009, 11:46    Titel: Gehirntumor - Vater wird sterben Antworten mit Zitat

ich möchte heute über die erkrankung meines vaters schreiben...
vielleicht gibt es betroffene die grad ähnliches durchmachen und lieber mit anonymen menschen darüber sprechen möchten.....erleichtern tut das die situation nicht...aber vielleicht tut es gut mal offen drüber zu sprechen.
Also mein vater ist erst mitte 50 und vor c.a 2 jahren an einen gehirntumor erkrankt.
vor 3...4 jahren ist er eines tages mit eine lähmung aufgewacht...worauf hin wir ihn ins krankenhaus gefahren haben...er wurde durch infusion uns medikamente behandelt und die lähmung ging wieder zurück.....wer hätte da schn gedacht das dies der anfang eine qualvoller und elender krankheit ist....da auch keine kernspintomographie zu dem zeitpuunkt gemacht wurde...konnt auch nichts weiter festgestellt werden.
c...a 1 jahr später fings es dann plötzlich mit starken kopfschmerzen an....und als mein vater es beim essen nicht mehr schaffte den löffel richtig in seinen mund zu führen...sondern immer wieder daneben ging....fuhr meine mutter ihn sofort zum arzt....dann die überweisung ins krankenhaus....und dann nach einigen qualvollen und tagen die diagnose....glioblastom....gleich 2 stück...4-5 cm groß....im endstadium...keiner hat jemals damit gerechnet...erst gar nicht bei meinem vater....und grade ihn hats getroffen...dabei hatte er doch noch so viel gutes vor....
dann das übliche....die op...chemotherapie medikament und und und....die therapie musste öfters abgebrochen werden weil er sie nicht ab konnte...und dann das hin und her mit den ärzten...die krankenhäuser...die formalitäten...alles kam so plötzlich...das wir kaum zeit hatten uns bewusst zu werden...waas das eigebtlich bedeutet....
die ärtze fingen schon nach 12 moanten an sich zu wundern....warum er überhaupt noch am leben sei....bei der diagnose wäre es nicht möglich...vielleicht wäre ein frühzeitiger tod sogar besser für ihn gewesen....hätte ihn von der qual und dem leiden ferngehalten...jetzt ist er immer noch am leben...liegt im krankenhaus kriegt 3x am tag morphium gespritzt und 1000 von medikamenten....ich bin mir sicher das er uns in den nächsten tagen verlassen wird....da sein zustand sich sehr verschlechtert hat....nach sooo vielem hoch und runter in dieser schweren zeit....nach all den hoffnungen und dann wieder enttäuschungen....ist es bald vorbei...ich kann es nicht mehr ertragen ihn in dieser qual leiden zu sehen....einen menschen der immer nur gutes für jeden wollte...der sich immer darüber gedanken machte wie er der menschheit und den menschen in der not zu gute kommen kann....immer hat er sich gegen die ungleichberechtigung und für die schwachen eingesetzt....es gibt so viele böse menschen auf dieser welt....warum die guten... warum die...die einem nicht ein mal ein haar gekrümmt haben... die die ein so reines herz haben....ich habe immer eine gute beziehung zu ihm gehabt....er hat mich sehr geliebt.....mehr als jeden anderen aus der familie..ich denke mehr als seine eigene frau...wir haben oft stundenlang über gott und die welt disskutiert...er war ein so erfahrerner mensch....der in seinem leben viel durchgemacht hat und mir oft von seiner vergangenheit erzählte...ich vermisse die gespräche die wir geführt haben....obwohl ich keine großartigen probleme mit ihm besprochen habe...habe ich mich nach den gesprächen immer erleichtert und sorglos gefühlt....mich macht das sehr traurig das ich diese zeit nie wieder mit ihm erleben werde...ich hoffe gott wird mein gebet erhören und ihn so schnell wie möglich an einen schmerzlosen tod sterben lassen...in frieden
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dorchen



Anmeldedatum: 06.05.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 06.05.2009, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Dina,

habe eben deinen Eintrag gelesen - bisher habe ich noch nie selbst etwas hier geschrieben, aber nun musste ich antworten, denn ich kann dich so gut verstehen...
Mein Paps ist vor 3 Monaten an einem Gehirntumor gestorben... er hatte den Mist mehr als 14 Jahre... das ganze letzte Jahr war er bettlägerig, blind, konnte weder sprechen noch sich bewegen (bis auf einen Arm). Sein Tod war für ihn eine Erlösung... wir konnten es ihm nur noch wünschen, auch wenn ich ihn noch so gerne bei mir behalten hätte...
Diese Hilflosigkeit ist schlimm... einen lieben Menschen so leiden sehen zu müssen... das ist furchtbar...
wir konnten ihn gott sei dank die ganze Zeit bei uns zu hause halten... aber in den letzten Tagen konnte ich es kaum ertragen es mit anzusehen... trotzdem habe ich bei ihm geschlafen, habe so viel Zeit mit ihm verbracht wie es ging und wie ich es ausgehalten habe...
Ich fühle mit dir... und ich wünschte ich könnte dir etwas von deinem Schmerz und der Hilflosigkeit und all dem nehmen, aber das kann ich leider nicht...
Ich kann dir nur sagen, dass ich an dich und deinen Paps denke... und mit dir hoffe... und ich kann dir mein offenes Ohr anbieten...

Eine ganz liebe Umarmung

dorchen

PS: wie alt bist du jetzt?
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dina



Anmeldedatum: 05.05.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 06.05.2009, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

hallo dorchen,

ja es ist wirklich schlimm dieses leiden zu sehen...
meine mutter gibt es auch nicht auf ihn zu hause zu behalten....er hat jetzt halt gar kein apettit mehr...und kann auf dem rechten auge auch nicht mehr sehen....ich hoffe nur das es bald endlich vorbei ist...und er sich nicht vorher noch ne lange zeit damit rumquält...es fällt mir schwer das zu sagen...aber das ist das beste für ihn und auch für uns....keine frage das wir ihn bei uns haben wollen...aber nicht unter den umständen...
danke für deinen beitrag....zu wissen das andere ähnliches durchgemacht haben nimmt einen das gefühl allein zu sein...
ich bin 22..
wie alt bist du denn?
bei meinem vater müsste es laut diagnose eigentlich ziemlich schnell gehen...aber es zieht sich auch schon um die 2 jahre...
es ist schrecklich...den tod schritt für schritt kommen zu sehen...
mein herz ist ständig am klopfen wenn ein telefon klingelt oder wenn ich ihn besuchen gehen.....immer habe ich den gedanken im kopf...das er vielleicht tod sein könnte...oder im sterben liegt
darf ich fragen wie dein vater letzten endes gestorben ist?..ist er eingeschlafen?
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dorchen



Anmeldedatum: 06.05.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 06.05.2009, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dina,

ich hatte verstanden, dass dein Papa im Krankenhaus liegt - aber es ist schön, dass ihr ihn doch zu Hause halten konntet, dann könnt ihr auch alle Behandlungen mit überwachen und es ist natürlich eine weniger "sterile" Atmosphäre. Aber ich verstehe auch,wenn man es nicht zu Hause schafft.
Wie weit wohnst du denn von zu Hause weg? Ich fand die Distanz immer schwierig, wollte am liebsten immer da sein - auch wenn ich arbeiten war.. aber natürlich war die Arbeit auch eine gute Ablenkung.
Ich bin 25. Meinem Papa haben sie damals bei der Diagnose auch nur ein Jahr zu leben gegeben. Er hat alle Ärzte mehr als überrascht... auch in diesen letzten Monaten... wir dachten schon seit mehr als 3 Jahren mehrfach, dass er nun sterben würde... im letzten Jahr dann natürlich vermehrt... aber trotzdem hat er sich immer gehalten und weiter selbstständig Nahrung aufgenommen (d.h. geschluckt) - lebensverlängernde Maßnahmen hätten wir und er nicht gewollt. Dieses Hin- und her war aber sehr sehr zermürbend... es ist mit einer der schlimmsten Sachen... Abschied nehmen, dann das erneute Aufrappeln, begleiten, Trauer, Freude über Kleinigkeiten, zusehen, wie er Tag für Tag weniger wird - keine Konstanz... ständig das warten auf "diesen" Anruf... nun - Gott sei dank konnte ich zum Schluss bei meinem Papa sein - das war nicht selbstverständlich und ich bin sehr dankbar dafür... ...
Schluckt dein Papa denn noch selber? Du sagst er hat keinen Appetit mehr... mein Paps war ein "Süßer", deshalb haben wir ihm immer Babybrei, Jogurth und Pudding jeglicher Art gefüttert. Man muss da immer herumexperementieren. Aber mit dem Babybrei war das gut - das geht schnell, ist gesund und gibt es in allen Geschmacksrichtungen.
Nun er ist nicht wirklich eingeschlafen... leider nicht... er hatte Wasser in der Lunge - das Herz hat nicht mehr wirklich gearbeitet... Er hat 6 Tage "gebrodelt", hatte am letzten Tag noch 3 Anfälle, und ist schließlich dann mit offenen Augen und Schnappatmung gestorben. Trotzdem war es nicht angst einflößend und es sah zumindest so aus, als ob er keine Schmerzen hatte. Das war ein kleiner Trost...
Wenn du noch mehr wissen magst, kannst du ruhig fragen... aber es ist halt auch bei jedem ein wenig anders...

Bin in Gedanken bei dir

Dorchen
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dina



Anmeldedatum: 05.05.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 07.05.2009, 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

hallo dorchen,
ja das hattest du richtig verstanden....er hatte extreme schmerzen und atemprobleme...musste deshalb ins krankenhaus eingeliefert werden...und wurd jetzt wieder entlassen
ich wohne bei meinen eltern deshalb sehen ich ihn immer wenn ich zurück von der arbeit komme...haben alle grad wieder ne harte nacht hinter uns wegen seinen schmerzen....ist immer ein hin und her mit den morphium-spritzen...
im moment will er gar nichts zu sich nehmen...richtig wasser trinkt er auch nicht...
der arzt hat sich gewundert warum er wieder "lebend" ausm krankenhaus zurück ist....einerseits hat man die bemerkungen von den ärzten uznd rechnet damit das er bald sterben wird....kapselt sich mehr oder weniger von den freunden etc. ab um mehr zeit mit ihm zu verbringen...und auf der anderen seite passsiert aber nichts....es ist einfach nervtötend immer davon ausgehen zu müssen...die nächsten tage wird er sterben...und dann ist er doch noch am leben....das hört sich hart an...aber ich hoffe zu verstehst was ich meine....es zieht einen einfach runter...mit diesem gefühl zu leben...drauf zu warten und alles stehen zu lassen....ihn in der qual zu sehen...und dann kommt der tod einfach nicht

"Dieses Hin- und her war aber sehr sehr zermürbend... es ist mit einer der schlimmsten Sachen... Abschied nehmen, dann das erneute Aufrappeln, begleiten, Trauer, Freude über Kleinigkeiten, zusehen, wie er Tag für Tag weniger wird - keine Konstanz..." dieser satz beschreibt genau was ich meine.....

ich danke dir für dein verständniss...und dafür das wir uns austauschen können
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