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Warum ist das Leben so ungerecht??

 
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Claudiisttraurig



Anmeldedatum: 11.12.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11.12.2008, 09:16    Titel: Warum ist das Leben so ungerecht?? Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben!
Ich bin so froh, daß es diese Seite gibt! Gerade in diesen Tagen geht es mir nicht gut!
Heute vor einem Jahr ist der Mann meiner Mama an Krebs gestorben! Es ist schrecklich! Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich denke:" Vor einem Jahr hast Du ihn das letzte Mal gesehen!" oder:" Vor einem Jahr habt Ihr das letzte Mal zusammen gesprochen!" oder so! Dann tut es noch mehr weh!

Im Februar ist es 13 Jahre her, daß mein über alles geliebter Papi gehen mußte! Darüber werde ich nie hinweg kommen, da ich mir gar keine Mühe gebe, es zu verstehen! Ich will nicht ohne ihn sein! Er war der beste Papi der Welt! Warum mußte er so krank werden? Er hat doch niemanden etwas getan, im Gegenteil! Er war zu allen Menschen gut! Wer entscheidet das eigentlich, wer gehen muß???????? Wonach wird ausgesucht???? Was habe ich verbrochen, daß man mir den liebsten Menschen wegnimmt??????

Meine Mama hat vor 10 Jahren wieder einen lieben Menschen gefunden, den ich auch sehr mochte und der mir immer ein väterlicher Freund war!
Vor 3 Jahren wurde nun er so krank! Er wurde operiert und alles schien gut zu sein! Dann kam dieser besch..... Krebs wieder! Er mußte so leiden, das wußten wir, aber, warum mußte auch er so krank werden???? Er hat doch auch niemanden was getan, war immer lieb und gut! Warum müssen eigentlich die Lieben immer so früh gehen??????

Ich bin Krankenschwester und habe bei Beiden den Ernst nicht erkannt! Bei meinem Papi bin ich sogar 1 Stunde bevor er eingeschlafen ist nach Hause gefahren! Auch bei meinem Stiefpapa hätte ich nie gedacht, daß ich ihn am 9.12. letzten Jahres das letzte Mal sehen werde! Warum war ich nur so blind?? Das werde ich mir wohl nie verzeihen können!
Im Krankenhaus hab ich so viele fremde Menschen in den Tod begleitet, weil ich es schrecklich fand, daß sie so allein waren, hab die Angehörigen verachtet, weil sie kurz vorher nach Hause gefahren sind! Habe zu dem Zeitpunkt auf einer Krebsstation gearbeitet! Aber, ich hab es ganz genauso gemacht!!!!!!!! Der Gedanke ist so schrecklich!!!!!
Ich hab fremde Menschen begleitet und bei meinen Lieben hab ich versagt!!!!

Danke an Euch, die das lesen! Es hilft, daß man weiß. man ist nicht allein!

Liebe traurige Grüße Claudi!
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Tanja
Administrator


Anmeldedatum: 21.11.2003
Beiträge: 249
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 11.12.2008, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,

es gibt kein richtig oder falsch. Du hast getan, was du in dem Moment für richtig hieltest. Wenn du den "Ernst der Situation" nicht erkannt hast, dann vielleicht weil du die Wahrheit nicht hättest aushalten können. So warst du ruhig und gefasst und dein Vater hat dich so in Erinnerung behalten.

Meine Erfahrung und die vielen Geschichten sagen mir, dass Krebspatienten den Zeitpunkt ihres Todes oft selbst wählen können. Und viele sterben gerade dann, wenn die Angehörigen mal kurz aus dem Raum sind. Andere warten so lange bis die Angehörigen da sind. So individuell wie Menschen leben, so sterben sie auch. Auch der Paitent muss los lassen, um gehen zu können. Das fällt oft leichter, wenn die Lieben nicht dabei sind.

Deine Lieben haben bestimmt den für sie richtigen Weg gewählt. Sie möchten bestimmt nicht, dass du dir ewig Vorwürfe machst. Dafür ist das Leben zu kostbar.

Lieben Gruß

Tanja
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Claudiisttraurig



Anmeldedatum: 11.12.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11.12.2008, 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tanja,
vielen Dank für Deine Antwort!
Ja, da hast Du recht, wenn Du sagst, daß viele Menschen selbst den Zeitpunkt bestimmen können!
Im Krankenhaus hab ich gelernt, den Patienten, auch wenn sie nicht mehr ansprechbar sind, zu sagen, welcher Tag und welche Uhrzeit gerade ist! Das Unterbewußtsein ist ja trotz des Zustandes wach!
So hab ich damals bei meinem Papa so gehandelt und ihm gesagt:" Papi, es ist jetzt Sonntag abend halb 7! Ich fahre jetzt nach Hause und um 8 Uhr komm ich wieder und wünsche Dir dann eine gute Nacht!" Das waren die letzten Worte zu ihm, obwohl er mir nicht mehr antworten konnte!
Ich war 19.50 im Krankenhaus, da sagte man mir, daß er vor 5 Minuten eingeschlafen sei!
Jahrelang hab ich mit dem Gedanken gelebt, daß ich ihn im Stich gelassen habe und er allein war in diesem schweren Moment!
Dann sagte mir mal Jemand:" Aber, Du warst doch pünktlich da, sogar überpünktlich! Er wollte allein sein! Mit Sicherheit hätte er mir oder uns das nicht antun wollen, daß wir dabei sind! Es war so schon so schwer und für mich nicht zuverstehen!
Somit hab ich mich nie von ihm verabschiedet!!!!!

Es ist nun schon fast 13 Jahre her und tut immernoch so weh!!!!
Damals war ich 22, jetzt bin ich 35 und mein Papi fehlt mir so sehr! Da bin ich immernoch ein ein kleines Kind, was seinen Papa vermisst!
Bei meinem Stiefpapa war es ähnlich, nue er war bis zum lETZten Moment ansprechbar! Dafür hat er aber auch bis zuletzt Schmerzen ertragen müssen! Das war genauso schlimm, zu wissen, daß es ihm schlecht geht und er bei vollem Bewußtsein alles ertragen muß!
Da hab ich zu ihm gesagt:" Ich muß jetzt leider fahren, aber in 5 Tagen bin ich wieder da!" er hat sonst immer genickt! Diesmal nicht! Er hat mich ganz intensiv angesehen und mich ganz fest umarmt! Dann hat er seine Augen zugemacht und mich nicht mehr angesehen! Sonst hatte er nochmal geguckt und gewunken bis ich die Zimmertür wieder zugemacht habe! Diesmal hat er die Augen zugemacht und nicht mehr geguckt!!
Das fand ich komisch, hab dem Aber keine weitere Beachtung geschenkt! Dachte, er hat wieder Schmerzen oder er sei müde! Daß ich ihn da das letzte Mal sehen sollte, hätte ich nie für möglich gehalten! Ich sagte auch noch zu ihm :" Bis bald,ja?" Sonst hat er genickt! Diesmal nicht! Er hat mich nur ganz lange und intensiv angesehn!!!

Momentan weiß ich gar nicht, um wen ich zuerst trauern soll! Bei meinem Papi hab ich mich immer geweigert, die Realität zu akzeptieren! Nun mußte ich das Ganze nochmal mitmachen, letztes Jahr!!

Der Gedanke daran, daß sie nie wieder kommen, macht mich fertig!
Ich muß mir einreden, daß ich sie wieder sehe, irgendwann!!!!
Vielleicht hab ich mich deshalb nicht verabschieden können oder dürfen!!!

Liebe Grüße Claudi!
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Tanja
Administrator


Anmeldedatum: 21.11.2003
Beiträge: 249
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 13.12.2008, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,

Kommunikation mit Sterbenden läuft auf einer anderen Ebene ab. Es wird oft belangloses gesprochen aber die Bedeutung ist viel tiefer. Darüber gibt es einige Bücher und du hast es bestimmt bei anderen Patienten schon erlebt.

Ich würde sagen, du hast dich Verabschiedet. Zumindest haben dein Vater und Stiefvater es so aufgenommen. Sie haben sich von dir verabschiedet.
Und das ist schon ein großes Geschenk. Was auch immer du ihnen sonst noch hättest zum Abschied sagen wollen, meinst du nicht sie haben es auch so gespürt und gewusst?

Was wäre denn die Situation gewesen, mit der du leben könntest?

Lieben Gruß

Tanja
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desiree



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BeitragVerfasst am: 14.12.2008, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,
auch ich habe es so erlebt wie du. Mein Papa hatte auch Krebs und wir ( mein Mann und ich)haben ihn am 08.06.2003 noch besucht. Es ging ihm schlecht und er hat wirres Zeug erzählt. Dann sind wir nach Hause gefahren und ich hab meine Mama allein gelassen. Sie hat neben ihm auf der Couch gelegen konnte aber nie wirklich schlafen.

Dann weiß ich noch wie sie sagte: Er hat so komisch geröchelt und schwer geatmet. Wir haben in den Betten gelegen und geschlafen. Um 02:15 ist er dann gestorben. Meine Schwester mit Mann und Kind waren damals da und genau um 02:15 ist mein Neffe der damals noch kein Jahr alt ist wach geworden und hat geweint. Um 02:30 ging das Handy meines Mannes und meine Schwester sagte das Papa nicht mehr da ist Weinen .

Ich höre heute noch ihre Worte. Wir waren innerhalb von 15 min bei meinen Eltern meine Tante,mein Onkel und meine Nichte waren auch da. Es war so schlimm ich werde es niemals vergessen.

Wäre mein Papa sofort zum Arzt gegangen dann könnte er heute noch Leben. Ich vermisse ihn genau so sehr wie du und ich weiß auch nicht mehr wie seine Stimme klang oder wie er gerochen hat.

Heute muss ich mit der Gewissheit leben,das auch ich an Magenkrebs erkranken kann. Ich hab Angst zum Arzt zu gehen und verdränge die Tatsache. Aber für 2009 habe ich mir fest vorgenommen mich untersuchen zu lassen!

Du siehst du bist nicht allein.

Gruß Désy
_________________
Ich bin am 09.06.2003 Halbwaise geworden,mein Vater starb an Magenkrebs.01.10.05 ist Cleo( 3,5),24.12.05 ist César(4,5),25.12.05 ist Lady(1),13.03.08 ist Flecki ( 2,8 ),19.07.2009 ist Tammy(3,5)gestorben.Im Himmel wieder vereint.Ich liebe euch alle sechs!
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Elisabeth77



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Beiträge: 10
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 14.12.2008, 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,

du bist nicht allein, auch ich habe meinen Vater verloren am 08.12.2008. Auch er hatte Krebs. Er hatte drei Jahe vorher zum ersten Mal Krebs und wurde operiert und therapiert. Wir dachten alle, jetzt wird alles gut als er damals den krebs besiegte. Doch kam der Krebs leider wieder und dann mit aller Gewalt, dass man leider nichts mehr für ihn tun konnte. Im Krankenhaus sagte man uns, dass er sich aufgegeben hat und maximal noch 48 Stunden zu leben habe. Von da an wollte ich ihn nicht mehr alleine lassen. Er hatte so Angst alleine zu sterben. In dem Moment bevor er uns verließ hob er seine Arme in die Luft als wollte er sie jemanden reichen. Dann sah er uns an und ihm flossen die Tränen übers Gesicht. Dann hörte sein Herz auf zu schlagen. Es war mir ein Trost, dass ich wusste er ist nicht allein gewesen. Aber das entscheidet ja jeder für sich selbst, manche können es nicht ertragen, wenn die Lieben anwesend sind und suchen sich kurze Momente aus in denen niemand da ist, so wahrscheinlich bei dir. Mein Papa wollte es halt anders. Er hat so lange gewartet, bis auch meine Schwester da war. Zuvor hat er immer wieder nach ihr gefragt und wenigte Minuten nachdem sie da war ist er gestorben.
Ich habe mich total hängen lassen danach fand alles so ungerecht konnte mir ein leben ohne ihn nicht vorstellen. Es schmerzte einfach Tag und Nacht. Irgendwann nach Wochen sagte mein Sohn dann zu mir: "Mama bist du immer noch traurig wegen Opa? Brauchst du doch nicht. Opa ist doch jetzt beim lieben Gott, jetzt hat der liebe Gott ihn wieder gesund gemacht und im Himmel ist es doch sowieso viel schöner als hier. Ihm geht es dort besser. Außerdem hat er jetzt auch wieder seine Mama und seinen Papa bei sich." Das hat mich ein wenig wach gerüttelt. Nicht, dass es mir jetzt nicht mehr weh tut, aber wer sagt denn, dass es nicht so ist. Vielleicht ist da ja wirklich was nach dem Leben und man sollte nicht denken, dass es eine Bestrafung ist für den jenigen der stirbt, sondern vielleicht eine Art Belohnung. Klingt vielleicht für manche blöd, aber ich lebe leichter mit dem Gedanken, dass er jetzt in einer wunderbaren anderen Welt lebt und wieder seine Eltern bei sich hat sowie zwei Geschwister von mir, die sehr früh gestorben sind.

Dir alles Gute.

Elisabeth
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Papa, es ist so leer ohne dich! Jetzt ist alles so anders, ich kann es gar nicht richtig begreifen. So ganz genau weiß ich nicht, was ich fühle. Traurigkeit, Einsamkeit, Wut... Ich fühle auch Protest in mir, gegen den Tod, gegen den Lauf der Dinge. Leere!
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Claudiisttraurig



Anmeldedatum: 11.12.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 14.12.2008, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Tanja,liebe Desy und liebe Elisabeth,
vielen lieben Dank für Eure Antworten! Es tut mir so leid,daß auch Ihr leider erfahren mußtet,wie schwer es ist, ohne den geliebten Papa sein zu müssen! Bei mir ist es zwar schon fast 13 Jahre her, aber mein Papa fehlt mir immernoch so sehr!
Liebe Tanja, Du fragtest, mit welcher Situation ich leben könnte?? Das ist schwierig! Mein Papa war 9 Jahre lang krank, er hatte eine Form von Leukämie! Manchmal macht es mich so wütend, warum gerade er? Er war so ein guter Mensch und der beste Papa und Opi auf der Welt! Warum durfte er nur 55 Jahre alt werden? Warum mußte er diese Welt, die er so geliebt hatte so früh verlassen? Das sind Fragen, die mir niemand beantworten kann! Andererseits bin ich schon froh, daß ich die Chance hatte, so viele Momente mit ihm geniessen zu können! Er war immer ein Kämpfer, aber er wußte irgendwann (vielleicht hat er es auch an seinen Kräften gemerkt), daß er keine Chance hat, und selbst dann standen wir, meine Mam und wir Kinder an 1. Stelle bei ihm! Ich mußte ihm versprechen, daß ich mir nichts antue! Wie stark muß ein Mensch sein, um in solcher Situation so zu reagieren?? Ich habe ihn immer bewundert! Er war so stark und ich kann ihn nicht loslassen! Denn ich habe Angst, ihn irgendwie zu verlieren! Irgendwas von ihm zu vergessen!! Das möchte ich nicht! Ich war damals nicht bereit, ihn gehen zu lassen und heute bin ich es auch noch nicht!
Durch meinen Stiefpapa ist alles wieder so nah! Mit ihm habe ich alles anders erlebt! Er hatte leider noch weniger Zeit! Er hatte Kehlkopfkrebs, und nach der OP ging es ihm gut! Er konnte sogar wieder arbeiten gehen, was sein großer Wunsch war!Nach gewisser Zeit klagte er über Kopfschmerzen! Die Ärzte stellten nichts fest- großes Aufatmen!!! Nach 3 (!) MONATEN!!!!! Hirnmetastasen! Endstadium!! Ein Schock für alle! Er mußte ins Pflegeheim, da meine Mam berufstätig ist, und wir Kinder weiter weg wohnen! Er gehörte da nicht hin! Im Zimmer neben ihm lag eine Dame im Alter von 102!! Er hätte mit knapp 55 Jahren locker ihr Enkel sein können! er war dafür zu jung! Ja, er hat sich verabschiedet, aber ich habs verdrängt! Ich wollte nicht, daß er geht! Wir hatten das doch schonmal durchgemacht! Aber, er konnte nicht mehr! Ich glaube bald, daß er nur noch sterben wollte, um endlich ohne Schmerzen zu sein!!
Liebe Desy, ich kann mir gut vorstellen, wie es Dir geht! Wie gesagt, mein Papa hatte Blutkrebs und man sagte ihm, das sei vererbt worden! Er wollte unbedingt, daß wir, also meine Schwester und ich uns untersuchen lassen! Er sagte, daß er nicht mit dem Gedanken leben könnte,daß wir auch so krank werden würden! Dafür hätten unsere Eltern uns nicht das Leben geschenkt! Aber, es war alles gut! Das ist aber schon 15 Jahre her! Seitdem habe ich nie wieder so einen Test machen lassen! Ich habe auch Angst davor! Aber, ich weiß auch, daßmein Papa im Himmel ist und schon sauer wäre! Er würde Sagen:" Meine Kleine, bitte geh zum Arzt! tu es für Dich!" Was würde Dein Papa sagen??Er würde das vielleicht auch gut finden, daß Ihr Gewissheit habt, es ist alles in Ordnung, oder?
Liebe Elisabeth, mein Sohn hat seinen Opi nie kennen lernen dürfen, aber mein Stiefpapa war sein Lieblings-opa! Und der Opa war so stolz! Als ich ihm sagen mußte, daß Opa jetzt ein Stern ist,weint er und sagte dann aber:" Das ist doch gut! Du hast mal gesagt, die Seele geht in den Himmel und die Krankheit bleibt hier und wird verbrannt oder begraben,somit ist der Krebs doch besiegt! Das heisst ja, daß Opa im Himmel wieder gesund ist!" Das hat mir die Augen geöffnet und geholfen, es wirklich als Erlösung zu sehen! Obwohl mein Sohn jetzt manchmal sagt:" So, nun reicht es, Opa kann jetzt wieder kommen!"Ich schaff es nicht, ihm zu sagen, daß Opa nicht wieder kommt! Ich kann das alles selber nicht verstehen,wie soll ich das dann meinem Sohn beibringen?
Ja, die Welt, in der unsere lieben Papas jetzt sind, ist vielleicht gar nicht schlecht! Ich habe mich nach dem Tod meines Papas viel mit Parapsychologie,Nahtod und Leben nach dem Tod beschäftigt! ALLE,die schonmal sowas erlebt haben, wollten nicht wieder in diese Welt zurück! Sie seien dort von warmen Licht umgeben gewesen und lieben Verwandten, die schon verstorben waren! In einem Buch stand der für mich schönste und hoffnungsvollste Satz: Leben ist Energie und Energie verschwindet nicht im NIchts! Wir sind ja auch nicht aus dem Nichts geboren! Fand ich schön und gibt mir das gute Gefühl, daß ich sie wiedersehe, wenn die Zeit da ist!

Viele liebe Grüße an Euch von Claudi
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desiree



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Beiträge: 662
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BeitragVerfasst am: 15.12.2008, 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Claudi,
mein Papa würde wollen das ich mich untersuchen lasse das weiß ich. Und wie gesagt im neuen Jahr werde ich meinen Hausarzt aufsuchen und ihn fragen er ist auch gleichzeitig Internist. Ich werde all meinen Mut zusammen nehmen und die Untersuchung über mich ergehen lassen. Und du wirst auch zum Arzt gehen und dich untersuchen lassen,das sind wir uns und unseren Familien schuldig. Denn sie wollen uns nicht verlieren und bei dir ist es so das dein Sohn dich sehr braucht und bei mir ist es mein Mann und mein Ma.

Ich hatte gar nicht erwähnt das auch ich einen Stiefpapa habe und ich hab ihn sehr lieb. Er hat seine Frau auch an Krebs verloren und das hat uns sehr zusammen gebracht.

Vielen Dank für deine Antwort und liebe Grüße
Désy.
_________________
Ich bin am 09.06.2003 Halbwaise geworden,mein Vater starb an Magenkrebs.01.10.05 ist Cleo( 3,5),24.12.05 ist César(4,5),25.12.05 ist Lady(1),13.03.08 ist Flecki ( 2,8 ),19.07.2009 ist Tammy(3,5)gestorben.Im Himmel wieder vereint.Ich liebe euch alle sechs!
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Claudiisttraurig



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BeitragVerfasst am: 15.12.2008, 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Desy,
ja,ich sehe das auch so, daß wir es unseren Familien schuldig sind! Bei mir ist es ja nicht nur mein Sohn (Cool. Ich habe ja auch noch eine kleine Tochter (3)! Sie brauchen mich! Genauso, wie ich meinen Papa brauchte!
Mein Stiefpapa war auch ein sehr lieber Mensch! Er hat uns als seine Kinder angesehen und meine Kinder als seine Enkel,obwohl er eigene Kinder hat! Die wollten aber nichts von ihm wissen, was ich nie verstanden habe, da er total lieb war und uns immer geholfen hat, egal, was war!
Was aber komisch ist (halte mich bitte nicht für verrückt,aber ich suche immer nach einer Erklärung): Beide waren charakterlich sehr ähnlich:ruhig, überlegt, familiär, immer an andere zuerst denkend......., sie waren beide 55! ,sind beide kurz nach ihrem 55. Geburtstag verstorben und hatten beide dieselbe seltene Blutgruppe! Ist das wirklich nur Zufall oder was hat das zu bedeuten?? Ich hoffe,Du hältst mich nicht für verrückt!?

Ich freue mich,daß Deine Mam wieder einen lieben Menschen gefunden hat! Wie war es für Dich? Ich muß sagen, ich hatte da schon meine Probleme! Habe dem Klaus das Leben schon schwer gemacht! Hab ihm gesagt, daß mein Papa sowieso viel besser war und alles besser machte! Er sagte mir dann, daß er es versteht und er weiß, daß ich meinen Papa sehr liebe! Er möchte mir nur ein väterlicher Freund sein! Ich habe mich bei ihm entschuldigt und mich geschämt für mein Verhalten! er hat mich in die Arme genommen und gesagt, daß das nur normal sei! Ab diesem Zeitpunkt war er für mich ein ganz großartiger Mensch, sehr charakterstark! Ich habe ihn sehr respektiert und lieb gewonnen!
Es ist so schade, daß auch er so früh gehen mußte!

Aber, in meinem Herzen sind Beide!

meiner Mam geht es nicht gut! Sie sagte neulich:" Es gibt so viele schlechte Menschen auf der Welt, die Anderen weh tun! Die werden steinalt! Ich hatte das große Glück, 2 wunderbare Menschen an meiner Seite gehabt zu haben, sie mußten Beide schwer krank werden und gehen! Das ist gerecht????"
Ich hatte keine Antwort für sie, aber ich merkte, wie Wut und Verzweiflung in mir hochkam!

In Gedanken an unsere Lieben grüße ich Dich für heute

Claudi
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desiree



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BeitragVerfasst am: 16.12.2008, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,
ich habe am Anfang den neuen Mann an Mama's Seite auch nicht akzeptiert und auch ich habe Klaus das Leben schwer gemacht. Doch dann habe ich ihn richtig kennengelernt und nun sind wir eine Familie. Meine Schwester hat 2 Kinder 6+3 und die sagen auch Opi zu ihm und er hat keine eigenen Kinder. Dann hat er 2 erwachsene Töchter bekommen und 2 Enkel. Und was soll ich sagen im letzten Jahr hat meine Mutter und mein Stiefvater unsere Hochzeit arrangiert. Es war so ein schöner Tag und wer hat gefehlt? Mein Papa.

Nur ich fühle mich sehr oft allein da meine Eltern 350 km von mir weg wohnen und ich sie nicht immer sehen kann. Das macht das ganze nicht leichter.

Ich halte dich nicht für verrückt,finde das ganze kann durchaus passieren.

Aber wenn du nix dagegen hast können wir auch PN's schreiben.

Gruß Désy
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Ich bin am 09.06.2003 Halbwaise geworden,mein Vater starb an Magenkrebs.01.10.05 ist Cleo( 3,5),24.12.05 ist César(4,5),25.12.05 ist Lady(1),13.03.08 ist Flecki ( 2,8 ),19.07.2009 ist Tammy(3,5)gestorben.Im Himmel wieder vereint.Ich liebe euch alle sechs!
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Claudiisttraurig



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BeitragVerfasst am: 18.12.2008, 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Desy,
vielen Dank für Deine Nachricht! Am Samstag fahre ich mit meinen Kindern und meinem Freund zu meiner Mam! Leider kann ich nicht so oft zu ihr fahren,weil ich viel arbeite! Aber, mein Stiefpapa hatte am 11.12. den 1.Todestag und ich habe jetzt schon ein schlechtes Gewissen,daß ich noch nicht an seinem Grab war! Jetzt muß ich unbedingt hin! Auch zu meinem Papa! Aber, ich wüßte auch,daß Beide sagen würden:" Ist doch schon gut,Kleines! Wir wissen,Du hast kaum Zeit! Und wir wissen,daß Du uns nie vergessen wirst!"
Ja,ich würde gern mit Dir PN`s schreiben! Was muß ich dafür tun? Muß ich mich irgendwo anmelden? Sorry, daß ich so dumm frage,habe doch davon keine Ahnung! Verlegen

Ob sie "da oben" auch Weihnachten feiern???

Liebe Grüße für heute von Claudi
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desiree



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BeitragVerfasst am: 21.12.2008, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,
die da oben feiern auch Weihnachten daran glaube ich ganz feste. Mein Papa hat es doch geliebt und alle Eltern sitzen auf den Wolken zusammen und feiern es und achten dabei auf ihre Lieben hier unten. Ich war auch lange nicht bei Papa und das werde ich morgen nachholen!

PN's schreibst du in dem du entweder auf den Namen rechts gehst dann kommst du in das Profil und kannst dort eine PN schreiben oder unter dem Beitrag ist auch eine Möglichkeit eine PN zu schreiben. Schau mal ganz unten noch unter der Signatur die ich geschrieben habe da steht Profil und PN 2 Button zum drauf drücken.

Lg und danke für deine Antwort

Désy
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