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Und dann das...

 
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ardanwen



Anmeldedatum: 20.09.2004
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 20.09.2004, 05:21    Titel: Und dann das... Antworten mit Zitat

Hallo,
ich war 17. Als ob man in dem Alter nicht schon genug Probleme hätte... Man wird erwachsen, bereitet sich auf's Abi vor und dann das... Ich fand es echt schwer damals, verstanden zu werden. Am ehesten haben das noch meine Klassenkameraden getan obwohl noch kein anderer von denen etwas Ähnliches erlebt hatte. In dem Alter nimmt einen doch eh keiner für voll. Alle sagen: "Das ist nur eine Phase, das geht vorbei, die Problemchen!" Ich hasse das Wort "Problemchen"!!! Es gibt nur handfeste Probleme. Entweder man hat welche, oder man hat keine! Keiner scheint einen zu verstehen, man ist allein. Ich musste mir damals allein helfen. Musste selber zusehen, wie ich mit dem Sterben und dem Tod umgehe. Ich meine, diese Themen waren bei uns zum Glück nie Tabu, aber es ist halt doch immer ganz anders, wenn man selbst in so einer Situation ist. Ich fand es damals schlimm, dass meine Mutter nicht miterleben konnte wie ich 18 wurde, meinen Schulabschluss und meinen Führerschein machte. Sowas teilt man doch sonst immer alles. Es sind zwar keine weltbewegenden Ereignisse, aber in dem Alter sind sie einem wichtig.
Man ist auch deswegen allein, weil der Rest der Familie auch genug mit der eigenen Trauer beschäftigt ist und keine Kraft mehr hat für die anderen. Jeder trauert auch anders und man meint oft, dass die eigene Trauer größer ist als die eines anderen. Ich musste damals auch vieles im Haushalt machen, was ich vorher nicht machen musste. Ich kam mir auch manchmal vor, wie die Putze vom Dienst und war sauer auf meinen Vater. Wollte das alles nicht mehr tun. Ich hätte meine Mutter auch oft gerne als Ratgeberin gehabt. Was soll ich nach der Schule tun? Wie war das bei dir damals? Lauter so Sachen eben. Ich bin sicher, so geht/ ging es euch auch!?

Gruß
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Pischa
Gast





BeitragVerfasst am: 06.10.2004, 20:02    Titel: klar...... Antworten mit Zitat

Ich glaub das geht jedem "von uns" so. Ich war total wütend und sauer, gleichzeitig total traurig......auch heute denk ich immer wieder : warum kann ich papa jetzt nicht anrufen und ihm das erzählen. oder als ich einen alten bekannten von papa traf der mich nicht kannte, aber anhand meines nachnamens erkannte dass ich die tochter bin, er richtete schöne grüße an meinen vater aus....da war er schon tot und es war mir total unangenehm ihm das zu sagen....in solchen situationen wollte ich aber nicht in mitleid versinken.....und so sage ich mir immer dass es anderen noch schlechter geht. ich kann es nicht rückgängig machen und keinen für den Tod verantworten oder beschuldigen. Ich habe aus allem was passiert ist nur gelernt und auch wenn es traurig ist hat es mich unheimlich gestärkt.
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Gast






BeitragVerfasst am: 08.10.2004, 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann euch alle gut verstehen, meine Mutter starb als ich 13 war.
Ich war noch ein Kind!!!!!
Auf einmal stand ich "alleine" da. Ich habe zwar eine Zwillingsschwester, aber wie schon gesagt jeder muss letzten endes selber damit fertig werden. Mich macht es heute noch fertig, dass meine Ma nichts mit erleben kann, was für mich wichtig ist, oder war. Mein 18.ter Geburtstag, meine Hochzeit, die Geburt meiner Kinder.
Das alles tut so weh wenn man an solche Dinge denkt.
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Emma



Anmeldedatum: 08.05.2004
Beiträge: 66
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 08.10.2004, 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ich war elf als Mom starb und knapp dreizehn als mein Vater starb.
Der bisher schrecklichste Tag ohne sie, war jener, an dem ich aus der Schule entlassen worden bin -sprich mein Abi in der Tache hatte.

Ich weiß,dass es ihnen immer wichtig war, das wir einen guten Abschluss machen. Tja, dass hab ich dann auch ohne geschaftt, aber ich wollte ihnen an diesem Tag so gerne zeigen, dass es geklappt hat. Ich wollte ihre stolzen Gesichter sehen. Wollte mit ihnen feiern, die Zukunft planen und einfach in den Arm genommen werden und gesagt bekommen: "das hast du gut gemacht, ich bin stolz auf dich."
Stattdessen durfte ich dieses Szenario bei all meinen Mitschülern beobachten, nur nicht bei mir. Ich habe schnellstmöglich die Flucht ergriffen. Es war schrecklich. Ich habe gemerkt, dass ich total alleine bin!!

Solche Situationen werden noch öfter kommen.

Hattet ihr eigentlich durch euer Schicksal Probleme mit euren Mitschülern? Oder Probleme Freunde zu finden, etc. ...

gruß
Emma
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Kirsten
Gast





BeitragVerfasst am: 15.10.2004, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Also ich hatte so keine Probleme mit Freunden, ich kann nur sagen das sich meine richtigen Freunde gut um mich gekümmert haben und mir versucht haben zu helfen. Aber das ist echt schwer gewesen denn wie will man richtig helfen, wenn selber die Freunde erst so jung sind? Die haben das alle nie so richtig begriffen, weil sie sowas ja nicht kannten.
Womit ich einfach tierische Probleme habe ist, dass ich wie, ich weiß gar nicht wie ich das schreiben soll. Also in der Nacht in der meine Ma gestorben ist, habe ich einen Traum/Vorahnung gehabt und zwar habe ich geträumt wie ich meine Mama wiederbelebt habe und ich mache mir jetzt wo es 8 Jahre her ist immer noch Vorwürfe. Ich denke immer noch das ich ihr hätte helfen können.
Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Das ist alles so verdammt schwer.
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Schnuffelkatze



Anmeldedatum: 06.10.2004
Beiträge: 18
Wohnort: Willich

BeitragVerfasst am: 19.10.2004, 09:59    Titel: Ihr sprcht mir aus der Seele Antworten mit Zitat

Ich kann das alles so genau nochvollziehen. Meine Mutter starb als ich 17 war, bei meinem Vater war ich 5.

Für meinen 18. Geburtstag wollte meine Ma eigentlich eine Party veranstalten. Es war schrecklich für mich 18 zu werden ohne sie dabei zu haben. Seit ihrem Tod fehlt sie überall. Wenn ich eine Prüfung hatte, oder es mir schlecht ging usw.

Ich frage mich ständig wie es wird wenn ich heirate oder Kinder kriege. Wer such mit mir das Kleid aus....?????

Ich finde es aber gut zu lesen das man mit solchen Sorgen nicht alleine ist (wie bis jetzt immer befürchtet). Da draußen gibt es leider genug Menschen denen es ähnlich ergeht wie mir selbst. Ich drücke euch alle!
_________________
Hab immer das Gefühl alleine zu sein und nicht verstanden zu werden.
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kerstin
Gast





BeitragVerfasst am: 19.10.2004, 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ihr alle,

meine mutter ist vor 3 Monaten gestorben 1 1/2 Wochen vor meinem 18sten Geburtstag. Und ich kann es nicht verstehen sie wollte ihn doch so gerne erleben... ich hätte sie so gerne an diesem Tag umarmt. Doch leider wollte das schicksal nicht das es so ist...
sie ist ein Krebs gestorben leider, sie wird so viele Dinge nicht erleben die ich noch erreichen werde und das macht mich sehr traurig.... ich kann das alles so gut verstehen
ich weiß nicht damit umzugehen

Euere Kerstin
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Gast






BeitragVerfasst am: 20.10.2004, 00:10    Titel: Antworten mit Zitat

liebe kerstin,
mein vater ist genau zehn tage vor meinem 18 gestorben...der 18. geburtstag ist ja eigentlich etwas besonderes, nur leider konnten wir beide ihn nicht so genießen, wie viele freunde es getan haben, aber darüber bin ich nicht traurig.ich bin traurig keinen vater mehr zu haben, schon allein vater zu sagen vermisse ich...aber sie haben uns nicht verlassen, sie haben immér noch ein auge auf uns und leben in uns weiter. an gebutstagen oder feiertagen, wo die abwesenheit meines vaters sehr stark zum vordergrund erscheint, bin ich sehr traurig, aber ich denke an ihn und das tröstet mich. ich habe meinen vater nicht vergessen, habe nicht vergessen wie er war, wie er sich anhörte, aber ich kann ihn nicht mehr riechen, das hört sich komisch an, aber der geruch meines vaters, war für mich geborgenheit und schutz, aber ich kann ihn nicht mehr riechen....ein mensch kann sie an vieles erinnern, aber nicht an den geruch eines geliebten menschen, weil dieser nicht mehr zurückkommt....ich wünsche dir alles gute.
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Gast






BeitragVerfasst am: 20.10.2004, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

liebe kerstin,
mein vater ist genau zehn tage vor meinem 18 gestorben...der 18. geburtstag ist ja eigentlich etwas besonderes, nur leider konnten wir beide ihn nicht so genießen, wie viele freunde es getan haben, aber darüber bin ich nicht traurig.ich bin traurig keinen vater mehr zu haben, schon allein vater zu sagen vermisse ich...aber sie haben uns nicht verlassen, sie haben immér noch ein auge auf uns und leben in uns weiter. an gebutstagen oder feiertagen, wo die abwesenheit meines vaters sehr stark zum vordergrund erscheint, bin ich sehr traurig, aber ich denke an ihn und das tröstet mich. ich habe meinen vater nicht vergessen, habe nicht vergessen wie er war, wie er sich anhörte, aber ich kann ihn nicht mehr riechen, das hört sich komisch an, aber der geruch meines vaters, war für mich geborgenheit und schutz, aber ich kann ihn nicht mehr riechen....ein mensch kann sie an vieles erinnern, aber nicht an den geruch eines geliebten menschen, weil dieser nicht mehr zurückkommt....ich wünsche dir alles gute.
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Gast






BeitragVerfasst am: 20.10.2004, 00:14    Titel: Antworten mit Zitat

liebe kerstin,
mein vater ist genau zehn tage vor meinem 18 gestorben...der 18. geburtstag ist ja eigentlich etwas besonderes, nur leider konnten wir beide ihn nicht so genießen, wie viele freunde es getan haben, aber darüber bin ich nicht traurig.ich bin traurig keinen vater mehr zu haben, schon allein vater zu sagen vermisse ich...aber sie haben uns nicht verlassen, sie haben immér noch ein auge auf uns und leben in uns weiter. an gebutstagen oder feiertagen, wo die abwesenheit meines vaters sehr stark zum vordergrund erscheint, bin ich sehr traurig, aber ich denke an ihn und das tröstet mich. ich habe meinen vater nicht vergessen, habe nicht vergessen wie er war, wie er sich anhörte, aber ich kann ihn nicht mehr riechen, das hört sich komisch an, aber der geruch meines vaters, war für mich geborgenheit und schutz, aber ich kann ihn nicht mehr riechen....ein mensch kann sie an vieles erinnern, aber nicht an den geruch eines geliebten menschen, weil dieser nicht mehr zurückkommt....ich wünsche dir alles gute.
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schnuffl



Anmeldedatum: 21.05.2008
Beiträge: 147

BeitragVerfasst am: 24.05.2008, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

ich kann euch gut verstehen...
ich bin jetzt 16, un hab mit 15 meinen vater verloren, ganz plötzlich.
un ich bin doch eigentlich mitten in der pubertät, auch wenn ich das nicht mag Auf den Arm nehmen...
tja... un jetzt, jetzt schau ich mich nicht nach jungs um oder so, weil ich denke mit so ner traurigen tussi wollen die eh nix zu tun haben...sondern ich verkriech mich...
und schule, kann ich eigentlich auch voll vergessen, leider...
ja... wie soll ich, bin ja no fast en kind..., mit dem ganzen klar kommen?! ich weiß es net!
liebe grüße
schnuffl
_________________
PAPA du warst der Beste!
I miss you!!! WHY???? will dich zurück haben!!
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smiley



Anmeldedatum: 25.05.2008
Beiträge: 103

BeitragVerfasst am: 25.05.2008, 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Schnuffl,
verkriechen ist aber nicht gut... so hab ich es auch gemacht. Ich hab keinen an mich rangelassen, mich eigentlich nie mit Freunden getroffen und alles lieber mit mir selbst ausgemacht.
Im Nachhinein denk ich mir, dass ich das alles hätte anders machen sollen. Ich hätte Leute an mich ranlassen sollen und versuchen sollen, es zu verarbeiten, nicht davonzulaufen. Denn irgendwann holt es einen ein..
Mach etwas, was dir Spaß macht, genieße das Leben, auch wenn es nach so einem Schicksalsschlag schwer ist. Und das mit den Jungs wird schon noch Winken Wieso sollten sie nichts mit einer "traurigen Tussi" zu tun haben wollen. Derjenige wird es verstehen, wenn er der Richtige ist. Und ein Freund ist eine große Stütze für so eine Zeit..
Alles Gute!
Smiley
_________________
Urteile nie über einen Menschen, wenn du seine Seele nicht kennst...
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schnuffl



Anmeldedatum: 21.05.2008
Beiträge: 147

BeitragVerfasst am: 25.05.2008, 20:21    Titel: Antworten mit Zitat

hey smiley
danke für deine antwort
ja... okay, du hast bestimmt recht. ich versuche auch, ma was mit freunden zu machen, hab nur oft keine lust dazu... aber meine mutter sagt mir dann auch immer, ich soll was unternehmen...
ja... ich habe mir manchmal auch schon einen freund "gewünscht", wenn es mir mal wieder so richtig schlecht ging... aber ich trau mich nicht, auf jungs zuzugehen...da ich bisher, also bevor dass alles war, schon enttäuscht wurde... naja...vielleicht kommt wirklich mal noch der Richtige...
danke
dir auch alles gute
schnuffl
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