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mir fehlen die Worte

 
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iser



Anmeldedatum: 03.03.2005
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 05.09.2005, 20:35    Titel: mir fehlen die Worte Antworten mit Zitat

es tut mir ja schon leid dass ich hier schon wieder rein schreibe und doch bin ich so dankbar wenigsten hier meine Gedanken niederzuschreiben.............ich habe das ganze Internet abgesucht....für Suizid Hinterbliebene, es gibt ein Forum bei Yahoo wo sich keiner meldet....

Habe mir Gedanken darüber gemacht selber was zu machen, doch ich habe keine Kraft dazu.... Weinen Weinen Weinen

Fühle mich alleine und verlassen mit dem Verlust mit den Fragen, habe versucht nocheinmal eine Therapie zu beantragen....gebe die Hoffnung nicht auf.....doch ich bin nur Kassenpatientin.....

ich erliege meinem Selbstmitleid und es kotzt mich an.... lieben Gruß iser
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hannah



Anmeldedatum: 21.02.2005
Beiträge: 128
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 05.09.2005, 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

hallo iser,
ich mal wieder Winken
dieses forum ist doch genau dafür da, dass man seinen frust und seine gefühle einfach mal raus lassen kann. manchmal hilft das, zumindest ein kleines bißchen.
es ist schwer, zu akzeptieren, dass es fragen gibt, auf die man nie eine sichere antwort bekommen wird. aber genau das ist das, was du wohl versuchen musst. kann man verstehen, dass jemand, der sich entschließt von einer brücke zu springen, in diesem moment, wo er da oben steht und sich auf den sprung vorbereitet, froh ist? zufrieden? ich kann es nicht. aber irgendwie so muss es wohl sein. wie schrecklich muss ein solcher mensch leiden, wie qualvoll muss das leben für ihn sein? ich denke, deine eltern haben sehr, sehr lange gelitten... und das leben war für sie einfach nicht lebenswert. es ist tragisch, dass DEIN leben so massiv dadurch beeinträchtigt wurde und wird - aber ich glaube nicht, dass es sich deine eltern leicht gemacht haben. sie konnten nicht anders...
hast du ihnen denn eigentlich verziehen, dass sie dich im stich gelassen haben?

warum gestaltet sich das mit der therapie so schwierig? ich meine, auch als kassenpatienten stehen einem in gewissen abständen psychotherapien zu. hast du denn schon probesitzungen gehabt? die werden doch sowieso von der krankenkasse übernommen und meines wissens kümmert sich doch dann der therapeut um den kassenantrag? da muss doch was zu machen sein!

und immer daran denken: auch wenn du dich alleine fühlst - du bist es nicht.

alles liebe,
hannah
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Brit



Anmeldedatum: 24.10.2004
Beiträge: 93
Wohnort: 29328 Fassberg

BeitragVerfasst am: 06.09.2005, 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Iser,

laß Dich erstmal ganz lieb umarmen Smilie .

Als ich Deinen Eintrag gelesen habe, war ich sehr traurig.
Liebe Iser, ich glaube Du brauchst ganz dringend Hilfe, aber langfristig.
Es geht jeden von uns mal schlecht, aber um Stärke und Kraft zu tanken, bedarf es anderer Hilfe.
Ich weiß das es auch kirchliche Einrichtungen gibt, die sich speziell mit trauernden und deren Ängsten beschäftigen. Aber eine neue Therapie wüde ich aufjedenfall nochmal beantragen.

Iser glaube mir, das Leben ist schön, laß es nur wieder ein bisschen näher an Dich ran. Schritt für Schritt.
Ach ja, was mir unglaublich geholfen hat, ich habe alles niedergeschrieben, quasi meine ganze Lebensgeschicht bis heute, mit allen höhen und tiefen, mit lustigen und mit ganz ganz traurigen Sachen.
Ich habe mir dadurch ein wenig den Frust, die Wut, die Trauer, die Angst von der Seele gschrieben. Ich bin mit dem Schreiben aber noch lange nicht fertig, es kommt jeden Tag neues dazu, bzw. ich schreibe jeden Tag etwas um. Auch eine Art von Eigentherapie.

Vielleicht ist es ja etwas für Dich.

Liebe Iser Du bist nicht allein. Auf den Arm nehmen


Alles liebe Brit.
_________________
Das Leben ist viel zu kurz, um sich um den Sinn des Lebens gedanken zu machen. Lebe einfach, jeden Tag intensiver als den vorigen.
Ich war 35 Jahre als mein Papa mit 57 Jahren freiwillig ging.
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iser



Anmeldedatum: 03.03.2005
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 06.09.2005, 20:13    Titel: danke für die Antworten Antworten mit Zitat

Hallo ihr Beiden,

erst mal Danke schön für Eure Antworten...nun es gestaltet sich schwierig mit der Therapie da ich beruflich und mit den Kindern so doll eingebunden, dass ich kaum Zeit finde...die Therapeuten die mir meine Kasse genannt haben, sind voll...habe auch andere, doch kann ich mir keine 60 Euro leisten..sie haben mir zwar Ratenzahlung angeboten, doch dass finde ich doof....muß ich mich erst krankschreiben lassen um eine Therapie zu machen, dass kann doch nicht sein???????????

Ich schreibe auch viel, kann dadurch manches loswerden doch leider nicht alles...weiß dass ich da noch mal ran muss....es ist alles im Umbruch, gehe nun einmal im Monat zu der Seblsthilfegruppe und habe nun wieder ganz zarten Kontakt zu meinen Schwestern....bin gespannt wie sie in der letzten Zeit mit dem Suizid umgegangen sind????

Drückt mir einfach die Daumen.....

PS: Ich weiß das Leben ist schön, doch leider kann ich es zu Zeit nicht richtig spüren.....doch ich trage ganz viel Hoffnung in mir...ich habe es bis hierhin geschafft und darauf bin ich stolz Winken
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Trampeldino
Gast





BeitragVerfasst am: 20.05.2006, 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Iser,

ich weiß nicht, ob es nicht schon längst zu spät ist Dir auf dieses Thema zu antworten, aber ich fand es so schrecklich, dass Du so lange wegen einer Therapie gesucht hast.
Du kannst auch als Kassenpatient alle Therapeuten nutzen (ich würde Dir aber Verhaltenstherapeuten empfehlen) und musst nicht auf Deine Kasse hören. Ich empfehle Dir die Seite www.psychotherapeutensuche.de, da kannst Du mal nach Therapeuten in Deiner NÄhe suchen.

LG
Bianca
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