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Sebsthilfegruppe für Suizidangehörige in Berlin

 
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iser



Anmeldedatum: 03.03.2005
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 17.08.2005, 22:08    Titel: Sebsthilfegruppe für Suizidangehörige in Berlin Antworten mit Zitat

Hallo,

habe ja vor einiger Zeit mich hier verabschiedet, da ich hier nicht den Austausch hatte den ich brauchte.

Bin aber der Meinung ihr sollt erfahren warum...habe an der Selbsthilfegruppe teilgenommen...es waren ca. 10 Frauen und es mir gut getan zu hören wie sie mit der Trauer nach einem Suizid umgehen.

Diese Machtlosigkeit und die Frage hätte und wenn ich????? Kann ich nur jedem empfehlen...

Alle hatten die gleichen Erfahrungen mit den Berührungängsten mit dem Suizid...will nur noch mal sagen, die braucht keiner zu haben.... Fast vor jedem Suizid geht es mit einer Depression los und dies ist eine Krankheit. Die Hinterblieben habe nicht nur den Schicksal Tod sondern noch das Tabu Thema Suizid und Depression....

Habe viel Lust dieses Tabuthema zu durchbrechen...habt ihr eine Idee???

Würde mich über eine Antwort sehr freuen....alles Liebe iser
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hannah



Anmeldedatum: 21.02.2005
Beiträge: 128
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 20.08.2005, 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

hallo iser,
es ist schön zu hören, dass du einen ort gefunden hast, wo du dich austauschen kannst und gleichzeitig ein wenig traurig, dass es 'uns' hier nicht gelungen ist, dir eine solche plattform zu bieten.

du würdest gern das tabu suizid durchbrechen? hm, kannst du vielleicht ein wenig genauer beschreiben, in welcher art und weise du dir das vorstellst? ob in deinem privaten umfeld, ob hier im forum oder in der öffentlichkeit? denn abhängig davon gibt es ja sehr viele viele möglichkeiten, wie du diesen durchbruch versuchen könntest (zeitungsbericht, interview, gründung einer eigenen selbsthilfegruppe, eine internetplattform speziell für die hinterbliebenen nach einem suizid...).

vielleicht noch eins: ich persönlich habe weder berührungsängste mit depressionen noch mit suizid, allein schon aus 'berufstechnischen gründen'. aber für mich ist es hier im forum manchmal schwer zu ersehen, ob jemand einfach nur hören möchte, dass er in seiner trauer, seiner wut und verzweiflung verstanden und akzeptiert und einfach mal in den arm genommen wird. bei dir hatte ich das gefühl, dass du eher auf der suche bist nach jemandem, der etwas sehr ähnliches durchlebt hat und der deine erfahrungen teilen kann. da ich das nicht kann, habe ich mich meist bei deinen beiträgen zurückgehalten. das bedeutet aber nicht, dass ich über diese themen nicht reden mag...

alles liebe,
hannah
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iser



Anmeldedatum: 03.03.2005
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 26.08.2005, 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo hannah,

danke für Deine Antwort...ich weiß es ja selber nicht so genau wie ich es angehen soll...das Tabuthema Suizid, Depressionen, Krankheit...bin einfach nur ein wenig verwirrt...Du fragst wo ich das Thema ändern will...tja eigentlich überall...doch dazu fehlt mir die Kraft...

Kümmere mich gerade um eine Therapie, da die Trauer zu sehr an mir zerrt...Montag ruft mich meine Krankenkasse an??????

Einen lieben Gruß iser

PS: Freue mich über jede Antwort, nicht nur von jemanden der Suizid im Umfeld hat.
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hannah



Anmeldedatum: 21.02.2005
Beiträge: 128
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 30.08.2005, 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

hallo iser,
eigentlich wollte ich dir per pn antworten, aber die mag irgendwie meinen postausgang nicht verlassen. technik... Mit den Augen rollen
ich kann deinen wunsch, das thema suizid und depressionen irgendwie öffentlich zu machen, verstehen. gegen diese mauer aus schweigen rennen wir hier alle wohl sehr häufig - denn letztlich ist das gesamte thema tod mit einem tabu belegt. und wenn man das ändern möchte, dann kostet das sehr viel kraft - egal, ob man nur in seinem bekanntenkreis damit beginnt oder in einem viel größeren rahmen. man muss sich der eigenen vergangenheit und den eigenen gefühlen stellen, man muss erklären, erzählen, beschreiben, vielleicht auch kritik und unverständnis hinnehmen. das kann verdammt schmerzhaft sein... ob man dies in kauf nimmt, kann nur jeder selbst entscheiden. du hast geschrieben, dass du momentan die kraft dazu nicht hast...
deshalb ist es wohl das wichtigste, dass du erstmal auf dich achtest. und versuchst, professionelle hilfe zu bekommen. die kann keiner hier im forum ersetzen. und wenn du das gefühl hast, das forum tut dir nicht gut, dann distanziere dich erstmal davon. meinem empfinden nach, hast du ein gutes gespür dafür, was dir gut tut und was schlecht für dich ist. deshalb versuche erstmal, für dich einen weg zu finden, mit dem geschehenen umzugehen und deine kindheit und jugend zu verarbeiten. ich denke, wenn deine therapie erfolgreich verläuft, wirst du selbst möglichkeiten finden, das thema suizid 'öffentlich' zu thematisieren.
darüber hinaus: ich denke, es tut sich was in dieser gesellschaft. wenn auch sehr langsam. aber mittlerweile gibt es bereits viele menschen, die sich zu einer psychischen erkrankung bekennen. auch menschen, die in der öffentlichkeit stehen. auch der ruf der psychiatrie und psychotherapie beginnt sich zu ändern... in den nächsten jahrzehnten werden einige mauern fallen.

dir wünsche ich, dass deine therapie bewilligt wird und dass du einen fähigen und guten therapeuten findest. und dass du die kraft findest, dich mit all dem auseinanderzusetzen und dass deine familie dich unterstützt (auch wenn sie dich vielleicht nicht verstehen kann). und ich hoffe, dass du trotzdem ab und zu hier im forum vorbeischaust und vielleicht erzählst, wie es dir geht.

alles liebe,
hannah
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