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Papa, du fehlst mir so...

 
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Hanna



Anmeldedatum: 27.10.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 27.10.2010, 21:55    Titel: Papa, du fehlst mir so... Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen! Ich bin neu und stell mich kurz vor, also ich heiße Hanna, bin 23 Jahre alt, seit drei Wochen verheiratet und habe am 18.04.10 den wichtigsten Menschen in meinen Leben an Krebs verloren.
Ich bekomme momentan gar nichts hin, habe Probleme beim Artmen, Alpträume, kurz gesagt mir geht es beschissen!
Mein Papa war seit dem ich denken kann alles für mich, umso schwerer kann ich akzeptieren, dass mein letztes Gespräch mit Ihm Streit war. Ich war nicht bei ihm als er mich brauchte! Ich hatte zu dem Zeitpunkt keinen Kontakt mit meiner Mutter, obwohl er mich doch ständig darum bat, mich mit ihr zu versöhnen! Bei unseren letzten Gespräch ging es um meine Hochzeit, er meinte er würde nicht alleine kommen! Für mich war das Thema erledigt, ich war so sauer und so dumm! Ich erfuhr viel zu spät von meinen Bruder, dass papa im Krankenhaus liegt! Ich wusste, dass Mama jeden Tag bei ihm war und hab mich deswegen nicht hin getraut! Papa viel ins Koma und ich hatte solche Angst! Ich rief meine Mama an und wir haben uns ausgesprochen! Das war am 16.04, am 17.04 musste ich leider arbeiten, am 18.04 wollten wir ihn zusammen überraschen, er hätte sich do gefreut! Leider verstarb er am morgen...Bitte gebt mir Tipps, wie soll ich damit lernen zu leben?!?! Über jeden Tipp, oder einfach nur ein bisschen reden, wäre ich sehr dankbar!
Lieben Gruß, hanna
_________________
Ich wäre gern ein Engel, der dich besucht...
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Winniepuh



Anmeldedatum: 05.11.2006
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 20.11.2010, 03:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Tut mir echt leid wie das bei dir gelaufen ist...
Was soll man in so einem Moment raten oder sagen???
Ich habe sehr viele Bücher über das Leben nach dem Tod gelesen. In der ersten Trauerphase nachdem meine Mama gestorben war, hat mich das ziemlich aufgebaut.
Die Kurzfassung: Das Universum verschwendet nichts,...alles was existiert ändert lediglich seine daseinsform.
Wenn man das so sieht, dann würde das bedeuten, daß die leblose Hülle nach dem Tod zerfällt, und das was einen Menschen ausmacht fortbesteht, in einer Form die wir mit unserem kleinen Verstand nicht fassen können.
Folglich muß man zu dem Schluß kommen, daß dein Papa die Versöhnung mitbekommen hat, nur auf einer anderen Ebene.
Ich bin kein sehr gläbiger Mensch, aber so wie das in diesen Büchern steht, kann es fast nicht mit dem Tod vorbei sein.
Daher bin ich fest davon überzeugt, dein Papa hat sich noch gefreut, aber ER konnte es dir nicht mehr sagen.

Vielleicht hilft dir das weiter...und denke daran: Du bist ein Teil von ihm, und das ist eine unumstößliche Tatsache. Er hat dich bis zu dem Punkt in deinem Leben begleitet, und das was du in den 23 Jahren an Erziehung von ihm mit auf den Weg bekommen hast, macht dich zu einem starken Menschen.....so stark, daß du irgendwann damit umgehen kannst wie es gelaufen ist.

Über pn kannst du dich gerne melden, wenn du diese Bücher lesen möchtest.

Hoffentlich konnte ich dich ein wenig aufbauen!
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Butterfliege



Anmeldedatum: 23.11.2010
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 24.11.2010, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ihr beiden
ich (25) habe auch meinen vater verloren, vor einem halben jahr bei einem unfall. seither läuft es in meinem leben nicht mehr so wie es sollte. sein tod beschäftigt mich täglich, und ich träume fast jede nacht davon.
seither ist meine einstellung zum leben sehr negativ. ich hatte schon einige schwere zeiten in meinem leben und vor ein paar jahren leichte depressionen, die ich dann aber überwunden habe. doch jetzt wurden diese wieder ausgelöst.
ich verstehe die welt nicht mehr, wieso ist das schicksal so ungerecht?
liebe grüsse
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Winniepuh



Anmeldedatum: 05.11.2006
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 07.12.2010, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Das Schicksal kann manchmal sehr hart sein...und wir sehen das auch oft als ungerecht an.
Ich habe damals auch immer gefragt, was meine Mama wohl verbrochen hat in ihrem kurzen Leben, wo sie immer nur darum gekämpft hat glücklich zu werden. Warum hätte es nicht jemanden trffen können, der böse, hinterhältig und gemein ist????
So schlimm wie es auch klingt, aber auch diese Leute haben wohl auch Familie und deren Kinder fragen sich dann wohl das Gleiche, oder?
Dann habe ich mich gefragt was das alles für einen Sinn haben soll, und warum gerade ich in dieser Situation stehe......
Eine eindeutige Antwort konnte ich nicht finden, aber ich weiß daß ich an dieser Sache gewachsen bin. Wenn man es schafft nach dem Tod der Eltern wieder aus dem Tal der Tränen raus zu kommen kann man sagen: Danke Mama daß du mir die Kraft gegeben hast, in dieser Welt immer ein mal mehr aufzustehen als ich hinfalle!
Der Tod unserer Mutter macht uns mit einem Schlag erwachsen...und es ist sehr schwer, sich in jungen Jahren damit zurechtzufinden....
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didi-95



Anmeldedatum: 30.12.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 30.12.2016, 22:31    Titel: Meine Möglichkeiten Antworten mit Zitat

Ich habe meinen Vater verloren, und somit meine bessere Hälfte. Die andere Seite eines Teams und den Menschen der mich am meisten verstanden hat. Es ist grad fünf Monate her und noch unbegreiflich.
Ich habe angefangen einen Blog zu schreiben.Für mich und für andere von denen ein Elternteil starb. Ich schreibe zwar viel über meinen Vater aber auch über meine Gefühle und Gedanken. Vielleicht hilft es ja.Liebe grüße
https://meinrefugium.wordpress.com
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