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Warum ist meine Mutter so?

 
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Katharina



Anmeldedatum: 17.12.2004
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 21:50    Titel: Warum ist meine Mutter so? Antworten mit Zitat

Hallo, Ihr Lieben,

mein Dad ist im November 2003 gestorben und meine Ma hat das alles überhaupt nicht verkraftet. Im Gegenteil sie hat ihren Trost über mehr als ein Jahr hinweg im Alk gesucht. Mein Bruder, mein Mann und ich waren immer für sie da ( und ihr könnt mir glauben, dass das nicht leicht bei einem Alki ist ).
Anfang letzten Jahres hat sie dann den Absprung geschafft und ist seitdem auch wirklich trocken.
Im Juni fing es an, dass sie einen Mann getroffen hat. Und wir hatten allesamt kein Problem damit. Im Gegenteil, wir haben uns für sie gefreut. Der Mann war selber gerade Witwer geworden und sie haben sich gegenseitig auch viel Trost gespendet.
Ich mag ihren neuen Freund und er tut ihr auch gut.

Aber jetzt gibt es ein paar Dinge, die mich belasten.
Zum ersten wäre da, dass meine Mutter schon immer der Meinung war, sie wäre etwas besseres. Wer ihr den Floh ins Ohr gesetzt hat, gehört bis heute der Hintern versohlt. Mein Dad war das genaue Gegenteil, beruflich ein hohes Tier, aber immer auf dem Teppich geblieben.
Der neue Freund meiner Mutter "stinkt" vor Geld. Ich gönne ihm das von Herzen und bin der Meinung, dass er sich das auch verdient hat. Aber meine Ma dreht jetzt schon völlig ab. Sie entwickelt sich langsam zu einer richtigen arroganten "Frau Neureich".
Ich habe keine Ahnung, wie ich ihr den Zahn ziehen soll.

Dann gibt es da ein paar andere Sachen, die für mich ( uns ) absolut unverständlich sind.
Meine Eltern hatten sich in den letzten gemeinsamen Jahren ( leider ) zu den totalen Sesselpupern entwickelt. Meine Ma war den ganzen Tag zu Hause ( und hatte ja so einen Stress mit dem Haushalt ) und mein Dad hat wirklich viele Stunden geackert. Er hat so oft versucht meine Ma dazu zu kriegen, etwas zu unternehmen. Und wenn es eine Spazierfahrt o.ä. war. Sie hat fast alles abgeblockt. Das war auch schon zu den Zeiten so, wo ich noch zu Hause gewohnt habe.
Ihr neuer Freund ist ganz anders. Wenn er nicht jeden Tag ne Stunde walken war, geht es ihm nicht gut.
Letzte Woche sagt meine Mutter doch zu mir, wie gut ihr das tut und das mein Dad zu so etwas ja nie zu bewegen sei. Da ist mir wirklich alles aus dem Gesicht gefallen und ich habe ihr erst mal die Meinung gegeigt. Mein Bruder und mein Mann haben direkt in das gleiche Horn getutet und sie war nachher sehr kleinlaut.

Und das ist nur ein Beispiel von vielen... Dinge, die mein Dad gemacht hat, sind auf einmal alle nur auf ihre Initiative hin geschehen usw. Ich kenne die Wahrheit und Familie, Freunde und Bekannte auch. Aber vor Fremden steht mein Dad jetzt wie ein Depp da.
Das macht mich so wütend, dass ich es kaum in Worte fassen kann.

Heute aber hat sie den Vogel abgeschossen. Meine Ma wohnt jetzt alleine in einem schönen Häuschen. Sie hat soviel Geld "versoffen", dass es teilweise so aus sah, dass sie das Haus verlieren wird. Und wenn meine Großeltern, meine Bruder, mein Mann und ich nicht Geld rein gepulvert hätten, hätte es sehr schlecht ausgesehen.

Sie hat so rumgeheult, dass Haus, in dem ihre Kinder groß geworden sind, dass Haus, in dem sie so viele Jahre glücklich mit unserem Vater war usw.
Das haben wir gehört bis zum erbrechen.

Ihr neuer Freund hat ihr Weihnachten ein Haus gezeigt, dass er für die beiden bauen will. Jetzt soll das "alte" Haus dann weg. Auf einmal ist es egal, dass es mein Elternhaus ist, auf einmal ist es egal, dass mein Dad dieses Haus so abgöttisch geliebt hat usw.

Wenn sie das Haus z.b. an meinen Bruder vermieten würde, wäre das ja alles ok. Es ist auch nicht so, dass sie das Geld als Kapital braucht.

Leider neige ich dazu, den Freund meiner Ma, für vieles Verantwortlich zu machen, wo der arme Kerl gar nichts für kann.

Vielleicht habt Ihr ja eine Idee, wie ich mich verhalten soll! Ich bin wirklich ratlos.
Und selbst, wenn auch Euch nichts einfällt, hat es einfach mal gut getan, alles aufzuschreiben.

Ganz liebe Grüße

Katharina
_________________
Ende 2003 ist mein Papa urplötzlich von mir gegangen und ich vermisse ihn jeden Tag aufs Neue.
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hannah



Anmeldedatum: 21.02.2005
Beiträge: 128
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 09.01.2006, 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katharina...
Ich kann gut nachvollziehen, wie Du Dich fühlst. Und ich wäre mindestens genauso wütend, denn irgendwie beschmutzt Deine Mutter ja das Andenken an Euren Vater.

Ich kann Dir nur einen Rat geben: Rede mit ihr. Am besten gemeinsam mit Deinem Bruder. Sagt ganz deutlich, was Euch gegen den Strich geht und wie sehr Euch das wütend macht und verletzt. Macht ihr klar, dass ihr nichts dagegen habt, dass sie wieder glücklich ist und dass ihr euch mit ihr freut - aber dass das nicht auf Kosten Eures Vaters gehen darf. Vielleicht ist es Eurer Mutter gar nicht klar, was sie da so erzählt - vielleicht erscheint ihr die Vergangenheit ein wenig verklärt. Auch für das Haus müsst ihr eine Regelung finden, vielleicht dass es tatsächlich einer von Euch übernimmt. Und die Lösung müsst ihr gemeinsam als Familie finden...

Was den neuen Freund Deiner Mutter angeht - was hältst Du denn davon, wenn Du Dich mal allein mit ihm auf nen Kaffee triffst? Du hast geschrieben, dass Du ihn prinzipiell magst - deshalb geh ich mal davon aus, dass Du auch ganz gut mit ihm reden kannst. Wirb doch mal bei ihm um ein bißchen Verständnis für Eure Situation. Wenn er selbst Witwer ist, und vielleicht sogar Kinder hat, dann kann er Dich sicher verstehen. Vielleicht kann er Deine Mutter auch etwas bremsen - und mit nach einer Lösung für das Haus suchen? Wenn Du ihm einfach mal erklärst, wie sich für Dich die ganze Sache darstellt...

Liebe Grüße,
Hannah
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Katharina



Anmeldedatum: 17.12.2004
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 11.01.2006, 22:08    Titel: Warum ist meine Mutter so? Antworten mit Zitat

Liebe Hannah,

danke, für Deine Antwort und Deine lieben Ratschläge!

Mit meiner Mutter zu reden ist leider nicht so einfach. Wir haben es schon mehrfach versucht und es hat nie gefruchtet.

Das ist es ja, was uns zusätzlich so verletzt. Wir hatten wirklich eine richtig tolle, liebevolle Kindheit. Auch nachdem wir bereits von zu hause ausgezogen waren, war immer prima Kontakt da. Jetzt ist unser Papa nicht mehr da und die Herzlichkeit ist weg. Wir fühlen uns als wenn unsere Mutter uns jahrelang nur etwas vorgespielt hat, weil unser Dad es so wollte.

Und mit dem Freund von meiner Mutter kann man auch nicht über so etwas reden. Ich mag ihn zwar, aber als Vater ist er leider eine absolute Niete. Er hat ein sehr schlechtes Verhältnis zu seiner Tochter ( wenn ich ehrlich bin, wenn ich so einen Vater hätte, hätte ich den Kontakt schon lange abgebrochen ).
Er kann sich leider überhaupt nicht in die Gefühlswelt von anderen reinversetzen.

Wie Du siehst, stehen wir auf ziemlich verlorenen Posten.

Mein Bruder und ich haben beschlossen, den Kontakt zu unserer Mutter nur noch minimal aufrecht zu erhalten und irgendwann wird es ihr bestimmt auffallen und sie wird danach fragen. So hoffen wir zumindest!

Nochmals danke und liebe Grüße

Katharina
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iser



Anmeldedatum: 03.03.2005
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 12.01.2006, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katharina,

ich kann mich hannah nur anschließen...versuche noch einmal mit Deiner Mama zu reden und stell Deine Kindheit nicht in Frage....behalte sie in Erinnerung und Du weißt wie das Wesen von Deinem Papa wahr...dieses Wesen kann niemand beschmutzen da Du die Wahrheit kennst...und ich denke Dein Papa ist sehr stolz auf Dich...also ich wünsche Dir vom ganzen Herzen die Kraft mit Deiner Mama einen Weg zu finden....alles liebe iser
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Katharina



Anmeldedatum: 17.12.2004
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 15.01.2006, 02:57    Titel: Warum ist meine Mama so? Antworten mit Zitat

Lieber Iser,

danke Deine lieben Worte!

Wir ( mein Bruder und ich ) haben gestern einen Versuch unternommen mit meiner Mutter zu sprechen.
Aber leider ist es wieder einmal gescheitert. Ich habe den Eindruck, sie will uns einfach nicht verstehen.

Wir werden jetzt erst mal auf totale Sparflamme stellen und abwarten was passiert. Schlimmer kann es eh nicht werden.

Herzliche Grüße

Katharina
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desiree



Anmeldedatum: 23.03.2004
Beiträge: 662
Wohnort: Tief im Westen

BeitragVerfasst am: 15.01.2006, 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katharina,
es ist traurig,wenn die eingene Mutter so wird und den Mann den sie einmal geliebt hat schlecht macht.Wenn sie nicht darüber reden möchte dann haltet den Kontakt nur auf Sparflamme,vielleicht versteht sie dann das sie Mist gebaut hat,denn wenn ihr etwas an euch beiden liegt wird sie es schon merken! Mir geht es mit meiner Schwester so aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht in diesen Beitrag!
Ich wünsche dir das es klappt was ihr beiden euch vornehmt und das ihr zusammen haltet,egal was passiert!
Ich drück dich und deinen Bruder!
Désy
_________________
Ich bin am 09.06.2003 Halbwaise geworden,mein Vater starb an Magenkrebs.01.10.05 ist Cleo( 3,5),24.12.05 ist César(4,5),25.12.05 ist Lady(1),13.03.08 ist Flecki ( 2,8 ),19.07.2009 ist Tammy(3,5)gestorben.Im Himmel wieder vereint.Ich liebe euch alle sechs!
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iser



Anmeldedatum: 03.03.2005
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 15.01.2006, 14:20    Titel: Geb nicht auf Antworten mit Zitat

Hallo Katarina,

schade dass Deine Mutter Euch nicht versteht...vielleicht kann sie nur so mit dem Tod umgehen...wer weiß, Du weißt aber wie Dein Papa war und wirst dies nie vergessen...ich wünsche Dir viel Kraft und alles liebe iser
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eorie



Anmeldedatum: 27.12.2004
Beiträge: 53
Wohnort: Hanau

BeitragVerfasst am: 16.02.2006, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katharina,

meinst du wirlich, deine Mutter könnte euch bisher nur eine Rolle vorgespielt haben? Also ich halte grundsätzlich alles für möglich, aber ist es nicht eher jetzt eine Rolle die sie spielt? Ich kenne deine Mutter nicht, aber ich würde mich da eher iser anschließen und vermuten, dass es ihre Art ist mit der Situation umzugehen. Du schreibst ja schon, sie habe den Tod ihres Mannes überhaupt nicht verkraftet und erst einmal viel getrunken. Und der Floh, sie sei etwas Besseres, klingt nach einem schlechten Selbstwertgefühl. Insgesamt hört sich ihr Verhalten so an, als sei sie sehr unsicher ohne euren Vater und suche nun eine neue....ja....Fassade. Ich kann mir vorstellen, wie nervig das sein kann. Vor allem, wie fühlst du dich, wenn deine eigene Mutter solche Attitüden an den Tag legt?
Ich würde bestimmt auch den Kontakt erst einmal reduzieren, befürchte aber es wird nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen. Warum sollte ihr der Gedanke kommen, sie habe etwas falsch gemach? Wurde sie vom Leben nicht schon genug gestraft? Wenden sich noch die undankbaren Kinder ab! Scheinbar hat sie ja die Tendenz vergangene Tatsachen zu verdrehen. Deshalb muss das Andenken an euren Vater leiden. Um jemanden der so fehlerhaft war, muss sie auch nicht trauern. Und sie kann wütend sein, dass er sie verlassen hat.

Abstand zu nehmen, wenn eure Mutter verletztend und unzugänglich ist (ich hoffe ja es ist eine Phase), kann nicht schaden. Aber dann euretwegen und nicht als Abmahnung. Wie oft haben hier Leute im Forum geschrieben, ein Elternteil habe lieber den Kontakt zu den Kindern abgebrochen, als sich das eigene Verhalten vorwerfen zu lassen. Grade in Bezug auf einen neuen Lebenspartner oder Neugestaltung der Wohnung, des Hauses, des Lebens. Eltern sind Eltern und sollten Vorbild sein, aber sie haben ein Recht darauf Fehler zu machen.
Es ist bestimmt sehr anstrengend, einem geliebten Menschen dabei zu sehen zu müssen, wie er sich selbst belügt und schadet. Manche Erfahrungen können Menschen nur selbst machen. Und das dürfte auf eure Mutter ebenso zutreffen. Den Alkohol hat sie schon überwunden, vielleicht auch die Selbstblendung.

Ich wünsche dir und deinem Bruder viel Geduld und Verständnis,

lieben Gruß,
eorie
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Steffie



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Beiträge: 54
Wohnort: Adendorf (Lüneburg)

BeitragVerfasst am: 23.02.2006, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katharina!

Ich glaube ich kann mich sehr gut in dich hineinversetzen. Meine Mutter ist im April 2001 gestorben. Nach dem Tod von ihr hatten mein Vater und ich ein sehr gutes Verhältnis wir haben da immer viel unternommen und es tat uns beide gut über den Schmerz etwas hinweg zukommen. Ich hatte nämlich auch so manches mal die Befürchtung er würde seine Trauer im Alkohol versenken. Aber er hat es in den Griff bekommen. Dann vor 3 Jahren hat er eine Frau kennengelernt, ich war schon ganz froh und hab mich für ihn gefreut, denn auf ewig konnte er nicht alleine bleiben, aber diese Frau hat ihn total verändert. Meine Mutter hat damals ihr Elternhaus überschrieben bekommen, wo er mit meiner Oma zusammen noch wohnte. Meine Oma unten und er oben. Als sie aber hierer kam wurde auch vieles schlecht gemacht, er wollte nicht mehr in dem Haus wohnen. Also zog er mit ihr und den 3 Kindern zusammen. Und immer mehr vergaß er plötzlich seine eigene Tochter. Ich bin jetzt zwar schon knapp 27, aber ich habe in kurzer Zeit viele meiner Familienmitglieder verloren, da wäre er eigentlich mein "einziger" Halt. Ich kann froh sein, das ich so einen lieben Freund habe, der mich super unterstüzt. Nun ja, meine Oma starb dann aber auch letztes Jahr und somit war das Haus leer. Er hat sofort gesagt, das er dort nicht wieder hinziehen werde und somit war es nun an meiner Person zu entscheiden. Ich wollte auch nicht so recht, weil mich halt alles an meine Mutter, Oma und Opa erinnert, aber weg sollte es auch nicht. Wir sind eingezogen und mein Vater war erstmal nicht mehr gesehen. So ganz sporadisch hört man was von ihm, aber auch nur wenn es sein muß. Reden hab ich auch schon versucht, aber er begreift nix. Er läßt sich zu sehr von seiner jetzigen Frau (geheiratet haben sie nun auch) beeinflussen. Alles ist wichtiger, nur seine Tochter nicht!!! Also kann ich da eure Erfahrung gut nachvollziehen. Es tut weh und man ist irgenwann hilflos un weiß nicht mehr weiter!! Ich hoffe wie bei euch, das irgendwann der Zeitpunkt kommt, wann er aufwacht. Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute!
Liebe Grüße, Steffie


Zuletzt bearbeitet von Steffie am 23.02.2006, 14:18, insgesamt einmal bearbeitet
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Fantine



Anmeldedatum: 18.12.2004
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 26.10.2006, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Katharina,

auch ich kann da (leider) mitreden, meine Mutter verhält sich genauso. Sie interessiert sich für garnichts mehr außer für diesen Mann.....Sie hat kein Ohr mehr für Ihre Kinder und was noch viel schlimmer ist sie interessiert sich überhaupt nicht mehr für mein Kind, ihr einziges Enkelkind. Alles was dieser Mann macht ist toll, alles was sie früher gemacht hat zählt nicht mehr, sie hat sich zu einer puren Egoistin verwandelt, denkt nur noch an sich und nicht mehr an ihre eigenen Familie. Geschockt
3 Jahre habe ich gebraucht um damit klar zu kommen, habe still ins Kissen geweint und war sogar in ärztlicher Behandlung weil es mir echt schlecht ging. Reden mit ihr ist unmöglich, ich habe sogar das Gefühl dass sie mich überhaupt nicht versteht.....alles was ich sage begreift sie garnicht .....das ist als wenn man sich auf zwei Ebenen unterhält...

Ich habe nun beschlossen mich um nichts mehr zu kümmern, ist nicht ganz einfach, denn wir leben unter einem Dach, aber es geht. Ich rede nichts mehr mit ihr, frage nichts mehr, gehe nicht mehr zu ihr. Ich bin einfach nur Mieter in meinem Elternhaus, denn anders gehe ich kaputt und werde krank, jeder lebt sein eigenes Leben und damit komme ich ganz gut klar, aber ich habe 3 JAHRE dafür gebraucht. Natürlich tut es mir immer noch leid, dass die Ursprungsfamilie kaputt ist aber was nützt es wenn nur mir es leid tut und sonst niemandem? Die Leidtragende bin ich und das kann auch nicht sein.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Ausdauer bei Deinem Vorhaben auf Sparflamme zu gehen. Und ein Trost für Dich : Bei vielen ist es so wie bei Dir und mir.
Alles Liebe
Daniela Winken
_________________
Mein Vater starb am 25.05.2001. Er war unheilbar an Magenkrebs erkrankt und hat sich an diesem Tag das Leben genommen.
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claudd



Anmeldedatum: 18.06.2015
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 14.11.2015, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Wie läuft es denn jetzt ?
_________________
Es ist fast wie im richtigen Leben... darum heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.
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