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Mein Papa hat sich an Weihnachten erhängt

 
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tieftraurig2014



Anmeldedatum: 04.01.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 04.01.2015, 21:41    Titel: Mein Papa hat sich an Weihnachten erhängt Antworten mit Zitat

Ich kann es noch immer nicht glauben.
Er hat für sich den Freitod gewählt und uns einen Scherbenhaufen hinterlassen.
Meine Eltern waren 34 Jahre verheiratet. Es war keine Bilderbuchehe.
Häusliche Gewalt meiner Mutter gegenüber, gab es schon seit ich denken kann.
Und trotzdem gab es auch schöne Zeiten.

Doch die letzten Jahre waren so schlimm, das meine Mutter mittlerweile unter schweren Depressionen leidet. Sie ist 56 und hat jetzt schon Frühstadium Demenz.
Sie durfte nichts alleine machen. Daher ist sie auch nicht mehr in der Lage über haupt
ein eigenes Leben ohne Hilfe zu führen.

Nun war Sie 6Wochen zur Reha und hat sich entschlossen, sich zu trennen, bevor sie völlig
in der psychiatrischen landet. Das wollte er nicht wahr haben. Zudem haben wir erst im Nachhinein erfahren, das unser Vater an Krebs erkrankt war.
Das alles hat wohl nun dazu geführt, das er sich in seiner Wohnung erhängt hat.
Ich komme mir vor, wie in einem schlechten Film.

Wir haben Anfang 2014 erst unsere Oma, die Mutter meiner Mutter beerdigt.
Vor drei Jahren mussten wir unsere 6 Wochen alte Tochter gehen lassen.
Das alles will einfach kein Ende nehmen.
Wie kommt ihr nur damit klar, das sich ein geliebter Mensch so einfach aus eirem Leben stiehlt.

Er wollte keinerlei Hilfe.

Glg tieftraurig2014
_________________
Mein Papa *05.01.1943 +25.12.2014{
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verweht



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Beiträge: 121
Wohnort: germany

BeitragVerfasst am: 05.01.2015, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Mit der Tatsache, daß ein Mensch sterben kann, kann ich umgehen.

Mit der Entfesslung des fortwährenden Wahnsinns und den etlichen Folgeschlägen verhält es sich anders.
Da sieht es gesundheitlich bei mir so aus, daß meine Physis und der Irrsinn wohl einen Wettstreit ausfechten, wobei nicht klar ist, wer gewinnen wird.
Und wenn man merkt, daß man nichts entgegensetzen kann, dann wird es ein Aufenthalt in der Fritteuse der Ohnmacht.
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tieftraurig2014



Anmeldedatum: 04.01.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 06.01.2015, 23:10    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist alles so unwirklich.
Ein schlechter Traum aus dem ich versuche aufzuwachen.
Doch ich bin wach. Die Frage nach dem Warum?
quält einen am meisten.

Er hätte doch nur mit uns reden müssen.
_________________
Mein Papa *05.01.1943 +25.12.2014{
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verweht



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Beiträge: 121
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BeitragVerfasst am: 07.01.2015, 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es mit dem Reden nur immer so einfach wäre….
Aber auch an die Anwesenheit des Unwirklichen gewöhnt man sich irgendwann. Die Frage nach dem Warum, die führt ihr Eigenleben. Aber mit der Zeit erweist sie sich als Unerfüllbarkeit und Belastung.
Und mal ehrlich, wenn einer käme und würde Dir für den Wahnsinn noch eine plausible Erklärung geben, eben, warum es sein mußte, - glaubst Du, Du würdest das aushalten, - die Logik des Wahnsinns ?
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tieftraurig2014



Anmeldedatum: 04.01.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 07.01.2015, 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Da hast du wohl recht. Eine Antwort auf das Warum? bekommen wir nie. Danach frage ich seit drei Jahren nach dem Tod unserer Tochter auch nicht mehr.
Im Reden war er nie der stärkste. Er war ein Mensch, der immer alles mit sich selbst ausgemacht hat.
Ich denke, nach der Beerdigung wird es besser sein. Er hat seinen
Frieden gemacht und sich für diesen Tod entschieden. Das müssen wir akzeptieren. Auch wenn es dauern wird. Es wird besser.
_________________
Mein Papa *05.01.1943 +25.12.2014{
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