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angst freunde zu verlieren

 
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lotta
Gast





BeitragVerfasst am: 18.08.2005, 01:09    Titel: angst freunde zu verlieren Antworten mit Zitat

mein vater ist vor 1 1/2 kebs gestorben.
seitdem hat sich in meinem verhalten zu meinen freunden etwas geändert was mir angst macht.
ich bin nach außer immer ein sehr starker mensch gewesen, freund ezu finden war nie sehr schwer. klingt das arrogant? ich mein ja nur, dass immer alle glauben, dass ich taff bin und selbstsicher. naja seit mein vater tot ist hab ich in beziehungen zu freunden mmer wieder angst das meine freunde gar nicht meine freunde sind. das sie mich nicht mögen und von mir weggehen falls ich mal nicht funktioniere.
am wohenende hat mich ein sehr guter freund von der seite blöd angemacht. nur ein spruch, er meinte es nichr böse. cih bin aber gleich ausgetickt, hab geweint und mich gefragt ob er soetwas sagt weil er mich nicht mehr mag. auch wenn freunde sich länger nicht melden bekomm ich angst, dass ich ws falsch gemacht hab. bei meiner mama ist es am schlimsten. kaum ist die totale harmonie mit jemand gestört denke ich, cih hab was falsch gemacht. kennt ihr das?
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Danie



Anmeldedatum: 01.08.2005
Beiträge: 20
Wohnort: Neu-Isenburg

BeitragVerfasst am: 18.08.2005, 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Lotta,


ich glaube, Jeder hier kann das, was Du fühlst sehr gut nachvollziehen, da er es mehr oder weniger selbst durchmachen muß.
Mein Dad ist vor 3 Jahren an Krebs gestorben und seit dieser Zeit hat sich ein unendliches Mißtrauen gegenüber meiner Umwelt in mir breitgemacht. ICh kenne sehr gut dieses Gefühl, wenn man Panik bekommt, wenn sich Freunde aus irgendwelchen sehr verständlichen Gründen (z.B. einfach keine Zeit oder so) nicht melden. Das sind Momente, in denen ich fast durchdrehe und hysterisch werde (so war ich früher nie, ehrlich nicht).
Ich habe erst vor ca. 2 Wochen festgestellt, daß das eine Sache ist, an der ich ernsthaft für mich arbeiten muß. Ich glaube, man nennt sowas Verlassensangst....Jeder von uns wurde von einem geliebten Menschen "verlassen" und man hat Angst, daß das noch einmal passiert.
Ich habe mir ein leeres Buch gekauft, quasi eine Art Tagebuch, in das ich reinschreibe, wenn ich diese "Panikattacken" habe. Ich habe es "The panic book" getauft. Ich mache das noch nicht lange, aber ich beruhige mich in den Momenten meistens wieder sehr schnell. Vielleicht hilft Dir das auch etwas?!
Wie Du siehst, Du bist nicht alleine damit.....
In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Liebe und würde mich freuen, mal ab und an von Dir zu hören, ob es vielleicht schon besser wurde.

Danie
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Sarah88



Anmeldedatum: 19.03.2005
Beiträge: 45
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 18.08.2005, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Lotta,

ich kenne das auch. Besonders kurz nach dem Tod meines Vaters, kam ich mit meinen Freunden nicht klar. Wobei ich nicht meine, dass wir uns gestritten haben oder so, es war einfach anders. Irgendwie steif und gekünstelt.
Das ist aber wohl ganz normal. Salopp gesagt, haben wir doch eine ganz neue "Erfahrung" gemacht; es ist ein Elternteil gestorben. Da kann ausnahmsweise auch ein Freund nicht mitreden. Außerdem gibt es diese Berührungsängste. Genrell finde ich, man kann besser etwas Falsches sagen, als gar nichts. Leider trauen sich viele nicht.

Jedenfalls solltest du dir keine Sorgen machen. Es ist ok, wie du dich verhälst. Und mit der Zeit wird es sich bestimmt legen.

Gruß, Sarah
_________________
Mein Vater starb am 25.02.2005 an Krebs, 10 Tage vor meinem 17. Geburtstag.
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Nordlicht



Anmeldedatum: 16.10.2004
Beiträge: 132
Wohnort: bei Schleswig

BeitragVerfasst am: 18.08.2005, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

seit dem tod meiner mama habe ich auch eine extreme verlustangst. sei es eine nahestehende person durch tod zu verlieren oder auch eine freundschaft, die zu bruch geht. diese verlustangst hatte ich zwar auch schon vor dem tod meiner mama, aber dadurch wurde sie noch mehr verstärkt. wie schnelle alles gewohnte zerbrechen kann. man kann nur versuchen, einen weg für sich zu finden, damit zurecht zu kommen. ich denke, dass ich meine verlustangst in meiner neuen zweiten therapie auch verarbeiten werde. angesprochen habe sie jedenfalls schon. die idee mit dem buch finde ich sehr gut. mir hilft es auch immer, wenn ich darüber rede oder auch schreibe. das befreit.
_________________
The sun will always rise ... and bring the light...
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eorie



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Beiträge: 53
Wohnort: Hanau

BeitragVerfasst am: 20.08.2005, 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

Habe mich jahrelang vor dem Verlassen werden versucht zu schützen und bin einfach keine tieferen Beziehungen mehr eingegangen. Ich hab es gar nicht gemerkt. Erst jetzt weiß ich wieder, was es heißt zu vertrauen und sich auf andere zu verlassen. Trotzdem habe ich Angst meine Freunde zu verärgern. Ich halte es nicht gut aus, wenn jemand böse mit mir ist. Es ist jeden Tag auf's neue eine Aufgabe, mich nicht von meinen Ängsten in die Irre leiten zu lassen, sondern zu tun, was mein Gefühl mir sagt. Das Gefühl ist eine ganz leises Stimmchen, dem ich gut zureden muss, damit ich es wieder hören kann. Im Moment ist der Kopf noch sehr laut. Und der hat nicht immer recht.
Es ist wichtig sich selbst vertrauen zu können. Wenn man die Sicherheit und den Glauben in die Welt, das Schicksal oder Gott verliert, wird man von Unsicherheit geplagt. Auch ob einen die Freunde so mögen, wie man ist. Magst du deine Freunde, auch wenn sie dir unrecht tun, sich unmöglich aufführen oder mal übergehen? Bestimmt. Warum sollte es ihnen anders gehen?

Grüß dich,

eorie Sehr glücklich
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Gast






BeitragVerfasst am: 12.06.2006, 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,
Mich plagt auch sehr oft diese Angst. Ich frage mich dann immer mögen mich meine Freunde noch so, wie ich bin, hab ich mich verändert? Diese ständige Angst einen wichtigen Menschen zu verlieren. Ich habe mit noch mit niemanden über diese Angst gesprochen und ich weiß auch im Moment keine Gegenmittel. Hoffe einfach, dass sich das mit der Zeit wieder ändert und man wieder zuversichtlicher an Freundschaften, Beziehungen herangehen kann.
Liebe Grüße
Elvira
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susannek



Anmeldedatum: 20.06.2006
Beiträge: 11
Wohnort: beckingen

BeitragVerfasst am: 20.06.2006, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

hallo
auch ich kenne das gefühl zu gut wenn man denkt oder merken tut das sich die freunde immer mehr von einen abweden tuen. mein papa ist erst seit 2 wochen tot. er ist sn krebs gestorben wie bei vielen hier. meine mama ist schon 22 jahre tot da war icherst 7 jahre alt als sie starb. seit das mit papa war und ich ihn gepflegt hab haben sich alle meine freunde sich von mir abgewendet. ich denke manchmal sie hatten und haben angst sich mit krebs anzustecken was ja nicht möglich ist. es ist mir 2 sehr gute freunde zur seite geblieben. der rest ist sehr komisch geworden. oder bin ich so geworden? geh ich ihnen vielleicht mit meiner trauer auf die nerven? ich tu schon drausen nicht mehr darüber reden und mache auf starkes ding aber in innere bin ich total durcheinander und voller schmerz. ich hab angst das ich auf einmal ganz alleine da stehen tu. denn dieses gefühl hab ich leider
grüsse susi
_________________
am 8.4.84 ging sie von mir und jahre später nahm gott mir auch meinen vater am 5.06.06. ich werde euch in meinen herzen tragen und mein papa mein freund und mutter in einer person dich werde ich nie vergessen und nie aufhören zu lieben.
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Manu



Anmeldedatum: 27.04.2014
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 24.05.2014, 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Also, ich kann das sehr gut nachvollziehen. Mir geht es oft genau so. Nachdem ich meine Eltern verloren hatte, meinen Vater durch Suizid und nun vor 1 1/2 Jahren eine sehr gute Freundin, zu der ich ein sehr gutes Verhältnis hatte und auch ein Bischen in sie verliebt war, auch Suizid beging, habe ich mittlerweile Angst um einen guten Freund. Er war eine Zeit lang mit ihr zusammen und wir haben nach dem Ereignis uns gegenseitig geholfen. Haben die Eltern der Freundin besucht, viel geredet, aber ich habe manchmal den Eindruck, er hat es auch nicht so gut verarbeiten können und ich habe einfach Angst, dass er sich auch umbringt. Wenn mir doch nur Jemand sagen könnte, diese Angst sei irreal, dann wäre ich ja beruhigt. Er selbst sagt, er habe nicht vor sich was anzutuen, aber ich muss immer wieder nachfragen, was mir mittlerweile sehr unangenehm geworden ist. Es gibt immer nur ein paar Tage Beruhigung für mich.

Kennt das Jemand in dieser Form auch? Komme mir sehr allein damit vor... Traurig

Bei meinem Vster spielte diese Angst eigentlich meine ganze Kindheit über eine große Rolle. Zum Schluss bestätigte sie sich nur leider.
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