Elternlos-Forum
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Wenn nichts mehr so wie früher ist...

 
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Nici8



Anmeldedatum: 30.03.2012
Beiträge: 2
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 30.03.2012, 21:51    Titel: Wenn nichts mehr so wie früher ist... Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Ich habe mich hier registriert, weil ich Gleichgesinnte gesucht habe. Einige Beiträge habe ich gelesen und verstehe eure Trauer und Gedanken gut.

Auch ich habe beide Elternteile verloren. Meine Mutter ist vor 7 Monaten an einer heimtückischen Krankheit verstorben. Bevor ich sie in ein Hospiz bringen musste, habe ich sie zu Hause gepflegt. Dies war eine schwere und intensive Zeit für mich. Ich habe jedoch jede Sekunde mit ihr genossen.

Da wir ein sehr gutes Verhältnis hatten, weiss ich manchmal nicht mehr weiter, weil sie mir sooo sehr fehlt. Nach dem Tod meines Vaters war sie eine der grössten Stützen für mich. Sie war immer für mich da und stand mir zur Seite. Nun ist niemand mehr da...

Liebe Grüsse
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xXSanniXx



Anmeldedatum: 29.08.2012
Beiträge: 3
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 29.08.2012, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nici,

ich bin seit gestern hier angemeldet und habe nach einem aktuelleren Beitrag gesucht und deinen gefunden. Ich bin auf der Suche nach Jemandem, der mich versteht. Ich habe meinen Vater verloren, als ich 15 war. Und nun ist meine mama schwer krank. so wie es aussieht geht das alles allerhöchstens noch ein jahr. heute hat sie die erste chemo bekommen. Ich bin übrigens 22. Wenn du lust hast, würde es mich sehr freuen, wenn wir uns ein bisschen austauschen könnten. Ich habe einfach das gefühl, meine freundinnen mit ihren perfekten familien werden mich nicht richtig verstehen können.

ganz liebe grüße
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Marysun



Anmeldedatum: 10.08.2012
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 29.08.2012, 21:21    Titel: Halloi nici, hallo xXSanniXx Antworten mit Zitat

ich kann euch beide sehr gut verstehen auch ich habe meine Eltern nicht mehr. Mein Papa ist gestorben als ich 16 war (vor 13 Jahren). Meine Mama vor 2 Jahren. Mit 27 stand ich ohne Eltern da. Es ist ein besch... Gefühl und ich hab auch das Gefühl das andere die noch ihre Eltern haben mich nicht wirklich verstehen können auch wenn sie es noch so sehr versuchen. Wünsche euch beiden viel Kraft!!! Ich würde mich gerne mit euch zwei austauschen! Wenn ihr das wollt??? Marysun
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xXSanniXx



Anmeldedatum: 29.08.2012
Beiträge: 3
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 29.08.2012, 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

hab dir mal eine pn geschickt =) ich freue mich wirklich sehr, so schnell jemanden zum austauschen gefunden zu haben! ich dachte erst, das forum wäre relativ leer. lg Smilie
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Marysun



Anmeldedatum: 10.08.2012
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 29.08.2012, 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

hab dir schon geantwortet Sehr glücklich
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Nici8



Anmeldedatum: 30.03.2012
Beiträge: 2
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 30.08.2012, 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen

Es freut mich, dass sich gleich 2 Personen auf meinen Eintrag gemeldet haben. Ich dachte schon, da kommt nichts mehr. Smilie

Da haben wir 3 ja das selbe Schicksal. Bin auch wieder einmal soweit, dass ich das Gefühl habe, meine Freunde verstehen mich nicht, auch wenn sie es versuchen... Ist manchmal sehr deprimierend...

Würde mich freuen, wenn wir uns etwas austauschen können.

Liebe Grüsse
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Marysun



Anmeldedatum: 10.08.2012
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 31.08.2012, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nici,

habe dir gestern ne pn geschickt. Wünsche dir einen schönen Tag.

Marysun
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lost



Anmeldedatum: 23.12.2004
Beiträge: 37
Wohnort: zürich

BeitragVerfasst am: 06.09.2012, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ihr drei

ich würde auch gern mich mit euch austauschen, gehöre auch diesem traurigen club an, die beide eltern verloren haben. meine mama vor unglaublichen zehn jahren und mein papa vor echt kurzen 5 jahren und es fühlt sich wie gestern an. und doch auch wieder wie ne ewigkeit. wie eine grausame ewigkeit. manchmal denk ich, es ist so traurig wenn ich hier schreibe, wie sehr ich nicht mit dem verlust klar komme- immer noch nicht - wenn ich lese, wie leute nach ein, zwei monaten hier fragen, wann hört es auf weh zu tun... dafür entschuldige ich mich gleich mal. aber die zeit ist ein komisches wesen... habe gar nicht mehr das gefühl, dass es eine linie ist. mehr ein moor, ein sumpf, in dem man rumtrampelt. mal denkt man, man kommt einer strasse ähnlich weiter. dann dreht man sich um und plötzlich ist man wieder dort, wo man vor jahren schon war.

lange wollt ich übrigens nicht der tod meiner eltern für mein nicht gelebtes leben verantwortlich machen. aber es ist so. alles ist anders. ohne sie. es geht einfach nichts mehr. nichts ist mehr normal. alles tut weh. immer. es ist wie in einem käfig. und um mich herum nur menschen, die in ihrem gemütlichen mikrokosmos sind, die das gar nicht realisieren, wie wenig man machen kann ohne boden, ohne wand hinter sich. alles verkompliziert sich. ich meine auch, im tatsächlichen. kleines beispiel: möchte ich für ein jahr ins ausland.. ich müsste alle brücken abbrechen, mich an meinem heimatort abmelden etc. wisst ihr was ich meine? man hat keine homebase mehr. alles ist auf null. gestellt. (ich hab auch keine geschwister oder tante oder onkel oder pate oder irgendwer.) beziehung auch nicht ;(

...


vielleicht liest das ja jemand....


liebe grüsse
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Marysun



Anmeldedatum: 10.08.2012
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 06.09.2012, 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lost,

es tut mir leid das auch du deine Eltern verloren hast. Ich kann verstehen das für dich nichts mehr ist wie es war... das ist bei mir genau so. Mein Vater ist 13 Jahre tot meine Mama am 23.9. genau zwei Jahre. Es tut weh dauernd, unaufhörlich.... man denkt es wird besser? Hab eher den Anschein es wird schlimmer. Ich habe zumindest noch meine Tanten und Onkels und nen Bruder der aber nicht wirklich für mich da ist. Auch wenn er immer sagt er ist immer für mich da (na ja wers glaubt). Gerne können auch wir uns über pn schreiben wenn du magst.

LG Marysun

PS: viel kraft, ich weiß wie schwer es ist auch wenns Jahre her ist... es ist als wär es gestern gewesen... jeder Tag tut weh
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lost



Anmeldedatum: 23.12.2004
Beiträge: 37
Wohnort: zürich

BeitragVerfasst am: 11.09.2012, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

ja... das kann ich alles unterschreiben... alles tut weh, immer. jeden tag.
weiss nicht, was ich hier noch soll. einfach weitermachen, ums weitermachen willen bringt es doch nicht. wem muss ich was beweisen? für mich? ist doch alles gerede. meist von leuten, die eh nichts verstehn.
wünschte mir ich wär am gleichen tag wie mein letztes familienmitglied - mein papa - gestorben. hätte nichts verpasst. nichts in diesen letzten fünf jahren war es wert, am leben geblieben zu sein.
wlll das alles nicht mehr.
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 13.09.2012, 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo an alle,

ich habe nicht beide Elternteile, dafür aber meine Mutter und meinen Bruder in den letzten Jahren beide verloren.
Es tut mir wirklich Leid, was bei euch allen passiert ist. Es ist wirklich furchtbar jemanden "zuschauen zu müssen" wie er stirbt. Man fragt sich oft "warum hat sie/er oder ich das verdient?". Darauf gibt es keine Antwort.
Ich wünsche euch allen viel Kraft das alles durchzustehen!
Ich glaube es geht uns allen so, dass Freunde nur sehr schwer nachvollziehen können, was in einem vor geht. Eigentlich darf man ihnen deswegen auch keine Vorwürfe machen, sie können es ja auch schlecht verstehen, wenn sie es selbst nicht miterlebt haben. Aber trotzdem ist man irgendwie "neidisch", dass es bei anderen so perfekt scheint. Sie haben noch eine heile Familie, lachen miteinander, feiern Feste miteinander. Das haben wir nicht mehr...
Es ist gut zu wissen, dass es nicht nur einem selbst so geht, wenn man hier in diesem Forum liest. Trotzdem ist es natürlich schlimm, dass andere auch ein ähnliches Schicksal haben.
Ich glaube, es ist wichtig Personen um sich zu haben, die einem beistehen. Das können Freunde, Verwandte, Bekannte oder auch Fremde sein. Man muss nicht immer nur darüber reden, manchmal hilft es auch einfach, wenn diese "da sind".

Lost, ich habe auch öfters darüber nachgedacht "zu gehen". Habe es aber zum Glück bisher nie getan. Auch wenn ich schon schlimme Zeiten hinter mir habe. So weiß ich doch, dass ich diesen Leben so nie mehr wiederholen könnte. Der Tod kommt schon noch früh genug. Man muss versuchen aus dem Leben hier noch irgendwas zu machen.
Aber ich möchte dir sagen, dass ich dich gut verstehen kann. Manchmal hat man wirklich keine Lust mehr. Und ich habe mich sehr oft schon mit dem Thema Tod beschäftigt. Andauernd kann man das aber auch nicht, sonst wird man echt depressiv... :-/
Ich habe mir jetzt überlegt mir einen Boxsack o.ä. anzuschaffen oder einen Kampfsport o.ä. anzufangen, um meine Agressionen auf diese Welt und alles was mich "ankotzt" abzureagieren...vielleicht hilft dir sowas auch?

Viele Grüße
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Gefjon



Anmeldedatum: 20.09.2012
Beiträge: 1
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 20.09.2012, 14:52    Titel: Unentschlossen Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe mich heute hier angemeldet (den Tip habe ich von meiner Kousine), weil ich glaube, dass es nicht verkehrt ist, sich mal mit "Gleichgesinnten" (herrje, wie schrecklich, dieses Wort) zu unterhalten/ schreiben.....Ich wäre nie auf die Idee gekommen...und war auch lange Zeit unentschlossen...nunja, jetzt bin ich hier....ich bin 38 und bei mir ist alles noch so furchtbar frisch.....am 20.02.2012 starb mein Vater und am 27.02.2012 (Exakt eine Woche später) meine Mutter....also ist das jetzt 7 monate her...Und jetzt wo ich hier sitze und schreibe, schießen mir wieder die Tränen in die Augen....und ich wünsche nur, dass es irgendwann nicht mehr so weh tut....!
Ich bin verheiratet und die Familie meines Mannes stützt mich, wo es nur geht...habe sehr nette Schwiegereltern, aber sie ersetzen eben nicht MEINE.
Früher habe ich immer gedacht, wenn meine Eltern sterben und ich allein bin, gehe ich in ein Kloster....merkwürdiger Gedanke heute....dahin zu gehen, sich demjenigen zu "verpflichten" der an der ganzen Misere "Schuld" ist....Mit gesundem Menschenverstand würde ich sagen, dass es besser für meine Eltern war...Meine Mama hatte schweren Krebs seit 2008 und mein Vater hatte innerhalb von 48 Stunden eine Beinamputation und zwei Schlaganfälle.... Aber wenn ICH so darüber nachdenke ist mein Menschenverstand ganz und gar nicht gesund und will die Eltern wiederhaben.....
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Marysun



Anmeldedatum: 10.08.2012
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 20.09.2012, 18:34    Titel: Hallo Gefjon Antworten mit Zitat

Es tut mir sehr leid das auch du deine Eltern verloren hast. Natürlich ist dass was du erlebt hast in diesen Kurzen Zeitraum gleich Mama und Papa zu verlieren doppelt so schlimm. Ich selber habe mich hier im Forum auch eingefunden weil ich mich mit gleichgesinnten austauschen wollte. Na ja irgendwie melden sich die Personen nicht mehr, was ich echt schade find. Meine Mama ist vor 2 Jahren an Krebs gestorben sie selbst hat bis zum ende gegen den Krebs gekämpft leider ohne Erfolg. Mein Papa ist vor 13 Jahren gestorben... da war ich grad mal 16. Egal in welchen alter man ist es tut verdammt weh wenn man plötzlich so allein da steht. Ich vermisse besonders meine Mama so sehr ich hatte ein super Verhältnis zu ihr. Sie war mein ein und alles... es tut weh das sie weg ist und nie wieder kommt. Oft sitz ich nachts im Bett und weine und kann nicht mehr aufhören. Sie fehlt so unendlich. Bei dir ist es alles noch so frisch und ich glaub du bist noch viel zu tief in deine trauer drin was ich mehr als gut verstehen kann. Ich wünsche dir viel Kraft ich bin mir sicher dass du mit hilfe deiner lieben irgendwann besser mit der Trauer umgehen kannst. Alles liebe dir und falls was ist kannst du mir gerne schreiben. Marysun
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