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Sorge um meinen Freund - bitte um Rat

 
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Mondia



Anmeldedatum: 13.12.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 13.12.2011, 14:38    Titel: Sorge um meinen Freund - bitte um Rat Antworten mit Zitat

Hallo,

erst einmal möchte ich sagen, dass ich sehr froh bin, euch gefunden zu haben! Ich danke schon ein Mal im Voraus von Herzem jedem, der vielleicht etwas schreibt.

Ich mache mir große Sorgen um meinen Freund. Sein Vater ist vergangene Woche mit Ende vierzig an einem Herzinfarkt verstorben. Sein Papa hatte in den Wochen davor über Schmerzen geklagt, aber niemand hatte damit gerechnet, dass es es etwas mit dem Herzen sein könnte. So hat uns der Anruf am Abend, wir sollten schnellstmöglichst ins Krankenhaus kommen, eiskalt erwischt.

Ich habe in den folgenden Tagen versucht, ihm so gut wie möglich zur Seite zu stehen. Da wir zusammen wohnen, konnte ich bisher ständig bei ihm sein und wir waren auch viel bei seiner Mutter, um ihr zur Seite zu stehen.
Die ersten Tage fiel es meinem Freund sehr schwer, sich mit irgendetwas zu beschäftigen. Er war appetitlos, freudlos und trotz genug Schlaf sehr müde. Er hat öfters geweint und wir haben viel über seinen Vater gesprochen und auch über seine Mutter und darüber, wie es jetzt weitergehen soll. Alles wurde noch etwas schwerer dadurch, dass mein Freund kurz darauf Geburtstag hatte und sein Opa, mit dem er sich sehr gut versteht, vor kurzem eine Krebs-OP hatte. Und dann eben noch die Weihnachtszeit.

Seit kurzem verhält er sich nun fast komplett anders. Er macht wieder alle möglichen Dinge, klingt fast wieder so wie früher, wenn wir uns unterhalten oder er sich mit seinen Freunden und lacht auch wieder.
Versteht mich bitte nicht falsch. Ich freue mich sehr, dass es ihm scheinbar besser geht, aber andererseits macht mir dieser plötzliche Verhaltensänderung große Sorgen.
Während seine Mutter und andere Familienmitglieder und Freunde sehr niedergeschlagen sind, wirkt mein Freund manchmal auf mich, als wäre nichts passiert. Er redet anders als vorher kaum noch über seinen Vater und fragt mich oft, warum ich denn so traurig ausschauen würde. Einmal meinte er zu mir, er hätte seinen Vater "ja eh nur" ein Mal die Woche gesehen...
Ich weiß, dass jeder anders trauert, aber sein schneller Verhaltenswandel bereitet mir Sorgen. Ich kann überhaupt nicht mehr einschätzen, wie es ihm geht oder wie ich mich am besten verhalten soll, um ihm zu helfen. Will er seine Gefühle nur nicht vor mir zeigen (er sagt, dass das nicht der Fall ist), verdrängt er die Situation oder fühlt er sich wirklich schon so viel besser?
Donnerstag ist die Beerdigung und ich fühle mich so ratlos (wegen meinem Freund) und traurig (wegen der ganzen Situation und weil ich seinen Papa ebenfalls sehr gern hatte). Wie soll ich mich am besten verhalten?
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Emily



Anmeldedatum: 25.07.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 14.12.2011, 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

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Zuletzt bearbeitet von Emily am 10.02.2012, 18:06, insgesamt einmal bearbeitet
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 15.12.2011, 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Mondia,

ich verstehe deine Sorge um deinen Freund. Der Schicksalsschlag tut mir sehr Leid (für euch beide)!
Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass ich auch am Anfang "normal" auf andere wirkte und das auch befremdliche Reaktionen von anderen auslöste. Ich wirkte ruhig, als würde mich das ganze nicht aus der Bahn werfen. An der Beerdigung konnte ich auch nicht weinen, dabei hatte das überhaupt nichts damit zutun, dass ich nicht trauer. Ich habe auch mit meinem Alltag weiter gemacht, so gut es ging.
Ich denke, es ist diese Phase des "nicht realisierens". Es ist alles noch so frisch, der Kopf kann das noch nicht verarbeiten. Man realisiert nicht, dass man diese Person nicht mehr wieder sieht. Vielleicht ist das auch eine natürliche Schutzfunktion des Körpers: erst mal dicht machen, keine negative Gedanken zulassen.
Man reißt sich zusammen, will nicht vor anderen seine Trauer zeigen.

Das ist natürlich nicht immer so, kann nur aus meiner Perspektive sprechen.
Vielleicht will dein Freund auch erstmal in Ruhe gelassen werden weil er nicht die Kraft und den Willen hat sich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen.
Dass du für ihn da bist, find ich gut!

Liebe Grüße und alles Gute!
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Mondia



Anmeldedatum: 13.12.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 19.12.2011, 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr zwei,

vielen lieben Dank für eure Antworten! Ihr habt mir sehr geholfen, das Verhalten meines Freundes besser verstehen zu können und mir auch ein paar Sorgen genommen. Danke auch für euer Mitgefühl!
Es tut mir sehr leid, dass ihr Ähnliches wie mein Freund erleben musstet Traurig

Ich versuche es so zu machen, wie ihr gesagt habt. Ihn auf seine eigene, persönliche Weise trauern zu lassen und mich im Hintergrund zu halten und ihm das Gefühl zu geben, dass ich für ihn da bin, sei es zum Reden, Ablenken, Trösten ...
Vor ein paar Tagen hatte ich ihn dann doch auf meine Sorge wegen seines plötzlich ganz anderen Verhaltens angesprochen. Er meinte, dass es ihm im Moment mit viel Ablenkung besser ginge. Daher reden wir zur Zeit selten über seinen Vater. Aber ich kann an seiner Mimik erkennen, wenn der Kummer sehr stark ist. Es macht mich unendlich traurig, ihn so zu sehen und ihm nicht richtig helfen zu können, aber da müssen wir wohl jetzt beide durch, denn leider können wir nichts ändern, was passiert ist ...
Während der Beerdigung war er sehr gefasst, keine Tränen, ähnlich wie du beschrieben hast, K-K.
Ich bin generell sehr stolz auf ihn, wie er alles meistert.
Gehört auch Wut zum typischen Trauerverhalten? Seit kurzem ist er sehr schnell gereizt, hat mich wegen Kleinigkeiten angegriffen und sich später sichtlich betroffen dafür entschuldigt. Ich weiß rein rational, dass er es nicht böse meint, dass es vielleicht eine Reaktion auf die ganze Situation ist (was er selbst auch meinte). Aber gefühlsmäßig treffen diese grundlosen Seitenhiebe mich dann doch mehr als ich möchte. Vielleicht weil ich selbst noch nicht richtig fassen kann, was seinem Vater passiert ist (habe mich die meiste Zeit über sehr gut mit seinen Eltern verstanden). Dazu kommend habe ich irgendwie immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich merke, dass mir die ein oder andere Träne kommt, weil ich dann denke, dass es doch sein Vater war und ich kein Recht habe, zu weinen, wenn mein Freund selbst als sein Kind das nicht tut. Ich gehe dann meistens in ein Nebenzimmer, damit er nichts mitbekommt von meiner Stimmung, denn ich möchte ihn seinen Versuch, sich abzulenken, nicht kaputt machen.

Liebe Grüße an euch und alles Gute,
Mondia ^^
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Emily



Anmeldedatum: 25.07.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 20.12.2011, 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht

Zuletzt bearbeitet von Emily am 10.02.2012, 18:06, insgesamt einmal bearbeitet
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 20.12.2011, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mondia,

jeder geht bei seiner Trauer seinen eigenen Weg. Der eine redet viel drüber, der andere möchte das nicht. Der eine zeigt sich heiter und fröhlich, der andere dauernd niedergeschlagen.
Dein Freund muss wahrscheinlich erstmal verarbeiten, was er da erlebt hat.
Ich weiß nicht, wie er zu seinem Vater stand, das kann auch Auswirkungen auf seine Art des Trauerns haben.
Ich denke, dass auf jeden Fall auch Wut zur Trauer gehören kann. Wut darüber, dass das alles passiert ist, Wut darüber jetzt damit fertig werden zu müssen; Wut, dass es anderen "besser" geht und diese noch eine "ganze" Familie haben.
In ihm ist wahrscheinlich gerade alles durcheinander, deswegen ist er so gereizt. Er ist überfordert mit der aktuellen Situation und wie er sich "richtig" verhalten soll. Vielleicht fühlt er sich auch durch andere unter Druck gesetzt, sich jetzt "trauernd" zu verhalten.

Ich denke, es ist gut, wenn du ihm zeigst, dass es dir auf jeden Fall was ausmacht, wenn er dir gegenüber oft gereizt ist.
Natürlich hast du ein recht zu weinen und zu trauern wegen einer Person, die gestorben ist und die du kanntest. Das kann dir niemand nehmen.

Du verhälst dich sehr rücksichtsvoll deinem Freund gegenüber. Vergiss dich selbst dabei aber nicht!

Liebe Grüße
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Mondia



Anmeldedatum: 13.12.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 05.01.2012, 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr beiden,

es tut mir leid, dass es so lange mit dem Zurückschreiben gedauert hat, die letzten Wochen waren sehr aufwühlend. Ich wollte mich auf jeden Fall aber noch ganz lieb für eure letzten Antworten bedanken! Sie haben mir wieder sehr weitergeholfen. Ich hoffe, ihr habt die Weihnachtsfeiertage und Silvester einigermaßen gut überstanden. Für das neue Jahr wünsche ich euch alles Gute!

Mein Freund wurde nun noch länger krankgeschrieben, da es ihm seit einigen Tagen sehr schlecht ging (Albträume, Weinkrämpfe ...). Ich denke, etwas mehr Zeit zu Hause zu haben, um in Ruhe zu Kräften zu kommen, ist da ganz sicher die richtige Entscheidung! Zum Glück geht es ihm inzwischen schon wieder etwas besser und ich habe das Gefühl, ihn wieder besser "erreichen" zu können.

Alles Liebe wünscht euch,
Mondia
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Mondia



Anmeldedatum: 13.12.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 15.02.2012, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

eigentlich dachte ich, ich würde hier nicht mehr schreiben. Aber nun tue ich es doch, weil ich denke, dass man hier im Forum unsere Lage besser nachvollziehen kann als anderswo und vielleicht jemand eine ähnliche Situation durchlebt hat.

Mein Freund und ich sind im Moment beide ziemlich verzweifelt. Nachdem ich dachte, es geht ganz langsam wieder aufwärts, scheint nun alles bergab zu gehen.
Er meinte, er hätte jetzt gemerkt, dass er viel weniger Gefühle für mich hätte als früher. Er sagte unter Tränen, er verstehe selbst nicht wieso. Aber er habe den Eindruck, dass er einen Neustart bräuchte. Er sei nicht gut genug für mich und wollte mir nicht wehtun und es sei alles nicht meine Schuld. Für mich kam es wie aus heiterem Himmel. Ich hatte gemerkt, dass er in letzter Zeit sehr gereizt ist, an wenig Dingen Freude hat und sehr viel grübelt, von mir und seiner Familie auf Abstand geht. Das hatte ich aber auf die gesamte Situation geschoben und nie damit gerechnet, dass er so an unserer Beziehung zweifelt. Wir sind seit einigen Jahren zusammen, hatten konkrete Pläne über eine gemeinsame Zukunft ...
Einerseits erträgt er den Gedanken kaum, dass wir uns trennen, vertraut mir alles Mögliche an wie immer, nimmt mich in den Arm. Andererseits grübelt er den ganzen Tag und scheint kaum noch Hoffnung für uns zu haben, geht zeitweise sehr auf Abstand und spricht von getrennten Wohnungen.

Ich weiß nicht mehr, was ich machen oder denken soll. Ich dachte, wir wären noch mehr zusammengewachsen nach allem, was in letzter Zeit passiert ist. Zumindest schien es den ersten Monat lang so.
Ich habe schon von einigen Paaren gehört, die nach dem Verlust eines Elternteils eine Krise hatten und sich dann getrennt haben. Mein Freund meinte selbst, wenn sein Vater nicht gestorben wäre, wäre wahrscheinlich noch alles in Ordnung bei uns. Ich versuche, das nachzuvollziehen, kann es aber nicht, so sehr ich es versuche und fühle mich, auch wenn es ungerecht ist, irgendwie im Stich gelassen.
Als ich ihn auf seinen Vater angesprochen habe, meinte er, das würde ihn nicht mehr viel belasten und beschäftigen, er wäre eher wütend auf seinen Vater. Meinen Vorschlag einer Trauerbegleitung oder sich mit anderen in unserem Alter auszutauschen, die Ähnliches erleben mussten, lehnt er ab.
Ich würde uns so gerne noch eine Chance geben, will all unsere gemeinsamen Jahre nicht einfach wegwerfen, aber er scheint allem gegenüber so hoffnungslos. Gibt es noch etwas, was uns helfen kann? Brauchen wir nur Geduld, weil wir beide durch alles, was seit dem Tod seines Vaters passiert ist, so durcheinander sind? Oder ist es am besten, wenn ich ihn gehen lasse? Diese Ungewissheit quält uns beide so sehr.

Mondia
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verweht



Anmeldedatum: 27.01.2012
Beiträge: 121
Wohnort: germany

BeitragVerfasst am: 15.02.2012, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht

Zuletzt bearbeitet von verweht am 07.01.2014, 01:19, insgesamt einmal bearbeitet
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 21.02.2012, 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mondia,

ich denke, dass dein Freund jetzt erstmal mit sich selbst und seiner zerissenen Welt zurecht kommen muss, deswegen sind die Gefühle für dich wahrscheinlich in den Hintergrund geraten.
Vielleicht solltest du ihm wirklich den Freiraum lassen, den er jetzt braucht. Schade, dass es so bei euch gekommen ist.

Ich denke, dein Freund weiß sehr genau, dass du immer für ihn da bist und das auch warst. Vielleicht schätzt er es, wenn du jetzt in dieser Situation Verständnis für ihn zeigst, auch wenn es dir sehr schwer fällt.

Leider kannst du es nicht erzwingen, dass er im Moment glücklich ist, also auch glücklich in einer Beziehung.

Es ist gut, dass ihr so offen miteinander reden könnt.
Vielleicht ist noch nicht alles vergebens und er brauch einfach einen "Cut" um wieder einen freien Kopf zu bekommen...auch einen freien Kopf, in dem du dann wieder Platz hast.

Alles Gute
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Mondia



Anmeldedatum: 13.12.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 22.02.2012, 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich möchte mich bei euch beiden ganz herzlich für eure Antworten bedanken, dafür, dass ihr euch die Zeit genommen habt! Es hat mir in einigen Punkten geholfen, ihn besser zu verstehen.

Im Moment steht es nicht gut. Ich versuche, so viel Verständnis aufzubringen, wie ich kann. Ich verstehe, dass er gereizt ist, sich vom Leben hinters Licht geführtt fühlt. Niemand sollte seinen Vater so früh verlieren, ohne eine Chance, sich zu verabschieden. Aber das Recht, mich so zu behandeln, wie er es zur Zeit tut, hat er, trotz allem, was passiert ist, meiner Meinung nach einfach nicht. Er trifft sich mit einer anderen, bespricht alles mit ihr statt mit mir und bringt mir so gut wie kein Verständnis mehr entgegen (ich hab´eine chronische Erkrankung und bin dadurch in manchen Dingen leider eingeschränkt). Daneben geht er wegen Kleinigkeiten dermaßen an die Decke, wie ich es noch nicht in unseren fast vier gemeinsamen Jahren erlebt habe.
Als ich die Lage nicht mehr ausgehalten habe und um Klarheit gebeten habe, sagte er, er könne sich nicht mehr vorstellen, weiter mit mir zusammen zu leben. Er scheint unter allen Umständen einen Neuanfang zu wollen und hat sich eine andere Wohnung gesucht, in die er bald einziehen möchte. Ich bin in seinem neuen Leben nur noch als gute Freundin vorgesehen. Gleichzeitig quält er sich aber mit Schuldvorwürfen, nicht mehr so viel wie früher für mich zu empfinden und sagt, er will mich auf keinen Fall verletzten, nimmt mich in den Arm und alles. Aber durch sein am Anfang beschriebenes Verhalten tut er genau das dann doch.

Ich würde für uns kämpfen, aber es kommt nichts von ihm zurück. Er hat uns anscheinend aufgegeben. Daneben habe ich immer öfter das Gefühl, ihn nicht mehr wiederzuerkennen. Ich bin so müde und möchte einfach nur Klarheit und gleichzeitig bin ich so unglaublich wütend, nicht wirklich auf ihn, sondern auf alles.
Ich denke, mir bleibt nichts anderes, als ihn gehen zu lassen, aber allein beim Gedanken daran graut es mir. Er ist mein bester Freund. Derjenige, mit dem ich immer über alles reden konnte, der mit mir zusammen alt werden wollte ...

Ich wünsche euch alles Gute,
Mondia
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 25.02.2012, 01:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mondia,

es tut mir sehr Leid, dass dein Freund sich so von dir abwendet. Wahrscheinlich ist dann Abstand das einzig sinnvolle? Ist ja vielleicht auch zu deinem eigenem Schutz, du möchtest dich ja sicherlich auch nicht ständig blöd anmachen lassen und dich schlecht behandelt fühlen.
Wahrscheinlich weiß er erst, was er an dir hat, wenn ihr erstmal getrennte Wege geht.
Ich glaube nicht, dass du im Moment etwas an seiner Einstellung zum Leben und zu eurer Beziehung ändern kannst. Das kann nur er selbst.

Ich hoffe für euch, dass ihr euch wieder findet. Auch wenn es vielleicht seine Zeit braucht.

Alles Liebe
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