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Leben ohne Mama...

 
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moony90



Anmeldedatum: 21.09.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21.09.2011, 09:32    Titel: Leben ohne Mama... Antworten mit Zitat

Am 11.7.11 also vor kaum mehr als 2 Monaten hab ich meine Mama verloren.
Angefangen hat die ganze Misere schon 2006. Da bekam sie Brustkrebs diagnostiziert. Sie kam ins Krankenhaus und wurde operiert. Nach ungefähr ner Woche wurde sie entlassen und alles war prima. Sie hat eine Antihormontherapie gemacht. Chemo wollte sie nicht, war auch nicht zwingend notwendig. Es ging ihr wirklich wunderbar, und eigentlich hatte sie ja gar nicht wirklich Bk, sondern nur einen Knoten in der Brust. Dieser wurde entfernt, dann war alles supi. Sie hat ihr Leben geführt, wie bisher auch. Aber dann im vergangenen Jahr bekam sie starke Schmerzen in der linken Schulter und konnte den Arm schlecht bewegen. Man hat das Frozen Shoulder Syndrome festgestellt und sie mit Ultraschall behandelt, doch es half nicht und es wurde immer schlimmer. Dieses Jahr hat sie dann auch noch stark abgenommen. Im März hatte sie auch starke Rückenschmerzen und deshalb viel im Bett gelegen, was natürlich falsch war. Davon hatte sie auch Liegeschwielen gekriegt. Aber nachdem meine Schwester ihr eingetrichtert hat, dass sie nicht so viel liegen soll, wodurch sie auch recht schwach wurde, weil ja die Muskeln sich abbauten, hat sie dann auch weniger gelegen, es ging ihr wieder besser, sie war wieder besser drauf und auch die Liegeschwielen gingen weg. Nur leider hat sie eben viel Gewicht verloren. Sie hatte auch oftmals keinen Hunger, was sicherlich ein Grund für ihren Gewichtsverlust war. Im Mai war es wohl( ich wohn ja nicht mehr zu Hause, weshalb ich das nicht so genau sagen kann), da fing der linke Arm an, anzuschwellen. Sie hatte ein Lymphödem im Arm. Und natürlich hatte sie starke Schmerzen im gesamten Arm. Sie ist Ende Juni, also eigentlich viel zu spät, endlich in ein KH gekommen. Wir( meine Schwester u. ich) haben unseren Eltern immer gesagt gehabt, schon seit März, dass, wenn es Mama nicht bald besser geht, sie nen Arzt rufen müssen. Nur war dieser oft nicht zu erreichen. Stur wie die zwei immer waren, wenn es um Ärzte ging, wollten sie auch keinen anderen, als ihren eigenen Hausarzt, weil sie mit den anderen AÄ im Ort schlechte Erfahrungen gemacht hatten(Sie leb[t]en in einer Kleinstadt, da gibt es ja eh nicht so viele Ärzte...). Das Schlimme war, dass es Mama im KH schlechter statt besser ging. Dort hat sie noch mehr abgebaut, als daheim. Hätten wir sie nur in ein anderes Kh mit fähigeren Ärzten einliefern lassen...
Nach kaum mehr als einer Woche(!), also viel zu früh, wurde sie wieder entlassen. Wir(Papa und ich) haben sie dann daheim gepflegt. Sie war ja aufgrund der Tatsache, dass sie so schwach war und außerdem nur noch ihren rechten Arm bewegen konnte( und das auch nur bedingt), zum Pflegefall geworden. Es waren 4 anstrengende Tage. Dann war ich der Meinung- am Donnerstag- es wäre ja keine schlechte Idee, sich mal eine zweite Meinung einzuholen. So kam sie dann am nächsten Tag in ein anderes KH. Am Samstag bekamen wir einen Anruf, dass es Mama schlechter ginge. Wir haben uns nichts weiter dabei gedacht, denn man hatte schon am Freitag mit einer Schmerztherapie begonnen und solche starken Schmerzmedis können ja schon mal dafür sorgen, dass es einem etwas schlechter geht. Wir( Papa, meine Schwester, mein Schwager und ich) waren am 10.7. im Kh, sie besuchen. Sie sah schrecklich aus. War sehr schwach und stark benommen durch die starken Medis. Konnte kaum deutlich sprechen und hat viel geschlafen. Die Chefärztin sagte uns noch, dass man für die nächsten paar Tage noch einige Untersuchungen geplant hatte und sie am nächsten Tag auf die Palliativ verlegen wollte, zwecks besserer Versorgung in Sachen Schmerztherapie. Wir oder vielmehr meine Schwester hat sie dann nochmal gefüttert, dann sind wir wieder nach Hause gefahren. Ich sagte an dem Tag noch zu meiner Schwester, dass ich befürchtete, dass Mama wohl nicht einmal meinen Geburtstag noch miterleben würde, ausgerechnet den 21. Hätte ich bloß meinen Schnabel gehalten... Weinen Ich bin am Morgen des 11. nach Hause zurückgefahren. Kurz nach 15:00 Uhr erhielt ich einen Anruf von meiner Schwester. Sie sagte nur: "Wir holen dich jetzt ab, Mama ist tot." Zuerst war ich so schockiert, dass ich nicht einmal weinen konnte, doch als ich dann mit meinem Freund telefoniert hatte, hab ich dann richtig realisiert, dass Mama wirklich tot war und geheult wie ein Schlosshund. Auf der Fahrt zum KH, über Papa, um ihn abzuholen, erzählte mir meine Schwester, sie habe jemanden von der Krisenhilfe zu ihm geschickt, denn wie sie sagte, war er, als sie es ihm am Telefon erzählte, zusammengebrochen. Als wir dann bei ihm ankamen, ging es ihm doch wieder einigermaßen gut und ich war diejenige, die ständig am heulen war. Und die ganzen Beileidsbekundungen fand ich auch ganz schlimm. Ständig musste ich von neuem weinen, denn jedes mal hat mir das deutlich gemacht, dass es tatsächlich so ist, dass Mama wirklich tot ist. Als wir dann nochmal im KH ankamen, um sie ein letztes Mal zu sehen, war sie schon seit mehr als 6h tot, denn sie war gegen 12 verstorben und wir waren erst nach um 6 angekommen. Sie sah so friedlich aus und eigentlich sogar besser, als noch am Vortag, keine Falten und auch sonst sah sie super aus. Man hätte meinen können, sie würde nur schlafen. Die ganze Zeit sah ich sie an, in der Hoffnung, dass sie vielleicht doch noch atmen, nur schlafen würde. Doch das tat sie nicht. So standen wir also alle um ihr Bett herum und fingen einer nach dem anderen an zu heulen. Es war so schrecklich. Ich werde diesen Anblick wohl nie vergessen. Damals 2006 hat man ihr mehr Lymphknoten entfernt, als notwendig. Der Knoten war in gesundem Gewebe, also hätte man nicht mehr entfernen müssen. Man hat es aber trotzdem getan. Dadurch waren die Lymphdrüsen auf der anderen Seite überfordert gewesen, wodurch das Lymphödem entstand. Dieses Mal hatte der Krebs leider auch Metastasen gebildet. Und höchstwahrscheinlich hatte sie auch Lymphdrüsenkrebs. Da man das alles aber nicht rechtzeitig festgestellt hatte, sie hatte ja außer den Armschmerzen nie Beschwerden, konnte sie auch nicht rechtzeitig behandelt werden. Und zu allem Überfluss war ihr Krebs dieses Mal im Endstadium. Er hat sie von inne zerfressen. So kann man im Nachhinein wohl sagen, dass die Ärzte, die Mama damals operiert hatten schuld daran sind, dass sie nicht mehr lebt. Sie war doch erst 55. Sie fehlt mir so sehr! Ich wünschte, ich würde eines Tages aufwachen und feststellen, dass das alles nur ein böser Alptraum war. Leider ist dies bisher nicht passiert und es wird auch nie passieren. Wieso kann denn nicht alles sein wie früher? Ich kann es einfach immer noch nicht glauben und ich weigere mich regelrecht, das zu glauben, auch wenn ich es mit eigenen Augen gesehen hab, dass sie tot ist. Es war immer selbstverständlich für mich, dass Mama da ist, dass ich mit ihr reden kann, etc. Doch jetzt ist das alles vorbei. Aber warum schon jetzt? Warum konnte sie nicht noch länger leben? Sie wollte so gern wenigstens 80 werden und jetzt kann sie nicht einmal 60 werden.

Sorry für den langen Text, aber die Geschichte lässt sich schlecht kurz zusammenfassen.
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Emily



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Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 23.09.2011, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

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Zuletzt bearbeitet von Emily am 10.02.2012, 18:11, insgesamt einmal bearbeitet
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K-K



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Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 25.09.2011, 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moony,

mein Beileid...ich weiß, dieser Satz ist blöd. Du weißt vielleicht wie er gemeint ist, wir alle haben hier ja das gleiche oder zumindest ähnliches erlebt.
Bei mir war es ähnlich. Bei meiner Mutter wurde auch Brustkrebs diagnostiziert und auch im Jahr 2006. Es war ein Knoten in der Brust. Sie hat Chemotherapie gemacht und irgendwann dachte man, es sei alles wieder okay. Aber nach und nach erfuhr man dann mehr Dinge, Metastasen und andere Schmerzen kamen und gingen. Meine arme Mama hat sehr viele Therapien auf sich genommen. Auch sie hat im Laufe der Zeit immer mehr abgenommen. Sie hatte keinen Appetit und war auch zu schwach zum Essen. Sie lag viel. Auch wegen den Schmerzen. Ich habe ihr immer gesagt, es wird alles wieder, wir werden wieder Sport machen gemeinsam oder zumindest die verschwundenen Muskeln wieder aufbauen, wenn sie wieder fitter ist. Am Ende landete sie aber auch immer öfters und länger im Krankenhaus. Wir haben sie viel besucht und versucht aufzumuntern.
Irgendwann wollten die Ärzte ein "klärendes Gespräch" mit uns führen. An diesem besagtem Tag, als das Gespräch stattfand, verstarb sie auch. Ich habe sie gesehen, als sie starb. Und blieb auch die weiteren Stunden bei ihr.
Ich kann das nachvollziehen, dass du es nicht akzeptieren willst und kannst. Das geht mir, nach einem dreiviertel Jahr, immernoch genauso.
Meine Mum war Ende 48...sie konnte nicht einmal ihren 50. Geburtstag miterleben. Das ist viel zu früh, für eine Mutter, zu sterben...

Sie wird immer in meinem Herzen bleiben.
Vielleicht gibt es sie *irgendwie* ja noch..

Viele Grüße
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moony90



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Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 05.10.2011, 03:10    Titel: Antworten mit Zitat

Emily hat Folgendes geschrieben:
Liebe Moony,

das mit Deiner Mama tut mir sehr leid. Es ist furchtbar und ich verstehe Deinen Wunsch sehr gut, aus diesem bösen Albtraum einfach aufzuwachen. Aber Du hast es ja selbst schon gesagt, Du wachst nicht auf und leider leider ist es kein Traum.

Warum sie nicht länger leben konnte? Das ist wahrscheinlich die schwierigste, quälendste Frage, die uns alle mal beschäftigt hat. Ich weiß nicht, ob man darauf eine richtige Antwort finden kann. Ich tröste mich damit, dass mein Papa ein erfülltes Leben hatte, er glücklich war, vieles erreicht hat. Dass ich sehr viel gelernt habe durch seinen Tod (der schon 15 Jahre her ist). Diese "Warum"-Frage klärt das trotzdem nicht. Aber es hilft zu akzeptieren und es tut gut, irgendwann auch das Positive zu sehen, das "wo hat es mich hingebracht". Aber dazu ist es bei Dir wahrscheinlich noch viel zu früh.

Quäle Dich nicht mit zu vielen Fragen, mach Dir keine Vorwürfe oder überlege, was wann hätte anders laufen können/müssen, das zieht Dich doch nur noch unnütz runter, und Du brauchst Deine Kraft!

Dieses Akzeptieren, ihren Tod annehmen, das ist ein schwieriger Prozess, auch ein sehr schmerzhafter. Setz Dich nicht unter Druck mit "ich habe es doch mit eigenen Augen gesehen", ja, hast Du, aber es ist so gemein, so unfair, so früh die Mutter zu verlieren, das kommt irgendwie so in der Alltagsvorsellung nicht vor, woher sollst Du jetzt auf einmal diese Kraft nehmen das einfach zu akzeptieren? Das kommt, mit der Zeit, Du wirst es immer ein bisschen mehr realisieren, die Folgen immer besser absehen können, und vermutlich tut auch das dann nochmal verdammt weh. Aber glaube mir, irgendwann wird es besser, irgendwann tut es nicht mehr nur weh, macht es nicht mehr nur traurig, irgendwann kannst Du vielleicht wirklich etwas Positives drin sehen, zumindest kannst Du Dich wieder mit positiven Gefühlen zurück erinnern und -zumindest geht es mir so- dankbar sein für die Zeit, die Ihr miteinander hattet.

Aber das ist Zukunftsmusik, im Augenblick, lass Deine Trauer zu, weine, schreie, sei wütend, lass alles raus, was in Dir drin ist, verbiete Dir nichts und lass Dir von niemandem sagen, dass Du das in der und der Zeit jetzt aber verarbeitet haben solltest. Nimm Dir alle Zeit die Du brauchst, immer wieder, sei fröhlich, wenn Dir danach ist, aber sei auch traurig, wenn Du es sein möchtest. Und vielleicht hilft Dir ein kleiner Hoffnungsschimmer durch diese finstere Zeit, dass es irgendwann besser wird, nicht mehr so sehr schmerzt.

Ist denn jemand da für Dich, hast Du Freunde, mit denen Du reden kannst? Was ist mit Deinem Papa und Deiner Schwester, könnt Ihr zusammen über Eure Mama reden? Was wünschst Du Dir denn im Moment, wie könnte Dir jemand helfen, wie könnten wir Dir hier helfen?

Ich drück Dich mal und wünsche Dir ein schönes Wochenende,

Emily


Vielen Dank

Ja mit meinem Papa und meiner Schwester kann ich glücklicherweise darüber reden und ich bin jetzt ja auch Tante, das tut auch gut. Die kleine Maus ist echt süß. Irgendwie eine seltsame Vorstellung. Tante zu sein und meine Schwester mit Kind zu sehen... Aber auch schön. So hat man wenigstens etwas wofür es sich zu leben lohnt und eine Ablenkung. Aber es ist auch sehr schade, das Mama die Kleine nie kennen lernen können wird. Sie wollte doch so gern Oma werden. Ihre Eltern sind ja auch noch am Leben und jetzt eben Urgroßeltern. Für Oma ist das ja auch sehr schwer, obwohl sie "nur" Mamas Stiefmutter war und sie sich irgendwann nicht mehr so toll verstanden haben- zumal Oma und Opa auch nie sonderlich von meinem Papa begeistert waren, weshalb ist ne längere Geschichte und gehört auch nicht hierhin- nun, meinen Eltern konnten sie es dennoch nie ausreden, zu heiraten. Gottseidank. Smilie

Richtig schlimm ist ja auch, dass ich in den letzten 3 Jahren mehrere geliebte Lebewesen- sowohl Mensch, als auch Tier, verloren hab und das war auch längst noch nicht alles. Ein Hund, drei Meerschweinchen und der Vater meines Schwagers ist auch erst letztes Jahr verstorben. Opa geht es auch nicht mehr so dolle und Oma wird ihm wohl dann bald folgen, wenn er nicht mehr kebt, obwohl sie jetzt noch nicht soo krank ist, aber manchmal geht das ja schneller, als man denkt. Hat man ja an meiner Mama gemerkt...
Nächsten Samstag hab ich Geburtstag und Mama ist nicht da, das wird noch interessant. Ausgerechnet an diesem Geburtstag ist sie nicht mehr da. Weinen
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Emily



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Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 06.10.2011, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

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Zuletzt bearbeitet von Emily am 10.02.2012, 18:10, insgesamt einmal bearbeitet
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Romina



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Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moony erstens möchte ich von Herzen mein beileid aussprechen.Ich weiß wie du dich fühlst habe es auch ähnlich wie du erlebt.Meine Mutter starb am 1.10.2011.Es ist alles für mich noch so nicht real.Meine Mutter hatte 2005 Brustkrebs und musste es dann die ganze linke Brust entfernen lassen.Sie hatte das sehr gut überstanden.2006 bekam sie eine Metastase in der Leber.Aber man konnte es eine Zeit lang lassen weil es sehr klein war und es auf sich warten liess.Das traurige war das sich in dieser schweren Zeit mein Vater sie verlassen hat nach 27 Ehejahren und ich war damals hochschwanger mit meinem ersten Kind.Mein Vater verliess sie weil er eine andere Frau hatte.Ich zog 2006 mit meinem Mann in der Nähe bei meiner Mutter ein.2minuten entfernt von meiner Wohnung zu ihrer.Ich fand das sehr wichtig das sie sich nicht zu sehr alleine fühlte.Und sie sich auch sehr freute das sie ihr erstes Enkel Kind erleben durfte.Das gab ihr gerade in dieser schweren Zeit Kraft und einen grossen Willen weiter zu leben.Aber 2007 wuchs die metastase in der Leber und es war Dan entschieden die erste chemo zu beginnen.2008 hatte sie dan das erste mal chemo.es lief alles gut bei der ersten chemo es ging sogar ein bisschen zurück.aber dan 2009 hat es sich wieder verschlechtert und die Metastasen haben sich im ganzen Leber verteilt.Aber sie hat weiter gekämpft und nicht aufgegeben.Sie hatte dan eine chemo nach der andern und leidete sehr.und ich bekam 2010 nochmal ein Kind und sie war trotz Chemotherapie sehr glücklich.Vorallem das sie beiden Kinder bei der Geburt dabei sein konnte.Das hat sie sich immer von Herzen gewünscht.2010 konnte sogar meine Schwester bei meiner Mama im gleichen Block einziehen.Meine Schwester ist Parterre und
meine Mutter im 2Stock.Das fand ich super die ganze Familie in der Nähe.Mein Vater zog bei meiner Schwester ein da er sonst nicht wusste wohin weil er viele Schulden und geldprobleme hatte.Und das alles nur wegen seiner freundin die nur das Geld will.Trotz all dem hat meine Mutter ihm immer geholfen ihm zugehört wann er probleme hatte.sie stand immer zu ihm egal was war.und obwohl mein Vater nicht immer lieb zu meiner Mutter war und er immer ihr die schuld gab wegen den Schulden den ganzen Frust musste sie ertragen.Und Dan am ersten September 2011 war die Polizei bei meiner Schwester weil sie mein Vater festgenommen hatten weil er Drogen in den Keller versteckt hatte und meine Schwester nichts davon wusste.Das war für uns alle schlimm das mein Vater Drogen geschmuggelt hatte ohne das wir das wussten.Aber auch in dieser Zeit hat meine Mutter zu ihm gestanden und ihm sogar Kleider und Geld ins f
Gefängnis gebracht und wieder einmal zu ihm gehalten.2Wochen später hatte dann meine Mutter einen neuen onkologe und gab ihr die neue chemo das war einer der letzen und die 5te Chemo.Drei Tage später hatte sie sehr hohen Zucker da sie ja auch Diabetikerin war stieg er sehr hoch.Und ein Tag später hatte sie Hals und schluckweh den die konnte fast nicht schlucken und musste dann in kh.und musste dort bleiben weil es ein Pilz ist der sich ausgebreitet hat im Körper.sie musste weinen sie sagte zum Arzt sie will nicht sterben.am nächsten Tag ging ich uns meinen Mann sie besuchen.Ich merkte sie war ein bisschen verwirrt.aber es ging ihr nicht so schlecht sie machte auch noch viele Witze.Am nächsten Tag hab ich sie angerufen und es war immer noch nicht gut und sie war immer noch sehr verwirrt.Dann ein Tag später versuchte ich sie wieder anzurufen und nahm das Telefon nicht.Plötzlich wurde mir kotz übel im Magen und merkte das etwas nicht stimmte.mein Mann wollte genau an diesen Tag fliegen zu seiner heimat seine Familie besuchen un Jemen.später Ruf mich meine Schwester an und sagte das es meiner Mutter schlechter gehe und sie in dem intensiv musste.ich ging sofort ins Spital zu ihr.sie schlief die ganze Zeit.die Ärzte sagten das ihre Nieren nicht funktionieren und sie darum so schwach sei uns die weisse Blutkörperchen sehr niedrig sind und diesen Pilz eine Infektion gegeben hat und der sich im Körper ausgebreitet hat.Also mein Mann wollte nicht fliegen nach jemen wegen meiner Mutter aber ich wollte das er geht und sich keine sorgen machen sollte und ich und meine Schwester das schaffen.also flog er nach jemen.Und seine Verwandtschaft waren dafür für meine Kinder da und hatten sie zu sich genommen.war ich auch sehr froh darüber in dieser schweren Zeit.als ich und meine Schwester bei ihr war bei der intensiv.erwachte sie schnell und saget ganz leise ich möchte nach Hause ...In diesem moment erschrak ich und meine Schwester da wir wussten sie meint Gottes zu hause.aber wir fragten sie,gell Mama das schaffst du sie sagte mit lauter stimme ja und erhob sogar ihr Kopf ein wenig.das bringet mich zum lachen weil ich wusste immer sie ist eine kämpferin.jeden Tag gingen wir zu ihr ins Spital leider schlief sie nur noch da sie immer Schlafmittel bekam.aber ich weiß das sie uns immer spürrte wenn wir bei ihr waren.4Tage sind vergangen und es hat sich nicht verbessert und hatten ein Gespräch mit den Ärzten und sagten man gibt ihr mal noch 3tage Zeit zum schauen wie es ihr geht wenn es nicht besser wird muss man bei ihr die Maschinen abstellen und das dürfen wir als Angehörigen nicht entscheiden sondern nur die Ärzte.ich war schockiert das war mir neu das das die Ärzte entscheiden.und sie konnte ja auch nicht einmal sagen wo im Körper die Infektion war das war ja auch noch der Witz an der geschichte.wir wollte nicht so schnell aufgeben weil es ja immer ihr wille ist sie möchte nicht sterben.also ging es uns nach diesem gespräch sehr schlecht und traurig.Und mein Vater ja uns auch nicht unterstützen konnte und im u-Haft ja war.also machte ich grossen Druck bei der Staatsanwaltschaft und sagte wir möchten gerne unseren Vater gerne sehen da wir was schlimmes durchmachen.also durften wir ihn auch gleich am nächsten Tag besuchen gehen ausnahmsweise.Als wir ihn sahen weinten ich und meine Schwester so sehr und gar nicht wusste was los war und er es erfuhr weinte er auch furchtbar und es war für ihn so schlimm das er uns in dieser Zeit nicht unterstützen konnte.Aber er durfte am nächsten Tag halt mit Polizei begleitung meine Mutter besuchen.und dan ein Tag später wollte ich eigentlich sofort das mein zurück kommt und mich unterstützt.er versuchte jeden Tag ein Ticket gelangen aber da es ja in Jemen ja auch im moment Krieg und Probleme haben war es schwierig ein Ticket zu erlangen.und die Flüge waren immer gestrichen.an diesem Tag hatten wir Dan nochmal ein gespräch mit den Ärzten und es wurde gesagt das sie ein multiorganversagen hat das heißt Hirnschaden,Nieren,Lunge,Herz.und es die Chance besteht auf ein Prozent.und sie vermuten das es von dieser chemo gekommen ist.und nicht von Krebs.ich war schockiert..also hat man sich so entschieden das man meine Mutter entscheiden lassen das heißt man Wirt am nächsten Tag langsam die Maschinen herunterfahren und ihr selber den Entscheid lassen.weil sie hatte ja bis zum Schluss 40liter Wasser im Körper.und ich wollte sie auch nicht mehr leiden sehen die ganze Zeit an der Maschine und sie wäre Dan auch sonst ein Pflegefall geworden und ich wusste das sie das nicht wollte.also entschieden wir diesen weg so schwer er auch war.am nächsten Tag konnten alle Freunde Familie und verwandte und nachbaren sie nochmal besuchen und Abschied nehemen von ihr.mein Mann saß immer noch fest in Jemen und konnte erst 5tage später zurück reisen.also haben wie nach diesen vielen besuchen die maschinen langsam heruntergefahren lassen.ich konnte nicht dabei zusehen.und ging nach dem Abschied von ihr und wartete draussen ich hatte die Kraft nicht mehr.aber meine Schwester blieb tapfer und blieb bei ihr und sogar Freunde und verwandte.man hat ihr sogar noch mit der Gitarre Musik für sie gespielt und gesungen was sicher sehr schön für sie war und sie nach 45minuten später dann auch ganz friedlich eingeschlafen und gestorben ohne leid und Schmerz.sie hat sogar noch einmal die Augen geöffnet und dann ist sie sehr friedlich gegangen.zuerst musste ich nicht einmal weinen wie ich erlöst war und sie nicht mehr leiden musste.aber ich vermisse sie ganz toll.aber wenn ich Weine und traurig spürre ich das sie hier ist.und sie ihm meinem Herzen weiterleben Wirt.und ich werde sie ja auch Wiedersehen.wenn ich einmal sterbe.und das gibt mir auch wieder Kraft es zu überstehen.ich träumte letzes mal von ihr das sie bei mir war und wir viel redeten wie früher halt und ich sie dann fragte ihm Traum wie ist es dort wo du bist jetz?sie sagte unvorstellbar schön das kann Mann nicht in Worte fassen und sie auch sagte das sie eigentlich nicht sterben wollte.ich hoffe sie wird mich immer wieder besuchen kommen in den träumen.drei tage später gingen wir nochmals ins gefängnis und fragten ob wir unser Vater sehen dürften und es hiess er werde in eine halben stunde entlassen für immer wie ich und meine Schwester weinten vor Glück.als er raus kam weinte auch er sehr und seit den halten wir zusammen.das hatte meine Mutter auch immer mir gesagt wenn ich sterbe haltet bitte zusammen.und der Wunsch erfüllten wir ihr auch.liebe Grüße romina
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K-K



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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Romina,

mein herzliches Beileid! Ihr habt viel durchgemacht!
Gut, dass ihr in dieser Zeit zu eurer Mutter gehalten habt und auch in ihre Nähe gezogen seid! Das hat sie sicherlich sehr geschätzt!
Ich wollte auch immer für meine Mama da sein, damit sie sich nicht alleine fühlt. Meine Mutter hatte auch Brustkrebs und auch Metastasen in der Leber!
Schön, dass deine Mutter noch mitbekommen hat, wie du zwei Kinder auf die Welt gebracht hast! Das war sicher ein schönes Erlebnis für sie und hat sie stolz gemacht!
Ich werde auch immer an meine Mutter glauben, sie war mein Vorbild und wie eine beste Freundin für mich. Auch meine Mutter starb im Krankenhaus.
Ich finde es gut, dass ihr bei ihr geblieben seid! Und dass ihr auch im Nachinein zusammen haltet!

Ich wünsch dir alles Gute und viel Kraft um das ganze zu verarbeiten!
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Romina



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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo K-K danke für deine Nachricht.Ich möchte dir auch von Herzen mein Beileid ausprechen.Weisst du wenn ich so zurück denke ist es eigentlich sehr verückt das meine Mutter nicht an Krebs starb sondern an der chemo.Und das grausame ist sie hatte ja in der Leber Metastasen und die hat es bis zum Schluss nicht versagt.Schon unglaublich.Mein Gott...Habe heute mit meiner Schwester geredet und sie hat Selbstmord Gedanken da sie noch kein Mann und keine Kinder hat und sich alleine fühlt.Das Problem ist sie ist sehr für sich als Charakter.und ich bin bin eher die offene Person und habe eben ein grossen Freundeskreis und sie eben nicht.und ich have sie heute versucht zu motivieren und ihr von diesem Eltern-los.de erzählt und sie solle ihre gefühle hier schreiben.Ich finde es hilft und es man teilen kann die Gefühle die das gleiche durchmachen.ich denke ich konnte sie ein bisschen motivieren.und was ich wissen wollte wann ist deine Mutter genau gestorben?und wie alt war sie?Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Kraft und drücke dich ganz toll.liebe Grüße Romina
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K-K



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BeitragVerfasst am: 24.10.2011, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank!
Es ist wirklich schwierig abzuschätzen, wann eine Chemo noch hilft und wann sie schadet. Ich weiß, dass meine Mum auch sehr unter den Chemos gelitten hat, aber sie hat sie tapfer durchgezogen.
Sie war auch bei einem Leberspezialisten. Jede Leberchemo war ziemlich heftig für sie.
Das mit den Selbstmordgedanken kenn ich. Kommen mir auch hin und wieder. Wenn einem alles zu viel wird, dann kommen schon mal solche Gedanken. Wirklich durchziehen tut man es dann aber doch nicht.
Ich weiß nicht was man da raten kann. Vielleicht eine Therapie? Ich selbst mach auch keine. Freunde können einem auch sehr gut helfen.
Meine Mutter ist am 9.11.2010 gestorben. Bald ist es ein Jahr...
Sie war 48 und wäre einen Monat später 49 geworden.

Viele Grüße
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Romina



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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 08:35    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe K-K deine Mutter war ja wirklich sehr jung.Aber ich hoffe sie musste nicht leiden bis zum Schluss.Warst du auch bei ihr wenn sie gestorben ist?Ich hoffe doch sie konnte friedlich gehen.Es ist erst ein Jahr bald her und doch schmerzt es immer noch.Ich weiß manchmal auch nicht wie ich es schaffen soll den Schmerz ist ja so gross.Wie alt bist du?wenn ich fragen darf?Ich habe ja doch immer noch Aufgaben im Leben meine Kinder und das hält mich am Leben.Sie tun mir gut sie lenken ab im Alltag.aber wenn ich manchmal raus gehen auf den spielplatz Dan schmerzt es manchmal da ich sie manchmal getroffen habe Auf der Straße oder im dorfladen oder in unseren kleinen dorfrestaurant trank sie manchmal wann es schönes Wetter war einen Kaffe oder so.Steckt hier bei uns viele erinnerungen.Das ist sehr schwierig oder ihre Wohnung räumen das schmerzt manchmal alles auch.Aber was mich heute aufgestellt hat war mein Sohn Malek er ist 5jahre alt und er sagte mir das er von der Oma geträumt hatte. Uns sie ganz fest gedrückt hat.Das fand ich echt schön.Ich habe ihm gesagt das sie ihn seinen Träumen besuchen kommt.Liebe Grüße romina
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K-K



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BeitragVerfasst am: 06.11.2011, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Romina,
ja, ich war auch bei ihr, als sie gestorben ist. Ich war damals 23 und bin jetzt 24. Hätte gern mehr Zeit mit ihr verbracht.
Weiß auch nicht wie das in Zukunft weiter gehen soll. Man lenkt sich zwar immer ab, aber im Endeffekt kommt man immer wieder an den Punkt zurück, an dem einen die Trauer überwältigt. Ich bin mir auch nicht sicher, wie da eine Therapie genau helfen soll. Schließlich bringt sie mir meine Mum auch nicht zurück!?
Gerade jetzt, wenn sich der Todestag nähert und die Jahreszeit eher stimmungsdrückend auf mich wirkt, bemerke ich eine allgemeine Deprimiertheit in mir.
Ihre Sachen (Kleider usw.) haben wir behalten. Ich kann sowas nicht wegwerfen...
Das ist echt schön, was du da erzählt hast von deinem Sohn Marek!!
Wenn du möchtest, kannst du mir auch per PN schreiben! Viele Grüße
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