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Ich werde dich niemals vergessen.

 
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Lissa



Anmeldedatum: 22.06.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 22.06.2011, 21:18    Titel: Ich werde dich niemals vergessen. Antworten mit Zitat

Hallo ihr,
ich hab am 12.04.2006 meinen Papa bei einem Autounfall verloren. Und ich weiß immer noch nicht richtig wie ich damit umgehen soll. Ich bin manchmal so hilflos, weil ich nicht verstehe wieso meine Gefühle immer noch so heftig sind wenn irgendwer von meinem Papa redet oder meine Freunde irgendwas von ihrem Vater erzählen oder sich über ihre Eltern aufregen. Ich würde die dann meistens am liebsten anschreien und ihnen sagen das sie aufhören sollen, weil sie ja garnicht zu schätzen wissen wie toll und wichtig es ist seine Eltern noch zu haben. Ich weiß zwar auch das die meisten einfach nicht wissen können wie sich das an fühlt wenn auf einmal so ein wichtiger Mensch weg ist und nie wieder zurück kommt.
Und mein Freund der versucht mich zu verstehen so gut er kann und wenn er manchmal nicht weiß was er noch sagen soll dann nimmt er mich einfach nur in den Arm. Das reicht dann schon und es geht mir wieder besser. Ich liebe ihn so sehr dafür.
Aber kann mir irgendwer sagen wie ich besser damit klar kommen kann und wieso diese Gefühle immer noch so stark sind? Ich wäre euch sehr dankbar für eure Hilfe. (:

Liebe Grüße,
Lisa (:
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Du bist jetzt da, wo Engel halt hingehören.
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Jojo



Anmeldedatum: 27.06.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 13.07.2011, 21:14    Titel: Hallo Antworten mit Zitat

hey,

ich kann dich gut verstehen mir geht es sehr ähnlich, ich fahre meine eltern oft "besuchen" (auf dem friedhof) und erzähle ihnen alles was so passiert ist, es gibt mir das gefühl bei ihnen zu sein und zu wissen sie sind immer noch für mich da. Klar, wenn andere darüber reden wie sehr sie ihre mutter oder vater nervt, denke ich mir auch immer, du solltest doch froh sein noch eltern zu haben!. und werde traurig und stelle mir vor wie es bei mir wäre wenn sie noch da wären... Aber es ist nicht mehr änderbar und die sehnsucht bleibt, man kann nur versuchen damit klar zu kommen, vermissen wird man seine eltern immer..nur der schmerz wird irgendwann weniger..aber ich werde meinen papa und meine mama für immer und ewig lieben und vermissen. Wir haben in manchen zimmern ein bild von ihnen und reden oft über sie..das hilft uns auf jeden fall...
Es ist schön das dein Freund dich so gut versteht und du auch jemanden zum reden hast.

Liebe Grüße
Johanna Smilie
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Lissa



Anmeldedatum: 22.06.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 29.07.2011, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Danke. (:
Das mit deinen Eltern tut mir wirklich leid.
Ich finde es ja schon schlimm das nur mein Papa nicht mehr da ist. Aber beide Eltern. Naja, aber ich hoffe du bleibst stark und schaffst das. (;

Als ich meiner Freundin vor kurzem gesagt habe das sie ja vielleicht mal ein bisschen weniger über ihren Vater reden könnte, weil mir das weh tut ist sie total aus gerastet und hat mir Dinge an den Kopf geworfen die nicht sehr nett waren. Und seit dem reden wir nicht mehr mit einander. Das hat schon weh getan.
Und seitdem hab ich noch nicht wieder mit irgendwem über meinen Papa geredet, weil ich Angst habe das wieder wer so reagieren könnte.
Ich habe wirklich nicht verstanden wie man da so herzlos reagieren kann.

Hast du das auch das auch schon mal irgendwem gesagt?`Und wenn ja, wie hat derjenige reagiert?

Liebe Grüße
Lisa (:
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 01.08.2011, 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

hat deine Freundin Probleme mit ihrem Vater oder warum redet sie so oft von ihm? Wenn sie Probleme mit ihm hat, ist das echt eine verzwickte Situation, wenn du ihr sagst, sie soll weniger von ihm reden. Kann aber natürlich verstehen, dass es dir zu viel ist Geschichten über andere Väter zu hören und dass es etwas unsensibel ist, nicht auf dich Rücksicht zu nehmen.
Manchmal geht es mir ähnlich, da trifft mich auch ein Stich im Herzen, wenn ich höre, wie andere über ihre Mütter reden. Man wird fast neidisch, weil sie eben noch eine Mutter haben.
Ich glaube am meisten treffen uns die Wörter Mutter/Vater, Mama/Papa. Vielleicht wird das irgendwann besser. Richtig was dagegen tun kann man wahrscheinlich nicht, man trauert eben noch um seinen verstorbenen Elternteil. Vielleicht muss man versuchen, das Wort (Mutter, Vater) in dem Moment zu ignorieren und sich nur auf die Aussage des Satzes zu konzentrieren...
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Lissa



Anmeldedatum: 22.06.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 05.08.2011, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hai,

nein, sie hat eigentlich keine Probleme mit ihrem Vater. Sie erzählt ja immer von den guten Sachen. Und das ist ja das was weh tut. Weil sie ja noch neue gute Sachen mit ihm erlebt.

Stimmt, genau die Wörter tun jedes mal weh, wenn man sie hört. Ich glaube man muss einfach versuchen damit klar zu kommen das die anderen halt noch ihre Mutter/Vater haben. Man kann es ja sowieso nicht mehr ändern..
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livelite



Anmeldedatum: 05.08.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 05.08.2011, 22:31    Titel: Hi Antworten mit Zitat

Was ihr hier schreibt, ist genau das, was ich fühle.Bei mir ist es noch kein Jahr her, dass mein Papa weg ist...Ich vermiss ihn so sehr!!!Ich weiß nicht, wie ich damit klarkommen soll???
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Lissa



Anmeldedatum: 22.06.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hai,

irgendwann tut das nicht mehr so weh, wirklich.
Nur das braucht seine Zeit. Bei mir ist es jetzt 5 Jahre her und es tut immer noch sehr weh. Aber halt nicht mehr so wie am Anfang. Ich glaube der Schmerz wird immer da bleiben. Aber ich verspreche dir das er weniger wird. Irgendwann.
Und jeder verarbeitet seine Trauer anders. Bei manchen dauert es 2 Jahre bis man es akzeptiert hat, bei manchen aber auch 10 oder 20 Jahre. Jeder hat da sein eigenes Tempo.

Glaub' einfach immer da dran das er bei dir ist und dir bei allem was du machst zu guckst, dann fällt einem das leichter. Das ist zumindest bei mir so.

Liebe Grüße Lisa (:
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 07.08.2011, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube akzeptieren ist das falsche Wort. Man akzeptiert es nicht. Man lernt nur damit umzugehen oder es zu verdrängen. Trauerbewältigung kann ein Leben lang gehen. Im Hinterkopf behält man es wohl immer. Ich weiß es auch nicht, wie man damit klarkommen soll. Eine Zeit lang mag das ja gehen, aber es holt einen immer wieder ein.
Manchmal würde ich sie (meine Mum) am liebsten wieder ausbuddeln...(das mag jetzt wahrscheinlich seltsam klingen). Ich will sie wieder zurück!
Ich hoffe sehr, dass es sie noch irgendwo gibt.

Viele Grüße
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livelite



Anmeldedatum: 05.08.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 16.08.2011, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt nicht seltsam.Diesen Gedanken hatte ich,ehrlich gesagt,auch schon.
Man versucht alles mögliche.Man spinnt sich Geschichten.Man redet sich Dinge ein.
Doch wenn einen die Realität einholt tut es schrecklich weh!!!
Kaum zu ertragen...
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K-K



Anmeldedatum: 15.01.2011
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 16.08.2011, 00:18    Titel: Antworten mit Zitat

Genauso geht es mir auch!!
Es ist einfach ein riesen Verlust... ein so wertvoller und kostbarer Mensch ist WEG. Es gibt keine Möglichkeit mehr mit dieser Person zu reden und Antworten zu bekommen. Es gibt nur den schwachen Trost, dass sie einen doch irgendwie hören oder sehen können...aber vielleicht macht man sich da auch etwas vor, das weiß man nicht...der eigene Glauben spielt hier eine große Rolle.
Man hat Angst über die ganze Sache nachzudenken, der Wahrheit ins Auge zu sehen. Man denkt sonst, man wird verrückt. Ich träume immernoch von ihr.
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Lissa



Anmeldedatum: 22.06.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 17.08.2011, 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Von meiner Freundin die Mutter arbeitet im Krankenhaus und da war mal jemand ungefähr eine halbe Stunde Tod, bis er wiederbelebt wurde. Und als man ihn später gefragt hat ob er irgendwas in der Zeit als er tot war gefühlt oder gesehen hat, hat er erzählt das er durch einen langen Tunnel gegangen ist indem es kein Ende gab. Aber als er immer weiter gegangen kamen seine ganzen verstorbenen Angehörigen zu ihm und haben ihm gesagt das er noch nicht dort hin gehört..

Irgendwie doch ein Trost, wenn es wirklich so wäre, dass man nach seinem Tod trotzdem noch irgendwo ist und weiter exsistiert.
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Jojo



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Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 28.08.2011, 22:28    Titel: hey Antworten mit Zitat

Das hört sich echt komisch an, dass er dort alle getroffen hat...aber auch schön zuwissen, dass sie dan nicht alleine sind.
Ich habe es noch keinem gesagt nicht über seine eltern zu sprechen,...ich versuche einfach nicht darüber nachzudenken und diese bemitleidenden blicke von anderen wollte ich nicht. Viele stocken auch manchmal wenn sie das wort benutzen und schauten mich nur an..so ohh scheiße..die arme.. ich hasse sowas. Ich will kein mitleid. Winken Mittlerweile habe ich geschafft damit zu Leben und mein eigenes Leben zu führen..aber es gibt tage an denen ich spazieren gehe mit meinem hund und einfach nur weinen könnte, weil ich einfach traurig bin. Man wird es nie vergessen..aber es wird besser..irgendwann Winken

Liebe Grüße
Johanna Smilie
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livelite



Anmeldedatum: 05.08.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 07.10.2011, 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe keine Ahnung, wie ich das schaffen soll?!? Ein Leben ohne ihn???? Ich soll abwarten? Irgendwann wird es leichter? Wie kann so ein großer Verlust leichter werden? Wie soll sowas gehen?!? Ein Mensch, den man über alles liebt, wurde einfach aus Deinem Leben "rausgeschnitten"? Wie soll man jetzt klarkommen??? Wer sagt einem, wie das geht???? Niemand...
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