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Bücher
von Erwachsenen Kindern zum Tod eines Elternteils
VERARBEITUNGS-UND
ERFAHRUNGSBERICHT EINES ERWACHSENEN SOHNES
Titel: Der Himmel war eine grosse Gegenwart
Autor: Ludwig Fels
Verlag: Piper, 1990
ISBN 3-492-03429-2, Leinen, gebunden mit Schutzumschlag, 98 Seiten
Leider Vergriffen. Verlagstext:
Ein Sohn begleitet schreibend das langsame Sterben seiner Mutter - er
nimmt Abschied von einem Leben, das sich ihm spät, vielleicht zu
spät, erschließt. Als der Sohn von der Krankheit der Mutter
erfährt, geht er auf die Straße und holt die Mülltonne
herein. Es gibt keine Hoffnung mehr; die Ärzte, hat der Bruder ihm
am Telefon gesagt, haben festgestellt, daß die Bauchhöhle schon
ganz verkrebst ist. Der Sohn rettet sich ins Schreiben, beginnt, schreibend,
noch vor ihrem Tod von der Mutter Abschied zu nehmen: als ob er sie"unter
Worten begrabe", noch während sie lebt. Wie soll man damit fertig
werden, daß jemand stirbt, der nie ein Leben hatte? Er hätte
gern eine andere Mutter gehabt, aber "wenn du tot bist, bin ich nirgends
mehr daheim".
Tipp von Ladina
Ein Dokument, erschütternd
und tröstend zugleich
AUTOBIOGRAPHISCHER ROMAN EINES SOHNES ÜBER SEINEN VATER
Titel: Gott fährt Fahrrad oder Die wunderliche Welt meines Vaters
Autor: Maarten't Hart
Aus dem Niederländischen von Marianne Holberg
Verlag: Arche, 2000
ISBN 3-7160-2272-1, Gebunden, 320 Seiten
Preisinfo : 20,00 Eur[D] / 33,80 sFr
Der Vater glaubt sich
nach seiner Krebsoperation geheilt, fühlt sich grossartig, hat wieder
Kraft. Nur Maarten erfährt, dass sein Vater kaum noch ein Jahr zu
leben hat. Muss er, darf er die Wahrheit sagen?
Das Erinnerungsbuch des niederländischen Autors Maarten't Hart führt
zurück in die kalvinistisch geprägte Welt seiner Kindheit und
zugleich in die wunderliche Welt seines Vaters, des »Grabmachers«
von Maasluis. Ein Buch des schmerzlichen Abschieds. Eine poetische Liebeserklärung
des Sohnes an seinen Vater.
Neuaufl. in Vorb.
Als Taschenbuch erhältlich bei:
Verlag: Piper /KNO, 2. Auflage 2003
ISBN : 3-492-23404-6; Kartoniert, 320 Seiten
Preisinfo : 8,90 Eur[D] / 9,20 Eur[A] / 17,40 sFr
Auch als Toncassetten erhältlich:
Hart, Maarten't
Gott fährt Fahrrad
Oder Die wunderliche Welt meines Vaters
Beiträge von Brückner, Christian
Verlag : Parlando
ISBN : 3-935125-14-3
Seiten/Umfang : 4 Toncassetten, Gesamtlaufzeit 360 Min.
Erschienen : 09.2001
Preisinfo : 33,75 Eur[D] / 35,00 Eur[A] / 63,00 sFr (unverb. Preisempfehlung)
Sachgruppe : Belletristik;
Aus der Reihe : Toncassetten
Tipp von Ladina
Die verschiedenen Publikationen dieser Erzählung sprechen für
ihre Beliebtheit.
ERFAHRUNGSBERICHT EINER TOCHTER
Titel: Du gehst nicht allein
Untertitel: Die letzten Monate mit meiner Mutter
Autorin: Rosemarie Hüllen-Zimmermann
Verlag: Butzon & Bercker, 1997
ISBN 3-7666-0071-0, Gebunden, 136 Seiten
Preis: 13,50 € D; SFr. 24.50, 13.90 € wA
Vorwort:
Mein Wunsch, dieses Buch zu schreiben, beruht auf der Tatsache, daß
ich mich mit dem Thema Sterben und Tod niemals auseinandergesetzt habe
und erst durch die schwere, zum Tod führende Krankheit
meiner Mutter ganz plötzlich damit konfrontiert wurde. Als ich von
ihrer Krebserkrankung erfuhr und davon, daß sie schon bald sterben
würde, fühlte ich mich in dieser Situation völlig hilflos,
denn über das Sterben war in unserer Familie nie gesprochen worden.
Dieses Thema galt als unangenehm, furchteinflößend - und so
ließen wir es. Als es aber dann mit Macht auf mich zukam, war ich
unwissend und hatte keine Kenntnis von dem, was mich erwarten könnte.
Ich hatte Angst, wußte nicht, wie ich mich verhalten müßte,
und wünschte mir nichts sehnlicher, als jemanden zu finden, der in
einer ähnlichen Situation war. Ich hätte mir Mut damit machen
können, zu erfahren, daß es anderen auch so oder annähernd
so ergangen ist. Ich hätte mir aus diesen Schicksalen Rat und Hilfe
suchen und Kraft finden können. So aber war ich mir in der Eile der
Zeit selbst überlassen und konnte nur hoffen, daß meine Gefühle
und Gedanken in Liebe den richtigen Weg finden ließen. Dann starb
meine Mutter.
Ich habe über das Sterben und den Tod nachgedacht und erfahren, daß
es unendlich viele Gedanken dazu gibt. Und sich damit auseinanderzusetzen
- immer wieder neu -, dazu möchte ich ermutigen. Autoreninfo Rosemarie
Hüllen-Zimmermann, geboren 1943, ist nach einer musik- und sozialpädagogischen
Ausbildung seit vielen Jahren in der Kinder- und Seniorenarbeit tätig.
Tipp von Ladina
ERFAHRUNGSBERICHT EINER SCHWIEGERTOCHTER
Titel: Sechs Monate Abschied
Autorin: Ilse Thalmann
Verlag : LIT, 1997 , AT Edition
ISBN : 3-8258-3372-0, Paperback, 216 Seiten
Preisinfo : 10,90 Eur[D] / 11,30 Eur[A]
Sachgruppe : Psychologie;Medizin;
Verlagstext:
Die Autorin schreibt über den letzten Lebensabschnitt ihrer sehr
geschätzten Schwiegermutter, über die Veränderung, die
ihre Krebserkrankung für die ganze Familie bedeutet. Als die Kranke
spürt, dass sie keine Genesung erwarten kann, beginnt sie, noch einmal
alles aus ihrem Leben herauszuholen und zeigt einen ungebeugten Lebenswillen.
Aber schon bald muss sie erkennen, wie schnell sie von ihrer Schwäche
eingeholt wird. Ihr grösster Wunsch ist es dann, zu Hause sterben
zu können. Es gelingt der Familie, sie bis zum Ende in der gewohnten
Umgebung zu betreuen.
Die Kranke konzentriert sich auf das Wesentliche, das ihr in der kurzen
Zeit noch bleibt.Sie nimmt von allen Dingen, die zur Zeitlichkeit gehören,
bewusst Abschied und ahnt nicht, wieviel sie dadurch bei ihren Mitmenschen
bewegt.
Tipp von Ladina
Eine Ermutigung zur Sterbebegleitung zu Hause.
ERFAHRUNGSBERICHT EINER TOCHTER
Titel: Seelenfenster
Untertitel: Vom Sterben der Eltern und der Chance, ihnen dabei neu zu
begegnen
Autorin: Frey Werlen, Sylvia
Verlag : Karpfen Vlg , 3. Auflage 2002
ISBN : 3-9520295-1-3, Englisch Broschiert, 191 Seiten, 5 Abbildungen
Preisinfo : 17,00 Eur[D] / 25,00 sFr
Sachgruppe : Medizin;Psychologie;Christliche Religion;
Aus der Reihe : Mitgehtexte 1
Klappentext:
Sylvia Frey Werlen ist Mutter zweier kleiner Kinder und berufstätig.
Plötzlich ruft der Vater sie ans Bett ihrer 76jährigen Mutter,
die nach ihrem dritten Schlaganfall kaum mehr sprechen kann. Der Autorin
wird klar, dass ihre Mutter bald sterben wird. Nach der ersten Hilflosigkeit
macht sie sich mit ihr zusammen auf das letzte gemeinsame Wegstück.
Sie gibt ihr zu trinken,stützt sie, muss lernen, ihre Wortfetzen zu
verstehen und die Stille auszuhalten. Kurz nach dem Tod der Mutter wird
erkannt, dass ihr 84jähriger Vater fortgeschrittenen Zungenkrebs hat.
Mit Hilfe der Gemeindeschwester, des Hausarztes und einer Haushälterin
kann auch der Vater in der vertrauten Umgebung sterben. Im ersten Teil des
Buches schildert die Autorin tagebuchähnlich die letzten gemeinsamen
Wochen mit ihrer Mutter und ihrem Vater. Die anschauliche Sprache hilft
dem Leser und der Leserin mitzuverfolgen, wie sich die Tochter wieder im
Elternhaus zurechtfindet - Jahre nach ihrem Auszug als junge Frau. Dankbar
geniesst sie die Momente, in denen sie bei einem Schluck Wein mit ihrem
Vater lachen kann. Doch sie wird sich auch ihrer Sprachlosigkeit bewusst,
die durch das viele Ungesagte der vergangenen Jahre entstanden ist und sie
sucht nach dem, was sie ihren Eltern noch sagen möchte. In den oft
hilflosen Stunden bei ihren kranken Eltern erlebt sie dann, wie eine neue
Vertrautheit heranwächst - ohne viel Worte. Wochen später, nach
dem Tod der Eltern, ist es diese neugewonnene Vertrautheit, die es ihr ermöglicht,
ihre Eltern mit anderen Augen anzusehen und sich auf die Suche nach der
Vergangenheit zu machen.
Beim Räumen des Elternhauses geht sie den Spuren von Vater und Mutter
nach und kommt sich oft selber als Kind wieder entgegen. Sie fragt sich,
was sie mit den Eltern verbindet, was sie von ihnen trennt. Sie stellt sich
auch dem Groll, der sie unvermittelt einholt, wenn sie beim Räumen
auf Briefe stösst, eine alter Schere in den Händen hält.
Immer mehr kommt sie in ein inneres Gespräch mit dem Vater und der
Mutter. Schliesslich kann sie ihnen sagen, was ihr gefehlt hat. Jetzt beginnt
sie auch zu verstehen, was sie bekommen hat. Sie kann die Eltern gehenlassen
und wird frei für Neues.
Tipp von Ladina
ERFAHRUNGSBERICHT EINER
TOCHTER
Titel: Ich hätte sie gerne noch vieles gefragt
Autorin: Ingrid Strobl
Verlag : Krüger
ISBN : 3-8105-1920-0, 272 Seiten Gebunden
Preisinfo : 22,00 Eur[D]
Verlagstext:
Mit großem Einfühlungsvermögen und sensibler Genauigkeit
beschreibt Ingrid Strobl, wie Töchter den Tod der Mutter erleben. Sie
stellt die komplizierten und oft ambivalenten Gefühle dar, die Töchter
ihrer Mutter gegenüber haben, und zeigt, wie diese Gefühle und
manchmal auch das Selbstbild der Töchter sich wandeln, wenn die Mutter
stirbt. Sie erzählt von Liebe und Wut, Vertrautheit und Entfremdung,
von Dankbarkeit und Enttäuschung, von
Trauer und Erleichterung, Schuldgefühlen und Sehnsüchten.
Ein berührendes und bewegendes Buch.
Tipp von Tanja
Die Autorin ist selbst betroffen und führte Interviews mit verschiedenen
anderen Frauen. Sie zeigt Ähnlichkeiten und Unterschiede in den Geschichten
dieser Frauen.
ERFAHRUNGSBERICHT
EINER TOCHTER
Titel: Vielleicht ist es sogar schön
Autorin: Jakob Hein
Verlag : Piper
ISBN : 3492245218, 176 Seiten Broschiert
Preisinfo : 8,00 Eur[D]
Verlagstext:
»Meine Mutter war vierundfünfzig Jahre alt, als sie eines Tages
unerwartet anrief und bat, noch an diesem Abend vorbeizukommen.«
– So beginnt Jakob Heins kurze Geschichte seiner Familie. Sie beginnt
mit einem Ende. Denn das, was die Mutter seinem Bruder und ihm anzukündigen
hat und nicht am Telefon geschehen kann, ist die Nachricht von ihrer tödlichen
Erkrankung. Aber natürlich ist das nicht das Ende, kann es nicht
sein. Man darf nur die Kontrolle nicht verlieren. Und deshalb fängt
Jakob Hein an sich zu erinnern: an die gemeinsamen Schreibnachmittage
mit der ganzen Familie, die plötzlich so lange zurückzuliegen
scheinen; an die jüdische Gemeinde in Ostberlin, die wie ein kleines
Holzfloß war, das steuerlos auf dem Meer trieb; an den kommunistischen
Großvater, dem einzig Stalin am Herzen gelegen hatte. Nichts spricht
doch dafür, sagt Jakob Hein sich, daß die Mutter ausgerechnet
jetzt sterben wird …
Tipp von Constanze
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