Archiv der Kategorie ‘Buchtipp‘

Die besten Beerdigungen der Welt

In dem liebevoll gestalteten Kinder-Bilderbuch von Ulf Nilson gründen drei Kinder an einem langweiligen Tag ein Beerdigungsunternehmen. Allen toten Tieren, die sonst niemand beachtet oder gar beweint, wollen sie die schönste Beerdigung der Welt ausrichten. Selten wird mit dem Thema Tod in Kinderbüchern so spielerisch leicht umgegangen. Auch für Erwachsene schön zu lesen.

“Mit einer toten Hummel fängt alles an. Ester will sie begraben. Auf einer Lichtung, zu der nur der geheime Pfad der Kinder führt. Ester ist fürs Schaufeln zuständig, »ich« für ein Gedicht am Grab und der kleine Putte soll dazu weinen. Aber e i n e Beerdigung ist natürlich nicht genug. Jetzt werden noch mehr tote Tiere gebraucht. Ester greift zum Telefon … Ulf Nilssons Geschichte über dieses ganz ernsthafte Spiel zu Leben und Tod ist so präzise wie humorvoll. Jeder wird sich darin selbst entdecken und dabei unsentimental an den befreienden Umgang mit dem Tod zu Kinderzeiten erinnert. Auf wunderbar subtile Weise vervollständigen Eva Erikssons atmosphärische Bilder dabei die Geschichte. Ein Bilderbuch, das der schwedische Originalverlag bereits als »Klassiker von morgen« bezeichnet. »Das Buch ist leicht wie eine Feder und zugleich bezaubernd in seiner Nähe zum Spiel der Kinder.« Hans-Joachim Gelberg (Quelle: Amazon.de)

Die besten Beerdigungen der Welt (Gebundene Ausgabe) von Ulf Nilsson (Autor) und Eva Eriksson (Illustrator), Verlag: Moritz; Auflage: 7., Aufl. (August 2006), ISBN-10: 3895651745, Preis: EUR 12,80

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Tanja am 13. Juli 2008 in Buchtipp

Ich hätte sie gerne noch vieles gefragt: Töchter und der Tod der Mutter

Ingrid Strobl, Jahrgang 1952, freie Autorin und Dokumentarfilmerin, begegnen nach dem Tod ihrer Mutter immer mehr Frauen, deren Mütter ebenfals verstorben sind. Es kommt ihr vor, als wäre sie einem “Club” beigetreten von dem sie vorher nichts geahnt hatte. Für ihr Buch interviewte sie Frauen verschiedenster Herkunft und Altersklassen und spürt ihren Geschichten und Gefühlen nach.

“Die eigene Mutter sterben zu sehen, ist einer der größten Einschnitte im Leben. Töchter erleben deren Tod nicht nur als großen Verlust, sondern sind darüber hinaus mit ambivalenten und verwirrenden Gefühlen konfrontiert, mit denen sie vorher oftmals nicht gerechnet hatten.
Mit großem Einfühlungsvermögen und sensibler Genauigkeit beschreibt Ingrid Strobl, wie Töchter den Tod der Mutter erleben. Sie stellt die komplizierten und oft ambivalenten Gefühle dar, die Töchter ihrer Mutter gegenüber haben, und zeigt, wie diese Gefühle und manchmal auch das Selbstbild der Töchter sich wandeln, wenn die Mutter stirbt. Sie erzählt von Liebe und Wut, Vertrautheit und Entfremdung, von Dankbarkeit und Enttäuschung, von Trauer und Erleichterung, Schuldgefühlen und Sehnsüchten.” (Quelle: Amazon.de)

Ich habe das Buch gelesen und finde es sehr schön zu sehen, welche Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede es in den verschiedenen Geschichten zu entdecken gibt.

“Ich hätte sie gerne noch vieles gefragt: Töchter und der Tod der Mutter” von Ingrid Strobl, (Broschiert), Verlag: Fischer (April 2004), ISBN-10: 3596154316, ISBN-13: 978-3596154319, Preis: EUR 9,95

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Tanja am 29. Juni 2008 in Buchtipp

Auf einmal war er nicht mehr da. Ein Sohn, ein Vater, eine Spurensuche.

Philip Reichardt, 1963 geboren, Journalist (”Süddeutsche Zeitung”, “Die Zeit”), forscht dem Leben seines Vaters nach und lernt ihn so nach dessen Tod ein zweites Mal kennen. Bei der Auflösung der Wohnung findet er Dokumente, Fundstücke und das Tagebuch des 17jährigen Vaters und begibt sich auf Spurensuche, um zu erfahren was er bisher nicht über seinen Vater wusste.

“Philip Reichardt erzählt am Beispiel seines Vaters auf sensible und eindringliche Weise, was es für die inzwischen selbst erwachsenen Kinder bedeutet, wenn ein Elternteil stirbt, er beschreibt, warum so viele Gelegenheiten des Miteinandersprechens ungenutzt bleiben und berichtet von den Möglichkeiten und Grenzen, den Menschen im Nachhinein noch einmal neu kennen zu lernen: eine immer überraschende, manchmal auch bestürzend komische Begegnung.” (Quelle: Amazon.de)

Philip Reichardt, “Auf einmal war er nicht mehr da. Ein Sohn, ein Vater, eine Spurensuche.”
Luchterhand Literaturverlag (Februar 2008), ISBN-10: 3630872670, Preis: 19,95

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Tanja am 18. Mai 2008 in Buchtipp