Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

Ich bin da, Heinz

”Wer das Leben begreifen will, kommt ums Ableben nicht herum. Else Buschheuer absolvierte einen Kurs in Sterbehilfe - und begleitete Herrn Wetterling in den Tod. …” Zitat Sueddeutsche.de

Artikel zum Thema Sterbebegleitung auf Sueddeutsche.de

Keine Kommentare »

Tanja am 28. Juni 2010 in Allgemein

Trauerknopf, entworfen von Marian van Essen

Ein normaler Blusenknopf inspirierte die Amsterdamer Künstlerin Marian van Essen parlAmore zu entwerfen. ‘Wenn man sich bewusst macht, wie oft ein Hemdknopf vom Verstorbenen zu Lebzeiten berührt wurde, wird dieser normale Knopf plötzlich sehr vertraut und intim.’ Des Weiteren war sie von der Idee angetan, dass jeder Verwandte des Verstorbenen einen Knopf erhalten kann.

Nähere Infos unter www.parlamore.de

Keine Kommentare »

Tanja am 05. Mai 2010 in Allgemein

UMSTRITTENE KREBSVORSORGE: Deutsche überschätzen Nutzen von Früherkennung

“Neun von zehn Deutschen glauben, dass Mammographie und PSA-Test sie besser vor Krebs schützen, als die Methoden es tatsächlich können. Max-Planck-Forscher aus Berlin warnen vor überzogenen Hoffnungen und fordern bessere Aufklärung.” Quelle: Spiegel Online.

Hier geht es zum Artikel

Keine Kommentare »

Tanja am 15. August 2009 in Allgemein

Trauerphasen nach Kast

Verena Kast, Psychotherapeutin in St. Gallen, nahm die fünf Phasen nach Elisabeth Kübler-Ross zum Vorbild und entwickelte auf ihrer Grundlage die vier Phasen des Trauerns. Im Folgenden möchte ich diese Phasen genauer vorstellen, wobei ich einerseits erkläre, was diese kennzeichnet, aber auch, worauf Helfer achten müssen und welche Schwierigkeiten evtl. auftreten können.

Phase des nicht- wahrhaben-wollens

Diese erste Phase ist gekennzeichnet von einem Gefühlsschock. Trauernde geben an, sich in dieser Zeit selbst wie tot zu fühlen, wie starr, wie versteinert, was insgesamt als Kennzeichen der Verdrängung des Todes, bzw. unangenehmer Nachrichten zu verstehen ist.

Für den Helfer oder Begleiter ist es hier wichtig, dem Trauernden zu zeigen, dass er nicht allein ist, ohne ihn zu bevormunden oder sich aufzudrängen. Er sollte die Möglichkeit haben, seine Gefühle oder eben auch nicht Gefühle zuzulassen. Diese Phase ist nicht gekennzeichnet durch die großen Gefühle. Außerdem ist es wichtig gleich von Anfang an ein optimales Nähe-Distanz-Verhältnis aufzubauen. In diesem sollte der Helfer einerseits menschliche Wärme geben und den Trauernden unterstützen und Trost spenden. Andererseits darf der Begleiter es nicht zulassen, dass der Trauernden sich zu sehr an ihn klammert (vgl. Kast, 1982, S. 61,62). Eigenständigkeit, eigene Ressourcen, also Hilfe zur Selbsthilfe sollten im Vordergrund stehen. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Trauernde nicht dauerhaft verdrängt und versucht sich durch viel Aktivität dauerhaft abzulenken ( vgl. Kast, 1982, S. 83).

Phase der aufbrechenden Emotionen

Wie der Name schon sagt, brechen in dieser Phase die großen Gefühle auf. Wut, Trauer, Zorn, Angst, Ruhelosigkeit sind nur einige der Gefühle die auftreten und sich abwechseln. Es treten allerdings nicht nur negative Gefühle auf. Viele Trauernden geben an, auch Freude, darüber den Toten gehabt zu haben, zu verspüren (vgl. kast, 1982, S. 66). Oftmals versuchen Trauernden in dieser Phase einen Schuldigen zu finden. Es können z.B. Ärzte beschuldigt werden, nicht ausreichend für den Verstorbenen gekämpft zu haben. Der Zorn kann sich aber auch gegen den Toten selbst richten. Die Betroffenen empfinden zusätzlich zum Zorn oft Ohnmacht, auch in Bezug auf die eigene Vergänglichkeit (vgl. Kast, 1982, S. 62/63).

Häufig treten auch eigene Schuldgefühle auf. Ungeklärte Konflikte und auch gestörte Kommunikation zwischen Toten und Angehörigen kommen wieder hoch und können diese Trauerphase erschweren, bzw. verlängern, denn je höher die Schuldgefühle, desto länger und schwieriger diese Trauerphase (vgl. Kast, 1982, S. 64/65).

Diese Schuldgefühle sollten von den Begleitern sehr ernst genommen werden. Sie sollten weder verstärkt noch abgeschwächt werden. Es ist wichtig, dass die Betroffenen diese alleine durchleben und überwinden. Die starken Emotionen, die diese Zeit kennzeichnen, sollten vom Helfer gefördert und unterstützt werden. Auch sollte der Trauernde viel über den Toten sprechen können, Ablenkung ist in dieser Phase nicht förderlich. Wie im Grunde in allen Phasen sollten die Helfer einfach da sein und viel zuhören. Außerdem ist darauf zu achten, dass Schuldgefühle und Trauer nicht chronisch werden, indem Gefühle unterdrückt werden (vgl. Kast, 1982, S. 90ff).

Phase des Suchens und Sich-Trennens

In diesem dritten Abschnitt macht sich der Trauernde auf die metaphorische Suche nach dem Toten. Viele Betroffene berichten davon, das Gefühl zu haben, den Toten zu sehen oder ihn zu hören. Kast berichtet in diesem Zusammenhang von einer Frau, die regelmäßig Autogeräusche ihres Mannes hörte und daraufhin in die Küche stürzte, um ihren Gatten zu bekochen, bevor ihr einfiel, dass er nicht mehr lebt. Andere Trauernde suchen in Gesichtern von Fremden nach Ähnlichkeiten mit dem Toten. Häufig wird versucht, den Toten zu suchen oder zu finden, indem seine Lieblingsorte aufgesucht werden, man Dinge tut, die er gern tat, seine Lieblingsmusik hört usw. (vgl. Kast, 1982, S. 67/68).Viele halten auch ein inneres Zwiegespräch mit dem Toten (vgl. Kast, 1982, S. 69).

Durch die intensive Suche und Beschäftigung mit dem Toten vollzieht sich eine langsame Veränderung in dem Verhältnis Toter-Hinterbliebener.

Helfer müssen darauf achten, dass die Suche nicht zu stark ausgeprägt/ zu realistisch ist. Es ist oft zu beobachten, dass Hinterbliebene dem anderen nachfolgen wollen, indem sie den Widerstand gegen das Sterben, bzw. den Lebenswillen verlieren. Es ist z.B. häufig zu beobachten, dass bei Paaren, die lange miteinander gelebt haben, der Hinterbliebene dem Verstorbene innerhalb der ersten 6 Monate nachfolgt. Auch der Wunsch nach Suizid kann auftreten (vgl. Kast, 1982, S. 102). Außerdem ist es möglich, dass der Trauernde versucht, den Toten zu ersetzen. Es ist möglich, dass einzelne Eigenschaften, die man am Toten geschätzt hat auf andere Menschen projeziert werden. Dies kann auch auf den Begleiter zutreffen (vgl. Kast, 1982, S. 103).

Phase des neuen Selbst- und Weltbezugs

Dies ist die letzte Phase der Trauer. Sie kann erst einsetzen, wenn das Suchen und das Erinnern nicht mehr die kompletten Gedanken und die komplette Phantasie beherrscht (vgl. Kast, 1982, S. 72). Wer in dieser Phase angelangt ist, hat den Verlust akzeptiert. Jetzt lösen sich Hinterbliebene nach und nach von alten Rollen- und Verhaltensmustern. Um das Beispiel der Frau aufzugreifen, die meint das Autogeräusch ihres Mannes zu hören: Diese würde eben in dieser Phase eben nicht mehr zu Hause sitzen und darauf warten, dass ihr Mann nach Hause kommt, sondern würde anderen Tätigkeiten nachgehen. Der Tagesablauf verändert sich (vgl. Kast, 1982, S. 73/74). In dieser Phase lösen sich die Menschen vom Helfer ab, manche empfinden diesen sogar als störend. Es ist also für den Helfer wichtig den Absprung rechtzeitig zu schaffen.

All diese Konzepte können natürlich immer nur einen Annäherung, ein Modell sein (vgl. Paul, 2000, S. 24). Natürlich verhält sich nicht jeder Trauernde nach Schema F. Wie eingangs erwähnt: Trauer ist absolut individuell. Es ist möglich, dass Phasen übersprungen werden, dass die Reihenfolge eine andere ist, es gibt Rückfälle in vorherige Phasen, usw. Auch die Länge der Phasen kann nicht benannt werden. Jeder sollte sich die Zeit nehmen, die er braucht. Generell ist es wichtig, dass Trauernde alle Phasen durchlaufen, um irgendwann weiterleben zu können. Für Helfer kann dieses Konzept vielleicht eine Hilfe sein, Trauernde besser zu verstehen. Aber es zeigt auch, dass Helfer in diesem Bereich besonders sensibel für die Klienten sein müssen, um entscheiden zu können, wo die Menschen gerade stehen, aber auch ab wann ein Verhalten nicht mehr gesund ist oder sogar chronisch wird und wann der richtige Zeitpunkt zur Ablösung vom Helfer gekommen ist.

Während ich an diesem Thema arbeitete, stieß ich auf ein Lied von Herbert Grönemeyer, dass diese Phasen für mich noch mal ganz deutlich wiederspiegelt (Text siehe Anhang). Allein der Titel `Der Weg` zeigt, dass Trauern ein Prozess ist. In der ersten Strophe zeigt sich die erste Phase, die Gefühlsstarre und der Schock. Auch die zweite Phase ist zu erkennen: Im Satz „ das Leben ist nicht fair“ spiegelt sich für mich deutlich eine Anklage/Beschuldigung. Die dritte Phase zieht sich eigentlich fast durch das ganze Lied, sie zeigt sich in den Beschreibungen, den Erinnerungen, also praktisch dem Suchen. Die letzte Phase ist auch in der letzten Strophe zu finden. Der Schreiber hat sich mit dem Verlust abgefunden, lebt sein Leben weiter, nimmt den Verstorbenen aber als inneren Begleiter mit.

1 Kommentar »

Eva am 03. August 2009 in Allgemein, Trauer und Trauerarbeit

Was ist eigentlich ein Hospiz?

Im Zusammenhang mit schwerkranken und sterbenden Menschen hört man immer wieder den Begriff Hospiz. Aber was ist eigentlich ein Hospiz?

Der Begriff Hospiz stammt aus dem Mittelalter und bedeutete ursprünglich `Haus für Gäste`. Nach wie vor wird im Hospiz nicht von Bewohnern oder Patienten, sondern von Gästen gesprochen.

In Hospizeinrichtungen soll Menschen in der letzten Phase ihres Lebens ein Ort geschaffen werden, an dem ein menschenwürdiges Sterben möglich ist. Der sterbende Mensch und seine Angehörigen stehen im Zentrum der Hospizarbeit. Dabei geht in der Arbeit nicht mehr um Heilung, sondern um das Wohlbefinden und die Bedürfnisse der Schwerkranken und ihnen nahestenden Menschen. In multiprofessionelölen Teams sollen Betroffene hier bestmöglich begleitet und unterstützt werden. Dies beinhaltet psychosoziale und spirituelle Begleitung, Trauerbegleitung und Palliativmedizin und- pflege.

Jeder schwerkranke Mensch, der nicht im Krankenhaus sterben möchte oder nicht zu Hause gepflegt werden kann, kann in einem Hospiz Aufnahme finden, um dort die letzten Tage seines Lebens zu verbringen.

Nähere Informationen zur Hospizarbeit und zu Einrichtungen in eurer Nähe findet ihr auf der Seite www.hospiz.net

Keine Kommentare »

Eva am 09. Juni 2009 in Allgemein

Welthospizwoche: Veranstaltungen in Hamburg

Hamburger Hospiz e.V. läd am Mittwoch 08.10.2008 im Rahmen der Welthospizwoche zu drei Veranstaltungen:

14 bis 15:30 Uhr
Vortrag: “Im Einklang Sterbenden nahe sein”, Zum persönlichen Wachstum in der ehrenamtlichen Hospizarbeit mit Angela Reschke (Dipl.Psych.)

16 UND 17 Uhr
“Räume für das Leben” , Zwei Führungen durchs Hamburger Hospiz im Kohlenstiftes mit Kai Puhlmann (Leiter des Hospizes). Fragen sind erwünscht!

18:30 bis 20:00 Uhr
“Aus der Kraft des Herzens, jenseits von Sprache und Verstand”, Vortrag zu Spiritualität in der Hospizarbeit von Pastor Volker Schmidt, Werkstatt Spiritualität

Alle Veranstaltungen finden im Hamburger Hospiz im Helenenstift, Helenenstraße 12 statt. Bitte melden Sie sich unter den Telefonnummern: Tel: 38 90 75-204 oder 389075-0 an.
Über Ihren Besuch würden wir uns freuen!

Keine Kommentare »

Tanja am 20. September 2008 in Allgemein

Waisenrente

Waisenrente wird von der gesetzlichen Sozialversicherung gezahlt und zwar im Falle des Todes eines Rentenberechtigten an dessen Kinder.
Ist nur ein Elternteil verstorben, spricht man von einer Halbwaisenrente, sind beide Elternteile verstorben, von einer Vollwaisenrente.

Kinder (§ 48 Sozialgesetzbuch VI) und damit waisenrentenberechtigt sind leibliche Kinder (bei außerehelich geborenen Kindern jedoch seitens des Vaters nur bei erfolgter Vaterschaftsanerkennung oder Vaterschaftsfeststellung) und adoptierte Kinder. Sowie Stief- und Pflegekinder, die in den Haushalt des Verstorbenen aufgenommen waren oder von ihm überwiegend unterhalten wurden.

Waisenrente wird bis zur Volljährigkeit gezahlt. Darüber hinaus kann sie nur bezogen werden, wenn sich das Kind in einer Ausbildung befindet, wie z.B. Schule, betriebliche Ausbildung oder Erststudium. Bei Studiengängen nach dem Bachelor-Master-System zählt ein konsekutiver Master-Studiengang mit zum Erststudium, jedoch maximal bis zum 27. Lebensjahr.

Die Höhe der Waisenrente ist von der Höhe der Rentenansprüche des Verstorbenen abhängig (für Unfallversicherung geregelt in § 68 Sozialgesetzbuch VII).

Nähere Informationen erhaltet Ihr unter Deutsche Rentenversicherung.de

1 Kommentar »

Tanja am 07. September 2008 in Allgemein