Monatsarchiv für Juni 2009

Opa Meume und ich

“Opa Meume und ich” von Maggie Schneider, mit Bildern von Jacky Gleich

Seit Oma Meume aus dem dritten Stock nicht mehr lebt, ist alles anders. Opa Meume sitzt den ganzen Tag in seinem Sessel und redet mit sich selbst. Früher hat Emma die beiden oft besucht. Opa und Oma Meume haben viel gelacht und hatten immer Zeit für sie. Doch jetzt sieht Opa Meume grau und traurig aus. Das lässt Emma keine Ruhe. Also denkt sie sich ein „Erste-Hilfe-Programm“ aus, um wieder Farbe in sein Leben zu bringen …
Maggie Schneider erzählt in ihrem Debütroman einfühlsam und authentisch von der Trauer und Einsamkeit eines alten Mannes und vom Engagement eines mutigen kleinen Mädchens, das bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. (Verlagstext)

Die Presse:
„Eine herzzerreißende Geschichte mit wunderbaren Illustrationen von Jacky Gleich über eine große Freundschaft und ein kleines couragiertes Mädchen.“ Brigitte

„Meisterhaft.“ DIE ZEIT

„Überzeugend, die Bilder dazu sprechen eine starke eigene Sprache.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

“Opa Meume und ich” wird empfohlen von der Lux-Jury der Zeit.

“Opa Meume und ich”, Text: Maggie Schneider, Bilder: Jacky Gleich, ab 8 Jahre, EUR 12,90 [D]/ EUR 13,30 [A], ISBN 978-3-939944-16-4

Keine Kommentare »

Tanja am 22. Juni 2009 in Buchtipp

Alice von Judith Hermann

»Richard hat gesagt, ich bräuchte drei Jahre. Das hat er einfach so gesagt, stell dir vor. Du brauchst drei Jahre, dann wird es bessergehen.
Und stimmt das, sagte Alice.
Keine Ahnung, sagte Margaret. Jetzt ist ein Jahr um, erst ein Jahr, ich bin weit entfernt davon zu verstehen, wie er das gemeint hat. Drei Jahre.«

Wenn jemand fort ist, kann man nicht mehr sagen, wie er ausgesehen hat, wie er gesprochen, geflucht, gelächelt hat, wie er durchs Leben gegangen ist. Auch wenn man ihn plötzlich zu sehen glaubt, auf der Rolltreppe, im letzten Wagen einer abfahrenden Straßenbahn, an der Ampel auf der anderen Straßenseite.
Judith Hermann erzählt von den Zeiten des Übergangs, des Wartens, des Festhaltens und Loslassens – und davon, wie klar und leuchtend diese Tage sein können. (Verlagstext)

Judith Hermann- Alice

Preis € (D) 18,95
192 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-10-033182-3
S. Fischer Verlag

Keine Kommentare »

Eva am 09. Juni 2009 in Buchtipp

Was ist eigentlich ein Hospiz?

Im Zusammenhang mit schwerkranken und sterbenden Menschen hört man immer wieder den Begriff Hospiz. Aber was ist eigentlich ein Hospiz?

Der Begriff Hospiz stammt aus dem Mittelalter und bedeutete ursprünglich `Haus für Gäste`. Nach wie vor wird im Hospiz nicht von Bewohnern oder Patienten, sondern von Gästen gesprochen.

In Hospizeinrichtungen soll Menschen in der letzten Phase ihres Lebens ein Ort geschaffen werden, an dem ein menschenwürdiges Sterben möglich ist. Der sterbende Mensch und seine Angehörigen stehen im Zentrum der Hospizarbeit. Dabei geht in der Arbeit nicht mehr um Heilung, sondern um das Wohlbefinden und die Bedürfnisse der Schwerkranken und ihnen nahestenden Menschen. In multiprofessionelölen Teams sollen Betroffene hier bestmöglich begleitet und unterstützt werden. Dies beinhaltet psychosoziale und spirituelle Begleitung, Trauerbegleitung und Palliativmedizin und- pflege.

Jeder schwerkranke Mensch, der nicht im Krankenhaus sterben möchte oder nicht zu Hause gepflegt werden kann, kann in einem Hospiz Aufnahme finden, um dort die letzten Tage seines Lebens zu verbringen.

Nähere Informationen zur Hospizarbeit und zu Einrichtungen in eurer Nähe findet ihr auf der Seite www.hospiz.net

Keine Kommentare »

Eva am 09. Juni 2009 in Allgemein

Die Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross

Obwohl Trauer individuell ist, gibt es Versuche diese zu erklären, zu verstehen und zu kategorisieren. Die erste, die dahingehend Konzepte erarbeitet hat, war Elisabeth-Kübler-Ross, die Interviews mit über 200 Sterbenden führte, um Einblicke in deren Gefühlswelt zu bekommen. Sie machte die Sterbenden zu ihrem Lehrer. Aufgrund ihrer Erfahrungen erstellte sie die 5 Sterbephasen, die alle schwerkranken Menschen in ihrer letzten Phase durchlaufen. Gleichzeitig sieht sie dieses Modell der 5 Phasen auch als Modell wie Menschen in Krisenzeiten Informationen verarbeiten (vgl. Paul, 2001, S. 14) Diese Phasen möchte ich im Folgenden kurz darstellen:

  1. Phase nicht – wahr -haben- wollen und Isolierung

- ich doch nicht!

- Verdrängung als Puffer zwischen dem Kranken und Diagnose

- Hält meist nicht lange an

  1. Phase Zorn

- Warum gerade ich?

  1. Phase Verhandeln

- flüchtige Phase

- Feilschen um Aufschub, Handel mit Gott

  1. Phase Depression

- geprägt von Schmerz

- Vorbereitung auf den Abschied

- Keine Aufmunterung!

  1. Phase Zustimmung

- Ruhe kehrt ein

- Der Kampf ist vorbei

- Phase frei von Gefühlen

(vgl. Paul, 2001, S. 15-17)

Neue Trauergruppe in Hamburg

“Trauer braucht Beistand und Zeit! Mit diesem Motto möchten wir Trauernde ermutigen, ihre Trauer in liebevoller und geschützter Atmosphäre auszudrücken und Geborgenheit und Beistand bei gleichfalls trauernden Menschen zu finden.”

Juni bis September 2009
Trauerselbsthilfegruppe
nach dem Tod eines Angehörigen

Der Hamburger Hospiz e.V. lädt Trauernde ein, dem Verlust nachzuspüren und mit anderen Trauernden ins Gespräch zu kommen. Die Gruppe wird im Ambulanten Hospizberatungsdienst (Helenenstraße 12, im Hamburger Hospiz in Altona) von Wiebke Gragert angeleitet. Frau Gragert ist erfahrene Hospizlerin, Trauerbegleiterin und verfügt über eine Ausbildung in Gesprächstherapie.
Das Angebot, das vom 24.6 bis zum 9.9 geht, umfasst 12 Abende, jeweils mittwochs von 18:00 bis 20:00. Danach trifft sich die Gruppe als Selbsthilfegruppe weiter.
Die Anmeldung erfolgt nach einem Vorgespräch, in dem wir Ihre Erwartungen und unsere Möglichkeiten besprechen.
Telefonnummer: 040 38 90 75-204
Email: hospizberatungsdienst@hamburger-hospiz.de

Ein Unkostenbeitrag in Form einer Spende gegen Spendenbescheinigung wird erbeten.

1 Kommentar »

Tanja am 08. Juni 2009 in Aktuell