Monatsarchiv für April 2009

Elternlose haben vom Verlust gelernt …

Auch wenn man sehr traurig ist, ist einem manchmal nach Lachen zumute.

Was habt ihr gelernt? Schreibt uns eure Vorschläge an blog@elternlos.de, Betreff: Vom Verlust gelernt!

Keine Kommentare »

Tanja am 26. April 2009 in Vom Verlust gelernt

Vortrag im Hamburger Hospiz im Helenenstift

Aus der Kraft des Herzens - Vortrag zur Spiritualität in der Hospizarbeit

Wie kann Kraft und Zuversicht angesichts von Sterben, Tod und Trauer gelingen? „Wenn sprichwörtlich eine Welt zerbricht, gibt es kaum Worte, die den Schmerz lindern oder Trost und Halt vermitteln“, weiß Pastor Volker Schmidt, Gründer der Werkstatt Spiritualität, zu berichten. In Vorträgen und Seminaren unterstütz er Menschen, die in der Hospizarbeit tätig sind, Trost jenseits von Sprache und Verstand zu vermitteln. Doch was befähigt Menschen bei schwerer Krankheit oder am Sterbebett Halt und Kraft zu vermitteln? Wie kann Beistand gelingen, wenn angesichts von übermächtigem Leid die Worte fehlen?
„Beistand kann jenseits von Sprache und Verstand „aus der Kraft des Herzens“ kommen“ beschreibt Schmidt. „Doch dafür müssen Erfahrungen, die von besonderer, nämlich spiritueller Qualität sind, ins Bewusstsein geholt und zu zugelassen werden“.
In einem Vortrag des Ambulanten Hospizberatungsdiensts des Hamburger Hospiz e.V. erläutert Pastor Volker Schmidt den Hintergrund spiritueller Erfahrungen in der Begleitung Sterbender und macht sie für die ZuhörerInnen nachvollziehbar. Angela Reschke, Leiterin des Ambulanten Hospizberatungsdienstes, heißt Interessierte willkommen und beantwortet gemeinsam mit ihren ehrenamtlichen MitarbeiterInnen gern alle Fragen zur ambulanten Hospizarbeit des Vereins.

Kosten: Um eine Spende wird gebeten

Datum: Montag, 11.Mai 2009 von 18:30 bis 20:30

Veranstaltungsort / Anfahrt: Hamburger Hospiz im Helenenstift, Helenenstraße 12 
(S-Bahnhaltestellen: Holstenstraße, Altona 
Busse: 15, 20, 25, 183, 283, Haltestelle: Max-Brauer-Allee Mitte)

Anmeldung: Angela Reschke, hospizberatungsdienst@hamburger-hospiz.de

Keine Kommentare »

Tanja am 26. April 2009 in Aktuell

Was ist eigentlich Trauer?

Diese Frage stellte ich mir, als ich begann, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich gab diese Frage an Kommilitonen und Freunde weiter. Am häufigsten kamen Antworten wie Verlust, Schmerz, Einsamkeit, aber auch Ohnmacht und Hilflosigkeit.
Auch Chris Paul stellte diese Frage in einer ihrer Trauergruppen und erhielt folgende Antwort:
„ Ohnmacht“ und sich „Kraftlos fühlen“ neben „Stärke“, „Wut“ neben „friedlicher werden“, „ gute und schlechte Erinnerungen zulassen“ neben „Selbstmitleid“, „innere Leere“ neben „hat etwas Befreiendes“, „ sich auf das starke Gefühl einlassen“ neben „ Pensum abarbeiten“, „Abschied nehmen“ und „einen normalen Umgang damit finden“, „ das geht nicht immer“ und „ich will das nicht immer“ und „mit mir selber ausmachen“, „Unverstandensein“, „Selbstzweifel“ und „Veränderung“. (Paul, 2000, S. 11)

Trauer kann also alles mögliche sein. Sie löst auf jeden Fall sehr starke Emotionen aus. Generell kann man sagen, dass Trauer nach wie vor Unsicherheiten bei Außenstehenden auslöst. Während es zu Anlässen wie Geburtstagen Floskeln wie „ Herzlichen Glückwunsch“ ganz selbstverständlich benutzt werden, bereitet ein „ Herzliches Beileid“ Unbehagen. Viele Menschen versuchen Kontakt mit Trauernden zu meiden. Frei nach dem Motto: Ich sag lieber nichts, bevor ich etwas Falsches sage (vgl. Kast, 1982, S. 13).
Die Trauer wird erst seit ca. 30 Jahren erforscht, hauptsächlich von den Disziplinen Medizin, Soziologie und Psychologie. Die Trauerforschung ist also noch sehr jung. Als Gesamtergebnis wurde bisher festgestellt, dass kein Urgefühl des Trauerns gibt (vgl. Kast, 1982, S. 14). Folgendes Zitat soll dies verdeutlichen:
„ das geht soweit, dass Trauernde auf Bali lächeln statt zu weinen, während es in südosteuropäischen Ländern noch die Tradition der lauthals schreienden und weinenden Klageweiber gibt. In vielen asiatischen und afrikanischen Kulturen ist Trauer eine Sache der Gemeinschaft- der Satz: „ Das muss ich mit mir allein abmachen“, den ich hierzulande irgendwann von jeder/jedem Trauernden höre, wäre dort undenkbar. (…)In Mexico werden lautstarke, fröhliche Straßenumzüge veranstaltet, bei denen die ausgebleichten Knochen der Toten durch die Stadt getragen werden. In Korea muss am ersten Jahrestag des Todes ein kompliziertes Ritual durchgeführt werden, damit die Seele im Jenseits ankommen kann „
(Kast, 1982, S. 14)

Die Art der Trauer ist also abhängig von der Zeit und der Gesellschaft, in der man lebt. Gleiche gilt auch für die Dauer der Trauer, auch wenn viele Trauernde das Gefühl haben sich eine Frist setzen zu müssen, in der Art: Nach sechs Wochen muss die Trauer durch sein, alles andere ist nicht normal.

Keine Kommentare »

Eva am 23. April 2009 in Trauer und Trauerarbeit

Elternlos-Team: Eva

So, dann bin ich wohl die nächste.

Ich bin 29 Jahre alt und lebe seit April 2008 wieder in Hamburg und bin dann ein paar Monate später zum Elternlos-Team gestoßen. Ich habe Soziale Arbeit studiert und absolviere gerade mein Anerkennungsjahr in einer Wohngruppe für Jugendliche zwischen 14-18.
Meine großen Leidenschaften sind Musik und Fußball. Ich singe und spiele Klavier, höre aber auch gern einfach Musik und finde darüber Ausgleich und Ruhe. Meine 2. große Leidenschaft ist Fußball. Ich bin Fan des FC St.Pauli und stehe jedes 2. Wochenende im Stadion, um meine Mannschaft anzufeuern.
Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen, habe 3 Schwestern, die inzwischen auch eigene Familien haben. Im Jahr 2001 ist mein Vater an Krebs erkrankt. Lange Jahre haben ich und meine Familie mit der Krankheit gelebt, immer wieder gehofft und immer wieder Rückschläge erlitten. Nach zahlreichen OPs und Chemos ist mein Vater im März 2007 zu Hause gestorben. In der Zeit der Trauer habe ich feststellen müssen, dass es nicht viele Menschen gibt, mit denen man sich austauschen kann. Viele schrecken vor dem Thema zurück oder können einfach nicht nachvollziehen, wie man sich fühlt. Aber ich habe auch erfahren, wie gut es tut, wenn man in dieser schwierigen Phase jemanden findet, der einen versteht. Gerade deshalb finde ich das Elternlos-Projekt wichtig und versuche daher seit dem letzten Jahr das Team zu unterstützen. Da ich wenig von Computern verstehe, kann ich nur Inhaltliches beitragen. Im habe bereits im Studium viel zu den Bereichen Sterben, Tod und Trauer gearbeitet und werde in Zukunft Texte zu verschiedenen Themen für den blog verfassen. In der nächsten Zeit hab ich vor eine Art Serie zum Thema Trauer und Trauerarbeit in den blog zu stellen.

Keine Kommentare »

Eva am 05. April 2009 in Elternlos.de

Austellung: Vom Tatort ins Labor - Rechtsmediziner decken auf

Eine Ausstellung des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin der Charité und dem Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin Berlin

6. März bis 13. September 2009

„Nur wenige Menschen außerhalb der Rechtsmedizin haben eine realistische Vorstellung davon, wie es im Obduktionssaal, in den forensischen Laboratorien und im Alltag der Rechtsmedizin zugeht. So bleibt die Welt der Rechtsmedizin außer Polizisten, Staatsanwälten und den Rechtsmedizinern der Allgemeinheit verschlossen. Vieles, was Rechtsmediziner in ihrem Alltag zu sehen bekommen, liegt jenseits der Vorstellungskraft der meisten Menschen. Trotzdem verzichtet die Ausstellung bewusst darauf zu schockieren oder mit Gruseleffekten zu arbeiten. Der Besucher begleitet den Rechtsmediziner vom Tatort zur Sektion, ins Labor, wo zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden und schließlich bei dessen Sachverständigentätigkeit im Prozess vor Gericht. Texte, Präparate und Grafiken helfen, die Tätigkeit in den einzelnen Bereichen Tatort, Sektionssaal, Labor und Gericht besser zu verstehen. Zusätzlich wird eine Vielzahl möglicher (und manchmal auch unmöglich scheinender) Todes- und Tötungsarten vorgestellt.“

Weitere Infos

Keine Kommentare »

Tanja am 05. April 2009 in Aktuell