Monatsarchiv für Februar 2009

Vortrag: Aus der Kraft des Herzens: Spiritualität in der Hospizarbeit

Kraft und Zuversicht in der Hospizarbeit jenseits von Sprache und Verstand

Vortrag von P. Volker Schmidt, Werkstatt Spiritualität, freiberuflicher Theologe und Seelsorger

Spiritualität? Es gibt Erfahrungen in unserem Leben, die von besonderer, nämlich spiritueller Qualität sind, aber von unserem ungeübten Alltagsbewußtsein in ihrer Besonderheit gewöhnlich nicht wahrgenommen werden. Der Vortrag erzählt von solchen Erfahrungen. Er zeigt an Beispielen, wie die Dimension des Geistes und der Herzenskraft für Begleiter/innen und Sterbende präsent werden kann, und wie man lernt, sich in die Wahrnehmung solcher Erfahrungen einzuüben. Denn wie anders, als von einem erweiterten Verständnis unserer Lebenswirklichkeit her, kann man mit Menschen kommunizieren, denen angesichts von Leid die Worte fehlen oder die nicht mehr kommunizieren können? Wie bereitet man sich in diesem Sinne auf den Besuch bei Menschen am Lebensende oder deren Angehörigen innerlich vor? Wie kommt man in die Haltung der Akzeptanz?

Veranstalter
Hamburger Hospiz e.V.

Veranstaltungsort
Hamburger Hospiz im Helenenstift
Helenenstraße 12 (S-Bahn Holstenstraße, Busse: 115, 20, 183)
22765 Hamburg

Datum/ Zeit
Dienstag, den 31.03.2009, 18:30 bis 20:30 Uhr*

Kosten: Ihre Spende für den Ambulanten Hospizberatungsdienst wird erbeten

Eine *Anmeldung* ist erforderlich.
hospizberatungsdienst@hamburger-hospiz.de

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Tanja am 09. Februar 2009 in Aktuell

Hinter dem Horizont

Ein jäher Schicksalsschlag zerstört das Familienglück von Chris (Robin Williams) und Annie (Annabella Sciorra): Beide Kinder sterben bei einem Autounfall. Annie verkraftet den Tod der Kinder nicht und kämpft gegen eine tiefe Depression. Da ereignet sich das nächste Unglück, auch Chris kommt bei einem Unfall ums Leben. “Hinter dem Horizont” trift er auf Albert (Cuba Gooding Jr.), der ihn mit den Regeln vertraut macht. Chris hat seine eigene Version vom Jenseits, seiner Fantasie und seinem Glauben entsprungen und angelehnt an die Bilder seiner Frau. Farbenprächtig und leuchtent, wie frische, noch feuchte Farbe.

Er erfährt, dass Annie den erneuten Schicksalsschlag nicht ertragen konnte und eigenhändig aus dem Leben geschieden ist. Chris muss auch erfahren, dass Annies persönliche Vorstellung vom Jenseits ihren Schuldgefühlen entspringt und sie in ihrer eigenen “Hölle” gefangen ist.

Chris entschließt sich durch “Himmel und Hölle” zu gehen, um seine geliebte Frau vor ihrem eigenen Fegefeuer zu retten.

Wunderschöner Film mit poetischen Bildern.

Spielfilm von Vincent Ward, USA, 1998. Auf DVD erhältlich

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Tanja am 08. Februar 2009 in Entertainment

Kindertrauerzentrum “Lacrima” in München

Lacrima- Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche in München

“Wer hilft hinterbliebenen Kindern?
Stellen Sie sich vor: Ein Kind verliert einen Elternteil, einen Bruder oder eine Schwester durch Tod. Mit wem können diese Kinder sprechen? Mit wem ihre Trauer durchleben? Ihre Freunde und Klassenkameraden ziehen sich oft lieber zurück, da sie nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen. Es ist auch schwierig mit dem überlebenden Elternteil zu sprechen, weil dieser mit seiner eigenen Trauer beschäftigt ist. Wie sollen Kinder mit einem solchen Verlust umgehen?

Die Arbeit von Lacrima
Im Jahr 2007 übernahmen die Johanniter die Trägerschaft für das Kindertrauerzentrum „Lacrima“ in München. Das Zentrum gibt die für Kinder in Trauer nötige hilfreiche Begleitung und ermöglicht ihnen eine Aufarbeitung von traumatischen Erlebnissen außerhalb von offiziellen Institutionen, Arztpraxen oder Hospitälern.
„Bei uns lernen die Kinder, vor Schicksalsgenossen den Verlust überhaupt erst einmal auszusprechen“, sagt Diakon Tobias Rilling, Leiter der Einrichtung. „Trauer braucht Anteilnahme und beruhigende Rituale“, weiß Rilling. Deshalb beginnt jedes Treffen der Trauergruppen bei Lacrima mit dem Anzünden von Kerzen und dem gemeinsamen Händefassen im Kreis. Danach laufen die kleinen Gäste auseinander, manche in die Bastelecke, andere in den Toberaum. Außerdem gibt es eine Treuer-Reit-Gruppe, eine kunsttherapeutische Kindergruppe sowie eine Outdoor-Jugend-Gruppe.

Trauergefühle bei Kindern
Im Trauerfall stellen sich bislang oft ungekannte Gefühle ein, wie z. B. Angst, Schuldgefühle, Verzweiflung und Aggressionen, die sich in Vorwürfe an Eltern oder andere ausdrücken, Mutlosigkeit oder Resignation. Viele Kinder haben Phantasien der Wiedervereinigung, dass heißt sie erwarten den Verstorbenen wieder (z.B. ein Gedeck mehr am Tisch) oder entwickeln sich in frühere Entwicklungsphasen (z.B. Einnässen) zurück.
Die Kinder sind diesen Gefühlen hilflos ausgeliefert! Sie können sie auch nicht artikulieren und benennen. Sie versuchen alles, was sie verunsichert zu verdrängen und wollen möglichst normal sein. Deshalb brauchen sie besondere Unterstützung, wie sie die Johanniter im Trauerzentrum Lacrima bieten.”

Weitere Informationen unter lacrima-muenchen.de

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Tanja am 03. Februar 2009 in Webtipp