Monatsarchiv für Juni 2008

Ich hätte sie gerne noch vieles gefragt: Töchter und der Tod der Mutter

Ingrid Strobl, Jahrgang 1952, freie Autorin und Dokumentarfilmerin, begegnen nach dem Tod ihrer Mutter immer mehr Frauen, deren Mütter ebenfals verstorben sind. Es kommt ihr vor, als wäre sie einem “Club” beigetreten von dem sie vorher nichts geahnt hatte. Für ihr Buch interviewte sie Frauen verschiedenster Herkunft und Altersklassen und spürt ihren Geschichten und Gefühlen nach.

“Die eigene Mutter sterben zu sehen, ist einer der größten Einschnitte im Leben. Töchter erleben deren Tod nicht nur als großen Verlust, sondern sind darüber hinaus mit ambivalenten und verwirrenden Gefühlen konfrontiert, mit denen sie vorher oftmals nicht gerechnet hatten.
Mit großem Einfühlungsvermögen und sensibler Genauigkeit beschreibt Ingrid Strobl, wie Töchter den Tod der Mutter erleben. Sie stellt die komplizierten und oft ambivalenten Gefühle dar, die Töchter ihrer Mutter gegenüber haben, und zeigt, wie diese Gefühle und manchmal auch das Selbstbild der Töchter sich wandeln, wenn die Mutter stirbt. Sie erzählt von Liebe und Wut, Vertrautheit und Entfremdung, von Dankbarkeit und Enttäuschung, von Trauer und Erleichterung, Schuldgefühlen und Sehnsüchten.” (Quelle: Amazon.de)

Ich habe das Buch gelesen und finde es sehr schön zu sehen, welche Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede es in den verschiedenen Geschichten zu entdecken gibt.

“Ich hätte sie gerne noch vieles gefragt: Töchter und der Tod der Mutter” von Ingrid Strobl, (Broschiert), Verlag: Fischer (April 2004), ISBN-10: 3596154316, ISBN-13: 978-3596154319, Preis: EUR 9,95

Keine Kommentare »

Tanja am 29. Juni 2008 in Buchtipp

Artikel: Umstrittene Spenderauswahl

Heike Le Ker schreibt auf “Spiegel-Online”:

“UMSTRITTENE SPENDERAUSWAHL
Schon Herzstillstand reicht Ärzten für Organentnahme

In Frankreich sollen die Regeln für Organspender geändert werden: Schon wenn ein Mensch einen Herzstillstand erleidet, sollen Ärzte zugreifen dürfen. Doch an dem Verfahren gibt es Zweifel - nachdem ein vermeintlich Toter auf dem OP-Tisch wieder aufwachte.”

Zum Artikel auf Spiegel-Online.

Keine Kommentare »

Tanja am 22. Juni 2008 in Aktuell

Post to Heaven

Im Forum habe ich das Projekt der Berliner Bestatterin Claudia Marschner schon vor einiger Zeit vorgestellt. Jetzt hier:

“Post to Heaven
Eine Aktion für Kinder

Die Idee
Aus der festen Überzeugung heraus, das die Toten nicht vergessen werden dürfen, wollen wir eine Brücke zwischen Diesseits und Jenseits schlagen.
Viele Menschen hatten keine Möglichkeit von ihren Lieben Abschied zu nehmen - vielen Menschen fehlt ein Glaube. Verwaiste Kinder brauchen Hilfe und liebevolle Rituale. Deshalb gibt es die >Post to Heaven<.

Deine Post to Heaven
Du hast einen Menschen verloren und konntest ihm nicht mehr sagen, was Dir auf dem Herzen liegt. Du konntest nicht "Auf Wiedersehen" sagen. Du hast Gedanken der Verzweiflung und offene Fragen, auf die Du nie eine Antwort bekommen hast. Vielleicht quälen Dich Gefühle von Hass und Liebe. Vielleicht hast Du auch ein Gedicht oder ein Lied
geschrieben oder möchtest ganz einfach einen Brief schreiben. Schreibe alles nieder, was Dich bewegt. Kontaktiere uns und wirf Deinen Brief in die Post to Heaven. Er wird von uns nicht geöffnet und wir befördern ihn zu Deinem Empfänger ins Jenseits.

Wie funktioniert die Beförderung?!
Ein- bis zweimal im Monat wird die ungeöffnete Post in einer feierlichen Zeremonie im Krematorium Berlin verabschiedet. Umrahmt von Musik segnet eine Pfarrerin die Briefe und ruft die himmlischen Boten zur Arbeit. Dann wird die Post dem Feuer übergeben und kommt so im Jenseits an."

Claudia Marschner

Post to Heaven

Keine Kommentare »

Tanja am 15. Juni 2008 in Webtipp

Umfrage: Wie die Deutschen sterben wollen

“Die Welt” berichtet von einer Umfrage des Lehrstuhls für Palliativmedizin der Universität München nach der 69,1 Prozent der 402 Befragten den Wunsch äusserten, dass ihre Patientenverfügung von Ärzten und Angehörigen strikt befolgt werden sollte. Somit möchte die Mehrheit der Befragten ihre im Voraus geäusserten Wünsche respektiert wissen. Die Realität sieht im Moment leider oft noch anders aus.

Zum Artikel auf Welt-Online.

Keine Kommentare »

Tanja am 10. Juni 2008 in Aktuell